Survival-Urlaub

heisst in unserem Fall nicht Überlebens-Urlaub, sondern überlebter Urlaub 🙂
Nee, war gar nicht so schlimm, aber ich habe mal wieder festgestellt dass ich die Berge nicht wirklich geniessen kann, weil ich ständig Gefahrenzonen für Junior am abscannen bin und entsprechend immer „Pass da auf!“ „Hier ist es sehr steil, bitte geh nicht so nah am Rand!“ und „Langsam!“ von mir gebe. (Und ich bin die RUHE IN PERSON im Gegensatz zum Lieblingsgatten!!!) Elende Touri-Nervensägen eben. Die Alpinisten unter euch werden wahlweise schaudern oder kichern.
Aber wieviele Leute in den letzten Wochen von irgendwelchen Bergen runtergepurzelt sind konnte man ja zur Genüge nachlesen und ich wollte nicht auf DIESE Art und Weise in die Zeitung kommen. Also mal ehrlich, mir fehlen eindeutig kilometerweise Leitplanken und Zäune in den Bergen. Und dabei waren wir „nur“ im Allgäu, nochnichtmal richtig hoch in den Bergen.
An einem Tag sind wir ein paar Kilometer zu einer Hütte ge“wandert“ (auf einem fast strassenbreiten geteerten „Wander“weg!) und den Rückweg sind wir mit ROLLERN zurückgefahren. Äh, das heisst, die anderen sind gesaust, ich bin gemütlich vor mich hin gerollert, NIEMALS schneller als Schrittgeschwindigkeit. Ich kann mich noch SEHR gut an den letzten Bergurlaub erinnern, als der Berg plötzlich aufstand und mir volle Lotte vors Knie trat. Aua!
Vielleicht wäre es günstiger, die Berge nicht gar so gut für den Massentourismus auszubauen. An einigen Stellen geht es ja trotzdem noch ziemlich steil runter und die alpinen Gefahren sind eben doch noch vorhanden. Ich denke manchmal, bei so einer guten Infrastruktur fühlt sich dann vielleicht doch auch der ein oder andere Vollpfosten in körperlich ausbaufähiger Verfassung dazu berufen, die Höhen zu erklimmen, der besser auf dem Boden geblieben wäre. Man kann ja zum Beispiel fast überall inzwischen schon mit E-Bikes(!) hin. Bis jetzt hatte in jedem meiner (zugegeben wenigen)  Bergurlaube irgendwer seinen finalen Auftritt. Sozusagen 15 Minuten Ruhm, und wenns nur der Flug auf der Bahre unterm Hubschrauber ist.
Nun gut, ich kann nicht behaupten, dass ich wirklich Ahnung vom Thema hätte. Das sind nur meine völlig unqualifizierten Gedanken dazu.
Aber eins ist sicher: Gut angezogen sind sie alle! Warum habe ich Idiot nicht Jack Wolfskin erfunden? Oder Mammut? Oder oder oder? Ich wäre derart irrsinnig REICH, das ich wahrscheinlich völlig überschnappen würde.
Zwischendurch hatte ich den Gedanken, einfach mal alle Rucksäcke zu fotografieren, die so vor mir herlaufen. Wäre sicher auch interessant gewesen. Oder all die Übergrößen in Outdoorklamotten und hipper Wanderausrüstung auf dem Weg in die Dampfbierbrauerei. Ich habe mich in dem Urlaub nicht einmal getraut, meine HANDTASCHE mitzunehmen zum Bummeln. Ich wäre SOFORT aufgefallen. Also habe ich mir lieber einen total hippen Rucksack gekauft. Jack Wolfskin natürlich. Ich bin halt auch nur eine kleine Makrele im großen Fischschwarm.
Bilder von unserem Wanderurlaub: (ca 15 gewanderte Kilometer in EINER Woche. Aber man kann ja immer gut die Kinder vorschieben *harhar* Merke: Man muss nur die richtigen Klamotten anhaben. Dann nimmt einem jeder den irrsinnig langen Trail ab!) Unten links übrigens: Wanderweg ins Kleinwalsertal. Verkehr wie auf der Zeil am verkaufsoffenen Sonntag!

 Der vollkommen gelungene Kinderurlaub! Überall was zu entdecken, Spielplätze, Rodelbahn und auf dem Bauernhof ausser Kälbchen und Ponys auch noch junge Katzen. Was will ein Kinderherz mehr? Ach ja- Eis und Limo. Gabs auch.

Und öh- naja. Das Wetter. War ja fast überall so. Wir hatten zumindest das Glück, dass der Wetterbericht jeden Abend viel Regen für den nächsten Tag versprach und sich jedesmal irrte. Nur am letzten Tag behielt er recht und den Ausblick vom Walmendinger Horn mussten wir auf den Postkarten nachsehen. Ich hatte übrigens nicht gewusst dass in Österreich keine Oldtimer fahren dürfen. 🙂

Zum Häkeln war auch noch Zeit:

Und auf die ToDo Liste ist noch was dazu gekommen. Ich habe gesehen, dass es Ebooks gibt, nach denen man Kappen nähen kann, also so Schirmmützen. Seht euch an, wie mein Sohn seine Schirmmütze am liebsten trägt:

KREISCH!!!!
Ich werde ihm also eine nähen müssen, die verkehrt herum genausogut aussieht wie richtig herum. Dabei kann ich nur HANDYTASCHEN und KISSEN nähen!
Weiß jemand, welches Ebook EINFACH ist auch für Anfänger?
So, und nu noch ein Wort zum Thema Urlaub an sich: Brauch ich net. Ich wohne ja mitten im schönsten Urlaubsgebiet:

Mieses Wetter kann man ja auch gut daheim geniessen!
In diesem Sinne: Over und Out!

4 Gedanken zu „Survival-Urlaub

    • Hach, ihr Lieben, vielen Dank! Sobald ich mein schwedisches Frühstück aufgefuttert und den Einkauf erledigt habe :-), werde ich mir die Ebooks anschauen! Mjam!

  1. Danke – für deine „mutmachende“ Geschichte. Unser „Allgäu-Urlaub“ ist bereits für den Herbst gebucht (weil die Kinder so gerne mal die Berge erleben wollten!! – und ich es bisher erfolgreich verhindern konnte und konstant Urlaub mit Meerblick geplant hatte!!!). Ja – dieses Mal komme ich nicht herum, aber die ROLLER bleiben auf jeden Fall zu Hause!
    Einen schönen Wochenanfang wünscht die Sandra

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.