Nerv des Monats April, äh-

Mai, es ist ja schon fast Mai vorbei, ups. Das ging aber schnell *staun*.
Also, der Nerv des Monats Mai ist folgendermaßen: nix.
Ich tu mir ja fast schon selbst leid, aber ich hatte schon länger nix mehr zum richtig aufregen, fluchen und aus der Haut fahren. So ein Scheiß.
Na gut, also, da ist dieser miese fiese Fersensporn der mich schon seit Ende letzten Jahres am aufrechten und schnellen Gang hindert und die Liste der am häufigsten täglich eingenommenen Nahrungsmittel um 2-(4-Isobutylphenyl)propionsäure erweitert hat, aber wenn ich den Tagesablauf in Richtung „möglichst wenig bewegen“ austariere, tut es fast gar nicht sehr weh. Das kommt meiner angeborenen Sportunlust sehr entgegen (und an der Nähmaschine sitzen ist ja eins meiner liebsten Hobbys), allerdings brauche ich mich bald nicht mehr fragen, wie man sich wohl als weiblicher „Jabba, the Hutt“ fühlt- ich probiere es einfach aus.
(Hmpf. Erfinder dieser Welt: tut euch zusammen und erfindet endlich den virtuellen Sport! Wer sich das Training nur intensiv genug vorstellt baut Fett ab, Muskeln auf und gewinnt Ausdauer und Kraft, hurra!)
Ja, ist ja gut. Wenns nicht mehr wehtut, geh ich wieder in den Wald, ich versprechs. (Ich verspreche, ich werde versuchen, es zu können. Hat ein großer Philosoph hier im Haus mal gesagt.) Allerdings kann ich auch guten Gewissens behaupten, dass ich ohnehin im Moment für Sport keine Zeit habe. Sehr spontan (und nur für die letzten zwei Wochen) bin ich mal auf Fulltimejob umgeschwenkt, das gibt ein völlig neues Aha-Erlebnis: wann, zum Teufel, kaufen eigentlich Leute ein die so einen nine-to-five-Job haben? Wann putzen sie die Wohnung, wann das Klo, wann färben sie sich die Haare und wann gehen sie ihren Hobbys nach? (Wie kann zum Beispiel jemand jede Woche was für sich nähen, der voll arbeitet, eine Firma und drei Kinder hat, Sarah? Du musst irgendwo einen Zeitumkehrer haben…)
Neben meinem normalen 15-Stunden-die-Woche-Pädagogik-Job mache ich mein Hobby sozusagen zum Beruf, und packe für den Onlineshop des Nähhimmels Päckchen mit Stoff, Webbändern und allem Zubehör was man so zum Nähen brauchen kann. Das macht Spaß (ich lerne alle Stoffe mit Vornamen kennen! Am liebsten sind mir die Stoffnamenerfinder von Swafing. Sweat, Sommersweat und passendes Bündchen namens Maike, Eike und Heike.😳 Ich will sofort wissen, was für ein Zeug die rauchen…) Und erst die tollen Webbänder. Die Vliese. Die Gurtbänder, Zackenlitzen, Paspeln, Nähgarne, SnapPaps, Spitzen und und und… waaaahhhh! Ich liebe das Zeug und entdecke ständig neue tolle Sachen!😍) und ist neben der normalen Arbeit gut zu handeln. Normal nur zweimal die Woche, aber blöderweise war da diese Rabattaktion und die viermillionen Bestellungen und nun, ich hätte die letzten beiden Wochen dort übernachten können und packen, packen, packen, packen, packen,….
Collage_Fotor
(und das ist nur ein winziger Bruchteil…)
Letzte Nacht habe ich von lila Kunstleder, schwarzem Fleece und buntem Jersey geträumt und immer wenn ich was abgeschnitten hatte ist es geschrumpft und war zu klein und ach, Scheiße, nochmal abschneiden und nochmal…. So kann man seine grauen Zellen nachts auch beschäftigen, puh.
Trotzdem alles nix für den Nerv des Monats. Auch der motorisierte Halbaffe Motorradfahrer nicht, der uns heute auf dem Zebrastreifen fast umgefahren hätte. Da kann man ja schon mal die Nerven verlieren, wenn so ein blöder Bus mitten in der Landschaft einfach anhält und den halt mit Vollgas überholen. Kann ja keiner wissen, das da irgend so ein Depp einen Zebrastreifen auf die Gass gepinselt hat UND sich da auch noch Fußgänger tummeln. Ts.
Namaste 🙏, mein eiliger Freund, überfahr mich ruhig. Im nächsten Leben werde ich der Nagel sein, der deinen durchdrehenden Reifen bei Höchstgeschwindigkeit zum Platzen bringt, und dann sehen wir uns wieder, du Arsch!! Ommmmmm..

