Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen Sonnenschein…

Ohrwurm erfolgreich implantiert?
Danke, Nana Mouskouri.
Arschkalt ist es, aber immerhin scheint die Sonne und das schon seit Tagen- mit dem Wetter läßt es sich doch prima aushalten. Das gibt gute Laune, da müssen die bunten Hosen wieder her und mit einem dicken Strickbündchen halt entsprechend an die Kälte angepasst werden.


(Hose „Sanna“ aus „Elephant Love“ von der Hamburger Liebe, wintertauglich gemacht mit Cuff Me Cozy auch von der Hamburger Liiiiebe, endlich mal wieder ein Rums :-))

Und das kam so:
Im Adventskalender von „Alles für Selbermacher“ war eins der neuen Cuff Me Grobstrickbündchen von der Hamburger Liebe in Beere drin, passend dazu habe ich mir dort dann noch den Stoff „Knitty Plait“, ebenfalls in Beere, bestellt. Da die Albstoffe ja immerzu betonen, dass die Kollektionen farblich aufeinander abgestimmt sind, bin ich Fuchs natürlich davon ausgegangen dass das auch stimmt. Möööp!
Pustekuchen.

Äh- Wtf? Beere mag ja schon stimmen, aber vielleicht ist das eine ja Him- und das andere Heidelbeere oder so? Passen tuts jedenfalls nicht.
Ich war ziemlich geknickt, vor allem, weil alle freundlichen Menschen die ich um Rat fragte, mir sagten, dass bei den Albstoffen natürlich beere zu beere passt. Hmpf.
Aber: kommt Zeit, kommt Rat und bei der sehr hilfsbereiten Eva von Stoffträume4You habe ich nicht nur das farblich passende Bündchen zu meinem Knitty Plait, sondern auch den farblich passenden Stoff zu meinem Heidelbeerbündchen bekommen- hurra!

(Die Grobstrickbündchen anzunähen geht übrigens mit der Overlock ganz gut- ich musste nur hinterher nochmal ordentlich dämpfen. Und es ist wirklich sehr weich und kuschelig)

(Natürlich geht das mit den nackigen Füßen nur mal kurz fürs Foto- ansonsten stecken die in gemütlich warmen Stricksocken, noch von Oma gestrickt.)

LaSilla von Schnittgeflüster

Kurz vor Toresschluß doch noch ein Rums, hurra! Und schon der zweite dieses Jahr, man staunt.
Das Nähen dieser Hoodies hat mich nun doch infiziert, erstaunlich. Ich war immer der Meinung, in so einem Ding sehe ich aus wie grad aus dem Traktor oder LKW gefallen, das unterstreicht irgendwie so mein innerliches Bauerntrampelgefühl. Aber nee, ich muss sagen, gefällt mir gut. Bequem, kuschlig undsoweiter, kann man mehr von haben.
Erste Adresse für minimalistische Schnitte in Wohlfühlweite und trotzdem gut aussehend auch in großen Größen sind die Schnittflüsterer. (Wobei ich garnicht weiß- ist das jetzt eine Person, oder mehrere? Egal.)
Jedenfalls machen sie schöne Schnitte, ich habe schon einige Oberteile danach genäht und mag die Teile sehr. Aufgrund meiner neu entdeckten Hoodieliebe nun also LaSilla.
Hier das Ergebnis, der schönste zuerst:

La Silla in einem blättrigen altrosa Kuschelsweat, selbstverständlich wie fast alles aus dem Nähhimmel, hier in 48, denn man lernt ja aus seinen Fehlern…
(Der Sweat ist SO neu, quasi noch heiß von der Strick- und Druckmaschine, das er es noch nicht in den Onlineshop geschafft hat, ist aber noch vorhanden im Laden.)

