Immer dieses schlechte Gewissen

bei diesem elend schöne Wetter. Da will man mal gemütlich daheim bleiben und was passiert?
Richtig, die man muss alle nerven. Nee, Schätze, schaut mal raus, bei dem Wetter bleiben wir natürlich nicht hier drin, nein, kein iPad, kein Lego, kein Computer, kommt wir fahren mal raus ins Grüne (haha, dabei WOHNEN wir mitten im Grünen, ist doch langweilig!).
Oooch, na gut, wenns saiiiin mussssss.
Wie laaaangweilig:

Die Klippen, ein Kletterparadies ganz hier in der Nähe. Naja, also, ein Paradies für Leute, die Lust haben, zu klettern und das sind in unserer Familie drei.., zwei.., eins.., keins. Ich finde ja, wir Erwachsenen sind entschuldigt. Das geht doch sonst aus wie der jährliche Skiurlaub: Das ganze Jahr nur halbherzig gesportelt, wenn überhaupt, und im Urlaub dann einen auf dicke Hose machen. Irgendwer fällt doch immer aufs Maul, bricht sich was und liegt der Krankenkasse dann monatelang auf der Tasche. Da halten wir uns lieber vornehm zurück und überlassen die Klinikbetten anderen. Ich kann mir lebhaft vorstellen wie das knackt, wenn so ein Knöchel zwischen mein Kampfgewicht und den Berg gerät *autsch*. Immerhin war ich in diesem Frühjahr schon viermal im Wald und ein Fahrrad steht auch schon bereit.
Wo war ich? Ach ja. Dass das Kind sich allerdings ähnlich verhält, war gänzlich ungeplant und auch ungewollt. Was hier nach einsamer, aber dennoch mutiger Bergbesteigung aussieht, endete nach drei weiteren Metern (geradeaus, nicht höher!) in einem Klettererpulk, was den Sohn dazu veranlasste, die Klippen fluchtartig zu verlassen, um nicht noch Gefahr zu laufen von irgendjemandem zum Mitmachen aufgefordert zu werden. Waaahhh, andere Menschen, Hilfe!
Ich lese immerzu von Leuten, die ihre Kinder davon abhalten müssen, sich irgendwo zu Tode zu stürzen. Gääähn. Ich würde mich freuen, wenn mein Sohn endlich mal einfach mal so, aus sich raus was machen würde, was ihn ein winziges bißchen fordert. Fahrradfahren zum Beispiel *grrrrr*. Aber nein, er will nicht. (Er hätte ein 400 Euro teures Cube-Bike von den Großeltern bekommen können, aber nein, er WILL nicht! *gnagnagnaindenTischbeiß*) Na gut, dann bleiben wir eben beim Turnen und bei der Jugendfeuerwehr. Beides auch nicht besonders motiviert, aber immerhin.
Dafür hat er ein gesteigertes Interesse an der Nähmaschine entwickelt (Mist. Hat auch nix mit Sport und draußen zu tun.) und als wir dann am Sonntag endlich wieder nach der laaangen Wanderung (30 Minuten rund um die Klippen) am sehr frühen Nachmittag zu Hause waren, zerrte er als erstes die Stoffkiste hervor.
Diesmal hat er wirklich alles selbst genäht und die Bauchtasche auch noch mit Zierstichen verschönert:

Ich bin echt schwer beeindruckt! Nur das Gesicht musste ich noch sticken und beim Ausschneiden helfen, weil er mit der schweren Stoffschere nicht klarkommt. Genäht und gebügelt, alles alleine!!
Das nächste Mal stelle ich die Nähmaschine auf den Balkon, damit wir nur ja auch einen Sonnenstrahl abkriegen, so.

Heute morgen habe ich bei Paula einen Post gelesen, der mich sehr beschäftigt hat. Ich war erst ziemlich verblüfft (auf was für Ideen kommen manche Menschen??) und nachdem ich mich durch die angesprochene Seite und ein paar andere geklickt hatte, musste dann von meiner Seite auch was dazu raus.
S wie Selbstgeboren
Ach so! *HandvordieStirnklatsch* Vielleicht liegt das mit dem Fahrradfahren ja an dem Kaiserschnitt?? Ich Rabenmutter.