Garten Eden

Passend zu Christi Himmelfahrt rumst es heute mal ganz paradiesisch bei mir.
Als die fleissige Susanne von Hamburger Liebe vor einiger Zeit ihre neue Kollektion „Eden“ vorstellte, war endlich mal wieder ein passendes Design für mich dabei, juhu! (Ich mag die meisten Designs ja total gerne, besonders die Jungsdesigns hängen fast alle in Juniors Schrank, auch wenn ich mich manchmal frage, welches Waschmittel zum Teufel die Stoffe brauchen, vielleicht gemahlenes Einhorn-Horn mit etwas Feenstaub? Besonders die Jerseys waren ratzfatz verwaschen und nein, ich nehme nie Weichspüler, ja ich nehme immer Colorwaschmittel und nein, die genähten Klamotten landen nie im Trockner. Trotzdem verwaschen. Hmpf.)
Nunja. Nach der „Happy“ Kollektion, Elephant Love und einigen Designs aus der Kamehameha Serie gibt es mit Eden also wieder eine Serie mit Stoffen, die mir auf Anhieb soo gut gefallen, also glühte in den letzten zwei Wochen die Nähmaschine…:
Eves Apple braun Collage
Eves Apple Popeline, Schnittmuster Blusenshirt von Lillesol & Pelle in harrchhtnvirrrzsch *hust*
Eves Apple tuerkis Collage
Eves Apple Jersey türkis, Schnittmuster Frau Edda von Hedi näht
Show up Collage
und nochmal ein Blusenshirt nach L & P, diesmal in „Show up“ Popeline taupe.
Und alle drei zusammen:
Eden Collage
Das ist doch mal einen Rums wert, oder?
So, Schluß jetzt, die Flasche Sekt wartet und ich stoße mit dem besten aller Ehemänner auf die letzten elf Jahre an. Erstaunlich, dass er es so gut mit mir aushält…❤️
Prost!

Guten Abend, gut Nacht…

…mihit Rosen bedahacht, mihit Näglein behesteckt, schluhupf uhunter die Deck…*träller*

Demnächst, ich würde sagen, irgendwann im Laufe des Jahres brauchen wir eine neue Matratze. (Matratze. Das sieht doch falsch aus? Mattratze. Matraze. Mattrattze. Mir gefällt Mattratze am besten. Passt ja auch: Man ist matt und möchte ratzen… *muuharhar*)
Wo war ich? Ach ja, die neue Matratze. Eine für zwei Personen, gewichtsmäßig könnten es auch drei sein, egal. 160 auf 200 (NEIN! Nicht unser Gewicht, das sind die Maße! *hmpf*) hat sich im Alltag bewährt, auch wenn sich ab und an ein Wicht dazwischenquetscht.
Unsere Alte war vor fast zehn Jahren ein Verzweiflungskauf bei Matratzen Concord oder Outlet oder wie die ganzen Firmen heißen, die sich in den Städten in bester Vorbeifahrlage präsentieren und mit Kampfpreisen ins Innere locken (ich will gar keinen Kampfpreis. Ich will eine gute Matratze!) und innen dafür sorgen dass man sich in kürzester Zeit wieder hinauswünscht weil man mit Begriffen wie Latex und Federkern (Taschen- oder Bonnell?), Viscoschaum, Naturlatex, Kaltschaum (oder doch lieber linksgerührte Warmverschäumung?) und 13-Zonen-Wohlfühl-Scheißndreckchen zugeballert wird, dass man sich vorkommt wie in den böhmischen Dörfern und alle sprechen nur Luganda. Blödsinn das.
Ich habe mich schon immer gefragt, wie zum Teufel man so ein extrem kompliziertes Geschäftsmodell aufrechterhalten kann- die Kunden rennen doch eher weg bei dem Fremdwortgewitter. Also ich jetzt jedenfalls. Was jetzt unbedingt so raffiniert an der Anpassung einer Matratze sein soll, hat sich mir auch nie erschlossen. Die meisten Leute sind doch eher unkompliziert beim Schlafen- sonst würden sie doch nur mit ihrer eigenen Matratze in den Urlaub ins All-inclusive-Hotel reisen, oder was. Aber daheim muss es die super-duper-angepasste Mehrzonentrallalamatratze sein, weil sonst der zarte Rücken jault? Naja.
(Dafuq? Mit wird grade klar, was das für ein Mega-Markt ist, WOW! 80 Millionen Leute wollen alle paar Jahre eine  neue Matratze haben- verdammich, wieso habe ich keine Matratzenfirma?)

