Mein Lieblingsspruch des Tages

ist: Aus Scheiße Gold machen.
In den letzten Tagen gab es in meiner Facebook-Timeline bisweilen gehässige Kommentare über eine Youtuberin namens Bibis Beautyhütte oder so, die wohl ein gar schröckliches Lied aufgenommen hat. Da mich Youtuber (und innen) per se erstmal gar nicht interessieren (ich bin zu alt für jeden Scheiß) und ich schon gar nicht irgendwelche seltsame Musik hören möchte, die einzig zu dem Zweck erfunden und aufgenommen wird, Minderjährigen, die noch nicht den letzten Cent für irgendwelchen Beautyscheißdreck ausgegeben haben, denselben aus der löchrigen Tasche zu ziehen, UND weil es wirklich besseres mit meiner Lebenszeit anzustellen gibt, als denselben Youtuberinnen einen Klick zu schenken, habe ich das Liedchen ignoriert und mir gar nicht erst angehört.

Bis ich das Video von den Männerstimmen der Lübecker Knabenkantorei zugeschickt bekam.
(Danach wollte ich doch wenigstens einmal das Original anhören, zum vergleichen, nichwohr. Meine Ohren verweigerten mir nach den ersten drei mit piepsiggequälter Stimme vorgetragenen Wörtern den Dienst- die Ohrläppchen verknoteten sich, schlüpften in die Gehörgänge und drohten dumpf, mich zu erwürgen wenn ich das nicht so.fort.aus.mache!
Boah, ich bin jetzt noch schockiert von dem Gewimmer. Der Sängerin, nicht der Ohren.)

Seitdem wiederhole ich immer und immer wieder völlig verzückt: Man KANN aus Scheiße Gold machen, und zwar richtig gutes.
Wieso bin ich nicht auf die Idee gekommen? Ach so, weil ich kein gut ausgebildeter Männerchor bin. Ich kann nicht mal singen.
Bühne frei:

Übrigens: einer ist mit mir verwandt *stolz*. Es gibt also doch ordentliches Genmaterial in der Familie…

Sie könnens noch.