Der Fehler bei der ersten LaSilla war derselbe wie immer: ich bin so geizig, dass ich niemals (NIEMALS!) ein neues Schnittmuster in meiner tatsächlichen Größe nähen würde. ES KÖNNTE JA ZU KLEIN SEIN. Und was mach ich dann mit dem fertig genähten Teil, wenn es nicht passt?? Ich sehe, ihr versteht mich.
Erschwerend kam hier hinzu, dass der weiche Cosy Me Sweat von Cherry Picking schon in büschen wat älter ist und es ihn nicht mehr gibt. Puwääh! Also: du verkehrt nähe, dann Stoff tot.
Wie man an diesem Teil sieht, könnte ich noch eine Menge futtern- ist noch genug Platz. Aber vielleicht nähe ich es einfach noch ein bißchen enger.
(Enger. Für mich. Hurra!)

Ok. Ist viel zu groß. Aber soo herrlich bequem!

Übrigens habe ich bei meinen Fotoversuchen heute unbeabsichtigt ein wirklich sehr schönes Symbolfoto für meinen Job hingekriegt. „Machen sie eine typische Handbewegung für ihren Beruf“

Tja, so sehen mich also meine Hauptklienten tagtäglich auf sich zukommen.
Sie könnten es schlimmer haben, oder?

Drei Wochen war das Eichhorn krank

jetzt näht es wieder, GottseiDank.
Sehr frei nach Wilhelm Busch. Aber ehrlich, soo lange zu krank zum Nähen- das war schon ernst. Und laaangweilig…:-)

Dafür aber heute, hurra!!
Zu Weihnachten bekamen die Neffen wie jedes Jahr nämlich wieder Hoodies. Für den Ältesten diesmal ein (für mich) neues Schnittmuster, nämlich Mika von Pattydoo, erst dachte ich, mein Gott, was für ein elendes Gefummel mit den verschiedenen Teilen, aber als er fertig war, gefiel er mir doch ausnehmend gut. Sah ein bißchen aus wie diese Naketano-Pullover mit den dämlichen Namen, natürlich schöner, also wollte ich mir den auch gerne nähen.
Das Schnittmuster gibt es auch für Damen und Herren, also heute morgen gekauft und runtergeladen, 86 Seiten ausgedruckt und die nächsten beiden Stunden mit schneiden, kleben und schneiden verbracht *schrei*
Nervtötend sowas, echt. Aber nach der langen Enthaltsamkeit hat sogar das fast Spaß gemacht.
Mit dem Rest will ich gar niemanden langweilen, (außer das Pattydoo und ich größenmäßig echt auf Kriegsfuß stehen) aber als mein Mann heimkam wollte er mir den Pulli sofort unter der Maschine wegklauen und jetzt muss ich noch einen nähen.
Also demnächst das ganze Prozedere von vorne: kaufen, runterladen, drucken, schneiden, kleben undsoweiter *graaa*
Und wenn Naketano dann Ende des Jahres die Produktion einstellt wie sie gestern versprochen haben, dann macht das garnichts. Die Hoodies kann man ganz einfach selbernähen und wenn man mag, ihnen auch genauso doofe Namen geben.
Damit ich es hiermit noch zu Rums schaffe, jetzt alle schummrigen Handybilder unbearbeitet…:

Cool, wa?

Sweat-Stoff, Bündchen, Snap Pap und Ösen sind wie immer aus dem Nähhimmel, das Schnittmuster „Freestylehoodie Nelly“ von Pattydoo, allerdings habe ich statt einer Kapuze bzw dem beigefügten Tube-Kragen einen Wickelkragen aus dem Schnittmuster „PaLouis“ von Kibadoo angenäht.
Die Hoodiekordel und die Smile-Kunstlederlabel sind aus dem Adventskalender von Alles für Selbermacher.

Blöderweise muss ich jetzt mit meinem Neffen den Dresscode absprechen bevor wir uns irgendwo zusammen blicken lassen. Einen ähnlichen Pullover wie die TANTE anhaben, *örks* wer will das denn? 🤢

Ach, übrigens: Frohes neues Jahr!

Oans, zwoa, gsuffa.

