In eigener Sache

Das Alter spielt keine Rolle, ausser du bist ein Käse. Oder ein guter Wein.

Gut- für einen Käse wäre ich vermutlich deutlich zu alt und längst verrottet (ich mag auch gar keinen Käse- ich meine, wie kann man freiwillig etwas essen, das derart stinkt?), bei Wein dagegen sind ja auch noch wesentlich ältere Semester sehr wertvoll, aber wenn ich ehrlich bin, bin ich ja nicht so die geborene Sommeliere *blärch* und ein 47 Jahre alter Wein wäre Perlen vor die Säue (aber die Flasche würde ich wegen des schicken Etiketts wenigstens aufheben).
Also kurz und gut: wenn ich etwas sein müsste außer ich selbst, dann gerne ein 47 Jahre alter Whisky. Auf jeden Fall ein schottischer Single Malt und gerne von den Inseln (Meer ist immer gut), aber auf keinen Fall rauchig oder torfig, sondern mild. Schliesslich bin ich mit den Jahren auch milder geworden und es besteht Hoffnung, dass sich diese Tendenz fortsetzt (mit 80 bin ich vermutlich Jesus und halte meinen Feinden die linke Backe…undsoweiter).
Aber bevor es soweit mit mir kommt, lasse ich heute erstmal alle Gratulanten an mir vorbeidefilieren, trinke einzweidrei gute Stöffchen und genieße den Tag.

Happy Birthday

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Heute vor zehn Jahren fuhren wir auf Anraten der Hebamme in die Uniklinik- der Plan war eine spontane Geburt trotz Beckenendlage oder wie das hiess, (Junior weigerte sich aus dem bequemen Sitz koppheister zu gehen) ich habs schon längst vergessen (komisch, als Schwangere und Neu-Mutti sind einem solche Sachen unglaublich wichtig, aber nach ein paar Jahren verwechselt man dann doch so einiges. Ich. Ich jedenfalls. Könnte auch mit meiner unendlich verlängerten Schwangerschaftsdemenz zusammenhängen…).
Wo war ich? Ach ja- bei der netten Dame vom Ultraschall, die uns informierte, dass da wohl ein Kaiserschnitt unumgänglich sei- fünf Tage zu spät und ein halbes Kilo zu schwer für die spontane Geburt, und dann auch noch dieser Schatten im Ultraschall, dabei dachte ich immer, die wüsten, spontanen seien die besten… ach, Schwamm drüber.
Ich verstand sofort und versprach, morgen wiederzukommen und innerhalb von fünf Minuten war ich rasiert (sehr grob und blutig! Meine Schamhaare sind immer noch schockiert. Ja, ich habe Schamhaare! Himmeldonnerwetter.), in grünes Tuch gekleidet und eine sehr nervöse Assistenzärztin versuchte aus meiner Lendenwirbelsäule zwecks PDA einen Schweizer Käse zu machen. Blutige Angelegenheit. Und ein winziges bißchen schmerzhaft…
Ein fremder Mann, ebenfalls in grünes Tuch, Mundschutz und Mütze gekleidet, hielt meine Hand und sprach mir Trost zu. Ich überlegte kurz ob ich meinen Mann (wo war der eigentlich?) bitten sollte, diesem aufdringlichen Typen (unfassbar: baggert mich an, während ich kurz vor der Entbindung stehe) eins vor den Latz zu knallen, als mir aufging: der fremde Mann war gar nicht fremd, es war meiner. So ganz mit grünem Zeug im Gesicht und selbst fast kirre vor Aufregung hatte ich ihn nur nicht erkannt. Kann passieren.
Das ganze blutige Zeugs mit Bauch aufschneiden und Kind aus dem Bauch zerren beschreibe ich mal nicht genauer für die zarteren Gemüter unter uns. Für alle anderen: Kettensägenmassaker Teil 1-3 treffen es ganz gut.
So, und nun wird der Knabe, dessen erste Lebensäußerungen aus einem Häuflein Kacke auf der Hand des Chirurgen (Geburtshelfers? Hebammerich? Wie heisst der, der das Kind aus dem Bauch fummelt?) und anschliessend einem ordentlichen Pinkelpäuschen auf Papas Schoß bestanden, schon zehn Jahre alt. Zehn!