Dazu später mehr.
Erstmal die Wochenschnipsel, man kommt ja zu nix mehr, da muss man ja alles zusammenfassen in einem. Hmpf.
Wir haben Nachwuchs bekommen. Oder hatten. Genau weiß man das nicht, denn das eine (!) kleine Platy-Baby ist entweder ein Versteck-Weltmeister oder Fischfutter.
Überhaupt, das Aquarium.
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Ich finde, die Collage verdeutlicht das Gewusel ganz schön. Und ich muss zugeben, dass das Teil ja doch ganz gut in die Wohnung passt:
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Fällt kaum auf. Wir mussten nur leider zwei Gäste für die Geburtstagsfeier ausladen, die passen nun nicht mehr rein. Pech.
Genäht habe ich natürlich auch was. Nur das für meinen Geburtstag hab ich nicht geschafft- dass das Betüddeln aber auch immer so lange dauern muss! Ich bin schon seit drei Tagen am Stoff aussuchen, schneiden, passende Bänder aussuchen, aufbügeln, Applis ausschneiden, aufbügeln, etc. Und ich habe noch nicht eine Naht genäht! Und nein, es ist nix zum Anziehen. Nur temporär. Hat was mit Temperatur und Frau Müller zu tun. *denk*
Aber das nächste Shirt für den Nachwuchs hab ich fertiggekriegt, Dinopunks und Sterne:
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Und? Und? Haha! Endlich mal wieder ein ordentlich sauberes Halsbündchen *stolzbin*! Blöderweise schon wieder vor lauter Konzentration die Naht nach vorne gesetzt, ich Rindvieh! *Grrrr* Irgendso ein Salbaderer hat aber mal gesagt: An Herausforderungen wächst man und schliesslich werde ich niemals nicht das tolle Bündchen auftrennen, also:
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Ferdisch. Problemlöser-Anleitung in drei Bildern.
Jetzt aber:
Was für ein Geburtstagsgeschenk. Da hätte ich ja nun nicht mit gerechnet, dass ich von Apple-Chef Tim Cook höchstpersönlich das neue U2-Abum zum Geburtstag geschenkt bekomme, aber mach was dran: So isses. Er. Mir. Toller Typ.
Ich bin ja trotzdem ein bißchen skeptisch ob ich mir von jemandem ein neues Telefon verkaufen lassen will (oder gar eine Uhr!), der es nochnichtmal auf die Reihe bringt eine Sendung ruckelfrei zu streamen. Aber mal ehrlich: die enthusiastische Chinesisch-Simultan-Übersetzung war doch der Knaller. Oder hatte die am Ende garnix mit Apple zu tun und hat nur den chinesischen Landwirtschaftstag moderiert und die Signale haben sich im All überkreuzt? Egal, warum, wir konnten jedenfalls am Apple-Produkt-Gottesdienst nicht gescheit teilnehmen, was spätestens dann schade war, als ich Bono und die andern alten Säcke nicht sehen konnte. Da hats mich dann doch ein ganz klein wenig geärgert. *brüll* Wozu haben wir das teure Zeugs hier rumstehen, wenns nicht funktioniert? Ich war der Meinung, da hätte schon mal jemand was erfunden, wie hiess das doch gleich…. (Achja: Fernsehen! Fernsehen wars! Die können doch auch den Musikantenstadl ohne Störungen senden (ausser der störenden Musik, aber das nur am Rande), wieso klappt das dann bei Apple nicht? Muss man denn alles selber machen?)
Jedenfalls musste ich auf den ersten Liveauftritt von U2 seit wasweissichwievielJahren verzichten, da finde ich ein geschenktes Album ja fast noch eine angemessene Entschädigung.
Im Gegensatz zu den Wichtigtuern und sorry, aber das muss mal gesagt werden: Dummschwätzern aka „Musikkritiker“ vom Musikexpress, Spiegel online und wasweißich kann ich nur eins sagen:
So ein geiles Album!
Ich höre es jetzt in Dauerschleife und kann mich immer noch nicht entscheiden , welcher Song mir am besten gefällt. DAS ist mal wieder ein richtiges U2-Album, nicht so ein halbgares Zeugs wie die letzten beiden Alben. Die waren zwar auch ganz okay, aber nja. Hörten sich eher nach reichen alten Männern an, die nebenher bißchen Musik machen. Das hier rockt wie die Sau. (Und die Fische kriegen mittels Lautsprecher ordentlich die Haare geföhnt. Sorry Jungs!)
Ich bin wieder fünfzehn und die einzig Coole (Deutschlands erster U2-Fan, als die andern das noch für ein Flugzeug gehalten haben.) unter den ganzen Tussis die nur Spandau Ballet, Duran Duran, Europe und den ganzen anderen Rotz hören. Yesss!
*hust*
Apropos fünfzehn. Das ist ja nu auch schon fünfundzwanzig dreissig Jahre her. Morgen gibts den Lemon Drizzle Cake aus Andreas Backbuch, ausserdem Möhren-Kokos-Suppe und das muss ja auch eine backen und kochen.
Tschüss.

Tolle Wurst.