S wie Selbstgeboren

Gerade im Bereich der alternativen, „natürlichen“ Medizin und den damit oft einhergehenden alternativen Lebenskonzepten aus der ganzheitlichen Ecke gibt es viele Leute mit DER ultimativen und allein seligmachenden Wahrheit. Häufig sind es genau die mit dem größten Anspruch auf Sanftheit in der Medizin, Sanftheit im Umgang mit dem Körper, Sanftheit im Umgang mit Tieren usw., die am härtesten auf alle anderen einschlagen, die es nicht so machen. Da können aus arg lieben und sanften Personen sehr schnell äußerst unangenehme Gesprächspartner werden, schade. 
Wer eine Party richtig schön schmeissen will, der muss nur kurz hintereinander die Worte „Homöopathie“ und „Durchimpfungsrate“ in den Raum werfen und dann freundlich lächelnd beobachten, wie sich alle Anwesenden langsam aber sicher an die Gurgel gehen. (Personen aus meinem familiären Umfeld sind von dieser Polemik ausdrücklich ausgeschlossen. Die haben manchmal auch ganz lustige Ideen, sind aber im Grunde sehr verträglich *lob*). 
Manche Konzepte aus der, ich sags mal gaaaanz platt und global: alternativen Ecke, sind mir sehr nah, andere irritieren mich eher, einiges habe ich ausprobiert, manches will ich gar nicht ausprobieren, wenige Sachen lehne ich völlig ab und die allermeisten sind mir wie der Sack Reis in China. Allen ist gemeinsam: es gibt jemanden, der das für richtig hält und der sich damit wohl fühlt, fein. Und solange keine dritten drunter leiden müssen, soll von mir aus jeder machen wie er mag, wobei man das „dritte drunter leiden“ noch genauer definieren könnte.
Ich finde nur, man kann ja seine Sicht der Dinge darlegen und für seine Überzeugungen auch gerne eintreten, aber muss man gleich alles andere abwerten?
Wie komm ich drauf? Ach ja:
Ich sags mal wie ichs empfunden habe:
Jetzt kommt da doch eine daher, die meint, sie müsse mich ausgrenzen weil ich nicht in der Lage war, eine natürliche Geburt zu erleben. Sie meint, ich habe mein Kind nicht Selbstgeboren. Hä?
Nur um das mal klarzustellen: Ich hatte bisher nicht das Gefühl, ich hätte irgendwie versagt. Wieso auch? Der kleine Kerl saß gemütlichst mit dem Arsch nach unten fest (auf höflich heisst das wohl: Beckenendlage) und fraß sich zudem noch so dick und rund, dass auch das Team in der Uniklinik schliesslich fünf Tage nach dem errechneten Termin die Notbremse zog und die anvisierte Trotzdem-Spontan-Geburt verweigerte. Nix da spontan, Kaiserschnitt! Und zwar sofort! Ups.
Bisher war mir das so Aura-mäßig allerdings vollkommen knorke. Ich fühlte mich eigentlich ganz wohl.
Aber gut, das liegt möglicherweise daran, dass ich das Gemüt eines Baumstammes und die Sensibilität eines Walrosses besitze. (Man stelle sich vor, mir war gar nicht KLAR, dass ich das Gefühl hätte haben müssen, dass das mit dem Kaiserschnitt doch irgendwie pfui war. *kopfschüttel*). Ich war lediglich ein klitzekleines bißchen unentspannt, weil dieser verdammte Schnitt quer durch den Bauch ein bißchen weh (ich KANN nicht verstehen, wie sich das jemand freiwillig antun kann, aber nit zo fasse: solche Leute gibts auch, also bitte: nur die Harten kommen in Garten, aber ich bleib lieber draußen) tat und tatsächlich hatte ich ungefähr drei Stunden nach der Geburt eine Wehe (EINE!), die mir zusätzlich zu dem Bauchschnitt etwas Unwohlsein (*hust*) verursachte, weshalb ich die arme Schwesternschülerin anbrüllte, sie solle gefälligst! sofort!! diesen verdammten Wehentropf von mir abmachen, sonst risse ich ihn mir selber raus!!! (Ich schätze, das arme Ding hat anschliessend die Abteilung gewechselt und ist lieber auf die Psychiatrie gegangen als weiter von hysterischen Frischmüttern in hormonellen Ausnahmesituationen angebrüllt zu werden).
