Guten Abend, gut Nacht…

…mihit Rosen bedahacht, mihit Näglein behesteckt, schluhupf uhunter die Deck…*träller*

Demnächst, ich würde sagen, irgendwann im Laufe des Jahres brauchen wir eine neue Matratze. (Matratze. Das sieht doch falsch aus? Mattratze. Matraze. Mattrattze. Mir gefällt Mattratze am besten. Passt ja auch: Man ist matt und möchte ratzen… *muuharhar*)
Wo war ich? Ach ja, die neue Matratze. Eine für zwei Personen, gewichtsmäßig könnten es auch drei sein, egal. 160 auf 200 (NEIN! Nicht unser Gewicht, das sind die Maße! *hmpf*) hat sich im Alltag bewährt, auch wenn sich ab und an ein Wicht dazwischenquetscht.
Unsere Alte war vor fast zehn Jahren ein Verzweiflungskauf bei Matratzen Concord oder Outlet oder wie die ganzen Firmen heißen, die sich in den Städten in bester Vorbeifahrlage präsentieren und mit Kampfpreisen ins Innere locken (ich will gar keinen Kampfpreis. Ich will eine gute Matratze!) und innen dafür sorgen dass man sich in kürzester Zeit wieder hinauswünscht weil man mit Begriffen wie Latex und Federkern (Taschen- oder Bonnell?), Viscoschaum, Naturlatex, Kaltschaum (oder doch lieber linksgerührte Warmverschäumung?) und 13-Zonen-Wohlfühl-Scheißndreckchen zugeballert wird, dass man sich vorkommt wie in den böhmischen Dörfern und alle sprechen nur Luganda. Blödsinn das.
Ich habe mich schon immer gefragt, wie zum Teufel man so ein extrem kompliziertes Geschäftsmodell aufrechterhalten kann- die Kunden rennen doch eher weg bei dem Fremdwortgewitter. Also ich jetzt jedenfalls. Was jetzt unbedingt so raffiniert an der Anpassung einer Matratze sein soll, hat sich mir auch nie erschlossen. Die meisten Leute sind doch eher unkompliziert beim Schlafen- sonst würden sie doch nur mit ihrer eigenen Matratze in den Urlaub ins All-inclusive-Hotel reisen, oder was. Aber daheim muss es die super-duper-angepasste Mehrzonentrallalamatratze sein, weil sonst der zarte Rücken jault? Naja.
(Dafuq? Mit wird grade klar, was das für ein Mega-Markt ist, WOW! 80 Millionen Leute wollen alle paar Jahre eine  neue Matratze haben- verdammich, wieso habe ich keine Matratzenfirma?)

Also, die schaurige Wahrheit ist: wir schlafen inzwischen schon seit Jahren auf einer ziemlich maroden, ehemals federkernigen (heute fühlt es sich eher nach kaputtem Trampolin an) „Billig“matratze (für damals schlappe 500 Euro- hallo?). Es gab sogar eine Winter- und eine Sommerseite. Leider kann ich die nicht mehr auseinanderhalten, weil irgendwann mal das Zettelchen verblasst war. Wir haben also gerade eine fifty-fifty Chance auf der falschen Seite zu liegen, was ja in einem deutschen Beamtenhaushalt eigentlich garnicht geht. (Ich weiß aber nicht genau, woher denn die Matratze wissen soll, ob Sommer oder Winter…. jaja, schon gut.) Abgesehen davon habe ich sie eh schon seit drei Jahren nicht mehr gedreht.
Denn ich muss zugeben, auf meiner Seite hat die Matratze in Ausstiegshöhe eine wesentlich tiefere Kuhle, mein Mann bedankt sich, wenn er die nach dem Drehen abkriegt…(Vermutlich weil ich morgens erstmal noch benebelt ein paar Minütchen sitzenbleibe, während mein Gatte fröhlich aus dem Bett hüpft, noch bevor der Wecker den ersten Millisekundenton von sich gegeben hat. *moahh!* ) Die innen eingesperrten Federn quietschen so unheilvoll, als wollten sie beim nächsten Drehen Harakiri durch Selbststrangulation begehen. Und zumindest bei uns ist die Matratze vermutlich auch der Grund für die beginnende senile Bettflucht: Rückenschmerzen durch das „lange“ Liegen!
Inzwischen nervt also das kaputte Matratzending, ich will was Neues. Sozusagen lieber wieder Rosen statt Näglein, um den Titel mal wieder einzubringen. (Ich WEISS das die Näglein eigentlich Nelken sind…)
Also gut. Es ist soweit, eine neue Matratze muss her. Der Alptraumeinkauf schlechthin und eins weiß ich: Nie wieder ein Matratzenoutlet. Der Möbelschwede war auch nicht besser- das Zurückbringen der höllisch unbequemen Matratze damals war auch kein Spaß. Dann mache ich mich doch lieber im Internet auf die Suche (Probeliegen im Matratzenhaus wird ohnehin überbewertet.) nach einer schicken Matratze. Mit Lieferung, Rückgaberecht und Abholung bei Rückgabe. Und vor allem: Made in Germany. Wenn man dann auch noch gut drauf schlafen kann, wäre es perfekt.
Seufz, ich sehe schon: Das wird wieder ein Mehrteiler.
To be continued…