Ich sachs mal so: Diese ganze Idee von Europa und so ist ja ganz nett, aber mal ehrlich, das KANN doch nicht funktionieren. Sieht man ja beim ESC.
Weiter auseinander kanns doch nicht klaffen, wenn man den polnischen und den österreichischen Beitrag nebeneinander stellt. Der polnische Softporno, der die letzten hundert Jahre Emanzipations- und Anti-Sexismus-Debatte mit Waschbrett, Butterfaß und Riesentitten (tschuldigung, ist doch wahr!) von der Bühne kickt, neben Conchita Wurst, der/die österreichische Gender-Papst/Päpstin.
(Die Polen verlink ich nicht, die waren mir echt zu doof.)
Also, jetzt nicht, dass einer denkt, die Musik würde mir GEFALLEN- um Jottes jillen!
Bisher war echt noch kein Song dabei, den ich als einigermaßen gute Musik empfinden würde. Da wird auch nix kommen (auch nicht der deutsche Beitrag, den find ich eher langweilig, aber trotzdem meine Hochachtung: die Mädels haben offensichtlich Spaß am Musik machen und machen sie auch noch selber und gut, aber eben: nicht meine Musik.), aber ESC macht Spaß weil wir so schön über die immer gleichen Silikonimplantate, Achtzigersounds und Windmaschinenfrisuren lästern und mitraten können, wen die Balkan-Connection jetzt auf den ersten Platz wählt. *Muuuharharhar*
Okay, die Finnen waren die besten bis jetzt.
Ich sach ma: Conchita Wurst wäre die Gewinnerin der Herzen. Danach die Finnen.
Aber wahrscheinlich werdens die Rumänen oder Aserbaidschan oder so ein Schnulzenmist.

Ach hier, guckt mal, meine neue Nähmaschine:

Da steht ein Pferd auf dem Flur ein Fahrrad im Wald:

Schöne Sache das. Allerdings hätte ich doch was mit besserer Gangschaltung nehmen sollen. 21 Gänge reichen irgendwie nicht. Aufwärts klappt das nicht so richtig, auf halber Höhe kippe ich langsam in Zeitlupe seitlich vom Rad, tsts. Das Rad braucht dann erst eine fünfminütige Pause, bevor es weitergehen kann. Komische Technik.
So, jetzt aber mein Tip:
Die musikalisch verdienteste Platzierung wäre Holland (die waren echt gut), Finnland, Österreich.
Das Knallerergebnis wäre aber: Österreich auf dem ersten Platz. Das würde ich denen mal so richtig von Herzen gönnen.
Wurst. Alles andere ist Diät.

Edit um 00:27: Hab ichs gesagt? Ich habs gesagt! Felix Austria. (Aber das Lied ist scheiße.)

Das will jetzt keiner wissen,

ich erzähls trotzdem. Geteiltes Leid undsoweiter, ich machs auch kurz.
Wir haben ja mal wieder echt Glück gehabt. Was ich da manchmal so erzählt kriege von Kindern mit MagenDarmGrippe, ganzen Familien, die sich kotzend und durchfallend gegenseitig das Atmen schwer und die Wäschetonne voll machen, da wird einem ja schon vom Zuhören schlecht.
Da kann ich immer nur wieder staunen, dass sowas bei uns üblicherweise relativ glimpflich abläuft. Vielleicht war ich in meinem früheren Leben Florence Nightingale und das ist die Belohnung dafür?
(Ich möchte ja so gerne an Wiedergeburt glauben, wer war das nochmal, die Buddhisten oder die judäische Volksfront? Muss ich nochmal nachlesen.)
Wo war ich? Ach, die MDG. Ausser etwas Bauchweh bei Junior, welches man durchaus auch auf den saisonbedingt erhöhten Konsum von Schokoeiern hätte schieben können (muss ja schliesslich weg, das Zeug) und leider einem Totalausfall bei meiner Mutter (ich erspare explizite Details) kam nix, und ich begann mich schon sicher zu fühlen: Ha. An uns zieht der Virus vorüber. Von wegen.
Joo, war auch nicht so wild. Ausser einem Tag mit hohem Fieber und Schüttelfrost (das ist ein lustiges Gefühl, wenn einem gleichzeitig heiß und kalt ist, ich musste ständig kichern), dem nächsten mit enormer Schlappheit (ich fühlte mich wie ein rohes und nur halbgefülltes Würstchen und hatte genausoviel Kraft in den Knochen, wie man braucht um einen leeren Plastikbecher umzuschubsen) und einem halben Tag übler Übelkeit war es nicht sooo wild.
Danke, danke, aber heute morgen geht es mir zumindest wieder so gut, dass ich die Buchstaben auf der Tastatur treffe und mich ein wenig durchs Internet klicken kann. Immer noch wie ein rohes Würstchen, aber eher ein ganz gefülltes. Und dummes Zeug sabbeln geht offensichtlich auch schon wieder. Aber gleich leg ich mich wieder hin, von dem ganzen Rumgeliege die letzten Tage hatte mein Körperchen scheinbar genug, also hat es eine schlaflose Nacht eingelegt, die muss ich noch nachholen.
Was hat mir den Morgen versüßt?
Erstmal das hier: Es ist ja klasse, dass es soviele Apps gibt, die einem das Leben erleichtern und verschönern, ich bin da ja auch gar nicht abgeneigt, sie zu benutzen. Aber immer wenn ich eine der schicken Apps wirklich tierisch nötig hätte brauchen können, habe ich leider vergessen, dass ich sie besitze. Und es ist nun tatsächlich auch so, dass es ein Leben jenseits des App Stores gibt, auch wenn Steves Nachfolger uns das immer weismachen wollen. Hier ist der Beweis: Not available on the App Store. Eine Binsenweisheit, aber eine sehr schön dargestellte.
Und dann das hier: Mir ging es ähnlich wie Arthur Dent, ich vergass zwar nicht auf dem Boden aufzuschlagen (ich war garnicht gestolpert), aber ich hielt doch einen Moment inne und hörte Anne bis zum Schluß zu. Das mach ich selten. Klick und weg ist ja so einfach.
Daher im Anschluß einen herzlichen Dank an alle die immer so brav bis zum Schluß durchhalten und jeden Mist lesen. Auch ohne Bildchen. Ihr seid womöglich vollkommen wahnsinnig oder habt ein sehr langweiliges Leben (was mir sehr leid täte), aber ich freu mich trotzdem.
🙂

