Ich komm zu nix

Männe ist schon seit letzten Donnerstag krank (richtig Grippekrank, der Arme *tröst*), heute hat nun auch das Immunsystem unseres Nachwuchses schlappgemacht, auch hier Fieber und Kopfschmerzen.
Also bewaffne ich mich schon ein paar Tage mit Schwesternhäubchen, Kochmütze und Putzlappen und versuche den Haushalt am Laufen zu halten und die Kranken angemessen zu versorgen (und bespaßen).
Was garnicht so einfach ist, wenn man Dienstag, Mittwoch und Donnerstag auch noch arbeiten geht.
UND wenn man es gewöhnt ist, dass der Haushalt zu fast gleichen Teilen aufgeteilt ist- zumindest zwischen den erwachsenen Haushaltsmitgliedern. (Beim Nachwuchs haben wir in der Hinsicht irgendwas verpasst, der putzt IMMER noch nicht, hmpf)
Ich hab mich richtig dran gewöhnt, dass mein Mann in fast allen Lebenslagen hier für Grundordnung sorgt. Alles was rumliegt, wird sofort weggeräumt. 🙂 Fürs Kochen bin zwar immer ich zuständig, dafür habe ich mit dem Aufräumen der Küche nach dem essen nix zu tun, macht alles mein Mann. Na gut, Wäsche waschen muss ich, aber ich arbeite ja auch nur (nochnichtmal) halb und er ganz. Da darf es bei den Haushaltpflichten ja ein gewisses Ungleichgewicht geben. Staubsaugen macht mal er mal ich und Bad putzen meistens ich.
Beim Bodenputzen und Fensterputzen sind wir uns erfreulich einig: Das machen wir beide. Nicht.
Den Dreck an den Fenstern sieht man ja eh nur wenn die Sonne draufscheint und schlechtes Karma vermeiden wir einfach, indem wir uns Besuch nur für nachmittags einladen. Da scheint die Sonne nicht mehr aufs Fenster. Schlau, was?
Na, gut- für besonders hartnäckige Fälle und Anfälle von Putzwahn (meistens im Frühjahr, wie passend) haben wir dann den HaRa Fensterputzer. Geniales Teil. Nobelpreis dafür, sofort!)
Und Bodenputzen… Hach, Gottchen. Wir haben doch einen Staubsauger (und was für ein Teil! Der krallt sich richtig im Boden fest!) da reicht putzen einmal im Jahr. Wir sind halt sehr sauber.
*pruuuust*
Ähhh- wo war ich?
Ja, also, das ist ganz schön stressig, plötzlich alleine die Hausarbeit plus Krankenpflege zu übernehmen. Nicht „Plötzlich Prinzessin“, sondern „Plötzlich Alleinerziehend“ (und ich fühl mich wie Cindy von Marzahn in der Hauptrolle)
Daher wollte ich hier mal ganz offiziell verkünden:
Schatz, du machst die Küche EINDEUTIG wesentlich besser sauber als ich. Danke dafür!
Und jetzt seh zu, dass du wieder gesund wirst, ich hab die Schnauze voll vom Wischeln.
Lass dir ruhig Zeit mit der Rekonvaleszenz, mein Lieber, ich mach das alles sehr gerne für dich!
Allerdings fühle ich da schon so ein leichtes Zwacken in der Nase und der Kopf…
Nein, Spaß, mir gehts prima (kein Wunder, ich bin ja hier auch der Vitaminstaubsauger!).
Nun denn, liebe Gemeinde, langer Rede kurzer Sinn: Ich komm zu nix, wie eingangs erwähnt.
Ich LIEBE meine neue Näh/Stickmaschine und würde so gerne noch das ein oder andere sticken. Ich warte noch auf die Stickdatei Mandalenas von Zaubermasche und freu mich schon aufs Ausprobieren, aber Moment, ächz, zerr.. ich rupf erstmal das Häubchen runter…. und werf den Staubfeudel weg und die Kochmütze runter, arrgh, ist das schwer! Kreisch, sie gewinneeeeeen!!! *seufz*
Nein, im Ernst: Ich verzichte sehr gerne auf mein Hobby für das Wohlergehen meiner Familie, aber leider gibts dann eben auch nix Gesticktes (ich wüßte eh nicht wo drauf damit, ich stick einfach weils so einen SPAß macht *kicher*) und kein neues Rums. Ich will mir auch so einen schönen Taschenbaumler häkeln, die Hälfte hab ich geschafft aber: siehe oben. Den Organizer von meiner lieben Patti konnte ich noch nicht mal ANfangen, weil ich einfach nicht in den Stoffladen komme… Und, liebe Sabine, ich bin dem Frühlingskranz ein paar Schritte näher gekommen: ich habe einen Rohling gekauft und schon mal meine Häkelblumensammlung gezählt. Öhhh… könnte NÄCHSTES Frühjahr werden…. schwitz.
Inspiriert dazu hat mich übrigens die „etwas andere“ Scharly (die immer Herzchen in ihre Schrift zaubert *neid*) und dieser Link hier. So knuffi!
Ich glaube, ich knote einfach Stoffstreifen drumrum und beklebe die dann mit den Häkelblümchen und anderem Tüddelkram. Leider raffe ich die Häkelanleitung für die Sterne nicht. Englisch!
Auf jeden Fall mache ich dafür auch ein paar PomPoms. Wollte ich schon immer mal probieren.
So, laberlaber, jetzt ist mal gut.
Aber, Achtung Preisfrage: Wieso schreibt Frau lieber Blog statt sich mit Männe vor die Glotze zu setzen?
Rischdiiisch!!!!
Fußball. Örks.

