Briefe aus der Heimat- einmal Vergangenheit und zurück

Seit ich mich erinnern kann, stand im Schlafzimmer meiner Großeltern, ganz oben auf dem Regal hinter dem Vorhang, ein weinrotes, scheinbar selbstgemachtes Kästchen mit einem nicht ganz genau passenden Deckel. In dem Kästchen befand sich ein Packen vergilbter Briefe, teils in unleserlicher Schrift. Alle wussten: das sind die Briefe die Opa aus der Gefangenschaft an Oma geschrieben hatte, als sie noch beide sehr jung gewesen waren, in einer Zeit, die zumindest mir nur in Sepia bekannt ist.

Ich durfte als Kind zwar stets in Omas Nachttischschubladen wühlen und ihren sehr spärlich vorhandenen Schmuck (Rosenkränze gab es mehr) anschauen und bewundern, ihre Schals und Tücher hervorzerren, an ihnen riechen und sie mir umbinden, die Kistchen mit Bildern von fremden Menschen durchsuchen und sogar kopfüber in den Kleiderschrank tauchen auf der (vergeblichen) Suche nach Geheimnissen- nur an die mysteriösen Briefe in dem Kästchen durfte ich nicht.
Immer hiess es: das könnt ihr alles lesen, wenn wir mal nicht mehr sind.

An einem Weihnachten vor einigen Jahren, Opa war schon ein paar Jahre tot, fragte eins der Enkelkinder die Oma mehr im Spaß, ob wir denn nicht endlich mal die Briefe lesen dürften? Die Oma winkte erst ab, sagte etwas ähnliches wie: „Jo, Kenner- ess dot dann su interessant?“ verschwand dann kurz und stellte plötzlich das Kästchen mitten auf den Sofatisch. Nach kurzem Schock (wie jetzt?) und Zögern öffneten wir das Kästchen und ein, zwei oder drei Briefe wurden herausgenommen und stockend vorgelesen. Ich kann mich nicht mehr erinnern was vorgelesen wurde (es war auch unerheblich, denn die bloße Tatsache, DASS wir darin lesen durften!), aber allen, groß und klein, standen die Tränen in den Augen. Nach kurzer Zeit tauchte Oma wieder auf, meinte: “Jetz ess et gut, den Rest kunnt ihr lese wenn ich nimmer sinn“ und brachte das Kästchen wieder weg. Danach kam es nicht wieder zum Vorschein.

2012 starb meine Oma, aber das Tabu auf dem Kästchen wirkte noch lange nach. Zwar nahmen wir in der Zeit nach ihrem Tod bei dem ein oder anderen Familientreffen auch mal das Kästchen heraus und lasen den ein oder anderen Brief, aber stets mit größter Vorsicht, und es war allen klar, damit muss was passieren, sonst sind die fast achtzig Jahre alten Briefe unwiederbringlich dahin. Trotzdem dauerte es bis letztes Jahr, bis schließlich ich mir einen Ruck gab und mich traute das Kästchen mit nach Hause zu nehmen, in der Absicht alle Briefe einzuscannen und digital für die Familie zur Verfügung zu stellen. Auch hier stand es noch einige Monate mahnend herum bis ich es schaffte mich dem Inhalt zu stellen.

Ich entschuldigte mich innerlich bei Oma und Opa für das Eindringen in ihre sorgsam gehütete Privatsphäre und begann nach Datum zu sortieren und zu lesen.

Insgesamt befinden sich ungefähr hundertzwanzig Briefe aus den Jahren zwischen 1940 und 1946 in dem Kästchen. Dazwischen auch zwei von Oma an Opa und das ein oder andere nicht zuzuordnende Bruchstück, aber der überwiegende Teil sind Briefe, die Opa aus dem Krieg und später aus der Gefangenschaft an seine „herzallerliebste Mia“ geschrieben hatte.

Allein diese Formulierung macht mir eine Gänsehaut. Man muss dazu wissen: Ich empfand meinen Großvater immer als einen distanzierten, gefühlsarmen Menschen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein liebevolles Wort von ihm gehört zu haben, umarmt werden wollte er auch nicht und im direkten Kontakt war er eher einsilbig. Aus erwachsener Sicht betrachtet erinnere ich, dass er auch humorvoll, großzügig, vielseitig interessiert und oft gut gelaunt gewesen sein muss, aber als Kind schien er mir eher abweisend, ich hatte immer ein wenig Angst vor ihm und traute mich nicht allzuviel in seiner Gegenwart.
Alleine also die von ihm handgeschriebenen Zeilen zu lesen, die so liebevoll und sehnsüchtig formuliert sind, wie ich es ihm niemals zugetraut hätte, war nicht ohne Weinen möglich. Inzwischen habe ich alle Briefe mehrfach gelesen und kenne die meisten davon fast auswendig. Trotzdem muss ich beim Lesen immer noch heulen.

Zeitgleich begann mein jüngster Onkel anhand von Büchern, Bildern und Notizen aus dem Nachlass der Großeltern die Geschichte seines Vaters zu recherchieren. Angefangen von den sehr spärlichen Informationen über seine Kinder- und Schulzeit über die Berufswahl, die Musterung und die sich anschließende Zeit beim „Barras“, die Zeit an der Front in Afrika bis hin zur Gefangennahme und die Jahre in kanadischer Kriegsgefangenschaft trug er alles zusammen, was zu finden war.