Wir haben, wie jeden Geburtstagsvorabend, die Geschenke eingewickelt und angerichtet mit ein bißchen Tüdelüüt, und wie jeden Geburtstagsvorabend hat Junior so getan, als schliefe er bereits und stattdessen den Geräuschen des Einpackens und Dekorierens gelauscht und sich vermutlich an seiner Vorfreude gewärmt bis er wirklich schlief.
(Er schafft es auch zuverlässig jedes Jahr, ERST seine Eltern zu wecken und dann mit ihnen gemeinsam den Geburtstagstisch zu bestaunen, statt loszurennen und das Papier von den Geschenken zu fetzen. Das hat gewisse Auswirkungen auf unsere Ausschlafzeit, aber gut. Wir waren gewarnt, was das betrifft.)
Sobald die Eltern gähnend ihren Widerstand aufgeben, es nach Kaffee riecht (und ich meine Kontaktlinsen eingesetzt habe) können endlich die Geschenke ausgepackt werden. Dieses Jahr eher die kleinere Variante: ein Spiel für die XBox, zwei kleinere Playmobilsachen, ein Mini-Transformer und das obligatorische Geburtstagsshirt (ein Handy wird folgen, dauert aber noch ein paar Wochen).
Am Nachmittag kommen um die fünfundzwanzig Gäste, alle werden mit Kaffee und Kuchen und später einem Grillbüffet bewirtet. Für die aufziehende Dunkelheit habe ich schon eine Großpackung Knicklichter für die Kids bereitgelegt, es gibt Stockbrot, genug Getränke für alle *hick* und das Leben wird einfach schön sein.
Eben: „Oh, Happy Day!“
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Es gibt Familien, da ist das alles ein unerreichbarer Luxus. Gestern war ich bei einer alleinerziehenden Mutter, deren jüngste Tochter am Sonntag ein Jahr alt wird. Aufgrund von Versäumnissen und Unwissenheit auf verschiedenen Seiten gelang es nicht, den Umzug von der fensterlosen Garagenwohnung in eine etwas größere Wohnung (mit Fenstern, aber noch unterhalb des Mietobergrenze) rechtzeitig nach SGB II (im Volksmund Hartz 4) finanziell abzusichern und nun hat die Mutter seit zwei Wochen kein Geld mehr und leider auch noch keine Antwort auf ihren inzwischen korrekt eingereichten Antrag, da in der Behörde alle hoffnungslos überlastet sind. (Und man auch nicht anrufen oder an der Tür klopfen kann um die Dringlichkeit deutlich zu machen. Nur Schriftverkehr bitte.)
Die Kleine hat natürlich noch überhaupt keine Vorstellung von „Geburtstag haben“ und so wird das Fehlen von Kuchen, Geschenken, Luftballons und Tüdelkram am ersten Geburtstag bei ihr ganz sicher kein Trauma auslösen- (die siebenjährige Schwester hat da schon genauere Vorstellungen wie ein Geburtstag auszusehen hat: Kuchen und Kerzen und Geschenke und Luftschlangen müssen dabei sein. Und das Geburtstagskind ist die Prinzessin!) der Mutter jedoch geht es wie uns allen: sie möchte den Tag zu etwas Besonderem machen.
Also sind wir einkaufen gefahren und ich habe die Mutter genötigt, alles einzukaufen, was sie braucht um zum einen mit Lebensmitteln über die nächsten beiden Wochen zu kommen und zum anderen am Sonntag eine schöne Feier wenigstens mit Kuchen machen zu können. Das ist eine schwierige Sache. Ich kann nicht einfach sagen: Kaufen sie was sie brauchen, ich bezahle alles- denn das ist gönnerhaft und degradiert mein Gegenüber zum Bittsteller.
Zum Glück haben wir ab und zu Menschen, die uns Geld spenden, welches wir ausgeben können ohne den Empfänger benennen zu müssen. Für Notfälle wie diesen, eine Einschulungsausstattung, ein paar Monate Mittagessen in der Kita oder ein Weihnachtsgeschenk vielleicht.
So kann ich auf einen Fonds verweisen den wir für solche Fälle haben, die Spende kommt nicht mehr direkt von mir und die Menschen können sie unbefangener und würdevoller entgegennehmen.
Das hat sie auch getan. Es wird also Geburtstagskuchen geben am Sonntag, dank der Spender.