Nährathon…

in den letzten Tagen, aber endlich isses fertig *freu*
Für die Konfirmation meines Patenkindes am Sonntag habe ich mir ein komplettes Outfit genäht. Ok, bis auf die Schuhe, wir wollen ja mal nicht übertreiben…Konfi Outfit Collage
Aber Kleid (schwarze Federn auf eierschalenfarbenem Grund- da fühl ich mich auch mal endlich wie eine Feder. Nicht so leicht, aber so zerzaust *brüller*), Jacke (schwarzer, in sich gemusterter Strickjersey) und Handtasche (Snap Pap in braun, schwarze Baumwollstoffe) sind selbstgenäht, yes!!
Kleid Federn Collage
Kleid nach dem Schnittmuster „Kleid oder Shirt“ von Allerlieblichst, größenmäßig großzügig ans Körperchen angepasst (also 46plus).
Jacke nach dem Schnittmuster Ebby Cardigan von Schnittgeflüster, auch in 46, allerdings etwas Weite und Länge weggenommen.
Die Stoffe wie immer aus dem Nähhimmel. (Hatte ich erwähnt, dass ich da demnächst Nähkurse gebe? Ich, juhu! Guckstu hier, könnt ihr euch alle anmelden und ich bringe euch (oder euren Kindern) das Nähen bei! Also denen, die es noch nicht können. Wisster Bescheid.)
Da ich mir vor kurzem erst neue Schuhe in braun gekauft hatte, und die natürlich unter ALLEN Umständen angezogen werden müssen (Kennt ihr.),  musste natürlich das ganze Outfit darauf abgestimmt werden, ist klar, oder? Inklusive Handtasche, und die find ich ja mal wirklich total gelungen:
Clutch SnapPap Collage
Cool, was? Schnittmuster Clutch von der zweiten Taschenspieler CD, so einfach zu nähen, dass ich mich getraut habe, endlich mal das Snap Pap anzuschneiden. Ich hatte bisher immer Bedenken wegen des Wendens, aber wenn man die Wendeöffnung entsprechend groß läßt, geht das schon. Ich hatte aber auch nur ein Außenteil aus Snap Pap geschnitten, gefiel mir besser. Beim Aufpressen der Feder in der 160 Grad heißen Transferpresse wartete ich schon auf die stinkenden Dampfwölkchen, aber unfassbar: selbst das geht! Das ist echt ein Teufelszeug.
So- passt das zusammen oder passt das zusammen? Ich bin jedenfalls hochzufrieden und freue mich auf einen Konfisonntag in bequemen, aber „schiggen“ Klamotten.

Die erste „Probe“-Clutch sah übrigens so aus:
Clutch schwarz Collage
Genäht für die ganz normale Feier oder das Ausgehen (hö? wo geh ich denn mal aus? *muuuharharhar*), wenn man nur Schlüssel, Geld, Handy braucht. Taschentücher passen auch noch dazu, brauch ich auch grad in enormen Mengen wegen des verdammten Heuschnupfens *schnief*

Sodele, das Nähen der Klamotten hat ja schonmal besser geklappt als das Backen…

Und ab damit zu Rums.

404- Kuchen

Zwischendurch mal wieder überprüft ob es inzwischen besser mit dem Kuchenbacken klappt.
Nunja.
So sollte der New York Cheesecake aus dem Buch aussehen:
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Das wär doch ein toller Kuchen für die Konfirmation meines Patenkindes nächste Woche? Zum Glück hab ich ihn vorher probegebacken, puh…

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Die gelbliche Pampe da oben drauf ist die Saure Sahne, die laut Rezept drauf und 15 Minuten mitgebacken werden sollte. Und in der Füllung sind exakt die 100 Gramm pürierten frische Erdbeeren drin, die rein sollten. Wegen der rosa Farbe, statt Lebensmittelfarbe. Okay, da möchte ich mal davon ausgehen, dass das mit den ekligen Wassererdbeeren nicht klappt die es jetzt zu kaufen gibt, da ist von roter Farbe ja noch nicht allzuviel zu sehen.
(Üblicherweise kaufe ich Erdbeeren ja nur dann, wenn es sie im Garten oder in den kleinen Hüttchen am Straßenrand zu kaufen gibt- direkt neben dem Spargel. Aber gut, um den Kuchen auszuprobieren, brauchte ich nun mal Erdbeeren, also Augen zu und durch. Was tut man nicht alles für die (Back)Kunst.  Bei dem Kuchenergebnis wollte ich die Erdbeeren aber lieber nicht auf dem grauslichen Kuchen traumatisieren, da habe ich einen halben Eimer Zucker drübergekippt und als Nachtisch gegessen. Ging.)
Der Cheesecake schmeckte zwar ganz gut, aber er sah eindeutig aus wie irgendwas, was die Müllabfuhr ausm Biomüll verloren hat. Mal abgesehen davon, dass auch dieser Kuchen zu den Dingen gehört, die man nur in streichholzkästchengroßen Portionen verdrücken kann- wegen dem Kilo Doppelrahmfrischkäse. Bööörps.
In Zukunft gilt also bei diesem Rezept: 404- Page not found.