Also, die schaurige Wahrheit ist: wir schlafen inzwischen schon seit Jahren auf einer ziemlich maroden, ehemals federkernigen (heute fühlt es sich eher nach kaputtem Trampolin an) „Billig“matratze (für damals schlappe 500 Euro- hallo?). Es gab sogar eine Winter- und eine Sommerseite. Leider kann ich die nicht mehr auseinanderhalten, weil irgendwann mal das Zettelchen verblasst war. Wir haben also gerade eine fifty-fifty Chance auf der falschen Seite zu liegen, was ja in einem deutschen Beamtenhaushalt eigentlich garnicht geht. (Ich weiß aber nicht genau, woher denn die Matratze wissen soll, ob Sommer oder Winter…. jaja, schon gut.) Abgesehen davon habe ich sie eh schon seit drei Jahren nicht mehr gedreht.
Denn ich muss zugeben, auf meiner Seite hat die Matratze in Ausstiegshöhe eine wesentlich tiefere Kuhle, mein Mann bedankt sich, wenn er die nach dem Drehen abkriegt…(Vermutlich weil ich morgens erstmal noch benebelt ein paar Minütchen sitzenbleibe, während mein Gatte fröhlich aus dem Bett hüpft, noch bevor der Wecker den ersten Millisekundenton von sich gegeben hat. *moahh!* ) Die innen eingesperrten Federn quietschen so unheilvoll, als wollten sie beim nächsten Drehen Harakiri durch Selbststrangulation begehen. Und zumindest bei uns ist die Matratze vermutlich auch der Grund für die beginnende senile Bettflucht: Rückenschmerzen durch das „lange“ Liegen!
Inzwischen nervt also das kaputte Matratzending, ich will was Neues. Sozusagen lieber wieder Rosen statt Näglein, um den Titel mal wieder einzubringen. (Ich WEISS das die Näglein eigentlich Nelken sind…)
Also gut. Es ist soweit, eine neue Matratze muss her. Der Alptraumeinkauf schlechthin und eins weiß ich: Nie wieder ein Matratzenoutlet. Der Möbelschwede war auch nicht besser- das Zurückbringen der höllisch unbequemen Matratze damals war auch kein Spaß. Dann mache ich mich doch lieber im Internet auf die Suche (Probeliegen im Matratzenhaus wird ohnehin überbewertet.) nach einer schicken Matratze. Mit Lieferung, Rückgaberecht und Abholung bei Rückgabe. Und vor allem: Made in Germany. Wenn man dann auch noch gut drauf schlafen kann, wäre es perfekt.
Seufz, ich sehe schon: Das wird wieder ein Mehrteiler.
To be continued…

Nährathon…

in den letzten Tagen, aber endlich isses fertig *freu*
Für die Konfirmation meines Patenkindes am Sonntag habe ich mir ein komplettes Outfit genäht. Ok, bis auf die Schuhe, wir wollen ja mal nicht übertreiben…Konfi Outfit Collage
Aber Kleid (schwarze Federn auf eierschalenfarbenem Grund- da fühl ich mich auch mal endlich wie eine Feder. Nicht so leicht, aber so zerzaust *brüller*), Jacke (schwarzer, in sich gemusterter Strickjersey) und Handtasche (Snap Pap in braun, schwarze Baumwollstoffe) sind selbstgenäht, yes!!
Kleid Federn Collage
Kleid nach dem Schnittmuster „Kleid oder Shirt“ von Allerlieblichst, größenmäßig großzügig ans Körperchen angepasst (also 46plus).
Jacke nach dem Schnittmuster Ebby Cardigan von Schnittgeflüster, auch in 46, allerdings etwas Weite und Länge weggenommen.
Die Stoffe wie immer aus dem Nähhimmel. (Hatte ich erwähnt, dass ich da demnächst Nähkurse gebe? Ich, juhu! Guckstu hier, könnt ihr euch alle anmelden und ich bringe euch (oder euren Kindern) das Nähen bei! Also denen, die es noch nicht können. Wisster Bescheid.)
Da ich mir vor kurzem erst neue Schuhe in braun gekauft hatte, und die natürlich unter ALLEN Umständen angezogen werden müssen (Kennt ihr.),  musste natürlich das ganze Outfit darauf abgestimmt werden, ist klar, oder? Inklusive Handtasche, und die find ich ja mal wirklich total gelungen:
Clutch SnapPap Collage
Cool, was? Schnittmuster Clutch von der zweiten Taschenspieler CD, so einfach zu nähen, dass ich mich getraut habe, endlich mal das Snap Pap anzuschneiden. Ich hatte bisher immer Bedenken wegen des Wendens, aber wenn man die Wendeöffnung entsprechend groß läßt, geht das schon. Ich hatte aber auch nur ein Außenteil aus Snap Pap geschnitten, gefiel mir besser. Beim Aufpressen der Feder in der 160 Grad heißen Transferpresse wartete ich schon auf die stinkenden Dampfwölkchen, aber unfassbar: selbst das geht! Das ist echt ein Teufelszeug.
So- passt das zusammen oder passt das zusammen? Ich bin jedenfalls hochzufrieden und freue mich auf einen Konfisonntag in bequemen, aber „schiggen“ Klamotten.

Die erste „Probe“-Clutch sah übrigens so aus:
Clutch schwarz Collage
Genäht für die ganz normale Feier oder das Ausgehen (hö? wo geh ich denn mal aus? *muuuharharhar*), wenn man nur Schlüssel, Geld, Handy braucht. Taschentücher passen auch noch dazu, brauch ich auch grad in enormen Mengen wegen des verdammten Heuschnupfens *schnief*

Sodele, das Nähen der Klamotten hat ja schonmal besser geklappt als das Backen…

Und ab damit zu Rums.

