Freutag deluxe

hatten wir heute alle zusammen.
Erst kam mit der Post ein Überraschungspäckchen von der liebsten Paula und drin war diese tolle Mütze aus dem Stoff, den er doch soooo gerne haben wollte und von seiner garrrrstigen Mutter nicht gekauft bekam:
Spooky Nosh
Hier nochmal größer:
Spooky Beanie Fotor
Super, Paula, die Überraschung ist dir echt gelungen, vielen vielen Dank! Zu schade dass es heute hier gefühlte zwanzig Grad (am ersten November!) hatte, da konnte die Mütze nicht sooo lange aufbleiben, aber in der Mützenschublade liegt sie jetzt ganz oben und wartet auf ihren Einsatz. Das Kind ist glücklich!
Und ich auch, denn die Karte, die dabei lag, war der Knaller. Endlich sagt mal jemand wies ist! Die häng ich mir auf und immer wenn mein Mann (Monsterus Pedanteritus) mit mir mault, weil ich mal wieder was in meinem hochkomplexen Ordnungssystem abgelegt habe wo ER es nicht findet, halte ich sie ihm unter die Nase. (Falls ich sie dann finde *hust*.) Ha!!
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Allerdings sehe ich dann doch wesentlich besser aus als das Monster auf dem Bild. Zumindest NACH der Morgentoilette….*muuuuharharhar*
Deluxe war der Tag ja schonmal durch das fantastische Wetter, allerdings war das nur hier so, ein paar Kilometer weiter mussten wir uns mit Licht an durch dicksten Nebel vorantasten bis zum Aquaristikladen. Gestatten, der einmalige Blick auf das Schloß Braunfels:
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Doof, das.
Die Aussichten in dem Aquaristikladen waren sehr viel erfreulicher als das Wetter draussen, nämlich die Aussicht ins Garnelenbecken. Fünf kleine Garnelen (Drei Crystal Red und zwei Red Wine Bee) durften mit uns nachhause, weil ich meinen Steinlausgutschein
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vom Geburtstag endlich einlösen konnte!
Leider finden sie es in unserem Aquarium mit der dichten Bepflanzung so toll, dass sie sich erstmal alle verstecken und alle Ecken untersuchen. Es ist fast als hätten wir keine…
aber nur fast:
Garnelen Collage
Putzig, die kleinen Gesellen. Im wahrsten Sinne des Wortes: wenn man welche sieht, dann sind sie eifrig Algen am abraspeln und in den Mund schaufeln.
Kann man so was eigentlich auch züchten für zuhause? Fensterputzen, Staubwischen, Kloputzen, wow wow wow, da fallen mir doch gleich mehrere Einsatzgebiete ein…

Ferien- Nähcamp

Andere Kinder gehen während der Ferien in die Fußballschule, meiner will nähen lernen, sehr brav.
Diesmal die Abteilung „Ich will lernen, wie man mit Nadel und Faden näht“, weil ich gerade fluchend die viel zu großen Wendeöffnungen bei diesen hochnäsigen Freunden zunähte:
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(Die sind für unseren diesjährigen Weihnachtsmarkt. Wird wieder niemand was kaufen, weil das ja alles so furchtbar teuaah ist, aber wenigstens haben wir eine schöne Auslage. Ha!)
Wo war ich? Ach ja: Junior möchte nähen lernen, mit Nadel und Faden. Gulp. Und wie immer, muss ich mir dann ja SOFORT was aus dem Ärmel schütteln, also habe ich ihm auf einen Filzlappen zwei Fische aufgemalt, die sollte er dann mit Nadel und Faden nachnähen. JA, ich WEISS das das Sticken heisst, aber so kleinlich wollte ich jetzt nicht sein. Mehr als ein Fisch war aus Gründen dann sowieso nicht mehr drin (Booaah, Mama, dauert das laaange!) und er wollte schon direkt wegflitzen, aber als ich ihm dann sagte, man könne mit einem kleinen Trick aus dem langweiligen Lappen noch ein Geheimversteck machen, war er wieder voll dabei und nähte noch brav die Seiten zusammen mit einem Zierstich. Und siehe da, zufällig passte dann genau seine Taschenlampe hinein.
Fischtasche Collage
Währenddessen konnte ich mich einigermaßen auf den Plotter konzentrieren und für das laaangweilige Sweatshirt aus schwarzen und grauen Stoffresten ein Waschbärpaar schneiden, welches genau zum richtigen Zeitpunkt (Hilfe, wie soll ich nur das Shirt ein bißchen aufpeppen?) von LilaLotta zur Verfügung gestellt wurde (*uff* Vielenvielen Dank!):
Racoon Shirt Collage
Der Waschbär trägt doch eindeutig die Handschrift von Sandra und woran merkt man das? Richtig: das Ding schneidet ewig. 🙂 Sie gibt sich immer so viel Mühe bei den Details, wie zum Beispiel bei den Federn im Kopfschmuck von Indianer Bo, und so ist es auch hier: das Fell des Waschbären besteht quasi aus Millionen von Haaren und das dauert eben seine Zeit. Lohnt sich aber auf jeden Fall, finde ich. Junior freut sich über ein tolles neues Shirt und ich über einen kleiner werdenden Stoffberg!
Und Made4Boys bekommt einen weiteren Beitrag!

