Man darf ja dumm sein…

… man muss sich nur zu helfen wissen.
Wer braucht schon Transferfolie (die nicht transferiert was sie soll, aber lassen wir das), das geht auch ohne.
Die verunglückten Kissen habe ich heute mit Bordmitteln einigermaßen wieder hingekriegt. Alte weiße Bluse zerschnippelt (na gut, nicht ALT, aber gelbe Flecken unter den Achseln- ich bitte euch, wer macht so was? Is ja eklig, kann man nicht mehr anziehen), Schriftzug abgepaust, mit Stoffarbe nachgemalt, aufs Kissen gelegt, mit entsprechendem Garn die Umrisse nachgenäht, dann rundum festgenäht, wieder aufgetrennt weil vor lauter Begeisterung Unterseite mit festgenäht (*HandvordieStirnklatsch*), richtigrum angenäht, Füllung rein und juhu! Kommt schon, sieht doch aus, wie GENAUSO gewollt!

Und die gelben Reste von der Folie sieht man auch nicht mehr. Ich sollte den Post umbenennen:
„Alles Gelbe fliegt heut raus“
Wenn ich mich so umguck, stelle ich fest, dass es hier wirklich kaum Gelbes gibt. Vor allen Dingen nicht draussen- keine Sonne *harhar*. Na gut, jetzt ists eh dunkel, aber auch tagsüber: kein Fleckchen Sonne. Gruselig, den ganzen Tag war Licht an und ich war kurz davor meinen staatlich anerkannten hauseigenen Heizungsfachmann zu zwingen ebendiese wieder anzuwerfen.
Nix Gelbes also. Keine Lieblingsfarbe, noch nichtmal eine „na gut Farbe“. Doch. Kreisch!!!! Jetzt weiß ich warum mir in der Küche nix gelingt. Gelbe Farbe an der Tapete, und das schon seit zehn Jahren! Wahrscheinlich ist ein Teil meines Hirns permanent damit beschäftigt, mich von dieser gelben Farbe abzulenken, dass ich DESHALB nicht in der Lage bin, meine volle Hirnleistung auszuschöpfen. Ich kann Gelb nicht leiden! Daher bin ich beim Gehirnjogging immer so schlecht (die bl**e Schnepfe sagt immer „LANGSAM“ und „mööp“ wenn ich eine Aufgabe am lösen bin. Klappe halten, ich muss mich konzentrieren!) Deprimierend, das.
Das rückt ein Projekt auf meiner Tagesordnung mal wieder etwas weiter nach oben: Küche und Wohnzimmer weiß streichen und bei der Gelegenheit auch gleich neue Vorhanglösungen finden. Mal sehen wie lange es oben auf der Liste bleibt, bis mein staatlich anerkannter hauseigener Renovierungsfachmann das Projekt findet und unsanft wieder ganz nach unten befördert.
Gelb also: Auch in meiner Stoffkiste weit und breit nix Gelbes, höchstens mal ein gelbes Blümchen. Dafür aber entzückende kleine Stoffrestchen in rosa, rot, grün, blau, türkis etc., die auch heute wieder ihren Weg auf Schnuffeltücher für Mara, Alina, Levi und Sophie gefunden haben:

Wenn die deutsche Gesellschaft für Sprache, Namensforschung UndsoweiterOdersoähnlich das nächste Mal ihre Listen macht, was die Lieblingsnamen des vergangenen Jahres gewesen sind: Nur immer her zu mir, ich kann wichtige Hinweise liefern.
Der staatlich anerkannte hauseigene Sommelier kam eben mit einem Gläschen Sekt (oder auch zwei) an den Tisch. Da sag ich nicht nein und sag deshalb „Gute Nacht“
Bis demnächst in diesem Theater!

Ganz vergessen!