Als wir schließlich entdeckten, dass wir im Prinzip beide die gleiche „Mission“ hatten- die Briefe und das Leben des „Bappe“ nicht vergessen zu lassen- entschieden wir uns, daraus ein gemeinsames Buch zu machen.

Es hat lange gedauert und die meiste freie Zeit und Hirnkapazität im letzten Jahr gebunden, aber inzwischen ist das Buch fertig. Die Beschäftigung mit den Briefen hat mir zwei Menschen nähergebracht, die enorm viel Einfluss auf meine Entwicklung hatten, die ich manches Mal laut verflucht, viel zu oft nicht verstanden, aber dennoch innig geliebt habe. Ich fühle mich auch der Person näher, der ich morgens im Halbschlaf die Zähne putze: wer bin ich, und warum bin ich, wie ich bin? Was hat mich geprägt?
Ich weiß jetzt zum Beispiel, warum geradezu zwangsweise jeder aus der Familie sofort die Landkarte oder Google Maps zückt, wenn sich jemand anderes aus Gründen irgendwo auf der Welt aufhält. Wo ist das, welche Stadt ist in der Nähe, wie kommt man am besten dorthin, wie sieht die Landschaft dort aus etc. Wir können ein Familientreffen durchaus mit einem stundenlangen Kartenstudium beginnen und debattieren, welches denn nun der günstigste Anfahrtsweg und wo die schönste Sehenswürdigkeit auf dem Weg gewesen sei. (Kein Witz: wir haben letzte Woche La Palma für die nächsten Osterferien gebucht. Ich war noch nie da, aber abends konnte ich die Landkarte von La Palma und die zehn wichtigsten anzusteuernden Punkte auswendig. Auswendig!)

Das scheint nicht verwunderlich, wenn ich mir vorstelle, wie die kaum zwanzigjährige Mia ihre freie Zeit vermutlich mit dem Studieren von Landkarten verbrachte, um ihrem Bernhard wenigstens mit dem Finger auf der Landkarte nahe sein zu können. Diese Vermutung liegt nahe, denn bis ins hohe Alter hatte sie immer eine Karte oder einen riesengroßen Atlas griffbereit um nachzuverfolgen, wo sich wer gerade aufhielt.

In Zeiten von Email, WhatsApp und Videochat können wir nicht mal mehr ansatzweise nachvollziehen, wie es sein muss, monatelang Briefe ins Unbekannte zu schreiben, ohne zu wissen, ob der Adressat noch lebt, oder die Adressatin sich vielleicht einer neuen Liebe zugewandt hat?
Wieviel Vertrauen da zwischen zwei Menschen existieren muss, dass man das aushalten kann. Das ist vielleicht meine schönste und wichtigste Erkenntnis aus der Beschäftigung mit den Briefen: Das unsere ganze Familie auf einem großen Vertrauen aufgebaut wurde.

Ostsee-Rums

Der jährliche Ostseeurlaub war wettermäßig eigentlich sogar recht gut, nur die Hansestadt musste natürlich ausgerechnet ihre Triathleten mit typischem Schietwetter begrüßen:

Mit hanseatischem Pragmatismus hatte sie aber vorgesorgt:

Abgesehen von den zwei Regentagen gab es ansonsten aber genug Gelegenheit, die Urlaubsgarderobe auszuführen:
Basic-Strickmantel von Kibadoo (ohne hintere Teilung) aus Albstoffe „Into the Wild“, Bikerleggings von Pattydoo aus Jeansjersey und Shirt Delicia aus pinkem Slubjersey aus dem Nähhimmel,


Fagurlind aus Viskosejersey, entdeckt ebenfalls im Nähhimmel,


und noch eine kurze Sanna aus einem Rest „Amore mio“ von der Hamburger Liebe.
Das ist mal wieder ein schöner Sammelrums, obwohl mir grade auffällt, dass quasi die Hälfte noch fehlt.
Zum Beispiel die einfachen weißen Shirts (Delicia, siehe oben), die nur mit einem Plott aufgehübscht wurden, am liebsten mag ich das hier, konnte ich jetzt aber leider nur auf dem Wäscheständer knipsen…

Ja, das ist tatsächlich ein weißes Shirt, auch wenns nicht so aussieht *hust*. Und das gibts manchmal auch in gebügelt…
Den Plott gab es für umsonst von Petra laitner (die Laitnerei) und der passt ja wohl wie die Faust aufs Auge in den Urlaub, nech?
Jetzt genießen wir nach dem Wäsche waschen (wäääh) noch ein paar freie Tage, bevor der Alltag wieder losgeht…

As time goes by…

Gestern war doch erst die Einschulung und jetzt?
Jetzt schicken wir das Ranzenset schon in Rente und der neue Schulrucksack (aufgrund guter Erfahrungen natürlich wieder von Ergobag) wartet schon auf den ersten Einsatz. *schluck* Das ging verdammt schnell.
Sieht schon ein bißchen mitgenommen aus (und innendrin erst!) und wurde am Freitag fast leer feierlich das letzte Mal zur Schule getragen.