Meine damalige, äußerst naturverbundene, ganzheitlich-homöopathisch veranlagte Hebamme hat ja schon einiges dafür getan, dass ich mich eine Zeitlang scheiße fühlte, weil ich nach vier Wochen Stillen, einer Brustentzündung und diversen homöopathischen Mittelchen (die nix halfen) keine Lust mehr hatte, mir meine Brustwarzen auf sehr schmerzhafte Art abknabbern zu lassen und deshalb abstillte. 
Offensichtlich ist das Kind mit der Flaschenmilch auch ganz gut gewachsen und ich habe zudem nicht den Eindruck, dass ich damit die Bindung zwischen mir und meinem Kind in irgendeiner Weise gestört hätte, im Gegenteil. Selbst die Hebamme hat sich schliesslich damit abgefunden und mir kein schlechtes Gewissen mehr gemacht.  
Ich hatte schon fast das Gefühl, ich hätte das eigentlich alles ganz gut gewuppt.
Dank Frau Virnich weiß ich aber jetzt wenigstens, das ich mich ganz, ganz, ganz scheußlich und unvollständig fühlen sollte, weil ich die „Kraft, sich der Urgewalt des Gebärens hinzugeben“ offensichtlich nicht besitze, obwohl sie doch „Bestandteil jedes Frau-Seins ist.
Stattdessen habe ich unverantwortlicherweise „die Verantwortung für den eigenen Körper und den Lebensbeginn der eigenen Kinder“ aus der Hand gegeben und mein Kind einer „von außen manipulierten“ Geburt ausgesetzt.
Ach so.
Momentchen, ich geh noch mal in mich und hör nochmal genau nach, ob da in mir ein „Gefühl von Mangel oder „nicht dazu gehören dürfen“ aktiviert“ wurde.
*lausch*
Öhmm.
Nö.
Nix.
Ich merk nix.
Uff. Da bin ich aber erleichtert. Das bedeutet, es ist mir völlig wurscht, ob die Geburt meines Sohnes nun den perfekten Ansprüchen von irgendwem genügt oder nicht und es verhagelt mir nicht die Laune. Ich find den Kerl prima, ob er jetzt so oder so auf die Welt kam. Feine Sache, das.
(Und mal ganz ehrlich: ist das nicht ein kleines bißchen paranoid? Glaubt wirklich jemand, dass das Kind ein absolut unumkehrbares Trauma erhält, wenn es der Doc am Hintern rauszieht statt dem Gequetsche durch den Geburtskanal?? Jahaaa, ich weiß, dass die Art und Weise, wie wir unseren Nachwuchs kriegen, ziemlich schlau von Mutter Natur eingefädelt ist und eins sich zum andern fügt, ich hab aufgepasst in der ganzheitlichen Geburtsvorbereitung! Ich behaupte trotzdem, dass die Kinder mit dem Segen einer perfekten Geburt nach Frau Virnich nicht allesamt glücklichere, schlauere und tollere Menschen werden.)
Wahrscheinlich ist die Frau Virnich eine echt gute Hebamme. Zumindest unterstelle ich ihr das jetzt mal. Und der Kampf, den sie mit ihren Mitteln führt, hat ja auch ein wirklich wichtiges Ziel, (gibt es noch jemanden, der die Petition nicht unterschrieben hat?)
Aber es gibt genügend Leute, die mit ihren Geburtserlebnissen nicht glücklich sind, darunter leiden und die sich von der mehr als unglückseligen Formulierung „selbstgeboren“ ausgegrenzt fühlen, das sollte sie als Hebamme (und als Mensch!) wissen. Immer wenn ich irgendetwas als allein richtige Wahrheit hinstelle, grenze ich alle anderen aus, die das anders machen und ihre Gründe dafür haben. Oder auch keine Gründe haben. Meine Fresse, was soll dieses Hickhack denn? Die einen wollen dies, die anderen wollen das, ja und? 
Die Welt geht nicht unter, nur weil sie aus einer Vielfalt von Lebenskonzepten besteht. Im Gegenteil: Die Welt geht immer dann unter, wenn die Vielfalt der Lebenskonzepte eingeschränkt werden oder nach einer Skala von Top bis Flop bewertet werden soll! Also kann man in seinen Bewertungen und Äußerungen gefälligst ein bißchen aufpassen.
Ich erwarte ja gar nicht, dass sich diese Einstellung beim Stammtischpublikum durchsetzt. Aber von pädagogischen und Gesundheits-Berufen (und vor allem von denen, die immer die ganzheitlichen Töne spucken!) erwarte ich das sehr wohl. Und von Pfarrern. Von wem noch? Ach, verdammt, einfach von allen! Gebt euch mal ein bißchen mehr Mühe.
 