404- Kuchen

Zwischendurch mal wieder überprüft ob es inzwischen besser mit dem Kuchenbacken klappt.
Nunja.
So sollte der New York Cheesecake aus dem Buch aussehen:
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Das wär doch ein toller Kuchen für die Konfirmation meines Patenkindes nächste Woche? Zum Glück hab ich ihn vorher probegebacken, puh…

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Die gelbliche Pampe da oben drauf ist die Saure Sahne, die laut Rezept drauf und 15 Minuten mitgebacken werden sollte. Und in der Füllung sind exakt die 100 Gramm pürierten frische Erdbeeren drin, die rein sollten. Wegen der rosa Farbe, statt Lebensmittelfarbe. Okay, da möchte ich mal davon ausgehen, dass das mit den ekligen Wassererdbeeren nicht klappt die es jetzt zu kaufen gibt, da ist von roter Farbe ja noch nicht allzuviel zu sehen.
(Üblicherweise kaufe ich Erdbeeren ja nur dann, wenn es sie im Garten oder in den kleinen Hüttchen am Straßenrand zu kaufen gibt- direkt neben dem Spargel. Aber gut, um den Kuchen auszuprobieren, brauchte ich nun mal Erdbeeren, also Augen zu und durch. Was tut man nicht alles für die (Back)Kunst.  Bei dem Kuchenergebnis wollte ich die Erdbeeren aber lieber nicht auf dem grauslichen Kuchen traumatisieren, da habe ich einen halben Eimer Zucker drübergekippt und als Nachtisch gegessen. Ging.)
Der Cheesecake schmeckte zwar ganz gut, aber er sah eindeutig aus wie irgendwas, was die Müllabfuhr ausm Biomüll verloren hat. Mal abgesehen davon, dass auch dieser Kuchen zu den Dingen gehört, die man nur in streichholzkästchengroßen Portionen verdrücken kann- wegen dem Kilo Doppelrahmfrischkäse. Bööörps.
In Zukunft gilt also bei diesem Rezept: 404- Page not found.

Der zweite Kuchenfail ließ nicht lange auf sich warten. Ich mag ja gerne Hefezopf mit Füllung und alles was so ähnlich ist, da fand ich dieses Rezept wirklich lecker- Schokoladen Babka. Ein Hefezopf mit Schokoladenfüllung! … Ich hätte es wissen müssen. *seufz*
Sobald ein Rezept auf einem hipstermäßigen Foodstyleblog auftaucht, ist es nix für mich.
Das scheint was psychologisches zu sein. Ich mutiere augenblicklich zum Backhonk und die Kuchen mit den schönsten Bildern werden garantiert die schlimmsten Krüppel. Isso.
Bitteschön, so sollte die Chocolate Swirled Babka aussehen:
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Und so sah sie aus:
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Man hätte eine verdammte Kinderfaust durch die Löcher stecken können und beim Anschneiden zerfällt das ganze Teil in Brocken, sowas kann man doch niemandem anbieten, verdorri! *grrr* Geschmacklich ist das Teil allerdings weit vorne, sag ich mal. (SOGAR MEIN SOHN HAT EINEN GANZEN HAUFEN BROCKEN EIN GANZES STÜCK DAVON GEGESSEN! Wenn das mal nicht der Adelstitel ist…) Die Füllung besteht aus geschmolzener Zartbitterschokolade, ein paar gehackten Walnüssen und Eischnee- vermutlich hat der sich beim Backen verdünnisiert und dann diese Riesenlöcher hinterlassen.
Auch nix fürs Renommee.

Damit das nun hier nicht so aussieht, als könnte ich garnix, muss für mein Selbstbewusstsein noch was gelungenes her.
Zurück zum Spargel. Juhu, endlich Spargelzeit, mag man denken, aber weit gefehlt. Das, was da grad an den Büdchen verkauft wird, scheint kein Spargel, sondern schwarzer Trüffel in Spargelform gepresst zu sein, wenn man sich den Preis so ansieht.
14,90 das Kilo- *kreisch* (Sorry, dem Spargel vom Gemüsehändler in großstädtischer Fußgängerzonenlage „Deutshe Spargel, Fümf Euro 1 Kilo“ traue ich nicht über den Weg. Wo soll der bitte her sein?)
Aaaber, für die armen Schlucker unter uns: man kann ja am Spargelbüdchen Bruch- oder Salatspargel für höchstens sechs Euro das Kilo kaufen. Dann hat man trotz der Preise den ersten Spargel der Saison auf den Tisch gebracht:
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Warmer Spargelsalat mit Pinienkernen, Basilikum und Parmesan. Soße (oder muss das Vinaigrette heißen?) aus etwas Walnussöl, Honigessig, Pfeffer und Salz. Fertig. Kann auch ein Honk wie ich. (Man könnte es wahnsinnig übertreiben und noch ein paar grüne Salatblätter und/oder Rucola dazuwerfen. Kann man aber auch bleiben lassen.)
Ganz hervorragende Beilage zum ersten Grillteller des Jahres letzten Montag:
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Eine echte (von Freunden importierte) Thüringer Bratwurst, dazu selbstgebackenes Brot- in diesem Fall allerdings gekauft, denn das warme Wetter hat uns doch einigermaßen überrascht (und inzwischen wieder verlassen), und dazu Kräuterbutter.  Mehr brauche ich beim Grillen nicht.
Die Kräuterbutter hat meine Mutter übrigens nach einem Rezept vom Glatzkoch aus Sahne und Kräutern selber zusammengekleppert. Das sind so Sachen, die waren in meiner Kindheit noch selbstverständlich. Ok, jetzt nicht die Kräuterbutter, das Konzept von gewürzter Butter kannte ich damals noch gar nicht, meine Oma vermutlich auch nicht, also jedenfalls gabs das nie. Nee, einfache Butter, die haben wir anfangs immer noch selbst im Butterfass gedreht aus Sahne von den eigenen Kühen aus dem Stall. Aus Sahne aus der Milch von den Kühen natürlich.
Heute muss man ohnehin gekaufte Sahne nehmen, wer hat schon noch ne Kuh im Stall? (Ok, ich kenn schon noch die ein oder andere Kuh, aber die geben keine Milch, höchstens blödes Zeug von sich…*höhöhö*). Da mach ichs mir lieber einfach und kauf gleich die Butter, aber die selbstgeklepperte war echt lecker, und mehr Arbeit als ein Dip machts auch nicht. Sagt meine Mutter, Grüße an den Glatzkoch.