Einmal im Monat gibt es in der Grundschule die Freitagsversammlung, zu der auch Eltern und Großeltern herzlich eingeladen sind. Immer andere Klassen oder auch einzelne Schüler führen etwas, dass sie in den vergangenen Wochen einstudiert haben, den anderen Schülern und Besuchern vor.
Dieses Mal waren es die beiden Abschlußklassen, die sich von der gesamten Schule verabschiedeten (und entsprechend musste die Versammlung auch in der großen Mensa stattfinden statt wie sonst im Schulfoyer).
Die Känguruhs sangen ein Dankeschön-Lied für ihre Klassenlehrerin, die Erdmännchen führten einen Tanz vor. Anschliessend wurden die Abschlußkinder durch ein Spalier aus Schülern, Lehrern, Eltern und Großeltern in Richtung Rutsche geleitet

und rutschten symbolisch aus der Schule raus, begleitet vom Klatschen und Jubeln der anderen Schüler und den Tränern so mancher Eltern.

Danach gab es nur noch Zeugnisse und einen wehmütigen Blick in die fast leere Klasse, in die nach den Ferien 23 aufgeregte Erstklässler einziehen werden.
Auf das Zeugnis kann er sehr stolz sein:

besonders weil das Zeugnis seiner Mutter vor 38 Jahren nicht ganz so gut war *hüstel*. Ok, Rechtschreiben zwei- ich war halt schon immer ein Klugscheißer. Aber Bildende Kunst und textiles Gestalten eine Fünf? Ha!

Jetzt geniesst er erstmal sechs Wochen Ferien, bevor er in der neuen Schule wieder zu den „Kleinen“ gehören wird. Diesmal an einer wesentlich größeren Schule mit insgesamt sieben (oder sogar acht?) fünften Klassen- das wird wohl eine Umstellung werden.
Aber vorerst wäre es einfach nur schön, wenn das Wetter sich so benehmen würde wie es sich für Ferien gehört, an die Schule denken wir erst später wieder.

Monatsrückblick Mai

Hui, das ging aber flott. Quasi erst vorgestern waren wir am verlängerten „erster Mai Wochenende“ unterwegs Richtung Norden zur Konfirmation, das erste Mal mit Kind und Hund im Zug quer durch Deutschland und, wie die maßgeblichen Teile der Familie (Senior) einstimmig beschlossen haben, auch das letzte Mal. Gut, die Heimfahrt war mit Magen-Darm-Grippekrankem Kind auch kein wirklicher Spaß- weder für die Mitreisenden die auch mal gerne auf Klo wollten und schon gar nicht für das Kind. Weia.

Dafür war es im Norden wieder wunderbar. Mir geht das Herz auf, wenn ich das Meer rieche und diesen Anblick sehe:

Passend zur Gegend hatte ich mir extra für die Konfirmation eine Fine aus Anker-Jacquard genäht und ich merke, dass die gekauften Sachen in meinem Kleiderschrank ein sehr tristes Dasein führen…

Zwei Wochen später in der Rhön mit den alten bemoosten Buchenwäldern war es auch sehr schön:

(und diesmal komplett in selbergenäht- Jacke, Rucksack, Shirt und Schal waren schon mal bei Rums– die Hose aber nicht 😊: Bikerleggings Tara von Pattydoo:

der Bieseneinsatz ist mir etwas weit runtergerutscht (die Anleitung war aber auch nicht wirklich gut), inzwischen hab ich schon eine zweite genäht mit Knieeinsatz am Knie und nicht am Schienbein-viel besser!) Aber mal ehrlich: ich weiß ja, dass ich angeblich für mein Gewicht ungefähr fünfzehn Zentimeter zu klein bin (und es ist mir scheißegal, aber sowas von. Der Doc hat gesagt, meine Werte sind alle einwandfrei, Herzrhythmusstörungen hab ich auch mit fünfzehn Kilo weniger, und Sport mach ich auch dünner ü-ber-haupt nicht gerne, also so what?) Wo war ich? Ach ja, bei der Bikerleggings Tara von Pattydoo. Eine schöne Hose, keine Frage, aber ich muss jetzt mal sehr böse und grob unsachlich lästern: Schnittmuster wie diese können sich auch wirklich nur winzige Hungerhaken ausdenken. Das Schnittmuster geht bis Größe 54 und selbst die war mir ZU KLEIN! Selbst mit zwei Zentimetern Zugabe am Unterschenkel (ZWEI ZENTIMETER!) zur größten Größe war die Hose in der ersten Variante derartig knalleng, dass sich sofort die Abdrücke der Biesen auf der Haut abzeichneten. Und ich trage normal Hosen in 48. Maximal! Wtf? Ehrlich, Leute, das macht keinen Spaß. Ich möchte wissen, was die Hungerhaken sagen, wenn irgendjemand plötzlich fröhlich auf die Idee kommt, Kleidergröße 34 umzubenennen in 46. Einfach mal so. Das Geschrei möcht ich hören… *grummel*
Wo war ich? Ach ja, keine Rhön ohne Moor- diesmal das schwarze Moor:

Der Rest des Monats war nicht nur nähtechnisch etwas chaotisch. Viel Arbeit und wenig Zeit zum Nähen, am Pfingstwochenende hatte ich wenigstens mal Zeit, alle Ufos zu bearbeiten. Alleine vier Shirts für Junior warteten auf die letzte Naht.
Im Moment suche ich ein schönes Schnittmuster für ein festliches Kleid für Dickesjen wie mich. Im Juli und August sind wir zu zwei Hochzeiten eingeladen und da möchte ich gerne mal was richtig schönes tragen, aber die Auswahl ist schwer, wenn man keine Ahnung hat, was einem steht.
In der engeren Wahl sind eine Fine/Etuikleid in feinerem Jersey oder dieses hier von Burdastyle (wobei ich bei diesem nicht weiß, woher ich die langen blonden Haare kriegen soll…:-)) grraa, wenn ich ja wenigstens schon mal einen Stoff wüßte *haarerauf*

Mein Lieblingsspruch des Tages

ist: Aus Scheiße Gold machen.
In den letzten Tagen gab es in meiner Facebook-Timeline bisweilen gehässige Kommentare über eine Youtuberin namens Bibis Beautyhütte oder so, die wohl ein gar schröckliches Lied aufgenommen hat. Da mich Youtuber (und innen) per se erstmal gar nicht interessieren (ich bin zu alt für jeden Scheiß) und ich schon gar nicht irgendwelche seltsame Musik hören möchte, die einzig zu dem Zweck erfunden und aufgenommen wird, Minderjährigen, die noch nicht den letzten Cent für irgendwelchen Beautyscheißdreck ausgegeben haben, denselben aus der löchrigen Tasche zu ziehen, UND weil es wirklich besseres mit meiner Lebenszeit anzustellen gibt, als denselben Youtuberinnen einen Klick zu schenken, habe ich das Liedchen ignoriert und mir gar nicht erst angehört.

Bis ich das Video von den Männerstimmen der Lübecker Knabenkantorei zugeschickt bekam.
(Danach wollte ich doch wenigstens einmal das Original anhören, zum vergleichen, nichwohr. Meine Ohren verweigerten mir nach den ersten drei mit piepsiggequälter Stimme vorgetragenen Wörtern den Dienst- die Ohrläppchen verknoteten sich, schlüpften in die Gehörgänge und drohten dumpf, mich zu erwürgen wenn ich das nicht so.fort.aus.mache!
Boah, ich bin jetzt noch schockiert von dem Gewimmer. Der Sängerin, nicht der Ohren.)

Seitdem wiederhole ich immer und immer wieder völlig verzückt: Man KANN aus Scheiße Gold machen, und zwar richtig gutes.
Wieso bin ich nicht auf die Idee gekommen? Ach so, weil ich kein gut ausgebildeter Männerchor bin. Ich kann nicht mal singen.
Bühne frei:

Übrigens: einer ist mit mir verwandt *stolz*. Es gibt also doch ordentliches Genmaterial in der Familie…

Kreativer Output

Um endlich mal wieder mitzurumsen, jetzt noch die letzten genähten Sachen alle auf einmal. Nein, Moment, nur alle geknipsten Sachen auf einmal. Selbstverständlich habe ich in den letzten Monaten wesentlich mehr genäht, aber zum Knipsen komme ich nie *schluchz*.
Aus dem Oberteil der Delicia von Erbsünde und der Frau Edda von Hedi näht habe ich mir dieses Shirt-Schnittmuster zusammengefrickelt:

(Man beachte den Fünfziger-Jahre-Charme der Pfälzer Ferienwohnung hinter mir. Das ertrag ich freiwillig auch immer nur eine einzige Nacht…)

Aber auch eine Delicia mit langen Armen kann man noch gut brauchen:
(Zeitlich ähnlich gelagerte Location, diesmal aber unser Sportheim. Aber immerhin Bambus!)

Eine modifizierte Milly von Pattydoo: mit offenem Reißverschluß, innen eingearbeiteter Zusatztasche, Schlüsselhaken und Kunstlederboden. Ursprünglich als Rums auf die Welt gekommen, aber inzwischen steht sie (gebraucht) zum Verkauf, ich werde einfach nicht warm mit diesen Schultertaschen. Ich habe keine Schultern und ständig rutscht die Tasche runter *nerv*.

Als Ersatz dafür einen Rucksack (Delari-Bag) in derselben Farbkombi genäht.