Selbst in unserer Gegend, dem tiefsten Hessenland, kommt man ab Mitte September nicht mehr ums Oktoberfest herum. Mir erschliesst sich dieser Enthusiasmus für weißblau dekorierte Festzelte, Blasmusik, Weißbier und Weißwurst überhaupt nicht. In Bayern natürlich- da gehörts ja auch hin, aber billige Dirndl und Kunstlederhosen im Festzelt auf dem Frankfurter Oktoberfest? Frankfurt und Oktoberfest ist doch schon ein Widerspruch in sich!
Na gut, also bisher hatte ich damit keine Schwierigkeiten, bin ich halt einfach nicht hingegangen, fertig, lasst mir doch die Ruh mit dem Blödsinn.
Allerdings ist es schon etwas schwierig, bei seiner ablehnenden Haltung zu bleiben, wenn die Chefin im Nähhimmel ein Dirndl nach dem anderen für sich näht- eins schöner als das andere.
Und nur um ihr und mir zu beweisen, dass ich a) gar kein Dirndl nähen kann und b) es mir sowieso überhaupt nicht steht, dachte ich, na gut, probier ichs mal aus. Die paar Euro für den Stoff bringen mich schon nicht um, wenn ichs dann in die Tonne trete.
Jo.

Alleine das Oberteil hat mich drei Jahre meines Lebens gekostet. Ich habe das Burda Schnittmuster Dirndl 10/2016 #127 genommen. Man muss sehr deutlich dazu sagen: Burda Schnittmuster sind nichts für Anfänger, auch wenn es drauf gedruckt ist. Nicht dass auf dem Dirndl „Anfänger“ gestanden hätte, es hatte Schwierigkeitsstufe drei von vier, wenn ich mich recht erinnere. Aber wer es gewöhnt ist, nach wort- und bilderreichen Ebooks zu nähen, hat es mit den extrem wortkargen und bilderlosen Burda-Anleitungen sehr schwer. Ohne die Dirndlexpertin Michi an meiner Seite hätte ich das Teil wirklich in die Ecke geknallt und dort gelassen.
Mit dem Ausmessen fing es an: Laut Burda-Maßtabelle nähe ich mir bitte eine Größe 52. Wtf? Zweiundfünfzig! Unnötig zu erwähnen, dass nach sicher zehnmaligem Auftrennen aller Miederteile und enger nähen letztendlich wahrscheinlich eine 48 draus geworden ist, meine normale Größe.

Die Schürze war fast ein Kinderspiel. Die habe ich nicht nach der Burda „Anleitung“ genäht, sondern nach der Anleitung von Tophill Kitchen (vielen Dank hierfür übrigens an Martina, die mir den wertvollen Tip gegeben hat, das war super!) wobei ich zum Raffen nur fünf Nähte angebracht habe statt zehn oder zwölf. Minimalismus rules!

Das Nähen des Rockes hätte dann wieder fast alles zum Kippen gebracht. Ich glaube ich habe das verdammte Teil sicher fünfzehnmal in verschieden breite Falten gelegt, festgesteppt, anprobiert und wieder aufgetrennt. Eine sehr schöne Geduldsprobe, kann ich nur jedem flüstern. Der Trick war, dass ich die ganze Näherei ja gar nicht mit dem Ziel, ein Dirndl nähen zu wollen, angefangen hatte. So war es mir ja eigentlich wurscht ob das was wird und ich konnte das als meditative Einheit sehen. Gut, hat jetzt nicht immer funktioniert… auftrennen, Klappe, die einhundertsiebenundzwanzigste…raaaahhhhh!!!
Von den Rockbemühungen gibt es kein Foto, das sah immer so scheiße aus beim Anprobieren…. Das Dirndl hat einen nahtverdeckten Reißverschluß im Vorderteil, der als allerletztes eingenäht wurde, daher blieb natürlich im Vorderteil immer ein langer Schlitz offen, den Junior beim Anprobieren so kommentierte: Mama, das Loch da vorne musst du aber noch zumachen, da sieht man ja deinen Bauch durch, das sieht nicht so schön aus.