Pladoyer für den Baumwollschlüppi

Hatte ich schon erwähnt das es draussen schneit? Klar, draußen, haha, drinnen geht ja nicht- obwohl, in meinem Auto geht das, die Frontscheibe friert immer innen so schön zu und wenn ich das dann mit Bordmitteln freikratze, dann: Schneits. Im Auto. Ich kann zaubern.
Äh- wo war ich? Ach ja, der Baumwollschlüppi.
Nachdem ich vor Mo-na-ten irgendwo in einem dieser schicken durchdesignten Blogs (die ich aus verschiedenen Gründen nicht mehr in meiner Leseliste habe) ein „How to fühl mich wunderbar“ oder so ähnlich gelesen hatte, ging mir das Thema irgendwie immer mal wieder im Kopp rum. Die Grundaussage des Textes, soweit ich das erinnere, war, dass Frau doch auf jeden Fall und immer wieder mit Dessous gut bedient ist. Man fühlt sich weiblich, attraktiv und begehrenswert, und zur sorgsam zusammengestellten Obendrüber-Garderobe passen nun mal die entsprechenden Dessous, gerne von Aubade, La Perla, Passionata, etc viel besser.
Auszug Werbetext von wtf: alle Teile sind von einer verführerischen Schönheit, dass eine Frau die sie trägt sich wie eine Göttin fühlt und auch so aussieht. Zitat Ende. Äh?
Zu dem Thema fühle ich mich dann doch berufen, mal was dazwischenzurufen:
Nein, ich trage keine Dessous. Ich fühl mich auch nicht wie eine Göttin (und wenn- dann höchstens wie Athene. Oder die Göttin der Unterwelt- wuhahaha *gruseligesLachen*)! Ich habs ausprobiert, aber ich find die Dinger schrecklich unbequem, denn sie sind in den meisten Fällen aus DOCH kratzender Polyspitze (völlig wurscht wie teuer) und mal ehrlich: meinen Hintern will keiner (!) in einem Spitzenstring von La Perla für 69,90 sehen. Mein Hintern (den ich im Übrigen sehr bequem finde, wenn ich draufsitze) ist immerhin schon 43 Jahre alt, so wie alles andere an mir auch.
Leider sieht er aber dementsprechend… ähhh, also: wie ein Wellblechdach aus. Es gab auch mal andere Zeiten, also die sogenannten präWellblechzeiten, da sah der das schon mal anders aus, aber: da hatte ich das Geld nicht für die sündhaft teuren Dessous. Shit happens.
Will also irgendjemand einem Wellblechdach ein Update in Form eines arschteuren Spitzenhöschens verpassen??? Nicht wirklich, oder?
Also bedanke ich mich hiermit in aller Form bei den Firmen Mey, Triumph und Calida (to be continued, Sponsors welcome!), die es schaffen, tragbare Unterwäsche mit sehr hohem Baumwollanteil herzustellen, die die Kreditkarte nicht in die Knie gehen lässt und die auch noch schön aussieht. Schwarz. Weiß. Oder Hautfarben. Keine Spitze.
Alle, die sich mit Formenlehre beschäftigen, wissen ja: um von besonders unruhigen Formen abzulenken (Wellblech?) müssen ruhige Formen her. Zum Beispiel feiner Baumwollstrick mit einem winzigen Anteil Elasthan. Das hält auch die beiden Mädels im Gleichgewicht, sofern sie nicht an enormem Übergewicht leiden (bei mir nicht der Fall).
Und ich gratuliere allen Damen, die kein Wellblech ihr Eigen nennen müssen, oder sich soweit mit ihm arrangiert haben dass es sie nicht juckt, oder so jung sind dass sie noch nicht mal wissen warum die Alte hier von Wellblech redet, und wünsche ihnen viel Spass mit ihren Dessous. Gerne auch von La Perla. Oder Aubade. Oder wtf, whatever you want. Herzlich gerne.
Aber nicht mit mir.
Und NEIN, ich habe KEIN Foto vom Baumwollschlüppi für euch!
Dieser Post wurde geschrieben mit dankenswerter Unterstützung einer Flasche Rotwein der Marke „Deidesheimer Spätburgunder“.