Schon wieder

ein Rums, diesmal ohne viel Worte. Sorry, aber ich komm sonst nicht mehr hinterher.
Eine Probe-MaKira. Statt Webware in einem Rest (Muuuharharhar. Größe 46 aus einem „Rest“? *kicher*) Mosca-Jersey. Nja, wird jetzt nicht mein Lieblingsteil in dem Schlabberjersey. Ich bin gespannt wie sich die MaKira aus Leinen an mir macht.
Makira MoscaCollage
Ok. Mit Jacke drüber gehts.

Die Durana in Vintage Sweat Alegra gefällt mir richtig gut. Man sieht deutlich: bei den Fotos habe ich versucht, meinen Namen zu tanzen. Sieht nur irgendwie nach „grrmbllwmbllkrchz“ aus. Muss wohl noch etwas an meiner Choreo feilen…
Durana Collage
Jaja, jeder schreit nach Frühling, aber ich näh sicherheitshalber noch Langarm. *bibber*

Meine Brother Megazicke Nähmaschine ist übigens immer noch in der Werkstatt, kommt hoffentlich bald zurück.
Ich bin wirklich sehr sehr froh, dass die Menschen in der Vertragswerkstatt tatsächlich gesagt haben: „Ja, diese Maschine ist kaputt. Sie haben kein Problem in ihrem Oberstübchen, nein, die Maschine hat eins, der Obergreifer ist hinüber.“
Heureka! Endlich bestätigt mal jemand Fachkundiges was ich schon seit Monaten weiß, mir aber bisher weder bei der Wartung noch beim Nähmaschinendoc einer glauben wollte, grrr.
Ich hoffe nur, dass sie nach der Reparatur dann tatsächlich wieder ordentlich näht, und die mir in der Werkstatt nicht nur eine Placeborechnung unterjubeln wollen….*schwitz*

Ostern in Bildern

Die „Passion Christi“ nach Johannes von Johann Sebaldrian Bach. (Fotoaufnahmen von der Knabenkantorei Lübeck und des Ensembles Musica Baltica waren leider nicht gestattet.)
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Soll ja keiner behaupten, ich könnte keine Kultur. Pff.
Mit der Story an sich kann ich ja jetzt nicht soooo viel anfangen (ich muss mich vorsichtig ausdrücken…), aber die Umsetzung der Geschichte (die ja nun jeder, der zumindest mal körperlich in einem Religionsunterricht anwesend war, kennen sollte) war schon wirklich sehr beeindruckend.
Ok, bei der letzten Sopranarie dachte ich mir „sing schneller“ (welcher Film?), aber alles andere war klasse. Der einzige Wermutstropfen: Nach dem Schlussakkord wünschten sich die Sänger und Musiker laut Booklet eine „Zeit der Stille“- ok, kann ich verstehen, Jesus am Kreuz, tot und all das Elend, ich bin ja jetzt auch nicht aus Stein, wer will da schon gleich losklatschen, aber dann. Dann wäre ich gerne so ein bißchen eskaliert- so in Form von etwas fürnehmen Händchenaneinanderpatschen, wie sich das halt in einer ehrwürdigen Hansestadt
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so gehört, (ich hätte auch gewisslich nicht „Zugabe“ gebrüllt- daheim warteten schliesslich sehnsüchtig und traurig die alleingelassenen Kinderchen auf ihre aushäusigen Eltern und Großeltern….
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aber nein, dann kam: Nix.
Die Sängerknaben marschierten ab, die Musiker packten ihr Geraffel zusammen und es klatschte: keiner. Schliesslich war ja Jesus grad über den Jordan gehopst. Ich vermute, die olle Schabracke neben meinem Mann hätte einen Mord begangen wenn wir geklatscht hätten. Und nicht nur einen.
Nee, ehrlich, manchmal bin ich doch lieber ein Prolet, der seinen Befindlichkeiten Ausdruck verleihen kann, wie es ihm grad beliebt. Jehova, Jehova! (Welcher Film?)
Das Osterfeuer
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bot zum Glück Anlaß für großzügige Versorgung mit alkoholischen Getränken,
dieses Jahr sogar mit Slühei Flünei Glühwein.
Zum Glück wurden die Eier am nächsten Morgen nicht im Schnee gesucht, sondern
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im vorsichtig knospenden Frühling. Wenn auch etwas verregnet, hmpf.
Bei diesem kaputten Osterei hatten wir vergessen, den Kran dazu zu bestellen. Anfängerfehler…
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Auf die Schiffahrt müssen wir wohl auch noch etwas warten…
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dafür trösteten wir uns am nächsten Tag bei schönstem Wetter mit dem Meer
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und ich mich zusätzlich noch mit der Entdeckung des ersten Spiegels, der mich in meiner GEFÜHLTEN Kleidergröße zeigt:
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Yesss!
Ein Hauch von Mordor schlich sich ein: Barad-Dur im Tag-Gewand. Das lidlose Auge– uhh.
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Am Abend eine Runde Gruppenmassage zur Auflockerung vor der nächsten Runde „Werwolf„. Ein seltsames Spiel, dessen Regeln sich mir noch nicht vollständig erschlossen, aber ich bin ja schliesslich schon über 45 und im Denken etwas ver lang  sahhmt.
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Reiserums und Nähkurs