Der zweite Kuchenfail ließ nicht lange auf sich warten. Ich mag ja gerne Hefezopf mit Füllung und alles was so ähnlich ist, da fand ich dieses Rezept wirklich lecker- Schokoladen Babka. Ein Hefezopf mit Schokoladenfüllung! … Ich hätte es wissen müssen. *seufz*
Sobald ein Rezept auf einem hipstermäßigen Foodstyleblog auftaucht, ist es nix für mich.
Das scheint was psychologisches zu sein. Ich mutiere augenblicklich zum Backhonk und die Kuchen mit den schönsten Bildern werden garantiert die schlimmsten Krüppel. Isso.
Bitteschön, so sollte die Chocolate Swirled Babka aussehen:
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Und so sah sie aus:
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Man hätte eine verdammte Kinderfaust durch die Löcher stecken können und beim Anschneiden zerfällt das ganze Teil in Brocken, sowas kann man doch niemandem anbieten, verdorri! *grrr* Geschmacklich ist das Teil allerdings weit vorne, sag ich mal. (SOGAR MEIN SOHN HAT EINEN GANZEN HAUFEN BROCKEN EIN GANZES STÜCK DAVON GEGESSEN! Wenn das mal nicht der Adelstitel ist…) Die Füllung besteht aus geschmolzener Zartbitterschokolade, ein paar gehackten Walnüssen und Eischnee- vermutlich hat der sich beim Backen verdünnisiert und dann diese Riesenlöcher hinterlassen.
Auch nix fürs Renommee.

Damit das nun hier nicht so aussieht, als könnte ich garnix, muss für mein Selbstbewusstsein noch was gelungenes her.
Zurück zum Spargel. Juhu, endlich Spargelzeit, mag man denken, aber weit gefehlt. Das, was da grad an den Büdchen verkauft wird, scheint kein Spargel, sondern schwarzer Trüffel in Spargelform gepresst zu sein, wenn man sich den Preis so ansieht.
14,90 das Kilo- *kreisch* (Sorry, dem Spargel vom Gemüsehändler in großstädtischer Fußgängerzonenlage „Deutshe Spargel, Fümf Euro 1 Kilo“ traue ich nicht über den Weg. Wo soll der bitte her sein?)
Aaaber, für die armen Schlucker unter uns: man kann ja am Spargelbüdchen Bruch- oder Salatspargel für höchstens sechs Euro das Kilo kaufen. Dann hat man trotz der Preise den ersten Spargel der Saison auf den Tisch gebracht:
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Warmer Spargelsalat mit Pinienkernen, Basilikum und Parmesan. Soße (oder muss das Vinaigrette heißen?) aus etwas Walnussöl, Honigessig, Pfeffer und Salz. Fertig. Kann auch ein Honk wie ich. (Man könnte es wahnsinnig übertreiben und noch ein paar grüne Salatblätter und/oder Rucola dazuwerfen. Kann man aber auch bleiben lassen.)
Ganz hervorragende Beilage zum ersten Grillteller des Jahres letzten Montag:
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Eine echte (von Freunden importierte) Thüringer Bratwurst, dazu selbstgebackenes Brot- in diesem Fall allerdings gekauft, denn das warme Wetter hat uns doch einigermaßen überrascht (und inzwischen wieder verlassen), und dazu Kräuterbutter.  Mehr brauche ich beim Grillen nicht.
Die Kräuterbutter hat meine Mutter übrigens nach einem Rezept vom Glatzkoch aus Sahne und Kräutern selber zusammengekleppert. Das sind so Sachen, die waren in meiner Kindheit noch selbstverständlich. Ok, jetzt nicht die Kräuterbutter, das Konzept von gewürzter Butter kannte ich damals noch gar nicht, meine Oma vermutlich auch nicht, also jedenfalls gabs das nie. Nee, einfache Butter, die haben wir anfangs immer noch selbst im Butterfass gedreht aus Sahne von den eigenen Kühen aus dem Stall. Aus Sahne aus der Milch von den Kühen natürlich.
Heute muss man ohnehin gekaufte Sahne nehmen, wer hat schon noch ne Kuh im Stall? (Ok, ich kenn schon noch die ein oder andere Kuh, aber die geben keine Milch, höchstens blödes Zeug von sich…*höhöhö*). Da mach ichs mir lieber einfach und kauf gleich die Butter, aber die selbstgeklepperte war echt lecker, und mehr Arbeit als ein Dip machts auch nicht. Sagt meine Mutter, Grüße an den Glatzkoch.