Ha, man soll ja sein Licht nicht immer so untern Scheffel und so, also deshalb hier mal angebermäßig Häkelkissen, das zweite:

Die türkismittelmeerozonlochblauen oder *wie auch immersieheissen* Stoffe gefallen mir sooo gut, sind fast zu schade nur als Rückseite.
Morgen gehts weiter mit Kuscheltüchern; Mara, Alina, Sophie und Levi bekommen eins!
Nein, in mein Bettchen gehe ich nicht. Keiner sonst da, schnüff. Männer müssen zwangszelten mit der Kindergartengruppe (und alle so: TOOOOLL!). Kleiner Mann findet das supertoll, großer Mann wäre jetzt wahrscheinlich lieber beim Zahnarzt statt im Zelt und große Frau sitzt hier bißchen mißmutig rum, friert und fragt sich, ob die Männer auch genug zum Anziehen dabei haben und nicht frieren müssen und schlafen können und es auch ehrlich nicht regnet und die temperaturen nicht endlich mal auf zweistellig steigen wollen und auch wirklich kein Wildschwein über den Zeltplatz joggt und.
Und nee, ich mag auch nicht im Zelt schlafen. Von Luftmatratze werd ich seekrank, die komischen Geräusche nachts machen mir Schiß inne Buxe, bestimmt nagt sich eine Legion Ameisen einen Weg in mein Zelt, es regnet IMMER beim zelten, es stinkt nach Rauch von unvermeidlichem Lagerfeuer (vornerum gegrillt und den Hintern abgefroren, was für einen Sinn soll das machen?), fehlt nur noch die Gitarre (Killing me softly oder lieber Über den Wolken?) und überhaupt, wenn ich in meinen Schlafsack pupse, dann hört das jeder. Doof das.
Ich geh dann mal Zähneputzen.

Da fällt mir nix mehr ein.

Wie man aus einer zauberhaften Idee ganz einfach ein Desaster machen kann, zeige ich heute.
Um unseren ganz persönlichen Valentines Day ein bißchen netter zu machen und weil mir die Idee so gut gefiel (Danke an Doris für die Verlinkung!) wollte ich statt eines Geschenkes (Rasierwasser, Kinogutschein, gääähn) die Kissenbezüge nachmachen. Die Shirts fand ich ja NOCH schöner, aber Achtung: Falle! T-Shirts sind aus Jerseystoff und Jersey und ich… man weiß ja wie das endet. Also dachte ich mir, ein fester Baumwollstoff wird mir doch nicht unterm Bügeleisen wegrutschen, das dürfte doch selbst ich mit meinen bescheidenen Fähigkeiten hinkriegen.
Weit gefehlt:

Na gut, ich hätte möglicherweise auf den Tip hören sollen, den Schriftzug entlang der Buchstaben auszuschneiden, hatte ich aber vergessen, denn schliesslich musste ja alles wieder schnell schnell gehen. Das hätte aber letzten Endes auch nichts genutzt, denn dann hätten zwar NUR die Buchstaben einen gelben Rand gehabt, aber gesehen hätte man das in jedem Fall, denn man musste die Buchstaben MIT Rand ausschneiden weil es sonst Wutzerei gibt (behauptet die Transferfolie).
Überhaupt: Die TRANSFERFOLIE. Wer denkt sich so was aus? In der Packung waren zehn Folien. Gekauft vor ein paar Jahren wegen eines T-Shirts mit Bild. Und ich kann guten Gewissens behaupten: NICHT EINE Aktion hatte ein zufriedenstellendes Ergebnis! Und dieser Schriftzug war ja jetzt nicht so eine richtige Herausforderung. Als gelernte Transferfolie sollte man es schon packen, zwei einfache Grundfarben auf einen Stoff aufzubringen ohne die Hälfte der Farben unterwegs zu verlieren. Wer hat was von Grauschleier gesagt? Die Rede war von schwarz und rot (ich weiß das Schwarz keine Grundfarbe…) und schon garnicht von gelb! Aaaargghhhrrmmbllll!
*Verschnauf*
Ein Gutes hat es: die Folie is endlich alle! Vielleicht hat ja jemand mal einen Tip bezüglich guter Transferfolie… Falls ich es in diesem Leben nochmal versuchen sollte.
Natürlich die Kissen trotzdem überreicht und einen sehr schönen Abend gehabt. Kind mal ausnahmsweise sofort eingeschlafen, Glotze aus, unterhalten, Cremant getrunken, hach.
Na gut. Einmal kurz gucken:

Ich näh den Schriftzug nochmal neu auf einen weißen Stoff und applizier den dann auf die Kissen. Wär doch gelacht!
Nachtrag Rock: Sehr nettes Gespräch (mal wieder) mit Lädchen wo Rock gekauft. Rock schon auf dem Weg zurück zur Herstellerfirma die einen sehr ähnlichen raussucht, dem Lädchen schickt, das Lädchen mir schickt, ich entweder Rock nehmt oder Geld zurück. Is das was? Das is was!
Nu wieder auf Erwachsenendeutsch:
Gude Nachd!

Luxusweib Teil 2

Äh- ich habe mich wohl etwas ungeschickt ausgedrückt.
Nur in einer PERFEKTEN Welt hätte ich von einem freundlichen Mitarbeiter gleich einen neuen Rock zugesichert bekommen.
Im echten Leben geht das so:

Meine Mail an Moshiki:

Sehr geehrte Damen und Herren,
leider habe ich eine Reklamation zu einem ihrer Wickelröcke (Donut). Ich habe ihn vor zwei Wochen gekauft bei einem Händler in der Rhön (Wasserschnuppe/Gersfeld) und bisher einmal getragen. Der schwarze Unterstoff der angenähten Tasche färbt so stark ab, dass der helle Stoff des Rockes nur durch das Tragen bereits rundherum eingeschwärzt ist.
Der verfärbte Stoff des Rocks läßt sich durch das Handauswaschen nicht reinigen. Bitte teilen sie mir mit, wie ich weiter vorgehen soll. Zurückbringen kann ich den Rock nicht, da ich ihn in einem Kurzurlaub gekauft habe und nicht in der Nähe des Geschäfts wohne.
Mit freundlichen Grüßen,
Doro Mxxxx

Die Antwort:

Hallo,
da Sie den Rock nicht bei uns gekauft haben, kann ich Ihnen auch kein Geld erstatten.
Eigentlich gibt es nur die Möglichkeit, sich dazu an den Händler zu wenden. Evtl. können Sie ihn ja auch schicken.
Ein Umtausch bei uns wäre theoretisch auch noch möglich. Allerdings haben wir im Moment den Donut nur in kurz lieferbar. Außerdem ist ja jeder Rock ein Unikat. D.h. Sie müßten damit leben, daß wir irgendeinen Rock schicken.
Mfg
Bxxx Stxxx

Schade. Ich bin nur noch ein Hallo. Schnüff.
Kommt das nur mir wie eine Drohung vor, das ich damit leben müßte irgendeinen Rock geschickt zu bekommen?
Und wieso Geld erstatten? Ich wollte doch gar kein Geld, ich wollte doch nur wissen wie ich nun vorgehen soll.
Hmpf.
Dagegen die Dame aus dem Lädchen, in dem ich den Rock gekauft habe: Kurzes, sehr freundliches Telefonat. Oh, das tut ihr sehr leid, kann ich den Rock vorbeibringen? Nein? Wäre es mir möglich, den Rock zu schicken und wir telefonieren dann nochmal und besprechen wie wir weiter vorgehen? Ja? Selbstverständlich, vielen Dank, mehr wollte ich ja erstmal nicht als das sich jemand das Ding ansieht und freundlich mit mir umgeht.
Mal sehen wie es weitergeht….