Rucksäcke sollen ja besser für den Rücken sein. Dieser hier war es auch, zudem finde ich das Schnittmuster sehr praktisch, weil man mit dem Karabinerhaken den Reißverschluß vor unbefugtem Öffnen sichern kann (wenn man das Teil auf dem Rücken trägt). Allerdings war mir die Originalgröße einen Tick zu klein und ich habe das Ganze nochmal auf 110 % vergößert, diesen Rucksack zu der Tasche zum Verkaufen gehängt und mir einen größeren genäht:

Der hier ist wesentlich weicher, weil das schwarze Kunstleder nicht so steif ist wie das graue- beides hat seinen Reiz, aber mit diesem hier bin ich sehr zufrieden, weil er schön leicht ist, groß genug und weil ich endlich daran gedacht habe, innen mit hellem Stoff zu füttern. Man sieht gleich viel besser, was drin ist…

Der eigentliche, aber schon sehr alte Rums ist aber diese Griselda: Mein erster Geldbeutel mit einer Außenseite aus Leder:

Blöderweise passt das Design nun nicht mehr gut zum neuen Rucksack, aber leider habe ich kein dunkles Leder (Ecopell) mehr. Trotzdem mag ich den Geldbeutel sehr, weil er sich so schön anfühlt und (Achtung: alle Veganer die Ohrenschützer aufsetzen!), so gut nach Leder riecht…:-)

Guten Abend, gut Nacht… Teil 2

Zum Thema Matratzenkauf hatte ich ja vor kurzem (April 2016 *hust*) einen Mehrteiler versprochen, nunja. Zum Glück ist es nur eine Doppelfolge geworden, aber der Reihe nach.
Nachdem der Entschluss feststand, eine Matratze kaufen zu wollen, kamen pünktlich auch in verschiedenen Blogs Matratzentestberichte rein, wenn ich mich recht erinnere, waren es Ringelmiez, Das Nuf und noch einzwei weitere. Alle testeten die „Eve“ Matratze aus England und überschlugen sich schier vor Begeisterung.
Es erschien uns ganz schön gewagt, einfach so eine Matratze im Internet zu kaufen. Ich meine, 100 Tage Rückgaberecht hin oder her- wenn die Matratze zu weich ist, dann weiß ich das sofort- da brauch ich keine 100 Tage. Und dann habe ich hier bis zur Abholung eine Riesenmatratze von 160×200 rumstehen, in einer Wohnung, in der kein Fleckchen gerader Wand mehr übrig ist um mal eben ein paar Tage lang so ein Monster dagegen zu lehnen.
Abgesehen davon hiess es, sie stinkt arg und überhaupt: war ja ne Engländerin und wir wollten lieber regional kaufen.
Scheinbar animiert von dem Erfolg von Eve oder aus wasweißichdenn für einem Grund poppten dann jedesmal wenn sich einer ins Internet wagte, Werbebildchen auf für tolle neue innovative Matratzen mit menschlichen Namen und jede einzelne reklamierte den Anspruch für sich, von total hippen jungen Leuten voller Sorge um den deutschen Nachtschlaf völlig neu entworfen worden zu sein. Emma, Casper, Bruno, danach gabs scheinbar keine Namen mehr, Smood, Muun undsoweiter. Die Internetseiten sehen exakt gleich aus, tun aber so, als wären sie DAS einzige innovative Original, über soviel Fantasielosigkeit und Desinteresse bin ich echt entsetzt- lernt ihr Hipstervögel in den Werbeagenturen nix mehr?  Ja, danke, veralbern kann ich mich selber.
Auch die (laut Stiftung Warentest) allerbeste Matratze in den Tests hielt leider nichts von Kommunikation, aber sowas von überhaupt gar nichts dass ich immer noch beleidigt bin *schnaub* und fiel somit durch.
Immer noch keine Matratze.
Dann nahm der Senior des Hauses die Sache in die Hand, recherchierte einen halben Tag lang intensivst im Internet um dann zu verkünden, dass wir bei diesem verwirrenden Angebot auf jeden Fall in ein ordentliches Matratzenhaus gehen müßten um eine anständige Matratze zu bekommen. Nachdem ich ihm Recht gegeben und wir einen Termin für den Matratzeneinkauf festgelegt hatten, nickte er zufrieden und bestellte die Eve im Internet.
Und nach drei Tagen war sie dann auch schon da.
Inzwischen wird sie in Deutschland hergestellt (eine Sächsin, soviel ich weiß), sie stinkt nicht mehr (weil der englische Flammschutz fehlt) und kommt eng zusammengerollt in einer schicken Kiste (die immer noch in Juniors Zimmer als Zweitwohnung für ihn steht).
Das Unboxing macht Spaß und ist sehr erstaunlich:

Aus so einem kleinen Teil soll eine 160 x 200 große Matratze werden?

Einmal auseinanderklappen, ausrollen…

…in Position bringen und die letzten Verpackungsreste entfernen…

…das Innenleben betrachten…

…begrüßen…

… und gleich mal draufwerfen.
Das Innenleben der Kiste lohnt auch einen Blick. Da wurde ausser launigen Sprüchen auch gleich noch ein Kind mitgeliefert…