Abgehakt

Einen Punkt auf der Urlaubs-To-Do-Liste konnte ich schonmal abhaken: Juniors Kleiderschrank sortieren und die Sommerklamotten und zu kleinen Sachen rausräumen. Aus den zu kleinen TShirts, vor allem den selber genähten, möchte Junior eine Decke genäht haben. Worauf hab ich mich da nur wieder eingelassen? Geht das überhaupt- eine Jerseydecke nur aus T-Shirt-Quadraten? Ich habe mir mal ausgerechnet (wuuuhahaha- gerechnet! Ich!!) dass ich für eine 125 x 150 cm große Decke 30 Quadrate á 25 x 25 cm brauche. Die Quadrate natürlich plus Nahtzugabe. Die Deckengröße reicht wohl zum Kuscheln auf dem Sofa, oder?
Aber ob das Zusammennähen so hinhaut bei soviel verschiedenen Stoffen… Man darf gespannt sein.
Was wollte ich eigentlich? Ach ja- der Kleiderschrank. Hosen haben wir genug, aber ein Sweatshirt und zwei langärmlige Shirts könnte er schon noch brauchen für den Herbst/Winter, obwohl er ja schon ein paar neue Sachen bekommen hat:

Schnitt: Klein Föhr von Farbenmix Raketenjersey von Irgendwoher :-)

Schnitt: Klein Föhr von Farbenmix
Raketenjersey von Irgendwoher 🙂

Das Raketenshirt hat er schon ein paar Wochen, allerdings herrschte hier ja noch ein unerwarteter Sommereinbruch mit T-Shirt-Wetter, aber jetzt ist ja wieder alles im Lot- Regen und Kälte den ganzen Tag, brrr.
Und für die noch kälteren Tage gab es dieses Sweatshirt hier:

Schnitt: Henric von Kibadoo Sternensweat von Swafing Unisweat ebenfalls Swafing

Schnitt: Henric von Kibadoo
Sweat Noahs Stars von Swafing
Unisweat ebenfalls Swafing

Wobei ich bei diesem Sternensweat anmerken muss, dass er sich irgendwie seltsam dehnt- in die falsche Richtung sozusagen. Im Fadenlauf ist er gut dehnbar, in der anderen Richtung kaum. Das war beim Vernähen etwas… ähm. Ich habe zwar wie gewohnt eine Nummer größer genäht, hätte aber in der Breite lieber ZWEI Nummern mehr nehmen sollen. So ist der Pullover beim Anziehen eine Winzigkeit zu eng. Macht aber nix, kriegt das Kind eben weniger zu essen, damit er nicht so schnell rauswächst. Außerdem sollte ich anfangen, bei Sweatshirts ein Bündchen unten dran zu nähen- sieht vielleicht besser aus.
Na, wurscht. Für das nächste Sweatshirt hat er sich den Bio-Sweat Lenny mit den Pandabären ausgesucht- mal schauen, wie der sich dehnt.
Beide Teile sind natürlich eindeutig für meinen Lieblings-Jungen und wandern deshalb direkt durch zu Made4Boys!