Könk

Kleine Nachhilfestunde: „Könk“ ist das Geräusch, das mein Kopf macht, wenn er auf die (imaginäre) Tischplatte aufschlägt weil ich wieder mal irgendetwas völlig versaubeutelt habe.
Wahlweise kommt dieses Geräusch daher als: „Könk.“ (vergleichbar mit mildem Seufzen über meine eigene Blödheit- ca.13 mal am Tag) „KÖNK“ (nach heftigem, aber letztendlich unnötigem weil grundlosem, Erschrecken über vergessene Termine/Aufgaben/whatever, die garnicht vergessen sind. Fieses Gefühl in der Magengrube. Das KÖNK kommt dann, wenn mir klar wird dass alles in Ordnung ist und ich mich mal wieder vollkommen umsonst erschreckt habe.) oder „Könk!“ (blitzartiges, wortloses Zusammensacken nach der Erkenntnis dass man garnicht so blöd ist wie man aussieht sondern noch blöder.)
Heute stand Könk für das Bild meines Klorollenversteckers, das ich NICHT gemacht habe, bevor ich das hübsche Ding außer Haus brachte.
Das heisst jetzt zusätzlich zu der ohnehin schon langen ToDoListe auch noch einen neuen Klorollenverstecker (Klorollenhut? Kann mal jemand einen pfiffigeren Namen dafür erfinden?) häkeln zum Fotografieren, der dann auf die Hutablage der Familienkutsche kommt. Klar, oder?
Ein wunderbares Freebook von Elealinda über Farbenmix.

ToDo Liste:
Geschenke einpacken. Glücklicherweise sind alle Geschenke besorgt. Bis auf die, von denen mir erst am Tag des Einpackens (oder am Heiligabend) klar wird, dass ich sie noch aussuchen/machen/verschenken MUSS. Ein Umstand, der meinen Mann zuverlässig in den Tagen Stunden vor der Bescherung an den Rand des Wahnsinns bringt. 🙂

Stoff kaufen für die verschiedenen Projekte mit lustigen Namen (Kanga, Hilde usw.). Ach, nein, war nur Spass. Vor Weihnachten werden keine Stoffe mehr geshoppt. Und es gibt auch keine Ikea-Rallye mehr, pfui, aus!!

