Nerv des Monats April, äh-

Mai, es ist ja schon fast Mai vorbei, ups. Das ging aber schnell *staun*.
Also, der Nerv des Monats Mai ist folgendermaßen: nix.
Ich tu mir ja fast schon selbst leid, aber ich hatte schon länger nix mehr zum richtig aufregen, fluchen und aus der Haut fahren. So ein Scheiß.
Na gut, also, da ist dieser miese fiese Fersensporn der mich schon seit Ende letzten Jahres am aufrechten und schnellen Gang hindert und die Liste der am häufigsten täglich eingenommenen Nahrungsmittel um 2-(4-Isobutylphenyl)propionsäure erweitert hat, aber wenn ich den Tagesablauf in Richtung „möglichst wenig bewegen“ austariere, tut es fast gar nicht sehr weh. Das kommt meiner angeborenen Sportunlust sehr entgegen (und an der Nähmaschine sitzen ist ja eins meiner liebsten Hobbys), allerdings brauche ich mich bald nicht mehr fragen, wie man sich wohl als weiblicher „Jabba, the Hutt“ fühlt- ich probiere es einfach aus.
(Hmpf. Erfinder dieser Welt: tut euch zusammen und erfindet endlich den virtuellen Sport! Wer sich das Training nur intensiv genug vorstellt baut Fett ab, Muskeln auf und gewinnt Ausdauer und Kraft, hurra!)
Ja, ist ja gut. Wenns nicht mehr wehtut, geh ich wieder in den Wald, ich versprechs. (Ich verspreche, ich werde versuchen, es zu können. Hat ein großer Philosoph hier im Haus mal gesagt.) Allerdings kann ich auch guten Gewissens behaupten, dass ich ohnehin im Moment für Sport keine Zeit habe. Sehr spontan (und nur für die letzten zwei Wochen) bin ich mal auf Fulltimejob umgeschwenkt, das gibt ein völlig neues Aha-Erlebnis: wann, zum Teufel, kaufen eigentlich Leute ein die so einen nine-to-five-Job haben? Wann putzen sie die Wohnung, wann das Klo, wann färben sie sich die Haare und wann gehen sie ihren Hobbys nach? (Wie kann zum Beispiel jemand jede Woche was für sich nähen, der voll arbeitet, eine Firma und drei Kinder hat, Sarah? Du musst irgendwo einen Zeitumkehrer haben…)
Neben meinem normalen 15-Stunden-die-Woche-Pädagogik-Job mache ich mein Hobby sozusagen zum Beruf, und packe für den Onlineshop des Nähhimmels Päckchen mit Stoff, Webbändern und allem Zubehör was man so zum Nähen brauchen kann. Das macht Spaß (ich lerne alle Stoffe mit Vornamen kennen! Am liebsten sind mir die Stoffnamenerfinder von Swafing. Sweat, Sommersweat und passendes Bündchen namens Maike, Eike und Heike.? Ich will sofort wissen, was für ein Zeug die rauchen…) Und erst die tollen Webbänder. Die Vliese. Die Gurtbänder, Zackenlitzen, Paspeln, Nähgarne, SnapPaps, Spitzen und und und… waaaahhhh! Ich liebe das Zeug und entdecke ständig neue tolle Sachen!?) und ist neben der normalen Arbeit gut zu handeln. Normal nur zweimal die Woche, aber blöderweise war da diese Rabattaktion und die viermillionen Bestellungen und nun, ich hätte die letzten beiden Wochen dort übernachten können und packen, packen, packen, packen, packen,….
Collage_Fotor
(und das ist nur ein winziger Bruchteil…)
Letzte Nacht habe ich von lila Kunstleder, schwarzem Fleece und buntem Jersey geträumt und immer wenn ich was abgeschnitten hatte ist es geschrumpft und war zu klein und ach, Scheiße, nochmal abschneiden und nochmal…. So kann man seine grauen Zellen nachts auch beschäftigen, puh.
Trotzdem alles nix für den Nerv des Monats. Auch der motorisierte Halbaffe Motorradfahrer nicht, der uns heute auf dem Zebrastreifen fast umgefahren hätte. Da kann man ja schon mal die Nerven verlieren, wenn so ein blöder Bus mitten in der Landschaft einfach anhält und den halt mit Vollgas überholen. Kann ja keiner wissen, das da irgend so ein Depp einen Zebrastreifen auf die Gass gepinselt hat UND sich da auch noch Fußgänger tummeln. Ts.
Namaste ?, mein eiliger Freund, überfahr mich ruhig. Im nächsten Leben werde ich der Nagel sein, der deinen durchdrehenden Reifen bei Höchstgeschwindigkeit zum Platzen bringt, und dann sehen wir uns wieder, du Arsch!! Ommmmmm..

3 Gedanken zu „Nerv des Monats April, äh-

  1. Hey, nochmal Glück gehabt,
    wo sonst könnte ich so tolle Texte lesen????

    Und zum Glück hast du auch noch die Links gleich mit eingefügt,
    erspart einem ja das ganze Googlen.

    Ja, ich versteh das auch nicht, wie viel Stunden hat denn hier der Tag,
    wenn man zwischendurch auch nochmal bei Frank Plasberg sitzt…
    bei uns hat er nur 24, vielleicht sollten wir umziehen?!?,
    kommt mir gerade der Gedanke, ist vielleicht die Nord/Süd verschiebung.

    Ich wünsche dir und deinem Fersensporn, der ja echt fies ist,
    ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße
    Nähoma

  2. …oooooh ich liebe Deine Texte! Ich weiß genau, wenn es was Neues von Dir gibt, dass ich spätestens nach dem ersten – maximal dem zweiten Drittel Deines Textes das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekomme! DANKE dafür! ……Und bei solch Motorradfahrer-Situationen erprobe ich das ruhig bleiben mit einem Lächeln mit dem Gedanken: „Can you see the fuck you in my smile“….Ommmm! Schönes WE!! Nic

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