Guckuck…

… bin noch da!
Mein erstes kleines Stickbild:

Gnihihihi!
Aber zwischendurch muss man ja auch immer noch arbeiten (*seufz* und kann nicht den ganzen Tag an der neuen Maschine rumpopeln, hrmpf):

Wir weiten unser pädagogisches Konzept jetzt auch auf Haustiere aus. Natürlich nur wenn sie soo knuffig daherkommen wie dieses hier. Super-Nanny für Katzenkinder oder so.

Nachtrag zur Nähmaschine: Das die so komisch genäht hat, lag überhauptsgarnicht an mir, ha! Die Maschine war SCHEISSE! Das darf ich in Großbuchstaben schreiben, dass hat nämlich der Nähmaschinenmeister im Nähzentrum gesagt. Die war so SCH… dass er sie nichtmal in Zahlung haben wollte. Niemals nicht soll das Ding ihm seine heiligen Hallen beschmutzen. Gut, wir haben halt den vollen Preis gezahlt *grummelörks* aber dafür konnten wir für vierzmich Euro noch Stickkram, Garn und Vlies mitnehmen. Ist ja auch was.
Und nu säuselt sie hier vor sich hin, quäkt ab und zu mal „Neue Garnfarbe bittäää“, naja, sie schreibt es eher, macht aber nichts das sie nicht redet, ich versteh sie auch so. Meine neue Freundin. Hach.

Keine Zeit, keine Zeit…

Ist das doof- da hat man ein neues Maschinchen und kanns nicht ausprobieren weil man einen Termin nach dem anderen hat, hrmpf.
Nach einem sensationell schlechten Erste-Hilfe-Kurs (Kinder und Säuglinge), der mir gestern den kompletten Tag vers… hat, hatte ich heute nur schöne Termine (Geburtstagsbrunch und:

 richtig: Wintergrillen. Mit original importierten Düringer Würstchen, mjam.)
Aber jetzt! Geradeaus und Zickzack hab ich heute schon an einer Griselda für Schwiegermama ausprobiert (jaha, ich wage es nochmal) und was soll ich sagen? Das macht richtig Spaß! Alleine, dass der Fußschalter LANGSAM näht wenn man wenig Gas gibt und schnell, wenn man ihn durchdrückt- Irre!
Und das ist für alle, die mit mir überlegt und so nett und hilfreich kommentiert haben:

Danke!!! Tschüß, ich geh dann mal üben, gnihihi!

(Die Herzen haben wir letztes Wochenende im Wald gefunden.)