Ein kleiner Unterschied zwischen diesem und dem Geburtstag unseres Sohnes, oder.
So voller Gedanken darüber, wie ich den Geburtstag für Junior am schönsten gestalten kann (und kaum einen Gedanken daran, was das kostet), wurde mir die Kluft umso deutlicher. Trotzdem werden beide Geburtstagskinder einen wirklich schönen Tag haben, denn das Wichtigste haben sie ja. ❤️?

Aber- Oh verdammt. Luftschlangen. Ich habe die verdammten Luftschlangen vergessen!

Sodom und Camorra

Was für eine Familie Flodder. Das arme Kind muss seinen Adventskalender heute morgen in so einem Umfeld öffnen- geht ja gaaaarnicht!
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War ne schöne Party, aber das Aufräumen morgens ist ein Alptraum.
Hier zur allgemeinen Freude der Link zum Rezept für die Allgäuer Bergkäsesuppe, die sehr gut ankam und bis auf einen kleinen Rest weggeschlurpst wurde. (Und ich hatte das Rezept mal sechs gemacht. 1,2 Kilo Bergkäse- möchte sich jemand vorstellen wie das in meiner Küche GESTUNKEN hat? *schüttel*)
Tipp: Nicht als Partysuppe verwenden. Bei dieser Riesenmenge an Suppe kann der Arm schon mal lahm werden weil man beim langsamen Erwärmen der Suppe wirklich OHNE Unterlaß rühren muss. Rühren und rühren und rühren und rühren…. Eine offene Küchen-Wohnzimmerkombination ist da von Vorteil, weil man wenigstens was von den Gästen mitkriegt, wenn man eine Stunde rührend in der Küche steht. Und rührt und rührt und rührt….
Was wollte ich noch?
Achja: die Fortschritte des Adventskalenders: Man weiß jetzt warum das Rentier so hoch oben in der Luft ist:
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Es kann auf den Wolken umherhüpfen.
Ich bin gespannt, wie und ob auf dem Bild der Nikolaus auftauchen wird. Er scheint dieses Jahr eine Menge Stress zu haben, denn er hat mich zwar nicht vergessen (juhu!!) aber einen etwas ungewöhnlichen Weg gewählt um mir mein Nikolausgeschenk zu bringen, nämlich per Postbotin. (Oder ist die Postbotin in Wirklichkeit der Nikolaus?)
Wie auch immer- gestern kam per Post ein Umschlag, am 6. zu öffnen, an und ich weiß von nix. Ich hab nix bestellt und bin aufgeregt wie sonstwas! Zum Glück waren gestern ab nachmittags eine Menge Geburtstagsgäste für meinen Mann da, sonst hätte ich mir solange eingeredet, dass schon der 6. ist- dann wärs passiert.
Um mich am vorzeitigen Aufreißen zu hindern, hab ich den Umschlag mal gesichert:
Nikolaus Collage(Ich hoffe es war nix zerbrechliches drin…?)
Boah, bin ich gespannt, was das ist!! Unter Umständen könnten die Selbermacher was damit zu haben…
Der Vollständigkeit halber (und zum Wasser-im-Mund-zusammenlaufen-lassen *hähä*) hier noch das obligatorische Schwiegermutter-hat-ein-paar-Plätzchen-gebacken-und-sie-waren-in-drei-Sekunden-aufgefressen-Bild:
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Nö, vergesst es. Abhaken. Ich verrat niemandem, wo sie wohnt. Bei diesen Plätzchen hört die Freundschaft auf. Alles meins. Mein Schatzzzzzzz……

Der Herbst kann kommen

Also von mir aus. Ich wär soweit.
An diesem Wochenende den Sommer gebührend verabschiedet:
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Freitag Viehscheid in Schöllang, Samstag Shoppen und Wandern in und um Oberstdorf, abends ein leckeres Geburtstagsessen in der Alpe Dornach (die Allgäuer Bergkäsesuppe war der Hammer, ich suche noch nach dem Rezept) und heute morgen nach dem Frühstück wieder heim. Übernachtet in einer kleinen, feinen, sehr sauberen Pension in Hinang.
Ein wunderschönes, rundum gelungenes Geburtstagswochenende mit meiner ganzen Familie.
Jetzt habe ich wieder ein Jahr Zeit um auswendig zu lernen, dass ich jetzt 46 bin. Moment, muss erst nachrechnen… stimmt.

Neunter Geburtstag

Unfassbar, wie die Zeit vergeht.
Quasi gestern noch so:
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Und heute muss ich schon Größe 152 nähen:
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Es war ein kleiner Kampf, bis ich die Worte „cheeky&cool“ auf den Rücken bügeln durfte. Unser Sohn sieht sich ja absolut nicht als cool an, dabei ist er die coolste Socke die wir kennen. Nur glaubt er uns das nicht. Aber schliesslich sind die Viecher auf dem Shirt cool und so wurde das genehmigt.
Besonders cool finde ich ihn ja, weil er seinen völlig eigenen Geschmack hat und so gar nicht dieser grad modernen Definition von „typisch Junge“ entspricht.
Lieber lernt er Golf als Fußball. Die meisten seiner Freunde sind Mädchen (und die nicht so wilden Jungs). Aber alle in der Klasse mögen ihn und wollen seine Freunde sein. Wettkämpfe findet er blöd und wilde „Jungs“spiele lehnt er total ab.
Grusel-, Räuber- oder Abenteuergeschichten mag er überhaupt nicht, in keiner Variante, sondern lieber lustige Sachen wie Tom & Jerry, Jim Knopf, Urmel oder Pink Panther, aber am meisten mag er magische Welten, in denen Zauberei wirkt, Tiere sprechen können und fliegen völlig normal ist. Fernsehserien wie der „Der kleine Prinz„, „Peter Pan„, „Dragons“ und „Mia&Me“ liebt er und schaut und hört sich die Folgen tausendfach an.
Natürlich will er dann auch die entsprechenden Spielsachen dazu haben. Aber da die Spielwarenindustrie fast zwanghaft seit Jahren nicht mehr in der Lage ist KINDERspielzeug herzustellen und es nur noch MÄDCHEN- oder JUNGENspielzeug gibt, hat er ein gewaltiges Problem.
Es gibt zwar magische Spielwelten, (zu denen er natürlich einen Zugang hat per Mundpropaganda, Werbung oder Lego-Katalog) aber bitteschön getrennt für Jungs und Mädchen. Die für Jungs haben aber immer mit Kampf und Konkurrenz zu tun, sind düster und gruselig, (Gottchen, was sind wir Männer nur für ein taffes Volk. *kotz*) es dominieren dunkle Farben, grimmige Gesichter und das Vokabular scheint aus irgendeinem Krieg zu stammen.
Die magischen Welten für Mädchen sind genau gegensätzlich: süßlich-pink-gitzernd gestaltet, alles ist pastellfarbenes Heititei, die sprechen können, kieksen nur, alle Kleider sind ultrakurz und sexy gestaltet (ja, wir Feen sind schon echt heiße Feger), Klamotten und Frisur sind existenziell wichtig und natürlich wimmelt es nur so von glitzernden Einhörnern.
Ich bin sehr, sehr, SEHR!! dankbar für so winzige Emanzipationszeichen (ich wollte schreiben: Fortschritte. Aber hahaha, da gibt es gar keinen Fortschritt. Im Gegenteil: es geht mit Riesenschritten in die falsche Richtung!!) wie die coole Wikingerin Astrid bei Dragons oder den gutherzigen Prinzen Mo bei Mia&Me, die wahnsinnig provokativ die Geschlechtergrenzen in den Serien überschreiten, aber bitte nicht so arg, damit die armen Kleinen keine Traumatisierung erleben müssen.
Aaaargh, merkt irgendjemand dass ich einen riesig dicken Hals habe? Ich kann es nicht so gut ausdrücken, ich bin ja keine Wortakrobatin, aber es macht mich echt stinkig, dass alles so eingeteilt ist in blau und rosa. Das war doch früher nicht so!!
Jetzt kann mein Sohn sich also keine magische Spielwelt wünschen, in der es um sprechende und fliegende Tiere und ihre harmlosen Abenteuer ohne dominierende Düsternis und Kampfeslust geht, weil es die eben nur in „Mädchen“dekoration gibt oder was???