Der eigentliche Rums für die Woche ist ja meine Buchbesprechung, die ihr hoffentlich alle gelesen habt, besonders wenn kleine Kinder im Haus sind oder ankommen wollen.
Aber das zählt womöglich nicht so richtig und genug andere dokumentationswürdige Sachen hab ich ja noch.
Von der Taschenspieler 3 von Farbenmix habe ich mir die Reisetasche xxl genäht und ich bin schwer begeistert. Die Tasche ist durch den langen Reißverschluß super zu befüllen und ich krieg sogar ein komplettes Nähequipment in kleinen Kisten  (Stoffe, Reißverschlüsse, Webbänder, Vlies, Stoffreste für Applis undsoweiter) unter, aber dazu später mehr. Erstmal die Tasche:
Reisetasche voll CollageGefüllt mit einer ganzen Ladung Handtücher um zu sehen, wie sie gepackt aussieht.
Reisetasche gepackt Collage
Reisetasche xxl Collage
Ohne Inhalt macht sie sich klein und ist auch recht leicht. Ich habe vollständig auf Vlies verzichtet, da der Stoff für den Boden (Moskau/Swafing) das Vlies ja schon mitbringt und im oberen Teil der Tasche wollte ich nicht so viel Stand haben. Die Stoffe sind wie immer natürlich aus dem Nähhimmel, klar, oder?
Die Sterne vorne und auf der Rückseite habe ich aus Tafelstoff appliziert. Das kannte ich nun noch garnicht, bekam ich letzte Woche plötzlich und vollkommen ohne Grund von einer lieben Freundin geschenkt (Danke nochmal!) die den Stoff irgendwo gesehen und sofort an mich gedacht hatte. Höchstwahrscheinlich handelt es sich wieder um einen total alter Trend den ich wie immer bisher verpennt hatte, aber für mich ist der Stoff echt neu. Läßt sich super vernähen, und (wer hätte das gedacht?) auch schön mit Kreidestiften beschriften. „Flossen weg“ könnte ich mir als Aufschrift für den Stern gut vorstellen.
Tafelstoff Collage

Die Befüllung der Tasche mit dem ganzen Nähkram hatte natürlich einen Grund, ich hatte nämlich meinen ersten Nähkurs. Nicht gemacht, sondern gegeben, yippie.
Für drei Damen vom Grill aus dem Ort habe ich mir einen Abend Zeit genommen und sie haben unter meiner Anleitung ein Kosmetiktäschchen genäht. Der Kenntnisstand ging von „Nähmaschine? Noch nie gesehen“ bis hin zu „schon mal die ein oder andere Naht genäht“. Das hat super geklappt, ich habe großes Lob eingeheimst (ist mir ja immer am wichtigsten, da fange ich sofort an zu schnurren wie ein dicker fetter Kater Kätzchen) und die Damen waren stolz auf ihre Täschchen. Das schönste ist ja der Blick, wenn dieses komische Stoffknäuel gewendet wird und tatsächlich ein Täschchen zum Vorschein kommt. Bis dahin glaubt immer keiner, das da wirklich was draus werden kann. 😂
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Die Damen hatten ihre eigenen Maschinen mitgebracht, da waren zwei Singer-Maschinen dabei. Eine davon das Lidl-Modell von vor ein paar Jahren und die andere schon älter, ein Schwiegermuttererbstück vermutlich aus den Neunzigern, keine Ahnung.
Ein Unterschied wie Tag und Nacht! Das Lidl-Modell war ein Alptraum, aber die Besitzerin meinte nur, jetzt würde sie wenigstens das Einfädeln können, so oft wie sie den gerissenen Faden wieder aufgezogen hatte.
Die alte Singer dagegen lief wie am Schnürchen (nachdem wir mal erst den Staub unter der Stichplatte hervorgeholt hatten…) und man konnte sogar die Nähgeschwindigkeit mit der Fußtaste regeln- das können die neuen Billigmaschinen ja alle garnicht mehr.
IMG_0152Also, das mit dem Nähkurs hat schon mal geklappt, das mach ich jetzt öfter.
Oder Buchbesprechungen. Das machte auch Spaß.