Mit Sohn Nr 1 endlich die Paten/Großeltern/Liebeleute- Geschenke fertigmachen. Er ist dieses Jahr nicht sonderlich motiviert. Wir haben bereits aus Fimo Air Sterne und Herzen ausgestochen und mit Loch zum Aufhängen versehen. Er scheint zu glauben dass es das war *harhar*.
Nix da. Hier wird noch bemalt und verpackt. Ich weiß nur noch nicht wann. *gulp*

da ich ja nebenher auch noch ein bißchen arbeiten und Haushalt machen muss. Ohne Bügeln übrigens- den Riesenberg Bügelwäsche habe ich gestern abend über den Balkon gekippt weggebügelt. Yes!

Wer übrigens noch eine Musikempfehlung braucht zum Verschenken; aus der eher ruhigen, etwas melancholischen Lovesong-Ecke kommt Birdy . Sie covert Songs, von denen ich nicht EINEN EINZIGEN erkannt habe *schande* und tut das auf sehr schöne ruhige Art. Keine spektakuläre Entdeckung, aber sehr schöne Songs z.B. für den Weihnachtsabend für alle denen Chor und Halleluja langsam aus den Ohren raushängen. 🙂

Silent Night, Holy Night von Mahalia Jackson ist natürlich auch fein. Ich geniess das jetzt mal.

Ich hab Rücken.

Und Bein. Und Fuß. Und schuld ist der da:

Ja, genau der da in der Mitte mit der Quetschkommode Akkordeon Ziehharmonika- whatever. So, alle Minderjährigen mal kurz weghören:
Meine Fresse, war das ein geiles Hammerkonzert!!!
Sensationelle, super gelaunte Musiker, eine klasse Akustik (der Tontechniker kann was!), eine gelungene Mischung der Songs, ein paar lustige Geschichten (Hubert KANN tatsächlich hochdeutsch. Äh,- also, das was die Ösis unter hochdeutsch verstehen. Klang ein bißchen kratzig, aber nach ein paar Sätzen hatte man sich reingehört und ich hab tatsächlich fast alles verstanden. 🙂 Natürlich KEIN Wort von den Songtexten, aber so what: Verstehe ich alles, was Coldplay singen? Metric? Mumford & Sons? Adele? Muse? Na, also.)
Eine gute Mischung aus Rocksongs und ruhigeren Stücken. Ein irres Zusammenspiel zwischen der Gibson und dem Ziehdings. Gitarrengeschraddel ist ja nicht so bis ins letzte mein Ding, aber das war sensationell weil: perfekt ohne glatt zu wirken, melodisch ohne zu schnulzen, laut ohne zu kreischen.
Der einzige Wermutstropfen: Keine Stühle. Nicht der winzigste Barhocker, noch nicht mal ein Klappstühlchen. Also stehen. Mehr als ZWEIEINHALB STUNDEN lang. Eigentlich länger, denn wir standen ja schon in der Halle bevor er anfing (pünktlichst übrigens!). Die letzten ruhigen Lieder der Zugabe konnte ich nicht mehr ganz so hochkonzentriert in mich aufnehmen, ich war mit dem Formulieren eines Mantras beschäftigt:
„Hubert, komm, du alter Sack. Du bist MÜDE. Du willst jetzt ins BETT. Lass mich hier nicht VOR dir umkippen.“
Und vor den anderen 999 Konzertbesuchern, die vermutlich im Durchschnitt locker zehn Jahre älter waren als ich. Zwanzig.
Verdammt viel mumienblond war da unterwegs, harhar.
Ich schweife ab. Voller Begeisterung und missionarischem Eifer wollte ich gleich mal ein Video (Brenna tuats guat, Youtube) einbinden aber mir fiel rechtzeitig wieder ein, dass es leider Menschen (Geschmeiss?) auf dieser Erde gibt, die nichts besseres zu tun haben, als sich auf Kosten anderer zu bereichern, man nennt sie auch Abmahnanwälte (einer der Top Ten-Berufe, die du besser NICHT bei einem First Date bekanntgibst, es sei denn du triffst dich mit einem Hedgefondmanager).
Also: Kein Youtubelink an dieser Stelle – bitte selber gucken!
Die Zusammenfassung des Abends: Der Typ ist echt eine coole Sau Socke.
Sein Schlußwort übernehme ich jetzt einfach mal:
Losts aich net ois gfoin.