Und übrigens

hab ich gerade mein Amazon-Konto gelöscht.
Ich habe die Schnauze voll von Unternehmen, die ihre Gewinne über die Menschenwürde stellen und dann auch noch behaupten, dass „der Kunde“ das ja alles so will. Mein lieber Schieber, was ich alles so angeblich will.
Nein, ich will NICHT, dass meine Pakete von Sklaven gepackt werden und ich will NICHT dass irgendwelches rechtradikales Geschmeiss die Sklaven dabei auch noch beaufsichtigt. Haben wir hier nicht eine besondere Verantwortung? Und ich meine hier nicht die Verantwortung als Nachfahren der Generation die dem häßlichen Österreicher zugejubelt hat, sondern die Verantwortung als Menschen, die eine gewisse Bildung genossen haben, die kapiert haben, was Demokratie und Gleichberechtigung bedeuten, die sich nicht irgendeinen Dreck erzählen lassen, sondern selber nachdenken.
Aber ich gebe zu: Es wird einem schon verdammt schwer gemacht von dieser verfluchten Kaste der Ausbeuter. Nun gut- Pferdefleisch zum Beispiel habe ich mit ziemlicher Sicherheit in den letzten Jahren nicht zu mir genommen. Da haben sie mich nicht verarscht, denn ich kaufe unser Fleisch IMMER beim Metzger und dort nur die „Hausmacher“-Sachen. Großhandelsmist kann ich auch sonstwo kaufen. Es gibt halt selten Fleisch bei uns. Fertig gefüllte Gerichte kaufe ich eigentlich nie- Ravioli, Tortellini etc gibt es, wenn überhaupt (ca einmal im Jahr), dann definitiv NUR vegetarisch, denn genau das war der Grund: was zum Teufel, ist da für ein Fleisch drin? Und wenn es schön billig ist- wie kann dann gutes Fleisch drin sein? Neee, nich mit mir, ihr Drecksäcke. Wenn ich irgendwas mit Fleischfüllung will, dann: TU ICH DAS FLEISCH SELBER REIN.
Wo war ich? Ach ja, bei der Weltenrettung.
Also: die ist schon mal mißlungen, weil ich natürlich auch bei diversen Themen von meiner eigenen Gier überrannt werde (30,- Euro Jeans bei H&M, wer stellt eigentlich so eine verhältnismäßig günstige Nähmaschine her-riechen tut sie wie aus China- undsoweiter- wer weiß wo hier noch überall Fallen lauern), aber ich gebe mein Bestes.
Nee, ich kann und ich will keine Heilige sein, die alles richtig macht. Da ist mein Geldbeutel leider noch immer der Bestimmer. Sonst würde ich nur noch im Bioladen einkaufen undsoweiter.
Aber ich kann wenigstens im Kleinen Zeichen setzen und deswegen hab ich kein Amazon-Konto mehr.
Bevor mich einer festnageln will: Ich habe auch vorher bei Amazon nur die Dinge bestellt, die ich hier nicht so einfach oder nicht schnell genug kriegen konnte. Wir haben im Nachbarort eine sehr gute Bücherei und einen schnuckeligen Spielwarenladen. Ich habe mir gemütlich bei Amazon rausgesucht, was ich brauche und dann zum Bestellen die Läden angerufen. Ich würde behaupten, zu achtzig Prozent hat das geklappt. Nun, das muss in Zukunft halt zu hundert Prozent klappen.
Im übrigen bin ich Fördermitglied bei Foodwatch. Das kann ich nur jedem empfehlen. Und hat eigentlich schon jeder diesen Geiern mitgeteilt, dass der Zugang zu Wasser ein Menschenrecht und keine Handelsware ist?

Evolution

WAAAAAAHHHH!!!!

Die nächste (und für meine Begriffe letzte) Evolutionsstufe ist erreicht. Ich bin noch völlig erschlagen von den Möglichkeiten, die das Ding hat. Nähen wird hier neu definiert- mit Knöpfchen drücken und Einstellungen am Display hier und da. Nix mehr mit Drehknopp *klackklack* und einfach losrattern. Und das mir absolutem Update-Hasser.
Dat is, wie wennse fliechs!

Die nächsten Tage bin ich dann beschäftigt, das Nähen neu zu lernen, BEVOR ich mich an die Stickeinheit wage *bibber*.  Blöd nur, dass morgen den ganzen Tag Erste-Hilfe-Kurs ist. Und übermorgen zwei Einladungen anstehen. *kreisch*

Nachtrag Fasching:
Irgendwer hat mein Kind ausgetauscht. Es ist das blaue Partytier in der Bildmitte. Früher stand er nur dabei und hat zugesehen. Und jetzt feiert er mittendrin mit, immer umgeben von mehreren Frauen. Ich hätte ihn fast geschüttelt und angebrüllt: Egal, wer du bist, komm SOFORT aus meinem Sohn raus!