Ich fürchte das Problem liegt woanders: Ich bin verwöhnt! Verwöhnt durch die DaWanda Händler und die kleinen Versandhändler, die mit Liebe ausgesuchte oder angefertigte Waren mit Liebe verpacken und versenden, meist noch irgendeine liebevolle Kleinigkeit, eine Karte, einen Gruß dazupacken, so dass man sich schon beim Auspacken freut wie ein Schneekönig, mal ganz abgesehn von dem freundlichen und fröhlichen Email Kontakt vorher. Hach.
Man fühlt sich wertgeschätzt, wichtig, angenommen.
Deshalb dann mal von dieser Stelle aus einen Gruß und einen herzlichen Dank an alle die sich angesprochen fühlen dürfen (gelle: Patti, Silke, Beate, Perlenhuhn, Geliebtes Zuhause, Kidstixx, Nauli, SCHILD-KROETEperlenshop und so einige mehr die mir gerade nicht einfallen).
IHR SEID KLASSE!!!

Luxusweib

Wow, was bin ich für ein Luxusweib.
Kauf ich mir mal eben so ein Wickelröckchen für über die Hose (damit man den Luxuswaschbärenbauch nicht so sieht) für 36,- Euro, um das dann nur EINMAL anzuziehen.
So cool muss man erstmal sein! Aber die Firma Moshiki hat mich dabei schon gut unterstützt:

Na gut, auf dem Label stand: Handwäsche. Kein Problem, wozu hat man Waschbecken? Und da nur über die Hose gezogen, muss man das Teilchen eh nicht so oft waschen. Ha! Weit gefehlt!
Man muss es sogar schon waschen ohne einen einzigen Fleck drauf gemacht zu haben! Das macht das Röckchen nämlich selber, sozusagen ein eingebauter Dreckgenerator. Sehr praktisch, man muss sich nicht mehr selber in den Dreck werfen, man stelle sich vor, was das den Kindern alles ersparen würde, wenn man den Dreckgenerator in deren Klamotten einbauen würde. Himmlisch! Nie mehr im Matsch spielen, Klamotten werden ja auch von selber dreckig. Aber ich schweife ab.
Des Rätsels Lösung ist natürlich der schwarze Stoff der auf der Rückseite der Tasche angenäht wurde. Durch die bloße Bewegung und das Hinsetzen (es stand nicht im Label, dass man sich nicht BEWEGEN darf. Ich Dummie. Ein echtes Luxusweib STEHT eben nur schön in der Gegend rum!) reibt der Stoff am hellen Unterstoff und färbt so alles schön schwarz ein. Blöd nur, das der Rock hellgrün ist und nun aussieht als hätte ich mit dem sehr lange nicht gewaschenen Auto gekuschelt.
Vorsichtiges Auswaschen per Hand hat das Ergebnis dann, nun ja, sagen wir: optimiert. Der dunklere Stoff oben auf der Tasche färbt nämlich auch aus, juhu.
Was sie vergessen haben auf dem Label zu erwähnen, ist nämlich: Vor dem Handwaschen bitte alle Stoffe sorgfältig voneinander trennen, numerieren und später in order of appeareance wieder zusammennähen. SO macht man das in Luxushausen. Man beschäftigt für das Waschen wie anno dunnemals Marie Antoinette extra Näherinnen!
Bin ich jetzt eine extreme Monsterzicke, wenn ich das total SCHEISSE finde? Blöderweise habe ich den Rock vor zwei Wochen in der Rhön im Kurzurlaub gekauft und hier in der Nähe habe ich noch keine Verkaufsstelle entdeckt.
In einer perfekten Welt rufe ich nun die Verkaufsstelle/den Hersteller an und schildere mein Problem, woraufhin mir ein freundlicher Mitarbeiter mitteilt, dass ich selbstverständlich einen Ersatz für den Rock bekomme, den ich mir bitte auf der Website des Herstellers aussuche und der sofort kostenfrei zu mir gesendet wird. Schön!
Stay tuned, ich werde berichten.
Und falls einer denkt „soo schlimm sieht das doch nicht aus“. Doch, sieht es. In echt noch dreckiger als auf den Bildern.
Doro

Gnihihi!

Fußball ist ja sooo langweilig….
Da bastele ich doch lieber an einem neuen Header rum, und siehe da- ich kanns!
Jetzt brauche ich nur noch passende Seitenteile, aber da muss ich erst mal rausfinden wie die heissen 🙂
Hilfe kam von: Blogger LateinBanner Fans und pixlr.com.
Sooo stolz!
Doro
Edit: Wo ich schon mal dabei bin: ein paar fröhliche grüne Pünktchen tun es fürs erste auch…
Einen herzlichen Dank nochmal an Angela für den Anstoß, endlich mal den Blog zu putzen!