My dear

mister singersclub- da war vielleicht was gebacken auf dem Stoffmarkt heute.
Sohn hat sich für „Animals Dream“ von Lillestoff entschieden und ich habe zum Kombinieren die blauen (Lillestoff) und grünen Sterne (No Name) und das grüne Bündchen dazugepackt. Mir ist der Tiertraum ja etwas zu bunt, aber ich muss ja nicht damit, und er war total begeistert.

Komisch. Nach dem Waschen rollen sich die Lillestoffe sehr ein an den Seiten (man darf gespannt sein, wie ich die dazu bewege, nach dem Zuschneiden nicht dieselben Fluchttendenzen zu entwickeln. Ob Anschreien hilft? Ach, nee, für sowas nimmt man ja Stecknadeln). Der günstige mit den grünen Sternen liegt dagegen platt wie Papier und rollt sich nicht ein. Hm. Was ist denn da nun das Qualitätsmerkmal? Einrollen oder nicht einrollen? Das ist hier die Frage…
Und das Bündchen ist ein Schlauch. War mir auch neu. Ich dachte, ich mach mir den Schlauch selber, jetzt muss ich stattdessen mit Auseinanderschneiden anfangen.
Man sieht, wenn man etwas zum ersten Mal macht, kann das auch ganz schön spannend sein.
Allen ein ganz herzliches Dankeschön für eure Tipps! Auf die Idee, mal zwei Lagen aufeinanderzunähen, bin ich noch gar nicht gekommen, das werde ich als erstes versuchen, und dann schaue ich, wie ich mit den Stichen zurechtkomme und teste auch den normalen Zickzack mal. Und dann wird das schon!
Leider habe ich die nächsten Tage kaum Zeit für die Nähmaschine, aber DAS PROJEKT hat ja keinen Abgabetermin 😉
Es ist übrigens schwer, zu schreiben wenn man gleichzeitig ein ziemlich cooles Konzert von „Muse“ vom iTunesFestival verfolgt. Das rockt. Die neue CD zieht ziemlich bald hier ein, schätze ich.
Genauso wie die neue von „Mumford & Sons“ (letzte Woche schon eingezogen), meinen LieblingsHemdundWestenträgern. Entgegen des ätzenden Verrisses von Herrn Borcholte finde ich finden wir die Platte richtig gut und sie läuft hier oft. Das dazu gehörende Konzert (ebenfalls iTunes Festival) letzte Woche war ein Knaller. Banjogeschraddel inklusive. Yep!

Traritrara- der Herbst ist da.

Also ein verregneter und kühler Herbst ist doch eindeutig besser als ein verregneter und kühler Sommer finde ich.
Das hat was eindeutiges. Jetzt ist Herbst- basta! Das ist doch eine Aussage. Und nicht: oooch, möglicherweise ist jetzt vielleicht Sommer, ja, nein, doch, nee, vielleicht doch oder auch nicht, and so on. BIN ich froh dass das vorbei ist.
Seit heute wohnt auch ein bißchen Herbst bei uns drin:

Jahaaa! Die weissen Kürbeen (oder Kürbussen?) hab ich ganz selbstalleinig gehäkelt und zwar nach der Anleitung von Holunderbunt. Irgendwie ist mir das Ami*guruguru*häkeln einfacher, weil man in Runden häkelt aber auch schwieriger weil man sich immer eine Eselsbrücke (Faden!) bauen muss um den Anfang nicht zu verlieren. Schwierig all das.
Übrigens deshalb weiss, weil ich ja die weissen Kürben so schön finde die immer mal wieder gepostet werden (Heissen die Baby Boo?). Aber die Mädels haben wohl eine gemeinsame Geheimbestellung irgendwo aufgegeben und mich NICHT dazu eingeladen (okay, meine Wohnung ist jetzt wahrscheinlich auch nicht der passend stylische Rahmen für so eine total hippe Prenzlberg-Kürbeee, die würde sich wahrscheinlich sofort selbst zur Adoption freigeben). Also habe ich mir eben meine Kürbsen selbern gehäkelt. Ha! Euch geb ich!
Sohn #1 wünschte übrigens einen echtfarbenen Kürbs „Orange, Mama!!“. Und der ist mal wieder vorm fotografieren im Zimmer verschwunden (an den Ast, der überm Bett hängt. Der Dekokorkenzieherhaselnussast, der über seinem Bett hängt und an dem er alle Schätze dekoriert. Eine Stofferdbeere mit Erdbeergeruch (selbstgenäht von einer Freundin, deshalb nicht kritikfähig), zwei von Weihnachten übriggebliebene Sterne, ein wirklich wirklich traurighäßlicher Pseudoclown auf einem Holzbrettschaukeldings den er mal irgendwo auf dem Flohmarkt aus einer verpilzten Grabbelkiste gezogen hat *schudder*, ein Salzteigherz mit seinem Namen darauf, ein von Mama (ich!) gehäkelter Fliegenpilz, ein Papiervogel von der Sommerdeko, ein Paar Engelflügelchen.
Schätze eben. Thematisch völlig chaotisch und NULL zusammenpassend- SCHÄTZE eben!)
Äh, wo war ich? Ach so, der Herbst.
Dankenswerterweise darf ich arbeitsmäßig ab und zu mal Kinderwagen durch Parks schieben und dabei habe ich heute das Kastanienparadies entdeckt. Da ich aus der Kastanienbaumdiaspora komme (für ein paar Kastanien müssen wir entweder tief in die Tasche greifen, herzerweichend betteln oder weit fahren) war das natürlich *juhu!* Daher ungewöhnlich für die Jahreszeit schon zeitiger Kastanienschmuck. Die vorigen Jahre lebten wir meistens von milden Spenden von Leuten, die dann Ende Oktober die Schnauze voll hatten von ihrem Kastanienüberfluss und ein paar loswerden wollten.

Eben auf Einsfestival It Might Get Loud gesehen bzw GEHÖRT. The Edge ist ja sozusagen der Held meiner Jugend. EINER der Helden meiner Jugendzeit. DER Held war ja immer Bono- hach. 
In der Sendung werden Rückblicke auf The Edges Karriere eingeblendet. Es taucht ein Bild von einem sehr jungen Bono auf. Folgender Dialog entsteht:
Mann: Ach, da isser ja, der Bono.
Ich: Hach. (Kurze Pause) In den war ich ja immer son bisschen verknallt. (In seliger Erinnerung schwelgend)
Mann: Scheisshäßlicher Idiot.

Von meinen Versuchen mit Jersey berichte ich später, wenn ich aufgehört habe zu lachen.