 

Boahh, bin ich faul

Nee, bin ich natürlich nicht, ich komm nur nicht zum Schreiben. Ich bin im Urlaubsstress, echt wahr. Ich habe eine Woche frei und keine Zeit, weil die To-Do-Liste so lang ist wie der Mount Everest hoch. Diverse Schränke und Dreckecken auf- und umräumen, Betten beziehen, Fenster putzen, Klamotten aussortieren, Kram für den Weihnachtsmarkt nähen, Stoffe zusammensuchen für eine „El Grande“ (und feststellen dass die Hälfte fehlt, aber einerseits ist der Nähhimmel leider auch im Urlaub, das Stoffkaufverbotsschild andererseits jedoch noch nicht *hmpf*) undsoweiter.
Und wenn dann dazu auch noch das Aquarium meint, es müsste uns einen Schrecken einjagen und mal eben eine Pfütze unter sich machen, dann kumuliert der ganze Stress in einem Stoßseufzer: Ich will wieder arbeiten, menno. Ist wesentlich ruhiger.

Passend zur Geisterstunde im letzten Post war inzwischen, wie immer am letzten Freitag vor den Herbstferien, im nachbarörtlichen Schloss Gruseln angesagt.
Zum Glück hatte Sohn Nr 1 schon weit im Vorfeld angekündigt „Da geh ich auf GAR keinen Fall hin“. Was sich am Vortag dann so anhörte: „NATÜRLICH geh ich dahin, das hab ich schon immer gesagt, und DU gehst mit.“
Soviel zum Thema Glück. Mit einem Sohn im Fledermauslook und einem Neffen im Darth Vader-Kostüm ging es also rüber zur Burg und was soll ich sagen: Schön.
Die überaus kreative Dame, die auch schon für den Hexengarten verantwortlich ist, hatte sich mal wieder voll ausgetobt und während die Kids durch die Gegend kullerten, konnte ich mir in Ruhe all die detailverliebten Dekorationen anschauen. Unglaublich, was ihr immer alles einfällt. DAS Talent hätte ich auch gerne. Gut, bei den Spinnen hab ich lieber nicht so gaaanz genau hingesehen…
Gruselschloss Collage
In der Hexenküche war das Buffet aus vielen verschiedenen Törtchen, Muffins und Keksen aufgebaut, ergänzt mit einer Etagere voll mit Gummigewürm und ähnlichen ekligem Zeug aus Gummibärchenzeugs, ihr wißt was ich meine. Dulcia Periculosus eben.
Meine Schokomuffins mit Augen bekamen ein Schild „Tortula horribilis“. Muuhahaha- das könnte ich hier gebrauchen, das Schild. Bei dem Krempel, den meine Küche manchmal so produziert… (Dann weiß mein Mann schon mal Bescheid. Wenn das Schild neben seinem Teller liegt, ist mir ein Rezept mal wieder in die Hose gegangen *gacker*)
Schaurige Sußigkeiten Collage
Wie auch immer- das Gruselschloß hatte seinen Namen verdient. Besonders der „Gruselgang“ rund ums Schloß hatte es in sich. In vollkommener Dunkelheit (und ich meine: DUNKEL. Alle zwanzig Meter mal eine Grableuchte, das wars. Und der Mond hatte wohl woanders zu tun. Zum Glück hatte ich eine Mini-Funzel dabei, damit wir uns nicht ganz den Hals brechen) ging es einmal rund ums Schloß auf unbekannten Wegen und teilweise mitten durchs Feld und zwischendrin hüpfen einem „Wuaaahh“ brüllende Zombies, Haareabstehenlassende Kettenrassler, untote Wilderer und Mönche und all so was in den Weg.
Uff. Ich war froh, dass ich die beiden dabei hatte und hielt sie auch ganz fest an beiden Händen. Oder sie mich? (Mutig waren sie ja, ich war erstaunt. Besonders mein Neffe war für seine sechs Jahre erstaunlich cool. Nur bei dem kettenrasselnden Gespenst, das man nicht sah, sondern nur hörte (rrrrrrrrrrrrr, rrrrrrrrrrrrr, rrrrrrrrrrrrr) blieb er wie einbetoniert stehen und liess sich nicht mehr weiterbugsieren. Erst als ich das Gespenst kurz anleuchtete und er sah, dass es ein verkleideter Mensch war, ging er weiter. Und vor einem Jahr noch hätte mein Sohn das tatsächlich auf GAR keinen Fall mitgemacht.)
Jajaja, natürlich hat es mich nicht wirklich gegruselt, zumindest nicht wegen der Sachen, die da geboten wurden. Ich hatte eher die paranoide Vorstellung wir könnten uns verlaufen, stolpern, gegen einen Baum laufen oder den Abhang runterstürzen, und das mit zwei Kindern rechts und links FEST an der Hand (schonmal versucht im Dunkeln einen Weg zu finden, ohne die Arme zur Hilfe nehmen zu können, weil sich an jeden Arm ein 25 Kilo schweres Menschlein klammert?) und eins davon nochnichtmal mein eigenes- DAS ist Grusel! Schockschwerenot.