Ich geh dann mal nach den Resten meines Frau-Seins suchen. Vielleicht find ich ja noch was. *gacker*

*Kreisch* Wie süß!!

Aber nee, von vorne:
Die hochnäsigen Freunde sind hier gestern eingeschlagen wie eine Bombe, nachdem bei Farbenmix der Server/Computer/wai wieder lief und ich das Ebook kaufen konnte. Da mußte schon gleich dieses entzückende Huhn Platz nehmen neben dem Hasen:

Ich wollte nur mal ausprobieren, wie das mit den Jerseyfüßen klappt und wußte schon, wer es geschenkt kriegt (keiner der hier liehiest, bäbäbähhh!), aber bis nächste Woche leistet es noch dem Hasen Gesellschaft.
Heute mittag kam dann das knuffigste aller Kinder nach Hause und nach einem seeeehr gemütlichen Mittagessen…
Sorry, kurzer Einschub: seeeehr gemütliches Mittagessen geht üblicherweise so: Kind kommt aus der Schule nach Hause und verzieht sich nach kurzer Begrüßung erstmal für ca eine Stunde ins Zimmer um mit Lego zu spielen/die Kuscheltiere zu begrüßen/irgendwas zu basteln oder malen. In der Zeit räume ich gemütlich meine Nähsachen weg und bereite was zum Essen vor: für Sohn das Alltagsmenü Nr 1 (Brot mit Salami und Gouda. Bevor wer fragt: es gibt nur ein Menü. Immer. Immer dasselbe. Ich will nix hörn!) und für mich wasauchimmer grad da ist oder an Resten wegmuß. (Heute war das ein Berg Bavette mit selbstgemachtem Rucolapesto *böörps* Lecker!)
Nach ziemlich genau einer Stunde kommt plötzlich ein Kind aus dem Zimmer geschossen und verkündet seinen unmittelbar bevorstehenden Hungertod, wenn es nicht sofort.. Oh, Mama, du hast ja schon gedeckt, was gibts zu Essen? (Und ohne Witz: er fragt JEDESMAL was es heute zu essen gibt. Jedes Mal. Die Antwort ist immer dieselbe: Alltagsmenü Nr 1. Und die Freude jedesmal so groß, als habe es das seit JAHREN nicht gegeben. Erklär mir bitte einer das Kind? Ach, nee, lasst es lieber.)
Wo war ich? Ach ja: Das eigentliche Essen läuft dann meistens so ab: ich esse meinen Teller leer, höre zu, räume das Geschirr weg, höre zu, trinke was, höre zu, häkele ein Sterngranny für meine Decke, höre zu, während das Kind einmal in sein Brot beisst. Oder so.
Nachdem sehr genüsslich (und langsam) das Alltagsmenü Nr 1 in Kind Nr 1 verschwunden ist, teilt er mir für gewöhnlich seine Nachmittagspläne mit. Einschub Ende. :-))
…fragte er mit grooooßen Kulleraugen, ob wir nicht mal wieder was nähen könnten. Zum Beispiel die Katze? Tschakka!!

Die Stoffe hat er wieder selbst ausgesucht und bis auf die kleinen Teile (Öhrchen und Nase) hat er auch alles selbst genäht! (Mist, ich habe vergessen, den Ringelschwanz zu fotografieren, hmpf.)
Das Stopfen hat ihm, glaube ich, am meisten Spaß gemacht, besonders mit nackten Füßen im offenen Füllkissen *gacker*.