Die Matratze fühlt sich erstmal seltsam an. Beim Draufsitzen sinkt man ein gutes Stück ein und fragt sich, wie zur Hölle man JEMALS darauf schlafen können soll? Aber das ist wohl die berühmte Punktelastizität. Im Liegen nämlich passt sich die Matratze überall perfekt an, egal wie man sich dreht und wendet. Sie ist nicht zu weich und nicht zu hart und bildet keine Kuhle, in die man immer wieder reinrollt. Wenn der Mitschläfer sich dreht, spürt man das auf der eigenen Seite kaum und lustigerweise kann ich das ab und zu mal aufkommende leise Schnarchen neben mir mit dieser Matratze wesentlich besser ignorieren. Ich vermute, es liegt an der Beschaffenheit der Eve. Die vorige Matratze hat mit ihrem Taschenfederkern den Schall wesentlich besser direkt in mein Ohr übertragen und das Schaumzeug, aus dem Eve besteht, schluckt den Schall eher und trägt so offensichtlich noch besser zu einem guten Nachtschlaf bei.
(Wer genauer wissen will aus welchem Zeug Eve besteht, informiert sich am besten selbst auf der Homepage, dann muss ich das nicht alles rekapitulieren.)
Eve ist übrigens schon vor sechs Wochen bei uns eingezogen und es gibt bisher nix zu meckern. Keins von unseren schweren Körperchen hat bisher eine auch nur ansatzweise wahrnehmbare Kuhle in der Matratze hinterlassen.
Jetzt fehlen uns also nur noch richtig gute Kissen. Leider werden das wohl nicht die von Eve sein, denn sie haben ein etwas seltsames Maß (42 x 66- wer stellt solche Bezüge her??? Gut, ich kann ja nähen, aber das ist ja dann auch nicht der Sinn der Sache: einmal Bettwäsche kaufen ohne Kopfkissenbezug, bitte. Dafuq?) aber blöder finde ich es, dass man das Innenkissen nicht waschen kann, sondern nur den Bezug. Und da beide, Herrchen und Frauchen, leider am Kopf nachts sehr stark schwitzen (und alle so: Iiiiihhhh!!), könnte das auf die Dauer eine etwas fiese Angelegenheit werden und dafür sind mir 75,- Euro für ein Kissen dann doch etwas viel *hintenüberkipp*.

Übrigens können wir jetzt endlich auch mal wieder morgens länger im Bett liegen ohne Rückenschmerzen. Also, wenn wir denn mal Urlaub haben.
Nur mein Farbkonzept, das haben sie mir mal wieder schön durcheinandergebracht. Gelb. Gelb! Wer kommt denn auf so eine Idee?

Osterurlaub, Wanderausgabe

Ostersonntag und der Urlaub ist schon wieder rum, genau wie die Ferien. Deprimierend eigentlich. Frohe Ostern übrigens.
Zum Glück haben wir Schokozeug und Kleinigkeiten bereits heute nacht vom Osterhasen in der Wohnung verstecken lassen, draußen wäre das bei 4 Grad und Hagelschauer nicht ganz so schön gewesen.
Da bin ich doch sehr froh über unser Pensum, das wir in der einen Urlaubswoche geschafft haben. Alle Wandervögel in Familien- und Bekanntenkreis halten jetzt bitteschön ihre Lästermäuler im Zaum, denn in der einen Urlaubswoche bin ich bei vier Gelegenheiten ungefähr 20 Kilometer gelaufen. Also gewandert, insgesamt. Das ist total viel für meine Verhältnisse und wenn man bedenkt, dass ich überhaupt kein Wanderoutfit besitze und mit Turnschuhen und Jeans losgehen muss! Andere Leute kaufen erstmal für hunderte von Euronen beim Jockel Wolfshaut ein, bei mir geht das ohne, also bitte: Applaus.
Am letzten, frühlingswarmen Wochenende waren wir in der Pfalz:

Erst waren wir in der Straußenfarm bei Herxheim. Die Tiere leben dort familienweise in großen Gehegen und das ganze Gelände ist sehr schön angelegt. Wenn man zu den etwas abgelegeneren Gehegen spaziert, kann man aber auf dem Weg dorthin auch ein paar sehr seltene Exemplare der Gattung „Camperus Unterhemdensis“ bewundern, mit sehr viel Glück auch die ein oder andere Spülschüsselschnepfe oder einen Campingstuhlschiebler. In dieser Jahreszeit sind die meisten ihrer beweglichen Behausungen noch leer, aber ein paar ganz Unentwegte wollen offenbar unbedingt schon zu Ostern in einem vollausgestatteten Nest verbringen und polieren eifrig die Vorzeltstangen. Leider darf man die extrem scheuen Tierchen nicht fotografieren, weil sie dann unter Umständen vor Schreck lauthals meckernd und aufgeplustert tot von der Hollywoodschaukel fallen, daher streifen wir nur schweigend vorbei, hier und da ins Vorgärtchen blinzelnd.
Wo war ich? Achja, wandern. Wir wanderten dann auch noch mit dem Sessellift hoch zur Riedburg und liefen, dieser netten Aufforderung zuerst Folge leistend (Pommes zählen auch) dann runter:

Vom Heimathafen aus in einer Viertelstunde Autofahrt aus erreichbar liegt bekanntlich Hessens fast höchster Berg, der Feldberg. Hier findet man den einzigen im Hochtaunus gelegenen Steig, nämlich den Zacken-Beilstein-Steig:

Eine Wanderung von gut zwei Stunden (für mich zweieinhalb) führt auf winzigen, steilen Pfaden rund um und auf den Zacken, ein Felsmassiv mit einer wunderbaren Aussicht auf den Taunus. Wie man auf den Bildern deutlich sieht, konnte ich die Knipse nur an den harmlosen Stellen einsetzen, sonst *kreisch* und *stürz*.
Nachdem ich das überlebt hatte, wollte ich noch etwas mehr Abenteuer und wir suchten ein paar Tage später einen „Lost Place“ auf, von denen der interessanteste im Taunus recht gut zu erreichen ist. Vom Wanderparkplatz Hegewiese unterhalb des Sandplackens geht es ca 2,5 km sanft bergab, an einem kleinen Wasserlauf entlang, bis man, im Wald verborgen, auf die Überreste des Jagdhauses Villa Opel stößt. Wenn man weiß, wo es ist, haha! Im Sommer hat man hier wahrscheinlich kaum eine Chance durch den Bewuchs zu kommen, aber jetzt, am Frühlingsanfang, ging das noch recht gut. Wir ignorierten das Schild, auf dem „B trt n v rb t n“ oder sowas ähnliches stand, immer in Begleitung eines kleinen Wiedehopfes, der neben uns herhüpfte und ständig krähte „AberMamaaufdemSchilddastanddochBeträhtenvärbohten, dadarfmandochnichtreinhalloMamahalloPapa,wiesowiesokrähkräh“ bis uns die im Dunst hinter Bäumen auftauchende Villa den Atem nahm.
Boah, ja gut, ganz so dramatisch isses nicht, aber war schon interessant:

Vom Haupthaus steht nur noch der Turm, der Rest ist eingestürzt (und keiner räumts weg). Unterhalb des Hauses befindet sich noch ein Schwimmteich, der von dem kleinen Wasserlauf gespeist wird und mit ganz klarem Wasser (aber ungefähr anderthalb Metern Schlamm) glänzt.
Die Villa Opel wurde von Fritz Opel, dem Sohn des alten Adam Opel (Gott hab ihn selig und Danke für die Autos) als Jagddomizil errichten lassen und wurde wohl bis zu ihrer Beschlagnahmung durch die amerikanischen Allierten 1946 auch genutzt. Bis 1950 unterhielten die Amerikaner dort eine Außenstelle von Camp King in Oberursel (und vermutlich viele geheime Agententätigkeiten), seitdem verfällt das Anwesen und man kann quasi zusehen, wie schnell sich die Natur ein bebautes Gebiet wieder zurückerobert….
Mehr von der Villa Opel in heutigem Zustand kann man übrigens in diesem Video sehen. Das Video scheint ziemlich aktuell zu sein und eins ist sicher: ICH wäre da nicht reingegangen *grusel*. Ich hatte eher das Bedürfnis, in der Nähe der Ruine bloß nicht zu laut zu sprechen oder gar zu husten, damit nicht auch noch der Rest in sich zusammenstürzt und andere Leute gehen REIN. Aber jeder wie er mag und Danke für das Video.

Dass der Wasserlauf übrigens Aubach heisst, wie jener Bach, an dem ich quasi aufgewachsen bin, hat universell gesehen, sicher auch irgendeine tiefere Bedeutung, sie erschliesst sich mir jedoch nicht.

Nach den ganzen Wanderungen und dem ständigen Hoch und Runter war ich dann ungefähr so platt wie der hier, ich kann nur nicht so süß gucken…

Den Zacken-Beilstein-Steig und die Wanderung zur Opel Villa habe ich übrigens auf der Facebook-Seite von „Taunusreich“ entdeckt. Bianca ist Wanderführerin und bietet Touren verschiedener Schwierigkeitsgrade um den Feldberg herum an nach dem Motto: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nahe?“
Leider haben wir es bisher terminlich noch nicht geschafft, an einer geführten Tour teilzunehmen (ich fürchte, ich muss dafür vorher auch noch etwas trainieren *schluck*), das steht aber noch auf dem Plan. Und überhaupt müssen wir ja jetzt auch wieder arbeiten und können uns erst wieder in den Sommerferien bewegen… *pfeif*

Ups- schon fast Ostern…

… und schon fast richtig Frühling.
Dabei habe ich doch erst letzte Woche für Junior noch zwei Langarmshirts genäht, weil er langsam wirklich aus allem rauswächst. Ab morgen sind Kurzarmshirts dran, merke ich- sonst wird es eng.
Ganz ehrlich: zum Glück ist mir Hosen nähen zu anstrengend und aufwendig, die werden gekauft. Ich käme ja zu überhaupt nix mehr, wenn ich die auch noch nähen müßte.
Zum Glück läßt er sich noch gerne benähen, aber so langsam ändert sich sein Geschmack. Süße Tiergestalten sind nicht mehr so gefragt, obwohl er sie nach wie vor auch noch sehr mag („Mama, süß müssen die Tiere schon noch sein, aber auch stark!“ Wie gut, dass es Pokemon gibt…) aber der knuddelige Roboter Roberto und sein frecher Hund auf der „Steamy“ Serie von Bienvenido Colorido mussten sein. Leider dauerte die Auslieferung von Swafing nach der Hausmesse ein wenig (weil so viele den Stoff haben wollten…. so was aber auch😜), so dass das Kind um ein Haar NICHTS mehr anzuziehen gehabt hätte, aber es ging grad noch gut. Puh.