Geisterstundääääähhhhh

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Huibuuuuuuuuu… huibuuuuuuuuu…
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Wir sind die Geschwister Furchterbar
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und haben nur Blödsinn im Kopp.
Beste Voraussetzungen also, um hier auf der Stelle adoptiert zu werden. Mein Beitrag für die alljährliche Halloween-Nerverei sozusagen, ist ja schon bald soweit.
Zum Glück geht Halloween und Geisterkram ansonsten scharf an uns vorbei. Sohn Nummer eins hält sowieso nicht viel vom Verkleiden (*uff* Ich Glückliche!) und nachdem er spitzgekriegt hat dass man beim Halloweenrundgang auch nur so komisches Süßigkeitenzeug wie Kaugummis, Bonbons oder Lutscher bekommt, die er eh nicht mag, können ihn die paar anderen Kinder, die das hier durchziehen, auch nicht mehr hinterm Ofen hervorlocken.
Aber dann kam uns Cherry Picking in die Quere mit ihrem Stoff „Spooky„- den er natürlich unpassenderweise bei einem Besuch im Nähhimmel sofort entdeckte. Hmpff. Da war die Abneigung gegen Geister & Co sofort vergessen und Sohn hätte soooooo gerne einen Pulli aus dem Stoff gehabt. Sorry, Sohn- aber, nein. Es tut mir ja selber leid, aber auch für Stoff gilt: Man kann nicht immer alles Schöne kaufen. Noch sind wir nicht von Rockefellers adoptiert und alle langärmligen Jerseypullis für die Saison sind schon genäht, der Schrank platzt aus allen Nähten. Und mehr als ein Shirt auf einmal anziehen geht ja nun auch nicht. Mal sehen wie kalt der Winter wird, da muss vielleicht noch ein Sweatshirt her.
Das große rote Stoffkaufverbotsschild leuchtet also Stakkato über meinem Kopf *seufz* (ichkannnichtschonwiederStoffwirbrauchenauchmalwaszuessenundWeihnachtenstehtvorder
TürunddasFinanzamtwillauchseinenTeilundüberhauptgnagnagna) usw.
Er hat zum Glück nicht weiter rumgenölt und sich in sein Schicksal dreingegeben.
Und ungefähr so geguckt:

 

 

 

 

 

*schluchz*
Als Entschädigung hat er nun das spooky Geisterkissen bekommen und sich seeeehr darüber gefreut. (Genäht nach dieser Anleitung von Anke/Cherry Picking. Vielen Dank dafür!)
Bei einem der beiden Kissen habe ich die Gelegenheit (kein Paspelband im Haus *grr*) genutzt und selber Paspelband hergestellt. Einfach einen schmalen Streifen Baumwollstoff längs gefaltet, gebügelt und Wurstkordel (Paketband?) eingenäht- ferdisch. Nicht perfekt, aber schön. 🙂
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Für das zweite war dann aber nicht mehr genug Geduld über. Das hat stattdessen einen Webbandbürzel aufm Kopp bekommen.
Huibuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu…….

Mord am Urselbach!!

Irgendjemand einen Herzinfarkt gekriegt? Tschuldigung, wollt ich nicht. Aber ist doch wahr. Wenn man so was beim Spazierengehen sieht. Schlimmschlimm. Die heutige Jugend. So verroht.
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Könnte man ja vielleicht einen Krimi draus machen. „Kommissarin Wutz beugte sich in ihrem Trenchcoat über das Opfer…“ Ach, nee, andere Baustelle.
Was wollte ich eigentlich? Ach, ja!
Ich bin ja grad krankgeschrieben weil mein linker Flügel andere Pläne hat als ich und da ist es mit Nähen leider eigentlich auch nicht so weit her, aber ich bin ja schlau und habe mein Rums schon letzte Woche genäht, Yolanda meets Shelly:
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Ich finde, mein Angetrauter und ich haben ein Lob für die Bilder verdient. Immerhin scheint die Sonne (keine schummrigen Küchenbilder *höhö*), das ist doch schon mal ein guter Start ins Profiknipsgeschäft.
Und das neue Äpfelchen hat ein etwas größeres Knipsdings, passend zu meiner Größe. Allerdings ist mein Arm immer noch zu kurz für ordentliche Selfies, hmpf. Egal.
Hach. Wenn ich mir die Bilder so recht betrachte, finde ich ja grad dass ich ein hübsches Schwanenhälschen hab.
*Gulp*
*muuuuuharharharhar*
Tschuldigung. *gacker*