Farblich sind die drei jetzt nicht sooo toll aufeinander abgestimmt, aber ich bin hier ja auch nicht in der Möbelausstellung, ich bin hier daheim. Außerdem bleiben die ja eh nicht zusammen, nur der Hasi bleibt hier sitzen.
Die Katze ist glasklar ein Fall für Made4Boys, aber da verlinke ich sie erst im April, haha!
Dann habe ich vielleicht auch noch ein Shirt für Made4Boys, aber da muss ich erst noch ein bißchen an der Tischkante knabbern. Ich habe es endlich mal geschafft, das Halsbündchen hinten mit einem Einfassstreifen (Hö? Drei S??) zu machen, aber habe mich dabei derart konzentriert, dass ich das ganze Bündchen viel zu wenig gedehnt habe und es steht ab! An einem ansonsten (fast) perfekten Shirt, ich Riesenkamel. Das kann ich unmöglich wieder abfriemeln, jetzt grübele ich über Rettung nach, ich dachte, ich könnte vielleicht aus dem Labberbündchen einen V-Ausschnitt machen. Irgendjemand ne Idee?

(Seht ihrs? Seht ihr den perfekten Einfassstreifen? *stolzbin*)

Na gut,

jetzt hat sies doch geschafft. Vor den überaus putzigen Toffee Nosed Friends (den herrlich blasiert schauenden HundKatzeBärHuhn) konnte ich mein Herz ja mit viel Mühe noch gerade so verschliessen (NeinichbrauchenichtschonwiedereinEbook, neinichkannjagarnichtmitderHandstickenwiesiehtdasdennaususw, man kennt das Mantra…).
Aber an dem Toffee Nosed Osterhasi konnte ich nicht vorbei und jetzt sitzt das Tier mit den Resten von Omas Kittelschürze angetan auf meinem Lieblingssessel (aus Omas Beständen, den ich vor vielen Jahren beim Auszug aus dem Morgenland von zu Hause mitnehmen durfte), schliesst leicht entnervt die Augen und hat sich offensichtlich entschlossen, distinguiert, vornehm und über jede Unbill erhaben unser tägliches Chaos nicht zu bemerken.

Also gut, Frau Mutti, sie haben mich soweit. Das Ebook liegt schon im Warenkorb (leider funktioniert der Kassenlink bei Farbenmix grad nicht, aber morgen. Spätestens morgen ist das Ebook mein. Und dann darf sich der Nachwuchs auch einen Toffee Nosed Friend aussuchen. Aber der Osterhasi bleibt hier vorne.)
Herzlichen Dank für die kostenlose Anleitung zum Nähen eines Toffee Nosed Osterhasi!

Support-Anfrage

an alle Näh-Stickmaschinenbesitzerinnen:
Wenn ich mit meinem 10er Rahmen (Brother Innovis 955) in den beigepackten Schriftarten einen Spruch über mehrere Zeilen sticken möchte, z.B.:

Weißt du,
wieviel Sternlein
stehen…

(Nein, kein Bild, ich habe das dazugehörige Kuscheltuch weggeschickt ohne es zu knipsen, ich Großkamel!)

dann muss ich bisher Zeile für Zeile sticken und ungefähr pi mal Daumen die Zeilen aneinander ausrichten, was natürlich immer krumm wird. Mir fehlt die Möglichkeit, den ganzen Spruch auf einmal als zusammengehörende Datei einzugeben mit Zeilenumbruch und zum Beispiel der Möglichkeit, die Worte mittig auszurichten und dann alles auf einmal zu sticken.
Hat das was mit der Stickdatei zu tun oder geht das das einfach nicht?
Ich würde mir gerne die neue Alpha Sunny-Datei kaufen, aber wenn ich dann immer noch am basteln bin mit den Zeilen, werd ich grad verrückt.

Übrigens: Morgen abend 22:30 heute-show
Und nein! Wir werden nicht winken!

Schon wieder…

… braun-türkis für Rums. Scusi. Aber es ist wirklich ein anderes Shirt als letzte Woche. Diesmal mit kurzen Armen für den hoffentlich bald eintretenden Frühling mit konstanten Temperaturen um 20 Grad tagsüber und mindestens 14 nachts.
Meine Wünsche sind doch ziemlich bescheiden, weisse Bescheid.

