Lady *gacker*

Gut, wie eine Lady fühle ich mich in den Teilen nicht, aber das Schnittmuster gefällt mir sehr sehr gut:
Mosca Lady Rose Collage
Allerdings bin ich auch wieder etwas irritert von den Größen- die fallen in diesem Ebook Lady Rose von Mialuna auch wieder ziemlich knapp aus, so das ich 48 nähen musste und trotzdem um die Hüften noch etwas zugeben. Hmpf. Aber ok, ich mag die enganliegenden Sachen halt nicht und mit den Endergebnissen bin ich mehr als zufrieden, also ist es mir wurscht was für eine Größe auf dem Schnittmuster steht.
Lady Rose grau Collage
Die Stoffe sind wie fast immer aus dem Lieblings-Nähhimmel, die obere Lady Rose (mit Kapuze) ist aus Mosca von Lila Lotta, die untere (mit breitem Kragen, quasi beschnittene Kapuze) ist aus Swafing-Unijersey (glaube ich jedenfalls), von wem der Sternenjersey ist hab ich mir leider auch nicht gemerkt…

Und ab damit zu Rums.

Ich kann Fasching nicht leiden

Aber kurz vor der Fremdensitzung (für Nichtnarren: Büttenreden, Tänze, Männerballett, Showeinlagen etc. Ist in unserem kleinen Dorf immer noch ziemlich unterhaltsam und bringt von jung bis alt so einiges auf die Bühne- in unserer Kindergruppe immerhin 21 Kids- seufz.) krieg ich dann ja doch immer noch den Rappel und will nicht ganz ohne Verkleidung gehen.
Für alle Rums-Damen, denen es ebenso geht wie mir habe ich hier vielleicht eine Anregung:
Nähkorb auskippen, alles zusammensuchen was sich an eine Kordel binden und um den Hals oder Arm wickeln läßt, was selbstgenähtes an natürlich, einen schiggen Hut auf und schon fühlt man sich ein bißchen verkleidet, aber trotzdem nicht wie der Depp.

Insofern hatte ich ja recht als ich in der KindertanzbetreuerteamWhatsAppgruppe vorher noch ranzte „Nervt net, ich geh als ich!“

Fasching Collage
Die Eintrittskarte hatte ich mir um den Hals gehängt und auf die Rückseite den Spruch gepappt:

Heute näh ich,
morgen trenn ich,
übermorgen schneide ich neu zu….

Und auf dem Heimweg war ich sicher wie in Abrahams Schoß, denn: Rollschneider UND Schere griffbereit- damit hätte ich locker im Alleingang ein Tarantinoeskes Gemetzel anrichten können. *irrekichert*

L wie Lügen

Nein, heute geht es nicht um das Lügen bei bzw von Kindern. Zu dem Thema haben Danielle und Snowqueen vom Blog „Das gewünschteste Wunschkind treibt mich in den Wahnsinn“ einen wirklich guten Artikel geschrieben, ganz ohne blöde Bemerkungen so wie ich das immer mache, sondern richtig ernsthaft und empfehlenswert. Sollte man mal gelesen haben (falls man der Meinung ist, dass die lieben Kleinen sehr böse sind und den Teufel in sich haben wenn sie lügen. Sind sie nicht und haben sie nicht.) Der Blog ist ohnehin sehr empfehlenswert, hatte ich irgendwo schon mal angemerkt, oder?