Rechts sind die Rückansichten. Ich mags ja, wenn im Nacken noch irgendwas sitzt, anfangs habe ich das nur gemacht, damit Junior wußte wie herum er das Shirt anziehen muss. Inzwischen kriegt er das auch ohne Hinweis hin. 😊 Die Glühbirne auf dem blauen Shirt ist übrigens ein Freebie von Nell, ihr bekommt es bei der Zaubermasche. Dort habe ich auch die Plotterdatei gekauft (die mich vollkommen verwirrt hat, so dass ich mich irgendwann völlig in die falsche Datei verbissen hatte, statt einfach die richtige aufzumachen. Das kennt hoffentlich jeder- in eine Sackgasse rennen, dort versuchen, die nicht vorhandene Tür einzutreten, in rasende Wut ausbrechen und fast einen Herzinfarkt kriegen, statt einfach umzudrehen und den Schildern auf den richtigen Weg zu folgen. Sagt, dass ihr das kennt. Los, sagt es!!
Völlig verzweifelt habe ich dann bei Nell angefragt, ob sie mir helfen kann, weil ich zu verdammt dämlich bin die Dateien richtig zu verwenden, und sie hat mich mit einer Engelsgeduld und lieben Worten genommen, umgedreht und auf den richtigen Weg geschickt- Danke dafür, du Liebe!! )
(Das Geburtstagsshirt zum 9. Geburtstag für meinen Neffen wurde aus denselben Stoffen bestellt, da muss ich wohl ein bißchen puzzeln. Oder nachbestellen…)
Der große Neffe hatte sich auch ein Geburtstagsshirt gewünscht, dann aber ewig nix von sich hören lassen wegen der Ausgestaltung. Für 13-jährige näh ich nur noch nach genauen Anweisungen, deshalb habe ich ihm gedroht, wenn er jetzt nicht gleich Bescheid sagt kriegt er von mir ein pinkes Shirt mit einem regenbogenpupsenden Einhorn drauf, das fand er so klasse, dass er das hier bestellt hat:

In Pink hätte ichs jetzt auch schön gefunden… aber gut.
Das „Team Einhorn“ ist ein Freebie von Kaianja. Das kam mir wie gerufen- ein Einhorn sollte es schon sein, aber nicht zu kitschig. Perfekt, oder?
So, wehe, wenn das jemand vorher schon zeigt, der Knilch hat erst morgen Geburtstag…

Alle Stoffe sind aus dem Nähhimmel, bis auf die Steamy Serie, die kommt vom hüpfenden Komma, die Schnittmuster für Juniors Shirts sind Henric und Neo von Kibadoo in 158/164, für den großen Neffen musste ich Mister (!) Raglan in S (!!) von Mialuna nehmen. Hallo? Männer S! Puh!
Für Junior war das wohl auch das letzte Mal ein Kinderschnitt, wenn ich mir den so anschau… (Neo fällt übrigens ganz schön eng aus- da hab ich die Weite einfach nach Henric genommen, weil Junior enge Klamotten überhaupt nicht mag. Das kommt direkt nach Löchern in der Hose. Ich sag nur „Lumpen, Mama!“)
So, und jetzt ab damit zu Made4Boys– da habe ich ja ewig nichts mehr verlinkt, aber ich hatte es Sabine versprochen, auch wenn es etwas gedauert hat *pfeif*…

Das gibts nur aufm Dorf

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen und Personen, die stehen
Hallo, auf der Fastnachtssitzung in Rod an der Weil im Felsenkeller am 25.02.2017 haben wir auf der Bühne bei einem Auftritt den selbstgebauten Blaulichthelm der Feuerwehr Rod an der Weil getragen. Dieser wurde uns später in der Umkleide entwendet. Da der Helm einen Großen ideellen Wert hat, zumal das Blaulicht noch von einem unseren alten Fahrzeuge ist, wäre es schön, wenn der, der ihn mitgenommen hat ihn wieder bei uns an der Feuerwehr vor die Tür legt, oder uns sonst irgendwie zukommen lässt.
Baut euch doch einfach selbst einen.
In der Umkleide waren den ganzen Abend nur Akteure. Ich finde es extrem unkammeradschaftlich, dass man dort sein Zeug nicht mehr liegen lassen kann. Echt schade. Wir werden die Auftritte in der Umgebung in den kommenden Jahren beobachten und unseren Helm ggf. wieder erkennen.

Ein paar Tage später:

Update 1.3.2017: HELM WIEDER DA!!!
Im Namen der Roder Wehr und der Faschingsabteilung möchte ich mich ganz Herzlich dafür bedanken, das unserem Aufruf folge geleistet wurde. Der Helm wurde heute Morgen vorm Tor der Gemeinde gefunden, zusammen mit einer Kiste Bier und einer Flasche Schnaps. Wir nehmen das als Entschuldigung an. Danke für die Einsicht.

Das Dorf. Da kann man durchaus auch mal Scheiß bauen und wieder in Ordnung bringen.

Wär das schön, wenn eines (nahen) Morgens vorm Lincoln Memorial ein 40-Tonner Budweiser (oder noch besser: Sam Adams) zusammen mit einem Exemplar der amerikanischen Verfassung steht.
Okay, Donald, Entschuldigung angenommen.