Da muss ich doch gleich mal einen Einschub machen. Jetzt wartet ja jeder, der ein Smartphone bedienen kann kaufen kann, mit den sogenannten „Selfies“ auf- den Bildern die man mit ausgestrecktem Arm und der Kameraumschaltung dann von sich selber machen kann.
Schöne Sache, das.
Allerdings ist mir eine Sache nicht ganz klar. Wenn so viele Leute diese Bilder von sich machen- wieso sehe ich dann nirgendwo jemanden mit einem zwei Meter langen Arm?
Ich seh schon, ich muss es genauer erklären: Also, da war doch zum Beispiel dieses Selfie von der Oscarnacht. Ist ja durch wirklich jede Zeitung gegangen *gäähn*. Jetzt erklär mir doch mal einer, wieso auf das Selfie von den Oscars 12einhalb Personen draufpassen und wenn ich so eins von mir mache, passt nur ein Viertel von mir drauf???
Nur noch mal so zum Vergleich:

                  
Und ich will jetzt keine höhnischen Kommentare hören, nein, SO dick bin ich auch wieder nicht! Okay, in meine Hosen passen wahrscheinlich zwei von diesen Hollywoodhungerhaken, vielleicht auch zweieinhalb, aber auf gar keinen Fall mehr!
Weia, möglicherweise haben die diesen Mutantenquatsch ernstgenommen und sich Teleskoparme operieren lassen? Ach nee, eher nicht, das würde ja jeden Diäterfolg ruinieren.
Wie, bitte schön, schaffen die das?*grübel*

Übrigens ist heute auch die IP-Kamera für meinen Allerliebsten angekommen. Ich hatte ja meine verlorene Wette ohne Gemecker hingenommen, wie es meinem Verständnis von Anstand und Ehre entspricht. Und, da siehste guck, was für eine tolle Kamera das ist. Kann sogar Wasser sprudeln!

Ich habe den besten Mann der Welt! *knuuuutsch*  :-))

Verfuchst

und zugenäht.
Gestern mittag: Sohn kommt aus der Schule, Mutter hat noch was unter der Nähmaschine liegen, denn normalerweise verschwindet Sohn nach der Schule erstmal im Zimmer und spielt eine halbe Stunde mit seinen Sachen, begrüßt seine Kuscheltiere usw., bevor seine Mutter, oder besser gesagt: das Mittagessen, interessant werden.
Genügend Zeit also, die neue Shelly fertigzunähen.
Von wegen.
Diesesmal:
Sohn kommt nach Hause, wirft den Ranzen in die Ecke, beäugt interessiert das Stoff/Stecknadel/Nähmaschinenchaos auf dem Wohnzimmer/Eß/Büro//Hausaufgabentisch und verkündet nach einer Zehntelsekunde: Ich will auch wieder was nähen! Weil mein Gehirn noch mit der Verarbeitung dieser eher ungewöhnlichen Bitte dieses Befehls beschäftigt ist (so „Großhirn an Kleinhirn“-mäßig, kennt das noch einer?) und ich ohnehin nicht die schnellste bin, antworte ich nicht gleich im Bereich einer Zehntelsekunde, was meinen Sohn zu folgender Tirade veranlasst: WiesodarfichnixnähenichwillauchwiederwasnähenamliebsteneineTaschejajadarfich?
IchgehschonmalStoffaussuchenwoisndieStoffkisteachda*schiebräumwurschtel*
wiesoAnleitungdunähstdochauchimmerohneAnleitungwasmussichnjetztmachen
MamaMamaaaa,boahhdauertdaslange!!!
Man kann sich ungefähr vorstellen, wie geschwitzt ich war, als er endlich dieses Prachtstück fertiggestellt hatte.

(Das ist übrigens derselbe Tisch, dieselbe Tasche, derselbe Knipser, zwei Sekunden hintereinander, erklär mir mal einer, wieso die Farben da derart unterschiedlich sein können?)