Nein, heute geht es um Elternlügen.
Neulich im politisch korrekten Öko-Supermarkt. Vor mir an der Kasse eine optisch sehr gut zum Ökosupermarkt passende Mutter mit zwei Kindern, etwa drei und fünf Jahre alt. Die Kinder betrachten all die interessanten Sachen um sie herum, nehmen dies in die Hand, laufen rum, legen jenes wieder hin, rufen „Mama, schau!“ und knistern an den Süßigkeitentüten herum. (Nur mal kurz zwischendurch: Hallo Ökosupermarkt. Ihr seid doch so tolle Menschen, weil ihr nur gute Lebensmittel vertickt die ihren Namen tanzen können, und weil ihr überall auf Bioökonachhaltigkeit, totgestreichelte Tiere und das ganze Trallala Wert legt. Könnt ihr den miesen Trick mit der Quengelware an der Kasse vielleicht mal bleiben lassen? Das ist doch wohl nicht euer behauptetes Niveau.)
Wo war ich? Ach ja. Kasse, Öko, Mutter und zwei Kinder.
Kind Klein befingert während des Wartens an der Kasse also die bunten Bonbon-, Brause- Schoko- und Lutscherverpackungen (während Kind Groß ungestört am Zeitschriftenständer die Zeitungen durcheinanderfleddert. Hmpf.) und zeigt Mama eine buntgetupfte Irgendwasverpackung. Mama zerrt Kind Klein die schöne bunte Verpackung aus der Hand und herrscht es an: Leg das hin! Das ist alles ganz BÄ!! Kind guckt Mama an und fragt: Hokolade? Ja. BÄ! zischt Mama. Lass das liegen, das ist nur für Erwachsene! Da wirste dumm im Kopp von! Kinder werden davon blöd!

Wtf?

(Ich muss zugeben, DER Zusammenhang zwischen dämlichen Kindern Menschen und Süßkram war mir jetzt noch nicht bewusst…)
Es war mir schwer, aber nachdem ich meinen Mund wieder zuklappen konnte, habe ich es geschafft, würdevoll und vollkommen unbeteiligt zu blicken, während die Mutter mit aller Kraft am Grab ihrer eigenen Glaubwürdigkeit schaufelte. (Innerlich habe ich mir natürlich die Haare gerauft und den Kopf auf das Süßigkeitenregal geschlagen (so gesehen wird man wirklich dumm von dem Zeug), aber äußerlich: Pokerface. Ich coole Sau.)
Puh.
Liebe Miteltern: Macht so einen Mist nie. Niemals. Es sei denn, ihr wollt, dass das Vertrauen der Kinder in euch sich Stück für Stück und Lüge für Lüge in Luft auflöst und Frustration und Enttäuschung Platz macht.
(Abgesehen davon hält euch euer Umfeld für… naja, zuviel Süßkram, ihr wißt schon).
Man sehe es mal von der Warte der Kinder: Unsere Kinder sind von uns abhängig, klar. Also hat die Evolution den Nachwuchs mit einem unbedingten Urvertrauen in die Eltern ausgestattet. Feine Sache, das. Egal, was die Eltern an Blödsinn anstellen: Kinder lieben sie bedingungslos und glauben erstmal alles. Erstmal.
Kind Klein aus dem Beispiel wird demzufolge wohl im Moment noch glauben das Süßigkeiten des Teufels sind und man davon dumm wird. Aber der Tag wird kommen, an dem der beste Freund einen Schokoriegel in der Brotbox hat oder an dem Kind Klein zu einem Kindergeburtstag bei der Bentoboxmama eingeladen ist (und DA gibt es garantiert ein Sweet Table dass sich die Balken biegen) und DANN!
Dann wird Kind Klein sich entweder furchtbar blamieren, indem es versucht die bösen Süßigkeiten ins Klo zu spülen um heldenhaft seine Freunde vor der Verdummung zu retten (zugegeben: unwahrscheinlich) ODER es wird begreifen: Das Zeug schmeckt echt gut!
In jedem Fall wird ihm am Ende klar werden: Moment mal. Meine Mama hat mich angelogen. ANGELOGEN.
Und was frustriert und demütigt uns mehr als die Erkenntnis, dass der wichtigste Mensch der Welt uns angelogen hat? Was für ein Vertrauensbruch!
Wo das öfter passiert, macht sich Verunsicherung breit, Verunsicherung führt zu Frustration, Frustration zu Aggression, zu Machtkämpfen und.. ach, am besten sucht ihr schon mal einen Platz im Kinderheim.