Nich wundern…

…aber ich hab Urlaub. Daher so viele Posts. Ab nächste Woche habe ich wieder weniger Zeit, wir unternehmen auch weniger und dann habe ich auch nicht mehr so viel aufzuschreiben.
Wie schön dass an einem Brückentag immer alle Leute in die Einkaufszentren strömen. (Davon haben wir im Umkreis ja so einige.) Husch, husch, ab zum Shoppen, dann haben wir den Feldberg wenigstens für uns alleine *harhar*. Fast jedenfalls, wenn man mal von den hundert niederländischen Motorrädern absieht. Hartelijke Groeten!

Ist das ein cooles Bild? Bin ich eine coole Alte? Yes, i can!
Ich finds ja selber ein bißchen albern, aber das macht dann ja doch Spass, wenn man zur Abwechslung mal was hinkriegt was man sonst nicht schafft. Sieht doch Original wie im Spielzeugland aus, dabei isses nur der gute alte Feldberg im Taunus. Der Treffpunkt aller (ALLER!) Motorradfahrer aus halb Deutschland (zumindest in der Sommersaison) und meistens auch noch aller möglichen Oldtimer, Rennflitzer, Erlkönige, Nobelkarossen undsoweiter. Heute haben wir ein Treffen vom Opel-Oldtimer-Club erwischt. Admiral, Diplomat, Rekord, Senator und ein Kadett Aero:

Hach, das war was für Papa.
Aber dann waren wir in der Falknerei. Hatte ich mich schon mal unflätig ausgelassen über Sinn und Zweck der Zootierhaltung? Ich glaube hier habe ich es angedeutet. Ich dachte eigentlich, in einer Falknerei und Greifvogelauffangstation werden die Tiere so ein bißchen artgerecht gehalten, haben Volieren, fliegen ein bißchen rum, chillen ein bißchen und ihr Essen fangen sie sich selber. Die Greifvogelauffangstation dachte ich mir als heimeligen Zufluchtsort für aus dem Nest gefallene Babygreifvögel, die von einem Tierpfleger in Handaufzucht bis zur Auswilderung betreut werden. Die reinste Idylle.
Gott, bin ich dämlich.
In echt sah das so aus:

 

Verschiedene Bussarde und Falken saßen an kurzen Ketten auf ihren Stangen vor ihren putzigen Häuschen. Der Steinadler- ein eigentlich stolzer und prächtiger Vogel- hoppelte mit an einen Lederriemen gebundenen Beinen durch seinen Käfig und versuchte wieder und wieder loszufliegen. Das Seil war nicht lang genug, aber er rannte immer wieder los, breitete die Flügel aus und wurde natürlich ruckartig abgebremst. Das war so ein schlimmer Anblick, das konnte ich nicht fotografieren.
Ich bin ja nun wirklich kein militanter Tierschützer, aber muss das sein? Es mag ja verschiedene Argumente für eine Aufzucht in Gefangenschaft geben, aber in solchen Verhältnissen? Der Gänsegeier war hinter Maschendraht gefangen, die Schleier- und die Schneeeulen in ca 3 qm großen kleinen Bretterverschlägen und so weiter.