Buchbesprechung

Ja, genau: öfter mal was Neues- nach Näh- und Foodblog jetzt auch noch ein Literaturcafé, sowas nennt man Multibegabung oder so… Demnächst gibt es hier noch Reparaturanleitungen für Einspritzmotoren oder einen Keramikkurs, wartets ab.
Ich mein ja nur.

Im Ernst: natürlich habe ich gesehen, dass verschiedene Blogs ab und zu mal Buchbesprechungen oder Rezensionen (keine Ahnung wie das wirklich heisst) veröffentlichen. Interessant, aber zum Lesen von Romanen habe ich ja nun eher selten Zeit. Mir fiel das jedoch wieder ein, als ich vor einigen Tagen das neue Buch von Herbert Renz-Polster und Nora Imlau mit dem schönen Titel „Schlaf gut, Baby!“ entdeckte.
Ich bin ja nun quasi auch vom Fach, und natürlich fragen mich immer mal Familien, was für Ratgeber ich denn empfehlen könne. Meine Lieblingsantwort dazu habe ich ja hier schon mal ungefähr aufgeschrieben, aber natürlich formuliere ich das im beruflichen Zusammenhang etwas, nunja: sozialkompatibler.
Renz-Polster und Imlau sagten mir was, ihre pädagogische Ausrichtung gefällt mir gut und hat mir auch schon das ein oder andere Mal weitergeholfen- ein Buch von den beiden kann also eigentlich nur gut sein.
Allerdings hätte ich das Buch schon gerne selbst gelesen bevor ich es jemandem empfehle, aber 19,99 wollte ich jetzt nicht so einfach raushauen, also dachte ich mir, och komm, da schreibste jetzt mal freundlich und vorsichtig hin und fragst einfach mal lieb, unter welchen Umständen man denn so ein Rezensionsexemplar kriegen könnte? Muss man als Blog eine bestimmte Reichweite haben oder eine bestimmte Ausrichtung oder die Namen der Geschäftsführer tanzen können oder so was?
Ich weiß ja nicht, wie das bei so einem Verlag abläuft, Verlage kenn ich nur von dem Kleingedruckten da irgendwo im Buch, also muss ich dumm fragen. Schmeissen die Rezensionsexemplare raus wie nix Gutes oder gibt es nur ganz wenige auserwählte Exemplare die nur an besonders ausgewählte Personen nach einer eingehenden Prüfung herausgegeben werden… *träum*… ähh, jaja okay, ich weiß Bescheid.
Da der Verlag also offensichtlich sehr viele Rezensionsexemplare besitzt und loswerden möchte, bekam ich drei Tage später einfach so eins zugeschickt. Man freue sich über das Interesse, den Link mit der fertigen Rezension dann bitte an…
Yippie! Die letzten Tage habe ich also nichts anderes gemacht, als gelesen und Notizen gemacht (ok, meinen ersten Nähkurs habe ich auch noch gegeben, aber dazu bei Gelegenheit mehr). Vorwärts, rückwärts, das erste Kapitel nochmal, dann das vierte und nochmal von vorn. Geschrieben, umformuliert, gelöscht und neu geschrieben.
Aber es hat sich gelohnt, finde ich.
Das Buch wird in meine persönliche Hall of Fame zu den zwei anderen Erziehungsratgebern gestellt. Warum das so ist, könnt ihr in der Buchbesprechung lesen, ihr findet sie oben im Menü auf einer eigenen Seite oder einfach hier lang: Schlaf gut, Baby!
(Regelmäßige Leser werden feststellen, dass es in dem Text diesesmal nicht vor lauter „scharfem s“ Fehlern nur so wimmelt. Im Dienste der Wissenschaft habe ich mir mal Mühe geben lassen und auf meine persönliche Rechtschreibung verzichtet. Vielen Dank an meine privatpersönliche Lieblingspatentante und Lektorin!❤️)

(Ich hätte trotzdem ganz ehrlich lieber wieder das scharfe ß überall zurück. Ich mochte daß. 😂)