Was wollt ich noch? Ach ja. (Ich muss immer erst mal in den Bildern gucken, was ich mir sonst noch so ausgedacht hatte, weil ich sowas immer hochlade und dann schlagartig vergesse. Deswegen ist unsere Wohnung auch gepflastert mit lauter Post-It Notizen. Nützt nur meistens nix. SAG MIR BITTE JEMAND DASS DAS MIT 45 VÖLLIG NORMAL IST, DANKE SCHÖN!)
In letzter Zeit spielt Sohn Nr 1igartig immer gerne mit seinen Freunden bei uns zu Hause. In der Wohnung. Der ganzen Wohnung. Da muss ausser dem eigenen Zimmer dann auch der Rest der 67 qm für die Geheimagenten herhalten, die wortlos an mir und meiner Nähmaschine/Laptop/Buch/Staubsauger/wasauchimmer vorbeirauschen, sich kichernd und flüsternd hinter der Theke aufhalten, mit irgendwas klappern und rascheln und dann mit gefülltem Köfferchen ins Zimmer abrauschen oder manchmal auch etwas hinterlassen:
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Nun kam grad der beste Ehemann von allen nachhause und sprach: „Hallo? Was macht ihr da? Überwacht ihr uns etwa? Das geht ja GAR nicht! Wir sind hier in Deutschland, da muss neben jeder popligen Überwachungskamera ein Schild hängen:

Da KANN man nicht einfach so andere Leute filmen ohne denen Bescheid zu sagen!“
Tja, Jungs, sagte ich. Da müßt ihr schon die verdammte NSA sein- die darf das. Drei Sekunden später:
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Ich sags ja. Der is mir über.

Die lange Nacht des Selbermachens

hieß eigentlich ja die „DaWanda Lange Nacht des Selbermachens„.
In meiner zweiten Heimat, dem Nähhimmel *hust* fand die besagte Nacht statt. DaWanda-Shop-BesitzerInnen konnten sich als Ausrichter anmelden und ein Selbermach-Projekt zum Selbstkostenpreis anbieten und im Nähhimmel konnte man an dem Abend eben ein Bodenkissen nach Pattydoo nähen. Von DaWanda hat man zwar nicht sooo viel gemerkt, aber dazu später mehr.