 Gottchen, bin ich STOLZ auf den kleinen Kerl.

I Survived The German Karneval

Okay, das ist vielleicht ein bißchen übertrieben, immerhin gibt es noch den Faschingsdienstag, aber hey: ich muss arbeiten. Die Wahrscheinlichkeit, dabei auf Jecken zu treffen, sinkt bei den hilfesuchenden Familien gegen Null- denen ist Fasching so egal wie mir der Papst. Apropos:… ach, nee, diesem extrem belasteten Themenkomplex widme ich vielleicht mal einen eigenen Post- bei Interesse.
Nu guckt ihr mal den Tiescher:

Und kein einziges Teil ist selber genäht *stolzindieBrustwerf*! Ja, liebe Muddi! Ich bin völlig hin und weg von deinen Feuerwehrmännern und du hast dir eine Menge Applaus redlich verdient! Das bringe ich (noch lange) nicht fertig: Sooooo viel Näharbeit für ein Kostüm das nur an einem Wochenende getragen wird- neeeeee! Das überlasse ich den Näh-Queens! (ja, Muddi- DU bist gemeint!!)
Stattdessen habe ich den Sonntag gut genutzt. Der Lieblingssohn war zum Kindergeburtstag inklusive Faschingsumzug geladen und das gab mir die Möglichkeit aus den Sweatresten der letzten Wochen endlich mal ein Sweatshirt für ihn zusammenzuklöppeln.
Ich bin ja grundsätzlich von meiner eigenen Unfähigkeit SEHR überzeugt und da trifft es mich immer wie aus heiterem Himmel, wenn ich pötzlich mal was KANN. Würde ich vorher rational nachdenken, dann wäre mir vermutlich bei 90% meiner Nähprojekte klar: joo, dat geiht, krieg ich hin.
Aber wie langweilig ist das denn, bitte?
„Ja, also, ich näh dann mal ein total einfaches Shirt für meinen Sohn, ist echt total easy, mach ich locker jeden Tag, ich zeigs euch trotzdem, kann ja jeder, blabla, blub. „
Aber SO issses ja nich. Im Gegenteil! Ich schleiche Tage- und WOCHENlang um die Idee einen Pulli für den mit der kleinsten Größe zu nähen, herum. Wühle in der (noch recht kleinen ) Sweat- und Jerseystoffkiste rum, vergleiche Stoffe, lege sie nebeneinander, verwerfe die Stoffkombis, grüble, bin tagelang beleidigt weil die passenden Stoffe NIE in meiner Kiste liegen undsoweiter. Ganz zu schweigen vonm Schnittmuster! Irgendwann beschliesse ich: STOPP, istmirdochwurscht, jetzt wird genäht, mir doch egal wies aussieht und siehe da- was kommt dabei raus?

Wuhahahaha! Ist das ein cooles Teil?
Eine Mischung aus Henric und Kanga.
Das Schnittmusterwettrennen hat Henric ganz knapp gegen Zoe gewonnen, aber nur aus einem einzigen Grund: Henric konnte man downloaden, Zoe wäre per Post gekommen, und das hätte ich in diesem speziellen Fall von Nähwut nicht brauchen können…