Abgesehen von diesen Motivationshilfen war das ständige Anprobieren besonders beim Oberteil etwas mühsam, da ja jedes Mal der Dirndl-BH und die Bluse drunter mussten. Puh.
Den Rock habe ich letzten Endes in wenige (ich glaube vier oder fünf) sehr breite Kellerfalten gelegt, das trug am wenigsten auf.

Nun denn. Langer Rede kurzer Sinn, hier isses:

Aufs Oktoberfest, weder in München, noch in Frankfurt, gehe ich damit sicher trotzdem nicht, aber am Wochenende haben wir hier im Ort einen „Viehabtrieb“ mit bayerischen Spezialitäten und blauweißer Deko *wahhh* und da kein Mensch damit rechnet, dass ausgerechnet ich da in einem Dirndl aufkreuze, wird das sicher eine lustige Sache….ich freu mich schon.
Abschliessend kann ich feierlich zu Protokoll geben: a) ich kanns doch, wenn auch nur mit sehr guter und professioneller Hilfe (Danke, Michi!) und b) steht mir doch eigentlich ganz gut. Und ausserdem hab ich endlich mal wieder was für Rums 🙂

Dirndlschnitt: Burda 10/2016 #127
Stoffe bestellt in versch. Dawanda Shops (die waren nämlich fast ausverkauft und sind es jetzt vermutlich tatsächlich)
Dirndlbluse bestellt bei Alpenwahnsinn, ebenso wie der Dirndl BH, beides passt wie angegossen (in 48, nicht 52!)

(Und natürlich habe ich aus den Resten zum Dirndl passend eine Handtasche genäht, nach dem Schnittmuster „Clutch“ von der Taschenspieler 2 oder 3.

Verdammte Technik

Jetzt wollte ich mich endlich mal in die illustre Schar der Binge-Watcher (ich musste erst nachschlagen, was das bedeutet. Komaglotzen gefällt mir besser) einreihen und was passiert? Ich komm mit der Technik nicht klar! *krückstockgefuchtel*

Wann genau (und warum zum Teufel eigentlich) wurde der gute alte DVD-Player abgelöst von Maschinen aus der Hölle, die angeblich alles können und sich doch standhaft weigern einen Film abzuspielen wenn man den geheimen Decodierungstanz rund um die goldene xbox nicht kennt.
Ich besaß mal einen DVD Player, der hatte genau vier Knöppe. An/Aus, Play, Stop, Pause.
Der spielte zuverlässig jede DVD ab, die man ihm hinhielt und erwartete vorher kein Studium einer Bedienungsanleitung von der Größe der gesamten Brockhaus-Bibliothek (selbstverständlich nur online verfügbar).
Auch die Fernbedienung hatte nur wenige Knöppe mehr für irgendeinen Einstellungskram, aber die Grundfunktionen waren klar und deutlich bezeichnet: Play, Stop, Pause.
Heute würde die unter „seniorengerecht“ laufen.
Die xbox-Fernbedienung dagegen spottet jeder Beschreibung. Fünfzehn verschiedene Knöppe, Drücker und Drehdingse mit seltsamen Zeichen drauf, zwei davon drehen sich in jede Richtung und genau keiner davon macht das was ich will, nämlich: Play.

Jetzt habe ich zum Geburtstag die kompletten 15 Staffeln von „Emergency Room“ bekommen, habe einen Tag frei, alle Partyreste aufgeräumt und kann nix gucken, weil ich das verdammte Teil nicht ankriege!
Das fängt ja gut an, das neue Lebensjahr.
Ach, ich nehm einfach meinen Rollator und schiebe zur Nähmaschine. Die versteh ich wenigstens….