Kurz und gut schon mal vorneweg: Der Abend war klasse und hat wirklich Spaß gemacht! Angereist bin ich mit meiner Nähmaschine und etwas zu Essen fürs Fingerfood-Buffet:
Futter Collage
Nach der Begrüßung und der Projekterklärung (ein Ansichtsexemplar und die Schnittmuster in verschiedenen Größe waren schon perfekt vorbereitet) konnten wir das machen, wovon zumindest ich schon immer geträumt hatte… Im ganzen Laden rumschnüffeln, Stoffe rauskramen, wieder wegräumen, doch wieder hervorholen, passt dies zu jenem, wie wärs mit dem hier, nein, ja, doch nicht, hach und wieder von vorn. Und dann durften wir uns von allem nehmen, was wir brauchten und einfach die Stoffe SELBER abschneiden. *kreisch*
Überall standen Zuschneidetische, Bügeleisen waren aufgebaut, am Nähtisch hatte man genug Platz- ein Traum. Wenn man sonst auf engstem Raum am Wohnzimmertisch näht, jede Maschine extra hervorholen und direkt wieder wegräumen muss, und es dann noch Familienmitglieder gibt, die tatsächlich auch etwas PLATZ am Tisch einfordern (Hallo?) ist das echter, wahrer Luxus.
Das war das erste Mal, dass ich in einem größeren Kreis als „Me, Myself and I“ genäht habe- Klasse, weil man bei jeder noch so blöden Frage einen Ansprechpartner hat. Ich zum Beispiel kann jetzt endlich Paspeln einnähen, ich Held.
Ich komme sehr sehr gerne wieder, wenn ich darf! 🙂
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Die Beteiligung von DaWanda an diesem Abend war aber leider, vorsichtig ausgedrückt, im Nanobereich zu suchen. Es gab für jeden Teilnehmer einen Flyer auf dem nochmal draufstand worum es ging (DIY, verschiedene Projekte in ganz Deutschland, alle starten um 18:00 Uhr und alle finden DaWanda ganz, GANZ toll. Jubel!) und dann noch ein Kärtchen mit vorgedrucktem Anhänger zum Ausschnibbeln auf dem ein Lückentext vorgedruckt war. Ich …….. habe das Projekt ……… in der langen Nacht des Selbermachens bei …… selbern hergestellt (und ich finde DaWanda ganz GANZ toll. Jubel!) zum Dranhängen an das fertige Kissen, damit auch jeder Depp weiß, dass ohne DaWanda dieses Projekt natürlich NIEMALS entstanden wäre.
Meine Güte, seh ich aus wie ein Kindergartenkind? Ernsthaft ein Kärtchen mit Lückentext zu Ausfüllen? Ich hatte leider meine Mami nicht dabei, deshalb konnte ich das Kärtchen auch nicht ausfüllen lassen. *heul*
Ach, ich vergaß: Zwei zerbröselte Burda-Lollis (BURDA- Lollis? Für Frauen?? Nein, ich war nicht versehentlich im Kinder-Nähkurs!) waren auch noch dabei. Zwei. Für acht Teilnehmerinnen. Wir müssen ja auf die schlanke Linie achten. Bevor wir Kinder uns aber in die Haare kriegen konnten, wer die Lollibrösel denn nun zuerst lutschen darf, hat die weise Chefin Michi die Dinger einfach in den Müll geschmissen. Ätsch.
Bodenkissen Collage
Mein Bodenkissen habe ich übrigens aus Merle, Nele und wie sie alle heissen von Swafing genäht. Die Unterseite ist aus Merle in beschichteter Baumwolle, damit ich auf meine alten Tage nicht wegen dem Bodenkissen hier noch das Saugen anfangen muss. *pöh*
Daheim wurde es von einem knurrigen Sohn per Sitzstreik in Beschlag genommen, der sich darüber empörte, dass ich das Kissen doch glatt für MICH genäht hatte.
Dabei hätte doch sicher in irgendeine Ecke seines Zimmers noch ein Kissen Pfefferminzblättchen gepasst. Ganz sicher.
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Von hinten durch die Brust

ins Auge.
Junior hat Schuhe vererbt bekommen vom großen Cousin. Schuhe, die man eigentlich so in den November verorten würde, so wettermäßig. (Nur mal by the way: Hier in Mittelhessen regnet es den ganzen Tag. Den GANZEN Tag. Aus einem fieseligen Sprühregen wurde im Laufe des Tages über die ganze Palette der nervtötenden Regensorten richtiger, ausgewachsener Dauerregen. Nein, ich korrigiere mich: Schütt-wie-aus-Eimern-Regen und das seit Stunden. Ich kam nochnichtmal trocken aus dem Auto ins Haus. Aber gut, wir wollten ja always auf die brighte Seite des Lifes looken. Nur, hier ist es nirgendwo bright. Nur trüb. Grau. Bäh. Hmpfgrrgl)
Wo war ich? Ach, die Schuhe. Schöne, feste Schuhe. (Erwähnte ich das es Novemberschuhe..?)
Leider mit dem großen, bösen Sch- Wort. SCHNÜRSENKEL.
(Gehört ausser mir noch jemand zu den Rabenmüttern, die es riskieren, dass ihre Kinder als motorisch unterentwickelt eingestuft werden, weil sie nicht in der Lage sind, ihre Schuhe richtig zu binden? Irgendwann Anfang zwanzig werden sie deswegen mal einen Arbeits- oder Studienplatz nicht kriegen, weil sie im Assessment Center kolossal am Schuhebinden scheitern. „Muuuharharhar“ werde ich aus dem Altersheim herüberrufen, „ich habs dir ja gleich gesagt!!“)
Äh, also ja.
Um bei der Wahrheit zu bleiben: ich habe den Kampf ums Schuhebinden aufgegeben. Spätestens als er anfing, bei zwei Nummern zu kleinen Schuhen standhaft mit eingerollten Zehen zu behaupten, die seien voll ok und würden total gut passen, nur weil die größeren, bereits gekauften Schuhe Schnürsenkel hatten, hats mir gelangt.
Nachdem die Mädels im Kiga unvorsichtigerweise im letzten Jahr irgendwann mal sagten, das mit dem Schuhebinden klappe ja nun doch endlich ganz gut (dochdoch, den leisen Vorwurf habe ich sehr wohl gehört!), habe ich innerlich ein Feuerwerk abgebrannt und fortan wurden keine Schuhe mehr mit Bändeln gekauft. SdHd, sagt mein Mann. (Sch.. der Hund drauf). Genau.
Blöderweise stehen im Moment nur sommerliche Turnschuhe oder Sandalen im Schrank. Und die Schnürsenkelschuhe. Und der Wetterbericht… siehe ersten Absatz.
Aber ich wäre ja nicht die die ich bin, wenn mir da nix einfallen täte.