Evolutionstheorie

So, den ersten Satz vom letzten Post- das mit der „funktionierenden Nähmaschine“ nehme ich dann mal zurück.
Es hat sich garnix geändert. Die Oberfadenspannung muss ich inzwischen auf acht statt fünf einstellen, damit die Naht einigermassen schlaufenlos daherkommt. Eine Nadel war schon wieder krumm und der Sound klingt eher nach Lanz als nach Nähmaschine. Dabei habe ich nur ganz sanft zwei Windeltäschchen und sowas genäht. Bei jedem seltsamen Geräusch zucke ich inzwischen zusammen und nähe nur noch gaaaanz langsam und vorsichtig. Und zwei Lagen Stoff plus Vlies sollte so ein Maschinchen doch nähen können ohne gleich beleidigt zu sein.
Kein Wunder, das die „Reparatur“ nix gekostet hat. Von wegen völlig verhämmerter Obergreifer, ha. Da stimmt doch irgendwas grundlegendes nicht. (Und NEIN! Es liegt nicht an mir, *grummel*. Ich mach ja schliesslich nichts anders als vorher.) Was ist eigentlich ein Obergreifer? Meine Bedienungsanleitung kennt den nicht. Na, egal.
Damit sich das Thema Nähmaschine mal evolutionär weiterentwickeln kann, haben wir uns durch die verschiedenen Kommentare (vielen Dank dafür, ihr seid klasse!!!) und diversen Nähmaschinentypen gearbeitet und sind zu dem Schluss gekommen dass das beste sicher das Ausprobieren ist UND wir haben sogar einen Laden entdeckt, wo man das machen kann. Demnächst werden wir also mal in der Nähwelt Flach in Aschaffenburg zu finden sein. Die machen einen ganz guten Eindruck und sie sind nicht markengebunden, bzw haben eine große Auswahl.
In der engeren Auswahl (ganz theoretisch vom Schreibtischstuhl aus) stehen vorerst die Brother Innovis 55 und die Brother Innovis 955. Letztere ist eine Näh- UND Stickmaschine, allerdings hat sie nur einen kleinen Rahmen (10×10).
Nu hab ich ja noch niemals nicht irgendwas gestickt, aber wenn man schon soooo viel Geld für eine Maschine ausgibt, ist es doch eigentlich nicht verkehrt gleich auch das noch mitzunehmen, dachte sich mein persönlicher Nähmaschinenfachberater aka Männe. So kleine Stickereien auf dem ganzen Kleinkram den ich nähe wären ja schon nett, aber ob sich das lohnt? Ich will ja nicht in die Großproduktion gehen und ich bin selber ja nicht so der Typ für bunte Stickereien auf den Klamotten. Aber so ein bißchen Stamps oder Marrakesch auf den Täschchen würde mir doch sehr gefallen… 🙂
Jedenfalls locken die Null-Prozent-Finanzierungen ja schon. Es ist doch etwas anderes, zehn Monate lang jeden Monat sechzig oder neunzig Euro auszugeben als auf einen Schlag 600,- oder 900,-.
Jetzt ist das zickige NähmaschinenTraktorDing erstmal weggepackt, ich mag sie nicht mehr sehen und häkele lieber weiter schöne bunte Taschenbaumler. *freu*

Anleitung selber zurechtgemixt aus Glücksträumerle und Freestyle *stolzbin*

Sodele, nun aber allen Narren ein wunderbares Faschingswochenende *helau* und allen anderen die so ticken wie wir: Viel Erfolg beim Verstecken vor den Narren! Nicht rausgehen, am besten die nächsten Tage auf der Couch verbringen, Chips futtern und DVDs schauen. Fernsehen kann man ja auch vergessen *töfftöööö*. Mein nächstes und einziges Faschingsevent wird der Kinderfasching am Rosenmontag sein und ja: ich verkleide mich.
Ich trage Hasenohren.
Zweiohrhase sozusagen.

Ich habe heute leider kein RUMS für euch.