ABM

Also mal ehrlich: Wozu sind Updates da?
Ich bin mir sicher, wenn ich meinen Mann nachts um zwei aus dem Tiefschlaf wecken würde, um ihm DIESE Frage zu stellen, könnte er mir ohne nachzudenken fünfzehn Gründe nennen, warum Software-Updates nicht nur wichtig, sondern nachgerade LEBENSNOTWENDIG sind, und ich würds ihm vermutlich glauben. (Ich glaub ihm alles *knuff*)
Allerdings flüstert mir meine Erfahrung, also die Summe meiner alltäglichen Begegnungen mit Sachverhalten (in diesem Fall: Updates) etwas anderes ein.
Nämlich:  Software-Updates sind eine raffiniert aufgebaute Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.
Nehmen wir an, User A (ich) beginnt sich vorsichtig für einen eigenen Blog zu interessieren. Blogs hat sie kennengelernt über Links von irgendwelchen Dekozeitungen, dann von einem Blog zum andern undsoweiter. Irgendwann reift der Entschluss: Auch will. Aber der erste Kontakt mit der Blogger-Homepage löst erstmal eins aus: Den Fluchtreflex.
Die reden nämlich nicht normal mit einem. Die schöpfen aus einem riesigen Pool von Anglizismen (und zwar Anglizismen aus dem Informatikstudium für ganz weit Abgehobene Fortgeschrittene) und man weiss nicht genau: schreibe ich einen Blog oder bin ich im Rennen um den Nobelpreis in Informatik?
Na gut. Dass User A es irgendwie geschafft hat, sich in die Materie einzuarbeiten, sieht man an der Existenz dieses Blogs und Hieran.
Offensichtlich ist es möglich, sich Sachverhalte und Vorgänge einzuprägen, obwohl man sie nicht VERSTEHT. (Das erscheint mir im Übrigen ein tief im Atlas der menschlichen Verhaltensweisen eingeprägter REFLEX zu sein. Auch bekannt als: Augen zu und durch!)
Ich schweife ab. Also: Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.
Ein Heer von Informatikern erschafft also BLOGGER. Was machen die eigentlich so den ganzen Tag, wenn alle Blogger, so wie ich, eigentlich ganz zufrieden sind mit dem was BLOGGER ihnen bietet und so ohne irgendwelche Probleme vor sich hin bloggen?
Richtig:
Sie denken sich ein UPDATE aus, denn sonst hätten sie ja keine Arbeit mehr! Und die Hotline hätte keine Arbeit. Äh- hat Blogger eigentlich eine Hotline? Hilfe-Chat?? Irgendwas??? Egal.
NACH dem Update brauchen jedenfalls 60%, ach, Quatsch, mindestens 70% der Blogger eine Hotline, einen Hilfe-Chat oder irgendwas!
Oder kann mir jemand erklären warum das Dashboard plötzlich nicht mehr Dashboard heisst?
Warum Design zwar noch auf der Blogseite Design heisst, aber nicht mehr im Dashboard (das zwar nicht mehr Dashboard heisst, aber trotzdem zu finden ist, wenn man nur links oben auf das dicke B (ohne Spree) klickt. Den Kindern sagt man immer: Drück nicht überall drauf, du machst noch was kaputt! Aber hier hilfts, weil dann findet man auch das Design wieder, das plötzlich Layout heisst.
Und wer hat das alles mal wieder weise vorhergesagt? Richtig!
Ach, übrigens:
In meinem CD-Player dreht sich seit dem Release-Day PINK. Mein erster Eindruck war „ausreichend“, aber nach ein paar Mal hören haben sich ein paar Ohrwürmer festgesetzt, nämlich die Tracks 1, 3, 4, 5, 6, 7, 8. Der Rest von den dreizehn ist Mist.
Ich freu mich schon ziemlich auf die Neue (Babel) von Mumford & Sons, obwohl die CD-Kritik im Spiegel Online freundlich ausgedrückt VERNICHTEND war, aber man muss das ja immer im Kontext sehen. Wahrscheinlich sieht Andreas Borcholte in Latzhosen und Strohhut einfach Scheisse aus, was seine miese Kritik an der CD ja auch ein bißchen rechtfertigt. Männer können dann wohl einfach nicht mehr sachlich bleiben, wenn ein anderer ein cooleres Image hat. Ich verzeihs ihm und kauf die CD trotzdem, gnihihi.
Um mal wieder auf den Punkt zurückzukommen: Hat irgendjemand jemals verstanden, was DASHBOARD eigentlich bedeutet? Ich hab da was gefunden, behaupte aber nicht, das ich es verstehe. 🙂

Und könnte ich bei all den Neuerungen wenigstens endlich mal SMILEYS zum Einfügen bekommen??????