Leider hatte ich nur noch zwei kurze (zu kurze) Stücke Gummi in grün und blau. Ich dachte das erlaubt der nie. Zwei VERSCHIEDENE Schnürer in den Schuhen, das ist doch cool- igitt!
Höhö.

(Edit ohne h: Er hatte sie den ganzen Tag an und „Die sind total klasse, Mama!“ *geschmeicheltschnurr*)

So. Und den Rest des Abends habe ich für den hier reserviert:

Wurde auch Zeit!

Resteverwertung für den Herbst

Mitte August, regnerisch, 15 Grad, alle Langarmpullis im Schrank in Größe 122/128 und das Kind mißt nach der letzten Messung 134 cm.
Aaaaaaaaaahhhh!!!
Das Problem steht klar und deutlich vor uns?
Alle übergebliebenen Stoffe aus der Jerseykiste gezerrt, aber natürlich passt nix zusammen wie es soll, hmpf.
Zum Glück gibts im Nähhimmel genug Stoffe zum Kombinieren:

Schnittmuster: Henric von Ki-ba-doo
Stoffe: Pluma grey von Lila-Lotta, Dolphins By the Sea, Ringel und grauer Jersey über Nähhimmel
Indianer Bo: Plotterdatei von Lila-Lotta

Uff.
Unmittelbare Gefahr gebannt, jetzt können wir laaangsam mit dem Auffüllen beginnen. Demnächst folgt noch ein Pulli in Dinopunks mit braun/blauen Sternen. Schöne Sweatstoffe für den Winter hab ich auch schon entdeckt. Für Kapuzenpullis ohne Kapuze, denn: Kapuze ist cool. Cool ist doof. Kennt man ja. Hmpf.
Die Shirts sind ein klarer Fall für Made4Boys– da war ich auch schon viel zu lange nicht mehr.
Denkt jemand ich wär blogfaul? Bin ich nicht. Ich bin nur viel zu sehr mit frieren beschäftigt, als dass ich mir noch Bloggedanken machen könnte. Mistwetter, elendes.
Da braucht man beim Spazierengehen schon mal etwas Aufmunterung:

Der steht doch geradezu für positives Denken. Zerbeult, verrostet, kriegt nur Müll, aber immer gute Laune. Perfekt.
In diesem Sinne, vergesst das miese Wetter, denn:

Weltraumgeburtstag

Der große Tag war Sonntag, endlich

ACHT!!!

Ab 4:47 war die Nacht zu Ende! Mit Mühe, Not und von lauten Seufzern begleitetem Hin- und Hergewälze im Bett hielt es der große Junge noch aus bis 6:20 (Sonntags! In den Ferien!!!) , aber dann kam er strahlend ins elterliche Schlafzimmer gehüpft mit den Worten: Hier kommt euer Achtjähriger *flöt*! und krabbelte zu seinen Eltern ins Bett, die beide in diesem Moment nicht hundertprozentig davon überzeugt waren, dass sie überhaupt ein Kind HABEN. (Wer ist auf diese verdammte Schnapsidee gekommen?)
Aber es half ja nichts, wir mussten raus und den Geburtstagstisch eröffnen.
Der Tag war wunderbar, es kamen viele Gratulanten (by the way: herzlichen Dank für all die Blog-Gratulanten: er hat sich sehr gefreut!) und abends konnten wir für unsere 30 Gäste eine schöne Sommerabendgrillparty veranstalten:

Ich habe meinen Mann noch nie so naß gesehen. Ich meine, mit Klamotten. In der Dusche schon, höhö. Weia.
Der Kindergeburtstag am nächsten Tag war zum Glück mit besserem Wetter gesegnet und wir konnten alles draußen veranstalten. Uff.
Und das ging so:
(Erstmal die Einladungen, ausgeschnitten von einem übermütigen Kind während des WM-Finales:

Wäre auch gar kein Problem gewesen, wenn Vattern nur nicht so laut: „Oh MANN!! Da steht doch gar keiner du Idiot!!!“ gebrüllt hätte, dass das Kind zusammenzuckte und ums Haar den Bürzel von der Rakete abgeschnitten hätte. *schrei*
Die Raketen hatte ich ausgedruckt (auf rotem Papier, bis auf die eine, die ich vergessen hatte *hmpf* die musste er dann nachträglich noch rot anmalen) und dann auf eine Klappkarte geklebt. Die seitliche Kontur aus der Klappkarte auch ausschneiden und drunter den Einladungstext kleben. Zum Schluß noch ordentlich Sterne draufstempeln lassen und fertich.)
Und dann ging es am Montag mit acht kleinen Astronauten los:

Astronauten brauchen natürlich eine Erkennungsmarke. Im WM Fieber habe ich die Deutschland-Schlüsselbänder gekauft (jeweils mit einer Trillerpfeife versehen, ich Wahnsinnige. Ich schwörs: wer pfeift, fliegt raus!). Die Bänder wurden mit Hilfe des Plotters mit den Namen der Astronauten in entsprechend spaciger Schrift versehen.
Der Astronautenausweis ist ein Fundstück aus dem Netz (genau hier, freundlicherweise von „Edit mit h“ zur Verfügung gestellt, danke!). Auf die Rückseite ist ein Schema der Planeten gepappt, das Bild habe ich im Netz aufgestöbert und im Copyshop sauteuer ausgedruckt.
Die allererste Station, noch auf dem Weltraumbahnhof, war das Kuchenbuffet:

Danach reisten wir weiter zum Merkur, wo die angehenden Astronauten sich ihren Ausweis verdienen konnten, indem sie gemeinsam die Planeten mit Hilfe des Satzes: „Mein Vater Erklärt Mir Jeden Samstag Unseren Nachthimmel“ in die richtige Reihenfolge gebracht hatten. Mit den Planetenkeksen war das auch kein Problem.

Dann ging es nacheinander zu den einzelnen Planeten, auf jedem musste etwas erledigt werden.
Auf der Venus mussten die Kids mit viel zu großen Arbeitshandschuhen Gesteinsproben (Murmeln) einsammeln, auf dem Saturn gab es einen Alien-Weitwurf (kleine Aliens an Fallschirmen) und auf dem Uranus wurden Roboter repariert:

Der Mars verdient ein eigenes Bild, dort gab es das gute alte Dosenwerfen, nur etwas erschwert durch Meteoritenbälle (Flummis mit langen Folienschwänzen), die ein bißchen anders als erwartet flogen- was für ein Spaß!

Bevor wir jedoch Neptun ansteuern konnten, erreichte uns ein Notruf von der Erde. Eine Rakete mit wichtigen Gesteinsproben war in der Nähe des Weltraumbahnhofs abgestürzt und musste von den Jung-Astronauten gesucht und geborgen werden.

Danach gab es Stockbrot, Würstchen und Fackeln vom Grill (und Sekt für mich *uff*) und nach dem Essen wuselten alle spielenderweise rund ums Haus, bis sie abgeholt wurden.
Die Meteoritenbälle, Fallschirmaliens, Schlüsselbänder und Astronautenausweise kamen in die Mitgebseltüte und jeder konnte sich noch ein Alienbügelbild aussuchen.

 So. Und welches Motto nehmen wir nächstes Jahr?
(Übrigens haben die kleinen Lumpenhunde gar nicht so laut gepfiffen mit ihren Trillerpfeifen. Nur ein bißchen. Triiipfüüüüütiriliiiiiiitrtrtrtrtrtrtrrrrrrrrrpfiiiiiiii machts seitdem in meinem Ohr…)

Edit: Ich bin grad ein bißchen begeistert von eurem Lob *sehrtiefverneigt*, dabei fiel mir der Spruch mit den fremden Lorbeeren wieder ein und ich reiche zwei wichtige fehlende Links nach: Eine noch viel tollere Weltraumparty gab es bei „Tanjas Traumberg“ und immer wieder gerne klaue ich mir Ideen lasse ich mich inspirieren bei „Mama Pias Mottopartys„.
DAS sind voll durchdekorierte Partys! Nicht so halbgar wie bei mir. (Ich zeige ja auch nur die gelungenen Sachen *hust*)
Trotzdem Danke fürs Lob!