Aber dafür wieder eine funktionierende Nähmaschine, haha!
Leider muss ich mir jetzt einen neuen Servicemenschen suchen, weil mein Mann sauer war über die unfreundliche Behandlung dort. Entweder hat der Nähmaschinenladenbesitzer in „Soziale Kompetenz“ oft gefehlt, oder er ist Misanthrop oder er ist einfach nur ein Soziallegasniker.
Da wir hier auf dem Land ja sowas wie einen ordentlichen Nähmaschinenladen nicht haben, wurde die Maschine in der großen Stadt direkt neben der noch größeren Stadt gekauft wo Männe auch jeden Tag fleissig Leute ärgern arbeiten geht *wink*.
Hat ja seine Vorteile, denn ich muss nur den Auftrag erteilen und schon schleppt mein Mann die Maschine morgens durch die halbe Stadt vom Parkplatz ins Büro, in der Mittagspause in den Laden und ein paar Tage später umgekehrt. Danke, mein Herzblatt! *gerührtschnief*
Wo war ich? Ach, der Sozialphobiker im Nähmaschinenladen. Knurrte sich was in den Bart von „er weiss ja nicht, welche Person an der Maschine näht“ „da wurde wohl immer weitergenäht“ und „der Obergreifer war völlig verhämmert“.
Der Obergreifer war völlig verhämmert???? Ich weiß WER hier völlig BEhämmert ist *grummelgrunz*. Hat das Ding NÄHmaschine gelernt, oder was? Soll ich jetzt mit der Maschine nähen oder soll ich sie nur streicheln?
Nun, das alles lässt mich natürlich völlig kalt, dafür regt sich mein Mann auf, weil der Vogel ihm nicht erklärt hat WAS zum Teufel ich denn nun falsch gemacht habe. Und wenn ich nicht weiss was verkehrt ist, kann ichs auch nicht besser machen, richtig? Richtig!
Pfeife, die.
Die Moral von der Geschicht ist nun, dass mein Mann jetzt beginnt sich mal richtig in die Materie einzuarbeiten um rauszufinden, welche Maschine nun die Beste für mich ist (im Moment tendiert er zur Brother Innovis 55, falls ich mir die Zahlen richtig gemerkt habe. Die kann jedenfalls das Alphabet und hat total putzige Zierstiche sagt er) und die dann natürlich sofort zu kaufen wenn das nächste Schnäppchen um die Ecke lunst (zum Beispiel Nähpark.de, 10 Monate Finanzierung zu 0 %, 57,ebbes pro Monat). Ich fürchte, ich habe dabei nicht mehr viel mitzureden, seufz. Denn wenn mein Mann sich so richtig in egal welche Materie auch immer einarbeitet, kanns teuer werden. Schluck.
Aber ich finds ja total goldig, dass er sich so für die Nähehre seiner Frau ins Zeug legt. Der böse Mann war nicht lieb zu meiner Frau, da gehnwer nich mehr hin! *schmelz*
Daß das Gerät nicht SOFORT hier eingezogen ist, haben wir nur dieser Tatsache zu verdanken:

Das war einfach. Reingehen, draufzeigen „denwillich“ und fertig. Zu-fäl-li-ger-wei-se genau der, den ich ihm sonst mit Gewalt aufzuzwingen bereit gewesen wäre *harhar*
Gekauft wird erst in zwei Wochen bei den „Schulranzenwochen“ im Schreibwarenladen unseres Vertrauens, da kriegen wir wenigstens einen 10% Gutschein zum Einlösen für anderen Firlefanz. Durch den Schreibtisch war ich ja vorbereitet auf die Kosten, aber beim Gedanken an das Preisschild geht mein Puls immer noch ein bißchen schneller…Uff. Ich hege die Hoffnung, daß dieser Rucksack dann wenigstens die ersten vier Schuljahre übersteht und nicht in der dritten Klasse als babyhaft abgelehnt wird. Da sorgen hoffentlich schon die austauschbaren Tierbilder für.
Das heisst für die Nähmaschine: Hinten anstellen, bitte (und erstmal die Autos fragen, was die dieses Jahr noch so vor haben *flöt*)
Und für mich heisst das fragen: Meine Damen, womit näht ihr eigentlich so? Was für eine Maschine, welche Marke ist empfehlenswert, wenn man „semiprofessionell“ (der Ausdruck ist von meinem Mann, nicht von mir!) die Maschine ungefähr fünf bis zehn Stunden die Woche rattern lässt. Eine Stickmaschine ist nicht vonnöten, die sind ja leider viiiiel zu teuer (und erst die Folgekosten: Stickdateien, kilometerweise verschiedenes Garn, Stickvlies, Filz etc), aber eine Maschine mit ein paar mehr Zierstichen, Druckbuchstabenalphabet, Langsamnähmodus wäre fein. Ansonsten weiss ich leider auch nicht worauf man bei einer „besseren“ Maschine achten muss. Was muss sie können, was ist nicht so wichtig? Für Erfahrungsberichte bin ich sehr dankbar *inSitzfaltundOhrenaufstell*
Übrigens hat die Reparatur des „völlig verhämmerten Obergreifers“ nix gekostet. Man muss ja auch mal Glück haben im Leben.
Völlig behämmert, das.