Für mich als Laien sahen die Tiere erstmal nicht ungepflegt aus und die ganze Anlage machte keinen verwahrlosten Eindruck. Laut Homepage www.falkenhof-feldberg.de sind die Betreiber stolz auf ihre Greifvogelaufzuchtstation wo wohl tatsächlich Tiere ausgewildert werden. Sicher haben sie eine Menge vernünftiger Argumente für die Art der Haltung, aber ich frage mich ernsthaft, was der Steinadler sagen würde wenn er sprechen könnte.
Die philosophische Grundsatzfrage des Tages: Haben wir das Recht dazu, Tiere unter solchen Umständen zu halten?
Es hat seinen Grund, warum mir kein Haustier ins Haus kommt. Weder befellt noch gefiedert oder mit glitschiger Haut. Leben und leben lassen und zwar jeder so wie er will.
Obwohl. Bei einem Erdmännchen würde ich womöglich schwach…
Horrido!
Doro

Mein Beitrag zum Thema „Schöner Wohnen“ oder:

was niemand wirklich in der Zeitung sehen will, aber leider die traurige Realität in den meisten aller deutschen Haushalte ist. Oder doch nur bei mir?
Teil 1: Das Kinderzimmer.
Die Idee:

Kinderzimmer in Blau und Weiß
Die großflächige Schrankfront und das weiß-blaue Farbkonzept schaffen optisch Ruhe im Kinderzimmer. Das sorgt fast schon allein für Ordnung. Weiße Boxen im niedrigen Regal helfen außerdem beim Verstauen von Schulheften, Büchern und Bastelutensilien.

 Jungen-Kinderzimmer für Zehnjährige
(Quelle: www.schoener-wohnen.de)

Die Realität:

Weiß-blaues Farbkonzept: Vorhanden, erweitert mit ein paar grünen Tupfen.
Großflächige Schrankwand: scheitert an den nicht vorhandenen großflächigen Wänden. 
Boxen zum verstauen: REICHEN NICHT. Deshalb Kommoden, Regale, Kisten.

Kuscheltiere: Müssen ihren Platz im Bett regelmäßig mit denen oben auf dem Regalbrett tauschen. Merksatz: niemals mehr als fünf Kuscheltiere im Bett, Rest kriegt eine Räumungsklage. Da im Bett noch MEHRERERE Kuschelkissen ihr Obdach haben (die meisten davon auch noch selbstgenäht, ich Trottel), wird es trotzdem immer eng. Seltsamerweise sind oft mehr als fünf Tiere im Bett, die fallen wohl vom Himmel. Falls der Bewohner noch wachsen sollte, sehe ich schwarz für ihn, platzmäßig, im Bett. Alle Kuscheltiere unter 10 cm müssen ausserhalb des Bettes schlafen (in den Bett-Taschen).

Offene Regale sind IMMER unklug, denn: es sieht nicht nur immer unaufgeräumt aus, es IST immer unaufgeräumt. Auf dem Bild oben übrigens: Aufgeräumt. Wehe, einer lacht!
Erinnert sich noch jemand an das Farbkonzept? Hochmotiviert war ich damals ans Werk gegangen, meinem Bübchen ein wunderschönes Fliegerzimmer einzurichten. Möbel in blau und weiß, Blumenwiesenteppich auf dem Boden als Landeplatz, Fliegeraufkleber an Wand, Schrank und so weiter.
Und nun das.
Denn die bittere Wahrheit ist: Der Bewohner schert sich nicht um mein Farbkonzept. 
Um alles in diesem Zimmer unterzubringen, was der Bewohner sammelt und AUF GAR KEINEN FALL wieder hergeben kann, mussten zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten her.
Aufhängenswerte Kunstwerke passen selten ins Farbkonzept, siehe Kleiderschranktür, Wände und behängte Kommode. Unter „Kunstwerk“ und „wunderschön“ werden beim Bewohner allerdings mitnichten nur mit Liebe selbstgebastelte oder gemalte Liebenswertigkeiten einsortiert. Nein, auch die McDonaldsWerbung aus der Tageszeitung, das Hologrammbuchzeichen mit dem Logo einer großen Buchhandelskette (by the way: auch wir gehören zur lesenden Minderheit, zumindest ich und der kleine Bewohner. Der große liest nur was auf Monitoren erscheint) sowie alle Arten von Kisten, Taschen, Kästchen, Rucksäckchen, Tüten, aus Holz, Stoff, Plastik, egal was, Hauptsache es passt was anderes rein, werden gesammelt und ausgestellt.
Wenn irgendwas für aufhängenswert befunden wird, wird es an den ausgewählten Platz geklatscht und Mutters Farb- oder Designkonzept wird dabei völlig IGNORIERT.
KREISCH!!!
Inzwischen bin ich zufrieden damit wenn wir alle paar Tage mal eine Grundlage reinkriegen und alle Schleich-Tiere wieder auf ihr Regalbrett zurückkehren, die Playmobilsachen von ihren Freundschaftsbesuchen bei den Legomännchen zurück in ihrer eigenen Kiste sind, alle Ü-Eier-Figuren in ihr Glas und die Unmengen von zerknülltem und zerschnippeltem Papier ins Altpapier marschieren dürfen.
Fazit 1: Niemand wird je unsere Wohnung fotografieren und in einer Zeitschrift ausstellen wollen (BESONDERS nicht das Kinderzimmer).
Fazit 2: Das ist mir völlig wurscht. Der Bewohner ist glücklich und findet sein Kinderzimmer wunderschön und das ist es doch worauf es ankommt.
Fazit 3: Ich bin trotzdem neidisch auf die Mädels, die ihre Wohnungen locker so aussehen lassen können als hätten sie unbegrenzt Platz, Ideen und genügend Coolness um alles verschwinden zu lassen was nicht ins Farbkonzept passt. (Wie GROSS ist euer KELLER? Irgendwo muss das Zeug doch hin!)