Ostsee-Rums

Der jährliche Ostseeurlaub war wettermäßig eigentlich sogar recht gut, nur die Hansestadt musste natürlich ausgerechnet ihre Triathleten mit typischem Schietwetter begrüßen:

Mit hanseatischem Pragmatismus hatte sie aber vorgesorgt:

Abgesehen von den zwei Regentagen gab es ansonsten aber genug Gelegenheit, die Urlaubsgarderobe auszuführen:
Basic-Strickmantel von Kibadoo (ohne hintere Teilung) aus Albstoffe „Into the Wild“, Bikerleggings von Pattydoo aus Jeansjersey und Shirt Delicia aus pinkem Slubjersey aus dem Nähhimmel,


Fagurlind aus Viskosejersey, entdeckt ebenfalls im Nähhimmel,


und noch eine kurze Sanna aus einem Rest „Amore mio“ von der Hamburger Liebe.
Das ist mal wieder ein schöner Sammelrums, obwohl mir grade auffällt, dass quasi die Hälfte noch fehlt.
Zum Beispiel die einfachen weißen Shirts (Delicia, siehe oben), die nur mit einem Plott aufgehübscht wurden, am liebsten mag ich das hier, konnte ich jetzt aber leider nur auf dem Wäscheständer knipsen…

Ja, das ist tatsächlich ein weißes Shirt, auch wenns nicht so aussieht *hust*. Und das gibts manchmal auch in gebügelt…
Den Plott gab es für umsonst von Petra laitner (die Laitnerei) und der passt ja wohl wie die Faust aufs Auge in den Urlaub, nech?
Jetzt genießen wir nach dem Wäsche waschen (wäääh) noch ein paar freie Tage, bevor der Alltag wieder losgeht…

Monatsrückblick Mai

Hui, das ging aber flott. Quasi erst vorgestern waren wir am verlängerten „erster Mai Wochenende“ unterwegs Richtung Norden zur Konfirmation, das erste Mal mit Kind und Hund im Zug quer durch Deutschland und, wie die maßgeblichen Teile der Familie (Senior) einstimmig beschlossen haben, auch das letzte Mal. Gut, die Heimfahrt war mit Magen-Darm-Grippekrankem Kind auch kein wirklicher Spaß- weder für die Mitreisenden die auch mal gerne auf Klo wollten und schon gar nicht für das Kind. Weia.

Dafür war es im Norden wieder wunderbar. Mir geht das Herz auf, wenn ich das Meer rieche und diesen Anblick sehe:

Passend zur Gegend hatte ich mir extra für die Konfirmation eine Fine aus Anker-Jacquard genäht und ich merke, dass die gekauften Sachen in meinem Kleiderschrank ein sehr tristes Dasein führen…

Zwei Wochen später in der Rhön mit den alten bemoosten Buchenwäldern war es auch sehr schön:

(und diesmal komplett in selbergenäht- Jacke, Rucksack, Shirt und Schal waren schon mal bei Rums– die Hose aber nicht ?: Bikerleggings Tara von Pattydoo:

der Bieseneinsatz ist mir etwas weit runtergerutscht (die Anleitung war aber auch nicht wirklich gut), inzwischen hab ich schon eine zweite genäht mit Knieeinsatz am Knie und nicht am Schienbein-viel besser!) Aber mal ehrlich: ich weiß ja, dass ich angeblich für mein Gewicht ungefähr fünfzehn Zentimeter zu klein bin (und es ist mir scheißegal, aber sowas von. Der Doc hat gesagt, meine Werte sind alle einwandfrei, Herzrhythmusstörungen hab ich auch mit fünfzehn Kilo weniger, und Sport mach ich auch dünner ü-ber-haupt nicht gerne, also so what?) Wo war ich? Ach ja, bei der Bikerleggings Tara von Pattydoo. Eine schöne Hose, keine Frage, aber ich muss jetzt mal sehr böse und grob unsachlich lästern: Schnittmuster wie diese können sich auch wirklich nur winzige Hungerhaken ausdenken. Das Schnittmuster geht bis Größe 54 und selbst die war mir ZU KLEIN! Selbst mit zwei Zentimetern Zugabe am Unterschenkel (ZWEI ZENTIMETER!) zur größten Größe war die Hose in der ersten Variante derartig knalleng, dass sich sofort die Abdrücke der Biesen auf der Haut abzeichneten. Und ich trage normal Hosen in 48. Maximal! Wtf? Ehrlich, Leute, das macht keinen Spaß. Ich möchte wissen, was die Hungerhaken sagen, wenn irgendjemand plötzlich fröhlich auf die Idee kommt, Kleidergröße 34 umzubenennen in 46. Einfach mal so. Das Geschrei möcht ich hören… *grummel*
Wo war ich? Ach ja, keine Rhön ohne Moor- diesmal das schwarze Moor:

Der Rest des Monats war nicht nur nähtechnisch etwas chaotisch. Viel Arbeit und wenig Zeit zum Nähen, am Pfingstwochenende hatte ich wenigstens mal Zeit, alle Ufos zu bearbeiten. Alleine vier Shirts für Junior warteten auf die letzte Naht.
Im Moment suche ich ein schönes Schnittmuster für ein festliches Kleid für Dickesjen wie mich. Im Juli und August sind wir zu zwei Hochzeiten eingeladen und da möchte ich gerne mal was richtig schönes tragen, aber die Auswahl ist schwer, wenn man keine Ahnung hat, was einem steht.
In der engeren Wahl sind eine Fine/Etuikleid in feinerem Jersey oder dieses hier von Burdastyle (wobei ich bei diesem nicht weiß, woher ich die langen blonden Haare kriegen soll…:-)) grraa, wenn ich ja wenigstens schon mal einen Stoff wüßte *haarerauf*

Kreativer Output

Um endlich mal wieder mitzurumsen, jetzt noch die letzten genähten Sachen alle auf einmal. Nein, Moment, nur alle geknipsten Sachen auf einmal. Selbstverständlich habe ich in den letzten Monaten wesentlich mehr genäht, aber zum Knipsen komme ich nie *schluchz*.
Aus dem Oberteil der Delicia von Erbsünde und der Frau Edda von Hedi näht habe ich mir dieses Shirt-Schnittmuster zusammengefrickelt:

(Man beachte den Fünfziger-Jahre-Charme der Pfälzer Ferienwohnung hinter mir. Das ertrag ich freiwillig auch immer nur eine einzige Nacht…)

Aber auch eine Delicia mit langen Armen kann man noch gut brauchen:
(Zeitlich ähnlich gelagerte Location, diesmal aber unser Sportheim. Aber immerhin Bambus!)

Eine modifizierte Milly von Pattydoo: mit offenem Reißverschluß, innen eingearbeiteter Zusatztasche, Schlüsselhaken und Kunstlederboden. Ursprünglich als Rums auf die Welt gekommen, aber inzwischen steht sie (gebraucht) zum Verkauf, ich werde einfach nicht warm mit diesen Schultertaschen. Ich habe keine Schultern und ständig rutscht die Tasche runter *nerv*.

Als Ersatz dafür einen Rucksack (Delari-Bag) in derselben Farbkombi genäht.

Rucksäcke sollen ja besser für den Rücken sein. Dieser hier war es auch, zudem finde ich das Schnittmuster sehr praktisch, weil man mit dem Karabinerhaken den Reißverschluß vor unbefugtem Öffnen sichern kann (wenn man das Teil auf dem Rücken trägt). Allerdings war mir die Originalgröße einen Tick zu klein und ich habe das Ganze nochmal auf 110 % vergößert, diesen Rucksack zu der Tasche zum Verkaufen gehängt und mir einen größeren genäht:

Der hier ist wesentlich weicher, weil das schwarze Kunstleder nicht so steif ist wie das graue- beides hat seinen Reiz, aber mit diesem hier bin ich sehr zufrieden, weil er schön leicht ist, groß genug und weil ich endlich daran gedacht habe, innen mit hellem Stoff zu füttern. Man sieht gleich viel besser, was drin ist…

Der eigentliche, aber schon sehr alte Rums ist aber diese Griselda: Mein erster Geldbeutel mit einer Außenseite aus Leder:

Blöderweise passt das Design nun nicht mehr gut zum neuen Rucksack, aber leider habe ich kein dunkles Leder (Ecopell) mehr. Trotzdem mag ich den Geldbeutel sehr, weil er sich so schön anfühlt und (Achtung: alle Veganer die Ohrenschützer aufsetzen!), so gut nach Leder riecht…:-)

Ups- schon fast Ostern…

… und schon fast richtig Frühling.
Dabei habe ich doch erst letzte Woche für Junior noch zwei Langarmshirts genäht, weil er langsam wirklich aus allem rauswächst. Ab morgen sind Kurzarmshirts dran, merke ich- sonst wird es eng.
Ganz ehrlich: zum Glück ist mir Hosen nähen zu anstrengend und aufwendig, die werden gekauft. Ich käme ja zu überhaupt nix mehr, wenn ich die auch noch nähen müßte.
Zum Glück läßt er sich noch gerne benähen, aber so langsam ändert sich sein Geschmack. Süße Tiergestalten sind nicht mehr so gefragt, obwohl er sie nach wie vor auch noch sehr mag („Mama, süß müssen die Tiere schon noch sein, aber auch stark!“ Wie gut, dass es Pokemon gibt…) aber der knuddelige Roboter Roberto und sein frecher Hund auf der „Steamy“ Serie von Bienvenido Colorido mussten sein. Leider dauerte die Auslieferung von Swafing nach der Hausmesse ein wenig (weil so viele den Stoff haben wollten…. so was aber auch?), so dass das Kind um ein Haar NICHTS mehr anzuziehen gehabt hätte, aber es ging grad noch gut. Puh.

Rechts sind die Rückansichten. Ich mags ja, wenn im Nacken noch irgendwas sitzt, anfangs habe ich das nur gemacht, damit Junior wußte wie herum er das Shirt anziehen muss. Inzwischen kriegt er das auch ohne Hinweis hin. ? Die Glühbirne auf dem blauen Shirt ist übrigens ein Freebie von Nell, ihr bekommt es bei der Zaubermasche. Dort habe ich auch die Plotterdatei gekauft (die mich vollkommen verwirrt hat, so dass ich mich irgendwann völlig in die falsche Datei verbissen hatte, statt einfach die richtige aufzumachen. Das kennt hoffentlich jeder- in eine Sackgasse rennen, dort versuchen, die nicht vorhandene Tür einzutreten, in rasende Wut ausbrechen und fast einen Herzinfarkt kriegen, statt einfach umzudrehen und den Schildern auf den richtigen Weg zu folgen. Sagt, dass ihr das kennt. Los, sagt es!!
Völlig verzweifelt habe ich dann bei Nell angefragt, ob sie mir helfen kann, weil ich zu verdammt dämlich bin die Dateien richtig zu verwenden, und sie hat mich mit einer Engelsgeduld und lieben Worten genommen, umgedreht und auf den richtigen Weg geschickt- Danke dafür, du Liebe!! )
(Das Geburtstagsshirt zum 9. Geburtstag für meinen Neffen wurde aus denselben Stoffen bestellt, da muss ich wohl ein bißchen puzzeln. Oder nachbestellen…)
Der große Neffe hatte sich auch ein Geburtstagsshirt gewünscht, dann aber ewig nix von sich hören lassen wegen der Ausgestaltung. Für 13-jährige näh ich nur noch nach genauen Anweisungen, deshalb habe ich ihm gedroht, wenn er jetzt nicht gleich Bescheid sagt kriegt er von mir ein pinkes Shirt mit einem regenbogenpupsenden Einhorn drauf, das fand er so klasse, dass er das hier bestellt hat:

In Pink hätte ichs jetzt auch schön gefunden… aber gut.
Das „Team Einhorn“ ist ein Freebie von Kaianja. Das kam mir wie gerufen- ein Einhorn sollte es schon sein, aber nicht zu kitschig. Perfekt, oder?
So, wehe, wenn das jemand vorher schon zeigt, der Knilch hat erst morgen Geburtstag…