Foodcontent

oder auch: endlich mal wieder was zu essen hier.
Bekanntermaßen bin ich ja nicht so der Feinmotoriker, was die Herstellung von Essen angeht, eher so die Frau fürs Grobe. „Alles zusammen in den Topf und los geht das“ gelingt bei mir besser als „68,5 Gramm von diesem und 16 Gramm von jenem genau 14,7 mal um die linke und dreimal um die rechte Achse rühren, danach für zweieinhalb Minuten leicht siedend kochen…hä?“
Ich meine, ich halte mich natürlich an Mengen- und Zutatenangaben im Rezept, also manchmal jedenfalls, und irgendwie kommt immer was essbares dabei raus, aber schön isses in den seltensten Fällen, das muss ich zugeben.
Da kommt mir sowas von Haus aus schon häßliches wie Linsensuppe sehr recht, denn ganz ehrlich: was kann man an Linsensuppe schon noch optisch versauen? Eben.
Als altes Bauernkind bin ich ja das Essen von seltsam aussehendem Zeugs gewöhnt (Erbelskuche, *verdammich,dashatteichdochschonmalverbloggt,ichfindsnichtmehr*, Erbelskließ (die sind grün. Und wie grün die sind.) Jägerkohl *blärch*, diverse Eintöpfe… ok, ich hör auf bevor einem schlecht wird)
Wo war ich? Ach ja, die Linsensuppe. Selbstverständlich habe ich die Linsensuppe schon immer selber gekocht, allerdings unter Zuhilfenahme einer Dose Linsen mit Suppengrün. Ich ging nämlich aufgrund einer Mischung aus Kindheitserinnerungen und Recherchefaulheit davon aus, dass man für Linsensuppe diese getrockneten Linsen ewig (und drei Tage) einweichen muss und da das eine Form von Küchenplanung erfordert die in meinem Hirn nicht angelegt ist (So, wir essen heute Linsensuppe. Wie, die Dinger hätte ich gestern einweichen müssen? Gut, gibt Tiefkühlpizza.) gab es halt nur die Alternative „Linsen und Suppengrün“ aus der Dose. Ist immerhin keine Fertigsuppe, auch wenn ich förmlich spüren kann wie der Glatzkoch sich zu einer Schimpfkanonade über Schimpansenküche aus Dosen aufbläht, ich zieh vorsichtshalber schon mal den Kopf ein…
Nun also.
Da kam mir das Rezept für Linsensuppe vom verehrten Kochlehrer (den ich vor kurzem anlässlich seines 200.000sten Zugriffs interviewen durfte, hat hoffentlich jeder gelesen?) gerade recht, der sich über die unausgesprochene Anweisung „Linsen einweichen!“ einfach so hinwegsetzte. Donnerschlag.
Aber, Freunde, es ist wirklich so: irgendwann in den letzten dreissig zwanzig zehn Jahren seit der letzten Linsensuppe von Oma hat jemand Linsen OHNE EINWEICHEN erfunden.
Einfach 45 min kochen und fertig ist das. Steht sogar auf der Packung.
Wenn man also nach dem Rezept von Wesfood eine Linsensuppe zubereitet und richtige Speck-und Schinkenwürfelchen (vom Metzger umme Ecke zum Beispiel) zum Anbraten verwendet UND die Suppe mit echter selbstgemachter Brühe (oder dem Kraftsaft aus dem letzten Kalieberpaket, ein geiles Zeug für alle die zu faul zum Selberkochen sind) auffüllt UND dann noch anständige Mettwürstchen von einem Metzger, nicht aus dem Supermarkt (in diesem Fall die genialleckeren Mettenden ebenfalls aus der Kalieberlieferung) reinschmeisst, dann, und NUR dann! Kriegt man eine so unfassbar leckere Linsensuppe die leider immer noch häßlich ist, aber einfach saugut schmeckt.
Linsensuppe Collage

Übrigens befand sich in dem Kalieberpaket auch der neueste heiße Scheiß. Also ehrlich, ich bin ja für klare Kategorien: Marmelade ist süß. Alles was nicht süß ist, darf sich nicht Marmelade nennen, das bringt mich durcheinander. Aber die halten sich ja an nix und verkaufen seit neuestem nun auch noch Marmelade. Speckmarmelade.
Ich hätte das ja nicht gekauft bei meiner Phobie vor allem was neu und anders ist. Aber mein Mann rastet bei sowas ja sofort ein, vor allem wenn „Speck“ draufsteht und schwupp, lag so ein Glas im Warenkorb.
Speckmarmelade Collage
Puh, also, was soll ich sagen… Die Meinungen sind geteilt. Mich kannst du jagen mit dem Zeug, was meinen Mann sehr fröhlich stimmt- so hat er das ganze Glas für sich alleine und muss niemandem was abgeben. Er findet die Zutaten (Schweinebauch, Zwiebeln, Knoblauch, Ahornsirup, Whisky, Muscodingsbumszucker und wasweißichnochalles) allesamt sehr fein aufeinander abgestimmt, keiner drängelt sich in den Vordergrund und zusammen ergibt das Ganze eine Geschmacksexplosion im Mund.
Für alle Speck, Bacon und BBQ-Liebhaber also eine unbedingte Empfehlung!
Ich täte es ja nochmal versuchen, wenn kein Speck mehr drin wäre…. bis dahin bleibe ich bei meiner Schinkenwurst, die ist auch für Kinder empfohlen, da sieht man mal wieder was ich für ne Sissi bin. Seufz.