So, jetzt arbeite ich mal weiter an MEINEM Farbkonzept und häkele mein zweites Glücksträumerle fertig.
Liebste Grüße,
Doro

Seniorenteller

Bei der lieben Dickmadamme habe ich diese Verlosung gefunden. Wichtiger als die Verlosung aber ist die Arbeit, die sie sich gemacht hat um Bloglegasthenikern wie mir ein paar Sachen beizubringen um den Blog schöner zu machen. Wie man sehr schön an meinem Blog sieht, der noch genauso daherkommt wie vorher, hat es bei mir nicht funktioniert. 🙁
Das liegt aber nicht an der Dickmadamme Angela (die übrigens gar nicht dick ist, ich frage mich wo der Name herkommt???), sondern an mir. In der Hauptschule, der Pflegevorschule und schliesslich bei der mittleren Reife war ich immer ziemlich gut in Englisch.

(Mit den Noten hätte ich eigentlich religionsgeschichtliche Sozialbiologin in England werden sollen. Wieder eine Chance verpasst.)
Blöderweise war ich schon immer eine faule Socke die sich im Minimalprinzip bewegt hat und so habe ich mich schön auf meinen guten Noten ausgeruht und niemals wieder was für meine kleinen grauen Englisch-Zellen getan. Das rächt sich jetzt, ich kann fast nix mehr, aber leider sprechen die meisten Seiten, die sich mit dem Bearbeiten von Bildern, Bloghintergründen, Deko und so weiter beschäftigen nur ENGLISCH und sind so vollgepackt mit bunten Bildchen, Werbung etc. dass ich oft nichtmal ohne Recherche (draufklicken!) unterscheiden kann, gehört das jetzt zur Seite oder ist das wieder ein Werbelink. Und das DAUERT alles ewig. Ich fühle mich wie eine SENIORIN!!!! (Ab morgen nur noch Seniorenteller, hrrmpf)
Aaaaber heute hatte die liebe Angela einen guten Tip mit dem sogar ich was anfangen konnte, haha!
Ich finde ja diese Modellbaufotos so schön, die man aus der Werbung kennt- ich weiß jetzt auch dass diese Art Bilder „TiltShift“ heisst, und Angela hat eine Seite verlinkt, auf der man das ganz einfach nachmachen kann- Danke schön!!
Ich habs gleich mal mit einem Bild von unserer Maiwanderung versucht:

Sieht doch schon ganz gut aus? Und gestern waren wir mit Sohnemann im Freizeitpark umme Ecke und in den drei Minuten Sonnenschein des Tages ist dieses schöne Bild entstanden.