Von Stoffaussuchen bis Fertignähen ca 20 min. Ich meine, ich weiß ja, das Geduld bei vielen Kindern nicht in der Grundausstattung vorhanden ist, aber manchmal ist es etwas… mühsam. Wenn nicht spätestens vierzehn Sekunden nach der Zündung der Idee sämtliches Material auf dem Tisch liegt und vor allem ständig ausführbare Arbeitsschritte parat sind (Mama, was muss ich jetzt machen? Wasmussichjetztmachen?? KANN ICH NICHT ENDLICH AUCH MAL WAS MACHEN? Mamaaa, Mamaaa!!!) dann implodiert die ganze schöne Motivation in einem einzigen großen Pups und ich kann den ganzen Mist wieder wegräumen. Da kann man schon mal ins Rotieren kommen.
Vollkommen klar übrigens, warum Filz und warum der Reißverschluss rechts und links einfach abgeschnitten ist, oder? Der alte Minimalist. Aber er hat alles alleine ausgeschnitten und mit etwas Anleitung zusammengenäht (Mama, das is doof dass ich da immer die Nadel absetzen und den Stoff drehen muss, geht das nicht schneller, das dauert sooo lang! An dieser Stelle einen herzlichen Dank an den Erfinder der Langsamnähtaste *höhö*)
Anschliessend musste ich mich erstmal zum Verschnaufen aufs Sofa setzen.
Das fremde Kinder anstrengend sind, wußt ich ja, aber das die eigenen auch so sind. Hätt ja mal ein Mensch vorher was sagen können!
Die Tante Edit hat was vergessen: Die Grundidee für das Täschchen war dieses hier von Cherrygrön. Allerdings hat die Anleitung mit dem Endprodukt nix mehr zu tun, weil: das mit dem Wenden dauert ja viiel zu lange! Die Seite ist toll, lauter kleine Nähprojekte für Kinder (oder Nähanfänger).

Mein Beitrag zur Plastikvermeidung:

Ja, das ist eine Plastikzahnpastatube im Restmüll. Und ja, sie ist noch voll. Nichtmal aufgemacht.
Und das kommt so:
Gestern abend mit dem Gatterich zusammen im Hessenfernsehen eine interessante Sendung gesehen: Alles Wissen. (Wobei ich mich grade frage, ob das not tut, alles zu wissen. Da platzt einem ja möglicherweise das Hirn und unter Umständen werden da Sachen erzählt, die man gar nicht wissen will, weil es einem die fröhliche Grundstimmung verdirbt, aber zu diesem philosophischen Ansatz ein andermal mehr. Oder auch nicht.)
Abgesehen von mäßig interessanten Experimenten zum Thema Haltbarkeit von Schnittblumen (gääähhn) ging es dann aber auch um Mikroplastikpartikel in Kosmetikartikeln.
Meine Fresse, da hats mich ja fast vom Sofa gehauen. In MEINER Zahncreme sind Mikroplastikpartikel drin? Hallo? Welchem verwirrten Geist ist denn der Mist eingefallen? Tatsächlich steht in der Inhaltsangabe: Polyethylen. An vierter Stelle!
Ich weiß ja, dass die kleinen Mistviecher immer mehr in Mode kommen, aber ich vermutete sie eher in Autolack, Reinigungsmitteln undsoweiter. Und da ich reinigungsmäßig ohnehin wenig von diesen neumodischen Umweltschweinereien halte und eher in Omas Trickkiste greife (Scheuermilch, Essigreiniger und fürs Klo den Frosch, nech. Langt. Ach nee, Glasreiniger ist auch dabei.) hatte ich bisher ein gutes Gewissen.
Von wegen also.
Sorry, (feingeistigere Gemüter jetzt bitte direkt in die übernächste Zeile hüpfen) aber:
Denen hat doch einer ins Gehirn geschissen! Ist doch wahr, Mensch.
Muss ich denn wirklich aus jeder Ecke damit rechnen und von überallher davon ausgehen, dass ich belogen und betrogen werde und immer, aber auch wirklich immer, alles und jedes kontrollieren ob irgendwelche vollkommen Übergeschnappten da irgendwelche Schweinereien mit veranstaltet haben?
Inzwischen sind die die kleinen Scheißerchen schon in Honig, Milch und sonstwo angelangt, aber macht ja nix, die sind ja ganz lieb und wollen nur spielen, oder was? Wer weiß, was denen alles einfällt wenn die mit unseren Körperzellen Fangen spielen, da entstehen bestimmt ganz neue Freundschaften. Entzündungen, Tumore und wasweißichalles.
Wie gut, dass unser Bundesumweltministerium schon so fix „Forschungsaufträge vergeben hat, um die Auswirkungen von Mikroplastik auf unsere Umwelt zu untersuchen.“ Super! Dann kann ja nix mehr schiefgehen! Bis dahin plädieren wir mal für „einen freiwilligen zeitnahen Ausstieg aus der Verwendung von Mikroplastik“. Ah, endlich. Ein klares Wort von Frau Hendricks. Wurde ja auch Zeit, dass sie den Konzernen mal zeigt, wo der Hammer hängt. Wieso bloß habe ich das Gefühl, dass es  seeeeehr      seeeeehr        lange        dauern        könnte,        bis       ein        Ergebnis    schnrchratzepüühh…………
Übrigens behauptet die Elmex-Verbraucherberatung dass sie bereits seit Ende des Jahres 2013 kein Polyethylen mehr in der Zahncreme verwenden und niemals welches in der Juniorzahncreme hatten. Alle seit 2014 hergestellten Chargen seien frei von Mikroplastik.
Nun, ich würde sagen, die Marke hat trotzdem ein klein wenig von ihrem positiven Image verloren. Verkauft euren Mist sonstwem, mir nicht mehr.