Ihr Spielerfinder könnt mich echt mal so was von am Arsch lecken.
Und alle „Kreisch!!! Rosa-ist-für-Mädchen-Paranoiker“ dazu!
Ist doch wahr.

Zum Geburtstag gab es natürlich auf Wunsch für Junior ausser dem Tauch-U-Boot und Büchern (und einer Eintracht-Ente, aber das ist eine andere Geschichte *grrr*) fast die komplette Spielwelt „Elves“ von Lego. Zum Glück ist in der Familie niemand, der ernsthaft einen Mist von „Mädchenkram“ erzählen würde. (Keiner will Kloppe von mir *harhar*.) Man muss Lego aber auch zugute halten, dass die Gestaltung der Elfenwelt nicht ganz so kitschigsüßlich ist. Es gibt tatsächlich auch normale Farben wie blau und grün und auch hier den geschlechterübergreifenden männlichen Elf Farran. Muss man ja fast dankbar sein für.)
Alles gut also, Kind glücklich.
Bis nach dem Aufbauen des ganzen Krams im Zimmer heute zufällig so eine andere kleine (fünfjährige!) (männliche!!) Kröte zu Besuch kommt, und das absolut erste was er beim Eintritt in das Zimmer sagt, ist:
Da stehen Spielsachen, die sind für Mädchen.
Wtf, you bloody Foola?
Meine inneren Arme wollten ihn erwürgen, aber natürlich war ich gaaanz ruhig, als ich ihm freundlich lächelnd mitteilte:
Das sind Spielsachen für KINDER. Nicht für Mädchen.

Also, Leute. Passt mal ein bißchen auf, was ihr euren Kindern beibringt.
Rosa ist nicht „für Mädchen“. Es ist eine Farbe!
Auch bei Elfen und Feen gibt es Jungs! (Denn mal ehrlich: wenn es nur Mädchen gäbe, wären die schon längst ausgestorben.) Und wenn die schon dabei sind, wieso sollen Jungs dann nicht damit spielen??
Und spielen kann sowieso jedes Menschenkind mit allem worauf es Lust hat, verdammich!
Amen.
Hmpf.

Jetzt bin ich vor lauter Ärgern glatt vom Thema abgekommen:
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Uff.

Geburtstagsdahlien
Genau wie Dave Grohl, Marietta Slomka, Cate Blanchett, Tanja Kinkel und Hagen Rether bin ich jetzt 45. Allesamt geniale Künstler, Hut ab. (Kann ja so schlecht nicht sein, der Jahrgang *höhö* ich schmuggel mich mal dazwischen)
Aber ich wette, die hatten zu ihrem Geburtstag nicht so tolle Geschenke, nämlich eine Kiste knackiges Gemüse aus dem Paradiesgarten, eine Farbexplosion in Form eines Riesen-Dahlienstrausses, eine selbstgenähte und aufwendig verzierte Mini-Clutch, gefüllt mit Bändern, Knöpfen und Verschlüssen, aus dem Bloggerland liebe Karten und einen schicken Aufnäher (Danke, liebe Paula und Danke, liebe Sabine. Ich hab mich sehr sehr gefreut über die Post!! Und sie kam sogar pünktlich *hust* Komisch, meine Karten liefern die von der Post immer zu spät aus…) und eine Steinlaus: Geschenke
Oh, Verzeihung, natürlich keine Steinlaus. Das ist natürlich eine Garnele, die hat Söhnchen mir für mein Aquarium gemalt, süß und total gut getroffen, find ich. Außerdem gab es noch eine Menge weiterer Blumen, Karten, Pralinen und eine schöne Feier mit tollen Gästen. Ich glaub ich bin um zwei ins Bett *umfall*.
Zum Kaffeetrinken hatte ich ja wie bereits angekündigt, den Lemon Drizzle Cake aus Andreas sensationellem Backbuch gebacken und ich muss sagen: Verdammt, war der saulecker!!
Geburtstagssuß
Ich war ein bißchen skeptisch wegen der Unmengen an Zitronensaft, die da rein und draufkommen, aber Andrea hat vollkommen recht: Das muss so. Und erst diese leckere Kruste obendrauf, ich hätt mich dick und rund futtern können daran. Äh, bin ich ja schon. Egal: Das ist absolut mein neues Lieblingszitronenkuchenrezept! (Und wie die Kruste draufkommt, erfahrt ihr wenn ihr 14,95 für das Buch ausgebt *harhar*)
Allerdings muss ich noch einen bösen Kommentar zu den rotblauen, sauteuren Papp-Muffinförmchen (die ich irgendwo im Urlaub gekauft hatte) loswerden: wie bitte soll man denn den Muffin da raus bekommen? Ist ja schön dass die Teile so stabil sind, aber müssen sie SO stabil sein, dass einem beim Aufreißen der Muffin um die Ohren fliegt? (Das kommt davon, wenn man nur designt, aber nix aus seinem eigenen designten isst.) Egal.
Hach.
Das war also ein sehrsehr schönes Wochenende bis zu dem Zeitpunkt, an dem meine Nähmaschine streikte. Heute morgen habe ich sie zur Reparatur in Kur gebracht (nach Aschaffenburg, das ist am Arsch der Welt sehr weit weg) und ich hoffe sehr, es ist ein Garantiefall, sonst muss ich mal kräftig gegen die Wand treten. Einfach so.
Hmpf.