Ich finde, da kommt der Effekt ziemlich gut raus. Es ist kaum zu glauben dass das echt ist.
Es war übrigens sehr schön im Freizeitpark, aber sowas von A****KALT!!!
Wir sind extra mittwochs gegangen, da am Feier- oder Brückentag dort sicher die Hölle los ist aber das „nirgendwo-anstehen“ haben wir mit viel Bibbern bezahlt. Trotzdem hat sichs gelohnt, wir waren vier Stunden drin und Sohn war glücklich! Soo viele Spielplätze und soo viele Tiere. Söhnchen ist sogar das erstemal auf einem Pony geritten, das hat er sich sonst nie getraut!

Allerdings musste ich das Tier selber führen auf dem Rundweg und ich hatte garantiert mehr Schiß dass der Gaul seinen Freiheitsdrang entdeckt als der Kleine obendrauf hatte. Alle Tiere die ich nicht mehr selber hochheben kann, sind mir erstmal suspekt, weil: stärker als ich. Und mal im Ernst: die Betreiber haben ja ein seliges Gottvertrauen, wenn sie ihre Ponys mit jedem Hinz und Kunz loslatschen lassen. Was wenn einer mal ein Kind runterschmeisst oder einem dussligen Erwachsenen auf die Füße latscht? Die haben schon eine anständige Schuhgröße, die Hoppepferdchen, da ist so ein Menschenfuß schnell mal Matsch. Na, ist ja gutgegangen und hat Spaß gemacht.
Nachtrag: Das Rehschört hat die Wäsche übrigens gut überstanden, yep. Und aufgrund guter Tips und freundlichen Zuspruches (danke, danke, danke!!!) werde ich mich mal an den käuflichen Erwerb von abreißbarem Stickvlies machen und dann nochmal versuchen, ob ich das nicht besser hinkriege. Aber ich kenne mich: Bei mir dauern Projekte gerne auch mal ein paar Monate (siehe Taschenbaumler, grrr), daher kann das mit dem Jersey dauern. Aber wer weiß, nächstes Jahr nähe ich vielleicht ein T-Shirt 🙂

Einen schönen Feier-, Brücken-, Sams- und Sonntag wünscht
Doro
P.S.: Es hat keinen Zweck mich mit meinen Noten erpressen zu wollen. Die sind mir nämlich wurscht:-)

Nicht mein Freund

Definitiv wird das niemalsnicht mein Freund- Jersey. Der Vollständigkeit halber habe ich es mal wieder versucht aber ich stelle fest: Macht kein Spaß. Doof das.
Aber von vorne.
Merke: Makeup-Spender sind eine feine Sache. Noch feiner wäre es, wenn sie im Auslieferungszustand schon einsatzbereit wären. Sind sie aber nicht, statt dessen muss man pumpen. Und pumpen. Und pumpen. Und der erste Spritzer kommt entsprechend der ungeduldigen Pumperei mit KARACHO aus dem Ding geschossen. Platsch!
Weißes T-Shirt, FUNKELNAGELNEU! Hinüber.
(Ganz zu schweigen von der Fliesen-, Waschbecken- und Spiegelputzerei, vielen Dank)
Übrigens, Herr Dr. Beckmann: ihr Fleckenzeugs funktioniert nicht. Die Flecken sind noch DA.
Zwei Möglichkeiten: Tonne auf, T-Shirt rein. Oder irgendwas drübernähen und bei der Gelegenheit gleich Jerseynähen üben.
Von meinem Loopschal hatte ich noch etwas Reh-Jersey übrig, also habe ich ein paar Bambis ausgeschnibbelt und aufgenäht, aber zufrieden bin ich damit nicht. Irgendwie sieht das nicht ordentlich aus. (Ordnungsgemäß natürlich mit 70er Stretchnadel, BLOSS nicht ziehen, Zickzackstich eng und weit, Geradstich ausprobiert und all die anderen Tips aus dem Stofflädchen befolgt, aber es hat sich trotzdem zusammengezogen. Hmpff.)
Aus T-Shirt wird Rehschört:

Oder muss das so?
Grübelnd,
Doro