Amerikanische Weihnacht….

…gibt es dieses Jahr bei uns, denn zumindest der Weihnachtsbaum steht schon seit einer Woche in voller Pracht im Wohnzimmer *jubel!!*
In den letzten Jahren habe ich soooo schönen Weihnachtsschmuck zusammengesammelt, dass ich dieses Jahr einfach mal länger was vom Baum haben wollte und so haben wir beschlossen den Baum schon früher aufzustellen. Seitdem bin ich sehr in Weihnachtsstimmung und die wollte ich schonmal teilen:

 

 

Die Krippenfiguren sind von Schleich- so sind sie auch kinderbespielbar und man muss nicht immer „Achtung“ schreien. Wir haben sie letztes Jahr für ein irres Geld ersteigert weil sie nicht mehr hergestellt werden, aber sie passen prima in die selbstgebaute Krippe von Opa und echte aus dem Erzgebirge sind ja unbezahlbar. Letztes Jahr hat Söhnchen immer die Maria aufs Dach gesetzt und mitgeteilt, dass dort die Toilette ist und dass sie eben immer auf Toilette muss *hrrmpffhihi*. Gut dass das unser alter Pfarrer nicht mehr mitkriegt. Blasphemie! Um wenigstens ein bißchen Tradition zu behalten, wohnt das Jesuskind wenigstens noch im Sekretär bei den Bürosachen, das darf erst am Heiligen Abend in die Krippe einziehen.

Dieses Jahr gab es in unserem Ort wieder den schönen Brauch der Adventsfenster. Jeden Sonntag im Advent schmückt eine andere Familie ein Fenster besonders. Für die Kinder gibt es eine passende Geschichte die eine Frau aus dem Ort selbst schreibt (meistens im Sommer am Pool. Die Weihnachtsgeschichten!) und dazu gibt es Glühwein, Kinderpunsch, Plätzchen und die ein oder andere Leckerei. Nach ein bis zwei Stunden ist der ganze Spuk vorbei. Es ist immer ein schönes Beisammensein und in diesem Jahr waren wir am letzten Wochenende dran.
Meine Mutter hat alle ihre Lichthäuschen auf der Terrasse aufgebaut und wir haben alles schön geschmückt. Die Tiere, wie die Gans, das Wildschwein Eberhard, der Rabe Krax und diverse andere sind immer dabei und kommen auch stets in der Geschichte vor. In dem Stuhl sitzt die Geschichtenerzählerin und auf den Bänken nehmen die kleinen Zuhörer Platz. (Natürlich mehr Bänke, viele Kissen und Decken, weil viele Zuhörerlein und brrrkalt)

Am Sonntag waren sicher 60 Personen da, die sich Glühweinschlürfend und Plätzchenkauend auf unserer Terrasse drängten und die Dekoration bewunderten. Richtig schön gemütlich und weihnachtlich war das, da lohnt sich doch der ganze Aufwand!
Im nächsten Jahr gibt es hier wieder den Weihnachtsmarkt und in zwei Jahren wieder die Adventsfenster. Immer schön abwechselnd, damit es nicht langweilig wird :-).
Es ist einfach wunderbar, in so einem kleinen Ort zu leben, in dem so viel Schönes (und Verschiedenes) gemeinsam unternommen wird. Alteingesessene, Neubürger, Große, Kleine, Musiker, Sportler, Feuerwehrleute, Golfer, Künstler, Partylöwen, Schriftsteller und viele mehr finden sich bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen zusammen, gehen wieder getrennte Wege und kommen wieder für eine ganz andere Veranstaltung in völlig neuer Konstellation zusammen. Ich bin immer wieder erstaunt, was hier so alles möglich ist und freue mich schon auf das vor uns liegende Jahr.

Und für alle ohne weiße Weihnachten, also praktisch alle in diesen Breiten 🙁 hier noch eine kleine Anleitung wie man sich Schneeflocken selbst machen kann. Malen, ausschneiden (das ganze ca. vierzigtausendmal) und ab in den Garten damit. Hält auch besser als das nasse Zeugs das vor ein paar Tagen vom Himmel fiel…

Quelle: Spiegel online

Euch allen eine wunderbare Weihnachtszeit, fröhlich, friedlich und entspannend

wünscht euch von Herzen
Doro

Ein Gedanke zu „Amerikanische Weihnacht….

  1. Hallo Doro,
    ein schöner Brauch mit den Märchen.
    Das Wildschwein Eberhard und den Raben Krax kenne ich auch.
    Wenn es dieselbe Märchenerzählerin ist, arbeitet sie, ganz weltlich, mit meinem Herzallerliebsten in einer Firma :-)))))

    Euch schöne Weihnachten und noch viele schöne Geschichten

    Liebe Grüße
    Miriam

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