Sie könnens noch.

Dazu später mehr.
Erstmal die Wochenschnipsel, man kommt ja zu nix mehr, da muss man ja alles zusammenfassen in einem. Hmpf.
Wir haben Nachwuchs bekommen. Oder hatten. Genau weiß man das nicht, denn das eine (!) kleine Platy-Baby ist entweder ein Versteck-Weltmeister oder Fischfutter.
Überhaupt, das Aquarium.
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Ich finde, die Collage verdeutlicht das Gewusel ganz schön. Und ich muss zugeben, dass das Teil ja doch ganz gut in die Wohnung passt:
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Fällt kaum auf. Wir mussten nur leider zwei Gäste für die Geburtstagsfeier ausladen, die passen nun nicht mehr rein. Pech.
Genäht habe ich natürlich auch was. Nur das für meinen Geburtstag hab ich nicht geschafft- dass das Betüddeln aber auch immer so lange dauern muss! Ich bin schon seit drei Tagen am Stoff aussuchen, schneiden, passende Bänder aussuchen, aufbügeln, Applis ausschneiden, aufbügeln, etc. Und ich habe noch nicht eine Naht genäht! Und nein, es ist nix zum Anziehen. Nur temporär. Hat was mit Temperatur und Frau Müller zu tun. *denk*
Aber das nächste Shirt für den Nachwuchs hab ich fertiggekriegt, Dinopunks und Sterne:
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Und? Und? Haha! Endlich mal wieder ein ordentlich sauberes Halsbündchen *stolzbin*! Blöderweise schon wieder vor lauter Konzentration die Naht nach vorne gesetzt, ich Rindvieh! *Grrrr* Irgendso ein Salbaderer hat aber mal gesagt: An Herausforderungen wächst man und schliesslich werde ich niemals nicht das tolle Bündchen auftrennen, also:
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Ferdisch. Problemlöser-Anleitung in drei Bildern.
Jetzt aber:
Was für ein Geburtstagsgeschenk. Da hätte ich ja nun nicht mit gerechnet, dass ich von Apple-Chef Tim Cook höchstpersönlich das neue U2-Abum zum Geburtstag geschenkt bekomme, aber mach was dran: So isses. Er. Mir. Toller Typ.
Ich bin ja trotzdem ein bißchen skeptisch ob ich mir von jemandem ein neues Telefon verkaufen lassen will (oder gar eine Uhr!), der es nochnichtmal auf die Reihe bringt eine Sendung ruckelfrei zu streamen. Aber mal ehrlich: die enthusiastische Chinesisch-Simultan-Übersetzung war doch der Knaller. Oder hatte die am Ende garnix mit Apple zu tun und hat nur den chinesischen Landwirtschaftstag moderiert und die Signale haben sich im All überkreuzt? Egal, warum, wir konnten jedenfalls am Apple-Produkt-Gottesdienst nicht gescheit teilnehmen, was spätestens dann schade war, als ich Bono und die andern alten Säcke nicht sehen konnte. Da hats mich dann doch ein ganz klein wenig geärgert. *brüll* Wozu haben wir das teure Zeugs hier rumstehen, wenns nicht funktioniert? Ich war der Meinung, da hätte schon mal jemand was erfunden, wie hiess das doch gleich…. (Achja: Fernsehen! Fernsehen wars! Die können doch auch den Musikantenstadl ohne Störungen senden (ausser der störenden Musik, aber das nur am Rande), wieso klappt das dann bei Apple nicht? Muss man denn alles selber machen?)
Jedenfalls musste ich auf den ersten Liveauftritt von U2 seit wasweissichwievielJahren verzichten, da finde ich ein geschenktes Album ja fast noch eine angemessene Entschädigung.
Im Gegensatz zu den Wichtigtuern und sorry, aber das muss mal gesagt werden: Dummschwätzern aka „Musikkritiker“ vom Musikexpress, Spiegel online und wasweißich kann ich nur eins sagen:
So ein geiles Album!
Ich höre es jetzt in Dauerschleife und kann mich immer noch nicht entscheiden , welcher Song mir am besten gefällt. DAS ist mal wieder ein richtiges U2-Album, nicht so ein halbgares Zeugs wie die letzten beiden Alben. Die waren zwar auch ganz okay, aber nja. Hörten sich eher nach reichen alten Männern an, die nebenher bißchen Musik machen. Das hier rockt wie die Sau. (Und die Fische kriegen mittels Lautsprecher ordentlich die Haare geföhnt. Sorry Jungs!)
Ich bin wieder fünfzehn und die einzig Coole (Deutschlands erster U2-Fan, als die andern das noch für ein Flugzeug gehalten haben.) unter den ganzen Tussis die nur Spandau Ballet, Duran Duran, Europe und den ganzen anderen Rotz hören. Yesss!
*hust*
Apropos fünfzehn. Das ist ja nu auch schon fünfundzwanzig dreissig Jahre her. Morgen gibts den Lemon Drizzle Cake aus Andreas Backbuch, ausserdem Möhren-Kokos-Suppe und das muss ja auch eine backen und kochen.
Tschüss.