Übrigens habe ich meine Wette offensichtlich verloren. Die Welt ist also doch nicht ganz so schlecht.
Ja, gut, Revision und alles, blabla, aber das Urteil steht erstmal, jippiieee!
Zu schade, dass er nicht einfährt bis die Revision durch ist, also vermutlich nie (ich bleibe dabei, der geht nicht in den Knast, to be continued!) aber erstmal hat der Richter ein wichtiges Signal gesetzt. Danke.
Obwohl ich jetzt nich meinen Sprudler kriege, heul.

Alles neu macht der März.

Jajajahaa, ich bin auch mal wieder dabei und das bedeutet:
Ich hab was für mich genäht und diesesmal ist etwas Wunderbares passiert:
Ich bin RUNDUM zufrieden mit meinem Werk.
Nit mööööglich?
Doohoooch!

Ja, guut, dass das im Brustbereich nicht so gut sitzt, liegt an dem Badeanzug der drunter ist *ähem*- ich war auf dem Weg zum Wassertreten. Und zum Bügeln hatte ich keine Zeit mehr (und keine Lust)
Aber, hahaaa: Das ganze schöne Shelly-Shirt (mit selbern ausgetüftelten Ärmeln, jawohl!!) gefällt mir so richtig, richtig, richtig gut und am allerliebsten würde ich mir noch zwei bis vier davon nähen. Selbstgenäht, aber nicht zu bunt.
Fein, das.
Genau das richtige für RUNDUMSWEIB. Mal sehen, ob ich noch einen Platz finde in der Galerie.
:-))
(Jippiee!! Ich bin die Nummer hundert in der Galerie…:-)))

Wetten dass…

… ich nächsten Monat einen schicken elektronischen Wassersprudler kriege?
Und das kommt so: In einer kleinen internen Wette ist der Einsatz quasi der Sonderposten im Haushaltsetat für nächsten Monat (auch bekannt unter dem Namen „völlig überflüssiger Schnickschnack, den kein Mensch braucht“). Wenn ich gewinne, kriegen wir (also ich) den Wassersprudler, wenn mein Finanzminister gewinnt, kriegen wir (also er) eine IP-Kamera.
Cool, wa?
Ich hab den Sprudler schon so gut wie im Sack *harhar*.

Ach so, worum wir gewettet haben?
Na, ich hab natürlich gewettet, dass der Drecksack keine Gefängnisstrafe kriegt. Wieso auch? Ist doch ne ehrliche WurstHaut und hat früh genug Bescheid gesagt, dass er böseböse war. War doch garnicht so schlimm gemeint, man kanns ja mal versuchen, die bösen Banken sind schuld, schliesslich habe ich ja alles zugegeben und mich auch noch selbst angezeigt, schaut her, wieviel Reue, blabla, und überhaupt muss man ja auch an die Lebensleistung denken, die Spenden, die ganze Wohltätigkeit! *blärch*
Mein Mann glaubt aber noch an unser Rechtssystem und meint, der geht in den Knast. So richtig, ohne Bewährung.
Ich bin gespannt.
Und überlege schon mal wo ich das Teil hinstelle.

Edit: Ich muss das mal präzisieren: Ich behaupte, dass Herr Uli H. aus B. es schafft, seine nicht durch die Selbstanzeige erfassten Steuerschulden auf einen Betrag zu drücken, der es den Richtern ermöglicht, ihn wegen Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von x Jahren auf Bewährung zu verurteilen. Der arme, arme Mann hat ja nun vollumfänglich alles angegeben und bereut zutiefst.
Allerdings bin ich mir gerade nicht so sicher, ob ich bei meiner Wette nicht doch auf „Einstellung des Verfahrens“ hätte gehen sollen.
Alles scheint möglich.