The Art Of The Brick

Da mich mal wieder niemand angemailt und Freikarten geboten hat für eine positive Berichterstattung über ihre Ausstellung (obwohl ich echt bis zum Schluß gewartet habe *zähneknirsch*), habe ich die Karten für die Ausstellung „The Art Of The Brick“ im Prototypenmuseum in Hamburg eben selbst gekauft. Pfft.
Nun sind die Worte „Ausstellung“ und „Museum“ normalerweise ohne Umwege dazu geeignet, aus unserem Sohn ein kreischendes, sich am Türrahmen festhaltendes Bündel purer Panik (Naaaaiiiiin, kein Musääuum *blärchwürg*) zu machen. Wenn man aber vernehmlich das Wörtchen „Lego“ dazu ausspricht, sitzt das Kind quasi in der nächsten Sekunde angeschnallt im Auto und brüllt, warum die trödeligen Eltern wieder so lange brauchen und wann, verdammt, man endlich losfahren könne?
Manche Tricks muss man halt einfach kennen *hüstel*
Nun.
Kurz nachdem ich online die Tickets geordert (und bezahlt) hatte, las ich zwei Blogger-Rezensionen (eine von dasnuf, die andere Quelle habe ich leider vergessen) die mir die Lust auf die Ausstellung fast genommen hätten (Tenor: „naja, ganz nett“, „Selbstbeweihräucherung“ und „unerträglich stickig“- puh!)
Aber statt die Karten ins nächste Hamburger Fleet zu schmeißen, sind wir zum Glück trotzdem hingegangen und waren begeistert. Auf die Audiokommentare und die Filmchen des Künstlers haben wir nach dem Hinweis von dasnuf wohlweislich verzichtet und uns einfach nur an den irren Bauwerken gefreut.
Lego Menschen
Ja klar, letzten Endes isses „nur“ Lego- aber was der Künstler daraus gebaut hat, ist schon sehr eindrucksvoll.
Besonders die Interpretationen anderer, „richtiger“ Kunstwerke haben mir total gut gefallen.
Lego Munch
Darauf muss man ja schliesslich auch erst mal kommen.
Am schönsten fand ich, das der nette Mann (Nathan Sawaya heißt er, glaube ich) uns ein Denkmal gesetzt hat. Also, meinem Mann und mir:
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Woher der uns nur kennt?

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Als kleines Dankeschön habe ich ihm am Ausgang, wo man eigene Kunstwerke bauen konnte, auch eine Skulptur geschaffen und für ihn stehen gelassen:
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Die Ausstellung hätte eigentlich am 19.Juli beendet werden sollen, ist jetzt aber bis irgendwas im August verlängert, wer also in den nächsten zweidrei Wochen Zeit hat, in Hamburg ist und Lego mag, könnte sich das gerne ansehen.
Es war übrigens nicht so stickig in der Ausstellung wie vorher befürchtet, es standen überall Ventilatoren rum, das reichte vollkommen.
Allerdings kostet die Ausstellung wirklich richtig, richtig viel Geld. Als wir gingen, kam uns eine Familie mit vier Kindern entgegen- da blieb mir beim Überschlagen des Eintrittspreises mal kurz das Herz stehen.

Um dem ganzen Ausflug die Krone aufzusetzen, haben wir uns im Legoladen in der Innenstadt anschliessend noch Legoträume erfüllt. Jeder von seinem Taschengeld, versteht sich. Auf mein Regal im Wohnzimmer zieht demnächst Wall-E ein
Lego Ideas Disney Pixar 21303 Wall-E [UK Import]
und mein Mann hat sich endlich doch noch den heißbegehrten Mini gekauft
LEGO 10242 - Konstruktionsspielzeug - Mini Cooper
So haben wir auch nach dem Urlaub noch was zum Beschäftigen.

Und jetzt aber nix wie ab unter den….

Ventilatorr!

Ein Gedanke zu „The Art Of The Brick

  1. Euer Denkmal ist ja wirklich gelungen *lach*, aber Deine Skulptur toppt das natürlich!
    liebe Grüße – und nein, nach Hamburg komme ich leider gerade nicht zufällig, schade, dem Sohnemann hätte es bestimmt gefallen. liebe Grüße!

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