Weltraumgeburtstag

Der große Tag war Sonntag, endlich

ACHT!!!

Ab 4:47 war die Nacht zu Ende! Mit Mühe, Not und von lauten Seufzern begleitetem Hin- und Hergewälze im Bett hielt es der große Junge noch aus bis 6:20 (Sonntags! In den Ferien!!!) , aber dann kam er strahlend ins elterliche Schlafzimmer gehüpft mit den Worten: Hier kommt euer Achtjähriger *flöt*! und krabbelte zu seinen Eltern ins Bett, die beide in diesem Moment nicht hundertprozentig davon überzeugt waren, dass sie überhaupt ein Kind HABEN. (Wer ist auf diese verdammte Schnapsidee gekommen?)
Aber es half ja nichts, wir mussten raus und den Geburtstagstisch eröffnen.
Der Tag war wunderbar, es kamen viele Gratulanten (by the way: herzlichen Dank für all die Blog-Gratulanten: er hat sich sehr gefreut!) und abends konnten wir für unsere 30 Gäste eine schöne Sommerabendgrillparty veranstalten:

Ich habe meinen Mann noch nie so naß gesehen. Ich meine, mit Klamotten. In der Dusche schon, höhö. Weia.
Der Kindergeburtstag am nächsten Tag war zum Glück mit besserem Wetter gesegnet und wir konnten alles draußen veranstalten. Uff.
Und das ging so:
(Erstmal die Einladungen, ausgeschnitten von einem übermütigen Kind während des WM-Finales:

Wäre auch gar kein Problem gewesen, wenn Vattern nur nicht so laut: „Oh MANN!! Da steht doch gar keiner du Idiot!!!“ gebrüllt hätte, dass das Kind zusammenzuckte und ums Haar den Bürzel von der Rakete abgeschnitten hätte. *schrei*
Die Raketen hatte ich ausgedruckt (auf rotem Papier, bis auf die eine, die ich vergessen hatte *hmpf* die musste er dann nachträglich noch rot anmalen) und dann auf eine Klappkarte geklebt. Die seitliche Kontur aus der Klappkarte auch ausschneiden und drunter den Einladungstext kleben. Zum Schluß noch ordentlich Sterne draufstempeln lassen und fertich.)
Und dann ging es am Montag mit acht kleinen Astronauten los:

Astronauten brauchen natürlich eine Erkennungsmarke. Im WM Fieber habe ich die Deutschland-Schlüsselbänder gekauft (jeweils mit einer Trillerpfeife versehen, ich Wahnsinnige. Ich schwörs: wer pfeift, fliegt raus!). Die Bänder wurden mit Hilfe des Plotters mit den Namen der Astronauten in entsprechend spaciger Schrift versehen.
Der Astronautenausweis ist ein Fundstück aus dem Netz (genau hier, freundlicherweise von „Edit mit h“ zur Verfügung gestellt, danke!). Auf die Rückseite ist ein Schema der Planeten gepappt, das Bild habe ich im Netz aufgestöbert und im Copyshop sauteuer ausgedruckt.
Die allererste Station, noch auf dem Weltraumbahnhof, war das Kuchenbuffet:

Danach reisten wir weiter zum Merkur, wo die angehenden Astronauten sich ihren Ausweis verdienen konnten, indem sie gemeinsam die Planeten mit Hilfe des Satzes: „Mein Vater Erklärt Mir Jeden Samstag Unseren Nachthimmel“ in die richtige Reihenfolge gebracht hatten. Mit den Planetenkeksen war das auch kein Problem.