Alle Stoffe sind aus dem Nähhimmel, bis auf die Steamy Serie, die kommt vom hüpfenden Komma, die Schnittmuster für Juniors Shirts sind Henric und Neo von Kibadoo in 158/164, für den großen Neffen musste ich Mister (!) Raglan in S (!!) von Mialuna nehmen. Hallo? Männer S! Puh!
Für Junior war das wohl auch das letzte Mal ein Kinderschnitt, wenn ich mir den so anschau… (Neo fällt übrigens ganz schön eng aus- da hab ich die Weite einfach nach Henric genommen, weil Junior enge Klamotten überhaupt nicht mag. Das kommt direkt nach Löchern in der Hose. Ich sag nur „Lumpen, Mama!“)
So, und jetzt ab damit zu Made4Boys– da habe ich ja ewig nichts mehr verlinkt, aber ich hatte es Sabine versprochen, auch wenn es etwas gedauert hat *pfeif*…

Kürbiskerne

Kürbiskerne sollen ja helfen, wenn man nachts Pipi muss, also, ich meine, wenn man im Alter keine Nacht mehr durchschlafen kann, weil man eben mindestens einmal auf den Klo muss. So wie ich halt. Aber ich mag keine Kürbiskerne und geht mir fort mit Granufink, also: ich stehe jede Nacht einmal undsoweiter, wisst ihr Bescheid.
Problem 1: ich schlafe dabei mindestens noch halb, die Beine-Gehirn Koordination ist also maximal unausgeglichen, um es vorsichtig zu formulieren.
Problem 2: unsere Fußböden sind kalt. Bei-Berührung-schlagartig-aufwach-kalt. Das will keiner und ich am allerwenigsten.
Dagegen hilft also nur was an die Füße. Vorm Pullern auch noch Socken anzuzuppeln verbietet sich von selbst, da kann ich auch gleich das Licht anmachen und Kaffee kochen.
Bislang hatte ich die perfekte Lösung: meine passgenau vorm Bett platzierten, 10 Jahre alten Tchibo-Puschen: reinschlüppen, losschlurfen. Die Puschen haben zwei entscheidende Vorteile, ich kann zum einen einfach ohne Einsatz anderer Körperteile in sie reinschlupfen und zum anderen: keinerlei unfallverursachendehütende Antirutschbeschichtung, Latexsohlen oder wasweißich für einen Mist unter den Sohlen- die sorgen nämlich nur dafür dass die Fußsohlen im Halbschlaf am Laminat kleben bleiben während der Rest des mächtigen Körperchens in nächtlicher Trance schon halb auf dem Weg ins Bad unfreiwilligen Bodenkontakt bekommt. Aua.
Blöderweise sind meine Pipi-Schluffen nach den besagten zehn Jahren inzwischen stellenweise komplett auseinandergefallen, Ersatz musste also her. Der schlaue Leser merkt auf: Ich wäre nicht bei Rums, wenn ich in irgendeinem Laden fündig geworden wäre. Kann man mir mal verraten, warum die bequemsten Hausschlappen, egal ob Filz, Walk, Froschf…leder oder sonstwas, immer, IMMER Latexsohlen oder sowas untendrunter haben? Vollkommen unnötig, sowas. Meine einzige Hoffnung war eine Schloßbesichtigung, so eine mit diesen wunderbaren Filzpantoffeln, mit denen wir im pubertären Flegelalter lieber übers mittelalterliche Parkett wettrutschten, statt dem verhärmten Schloßführer zu horchen. Aber, was soll ich sagen- die passen inzwischen ärgerlicherweise echt gut auf ihre Puschen auf…
Näh ich sie halt selber:

Schnittmuster: selbst zusammengefrickelt
Wollfilz: aus dem Nähhimmel
Ankerstoff: dito
Baumwolle mit Sternen: ebenso

Was soll ich sagen… seitdem schlurfe ich des Nachts wieder im Halbschlaf Richtung Klo und zurück ohne ein einziges Mal zu stolpern und die Kürbiskerne können andere Leute futtern.