Dann ging es nacheinander zu den einzelnen Planeten, auf jedem musste etwas erledigt werden.
Auf der Venus mussten die Kids mit viel zu großen Arbeitshandschuhen Gesteinsproben (Murmeln) einsammeln, auf dem Saturn gab es einen Alien-Weitwurf (kleine Aliens an Fallschirmen) und auf dem Uranus wurden Roboter repariert:

Der Mars verdient ein eigenes Bild, dort gab es das gute alte Dosenwerfen, nur etwas erschwert durch Meteoritenbälle (Flummis mit langen Folienschwänzen), die ein bißchen anders als erwartet flogen- was für ein Spaß!

Bevor wir jedoch Neptun ansteuern konnten, erreichte uns ein Notruf von der Erde. Eine Rakete mit wichtigen Gesteinsproben war in der Nähe des Weltraumbahnhofs abgestürzt und musste von den Jung-Astronauten gesucht und geborgen werden.

Danach gab es Stockbrot, Würstchen und Fackeln vom Grill (und Sekt für mich *uff*) und nach dem Essen wuselten alle spielenderweise rund ums Haus, bis sie abgeholt wurden.
Die Meteoritenbälle, Fallschirmaliens, Schlüsselbänder und Astronautenausweise kamen in die Mitgebseltüte und jeder konnte sich noch ein Alienbügelbild aussuchen.

 So. Und welches Motto nehmen wir nächstes Jahr?
(Übrigens haben die kleinen Lumpenhunde gar nicht so laut gepfiffen mit ihren Trillerpfeifen. Nur ein bißchen. Triiipfüüüüütiriliiiiiiitrtrtrtrtrtrtrrrrrrrrrpfiiiiiiii machts seitdem in meinem Ohr…)

Edit: Ich bin grad ein bißchen begeistert von eurem Lob *sehrtiefverneigt*, dabei fiel mir der Spruch mit den fremden Lorbeeren wieder ein und ich reiche zwei wichtige fehlende Links nach: Eine noch viel tollere Weltraumparty gab es bei „Tanjas Traumberg“ und immer wieder gerne klaue ich mir Ideen lasse ich mich inspirieren bei „Mama Pias Mottopartys„.
DAS sind voll durchdekorierte Partys! Nicht so halbgar wie bei mir. (Ich zeige ja auch nur die gelungenen Sachen *hust*)
Trotzdem Danke fürs Lob!

Blogfaul

Ziemlich blogfaul, aber entschuldigt. Schliesslich hat man im Urlaub ja so viel zu tun.
Morgen Heute hat der Junge, der hier schon seit Tagen Wochen übermütig wie ein Welpe herumspringt und ständig nachrechnet, wieviel Tage es denn nun immer noch sind (leider wird es abends nicht weniger, sondern immer erst am folgenden Morgen), endlich Geburtstag. ENDLICH ACHT!!
Da ist schon einiges vorzubereiten neben dem eigentlichen Leben und davon hat man ja auch noch reichlich. (Abgesehen davon muss man ja auch noch zwei Tage vorm Geburtstag die halbe Wohnung umräumen, weil man sich dann doch kurzfristig für ein größeres, schöneres und fischfreundlicheres Aquarium entschieden hat. Man will ja nicht den Tierschutz auf den Hals kriegen. Immerhin 84 Liter, da passt schon was rein und man kann trotzdem noch die Wohnung betreten. Morgen ziehen die ersten, im kleinen Becken zwischengeparkten, Fische in ihr neues Domizil ein. (Schmeisst man da eigentlich dann Brot und Salz rein, so zum Einzug? *unschuldigguck*)
Passend zum Geburtstag hatte ich mir noch überlegt, wie ich die Schleifchen an den Fischen festkriege. Tackern war mir zu brutal und Kleber hält im Wasser nicht, also fürchte ich, müssen die Tierchen morgen von ganz alleine eben besonders schön und bunt leuchten. Ich sag ihnen noch mal Bescheid.)
Aber zurück zum Kind.Das morgen heute vor acht Jahren schon fünf Tage über den Termin drüber war, immer noch gemütlich mit dem Kopf nach oben im Bauch saß und keine Anzeichen zeigte, freiwillig zum Vorschein zu kommen.
Hier ists doch gemütlich, wieso soll ich woanders hin? So ist das auch heute noch oft so.
Sein Humor ist einzigartig und er hat ein Gespür für Kalauer. In den ersten Jahren kam er fast jede Nacht in unser Bett. Eines Nachts, er muss so ungefähr zweieinhalb gewesen sein, machte ich das Licht an meinem Wecker an um nach der Uhrzeit zu sehen, da ertönte hinter mir seine Grabesstimme: „Um Jottes jillen, mach das List aus!“
Er war schon früh sehr aufmerksam und kommentierte trotz mangelnder Sprachfähigkeit alles, was er sah. Ich habe einen Moment gebraucht um zu verstehen was er meinte, als er mit einem Jahr und neun Monaten beim Blick auf die Strasse sagte: Mama! Hansi Kaka Hanni Tinki Mäh! (Mama! Da fährt Hannes (Hansi) mit dem Traktor (Kaka) und dem Anhänger (Hanni) und bringt Wasser (Tinki) zu den Schafen (klar, oder?).
Er ist enorm schlagfertig: Als er drei war, und mein Mann einmal nicht nach meiner Pfeife tanzen wollte (Unverschämtheit!) und ich ihm daraufhin androhte: „Dann verklopp ich dich!“, drohte mein Sohn mir im gleichen Atemzug an „Dann hol ich sofort die Polizei!“ *gacker*

Wenn er was nicht einordnen kann, fragt er uns Löcher in den Bauch und bringt besonders mich dabei häufig in Bedrängnis. Mama, was ist eine Fangfrage? (Originalantwort: Das, äh, orrrrr, das ist, ähm,… eine Fangfrage eben!! *schäm*).
Er freut sich unbändig auf seinen Geburtstag, auf seine Gäste und natürlich auf seine Geschenke (die Wunschliste war schon vor Monaten fertig!) Ich finde es vollkommen erstaunlich, dass er jetzt schläft, so aufgeregt wie er vorhin noch war und freue mich schon auf morgen, wenn er seinen Geburtstagstisch sieht. (NATÜRLICH kriegt er trotz Aquarium noch ein paar Kleinigkeiten. *hust*)

Kurz und gut: Er ist das beste Kind, das meinem Mann und mir passieren konnte, wir sind so unglaublich stolz auf ihn und freuen uns wie verrückt, das wir eine Familie sind.

Wochenendschnipsel

Nach enormer Aufrüstung haben wir dieses Jahr gegen die hungrigen Raben gewonnen:

 Gut, ich sehs ein, aus zwei Kirschen kriegt man noch keinen Kirschkuchen. Oder Marmelade. Aber die Geste zählt.

Gleich zwei seltene Erfolge gefeiert:

Zugegeben: Als allererstes Plotterprojekt gleich die filigranen Federn von Lila Lotta zu nehmen, diese dann auch noch enorm zu verkleinern, damit sie zu dritt auf den schmalen Flexfolienstreifen passen und überdies noch den Namen meines Sohnes in schön dünner Schrift gleich mit auf die Folie zu packen (war ja noch Platz), das, ähh… war dämlich.
Den Plotter soweit zu bekommen, dass er brav macht was er soll: anderthalb Stunden.
Die Federn zu entgittern (für die Ahnungslosen: alle überflüssige Folie abzufriemeln): nochmal anderthalb Stunden.
Die Schrift zu entgittern: unmöglich, deshalb kaputt.
*schrei*
Aber bitte: nach einem halben Tag Plotterarbeit konnte ich die Federn aufbügeln und das Shirt endlich fertigstellen, juhu!!

Ist zwar etwas groß *hüstel*, aber das Kind wächst ja hoffentlich noch…
Immerhin endlich mal wieder was für Made4Boys!
Voll motiviert dann den Plotter gleich mal mit Papier weiter ausprobiert:

*kreisch* Ist das putzig?
Ich fänd das ja ganz schön als Mitgebselbox für Juniors Kindergeburtstag, Motto: Weltraum.
Aber Junior zaudert noch, ihm ist die Box wohl zu klein.
Mir egal, Hauptsache, wir werden die unsägliche Grusli-Sonne als Mitgebsel los, dieses widerliche Zucker/Farbstoffgebräu. Wieso wir das überhaupt haben? Wir mußten dringend einen Zehnerpack Grusli-Sonne kaufen, weil nur da eine Monsterfigur drin war. Mit lieblichem Augenaufschlag versicherte Junior mir, er möge das Zeug WIRKLICH, nur um später nach einen winzigen Schluck grün um die Nase ins Zimmer abzuzwitschern (die Monsterfigur fest in der Hand) „Öhh- ich hab mich geirrt, die mag ich wohl doch nicht. Tschulligung!“
Das hätt ich ihm vorher sagen können. Wenn der Geburtstag und die Mitgebselfrage nicht vor der Tür gestanden hätten, hätt ich das Zeug nicht gekauft. So haben wir jetzt schon mal was passendes für den Weltraum-Geburtstag. Ich Fuchs.
(Am liebsten würde ich ja noch für jedes Kind ein Alien/Monster zum Aufbügeln plotten. Mal sehen.
Weiß einer wo es gute und günstige Shirts im Zehnerpack gibt? Ich mag die nicht, die nach dem ersten Waschen schon total die Form verlieren.)
Wo war ich?
Ach ja, das Stichwort war „selten“.
Wir haben uns natürlich auch um unser Kind gekümmert, nicht nur um unsere Hobbys.
Im Wildpark Weilburg wollten wir uns die Elchbabys anschauen und unsere Favoriten, die Otter.
Pustekuchen, beide hatten Urlaub waren nicht zu sehen, dafür hatten wir ein wirklich seltenes Vergnügen:

Die Wildkatzen waren äußerst familiär aufgelegt und ließen sich ausgiebigst bestaunen. Alle drei auf einmal! Unglaublich.
Jedes Jahr gehen wir einmal dahin und bisher war ich immer der Meinung, die Parkleitung veralbert uns, umzäunt irgendein Gelände, packt ein Schild dran: „Wildkatzen“ und fertig. Weiß ja jeder, dass die scheu sind und sich nicht zeigen. Deswegen sind da am Zaun auch immer so viele Bilder von Wildkatzen. Wenn schon keine drin sind. Dachte ich. Ähm.