Leute. Wir sind uns in der Erwachsenenwelt doch einig, dass Lügen im sozialen Umgang miteinander nicht erwünscht ist. Lügner werden gemeinhin nicht akzeptiert (ok, bis auf einige Politiker. Manager. Und noch so einige. Ups- wenn ich länger nachdenke, wird die Liste lang…) und Kinder bekommen immer wieder gesagt sie sollen nicht lügen. Wieso lügen wir dann die Kinder an?
Man erzählt ihnen aus den verschiedensten Gründen Mist, aber meistens hat es doch was mit unserer eigenen Bequemlichkeit zu tun. Weil wir eine Entscheidung grad nicht begründen wollen oder auch weil wir eine Auseinandersetzung mit unserem Kind fürchten.
Dazu kommt: Zu oft nehmen wir uns nicht mal die Zeit, ihre Äußerungen zu verstehen sondern unterstellen ihnen unlautere Motive, die in dem Moment vielleicht gar nicht existieren.
Ich habe es beobachtet und bin sicher: Kind Klein in meinem Beispiel wollte gar keine Süßigkeiten haben. Es wusste nichtmal, dass das Süßigkeiten sind. Es war nur fasziniert von den Farben und dem Geknistere der Verpackungen und wollte seine Mama daran teilhaben lassen.
Ein wohlwollendes „Ja, das ist wirklich hübsch“ von der Mutter hätte vermutlich dazu geführt, dass das Kind die Verpackung einfach wieder zurückstellt. (Und dann hätte sie Kind Groß aus dem Zeitschriftenständer zerren können. Aber das nur am Rande.)

Es gibt übrigens, wie bei jeder guten These, natürlich Ausnahmen von der Regel.
Selbstverständlich haben wir unser Kind niemals bewusst und schon gar nicht mit irgendwelchen miesen Absichten angelogen. Ts. *pfeif*
Als er aber damals mit ungefähr fünf oder sechs von Opa und Oma zurückkam und uns freudestrahlend von den tollen Comicsendungen berichtete, die auf SuperRTL und in irgendsoeinem anderen Dreckssender liefen, da schauten Papa und ich uns kurz an und bedauerten dann unisono, dass es diese tollen Sender auf unserem Fernseher leider nicht gebe.
Das oder ich hätte die Schwiegereltern erschossen.

Ich komm nicht drüber weg.

Normalerweise bescheinige ich mir ja eine gewisse Gelassenheit was mein Gewicht betrifft, aber das fettleibig von der Wii-Tante irritiert mich ja glatt immer noch.
Und nee, auch wenn ich jetzt jeden Tag auf das Board steige und entfernt an Yoga erinnernde Verrenkungen vollführe (der herabschauende Wasserbüffel, der Elefant grüßt die Sonne, der Mammutbaum usw, weißte Bescheid) und heute auch noch ein putziges Heimrädchen ankam, dass nun den Platz des Weihnachtsbaums einnimmt in der Hoffnung man möge sich täglich auf ihm abstrampeln (nur wenn ich gleichzeitig lesen kann!!): Abhaken.
Ich muss nicht abnehmen. Ich muss mich nur mehr bewegen. Oder sieht das jemand anders?
Kamehakanga Collage
Schwarz ist einfach eine geile Farbe. *dumdidum*
Eine Kanga in XL ohne Nahtzugabe (ha!) mit Resten von „Kamehameha* und Ringeljersey abgesetzt, alles selbstverständlich bezogen von meiner Lieblingsstoffdealerin im Nähhimmel.
Nimm dies, du Wii-Schnepfe!
Übrigens habe ich mir todesmutig das Onion Schnittmuster 2022 Knotenkleid bestellt *uuaaah*. Hat eine der Rums– Damen in Größe 46/48 Erfahrung damit?

Goodbye, my Love, goodbye…

Nein, damit meine ich nicht David Bowie, obwohl es eine Schande und vollkommen unnötig ist das ein solcher Ausnahmemusiker (der eifrig am Soundtrack meines Lebens mitgeschrieben hat) so früh die Bühne verläßt. Scheiß Krebs.

Nein, es ist wesentlich profaner… auf Wiedersehen Weihnachtszeit:
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In elf Monaten dann wieder.
Einigermaßen kahl wirkte dann aber das Wohnzimmer, ergo wurde ein wenig geschmückt, passend zu meinem Vorsatz fürs Jahr 2016.
Was für ein Vorsatz eigentlich? Ach, ja.
Neeneenee, nix mit abnehmen und so. Obwohl die Schnepfe in der Wii gestern zu mir sagte, ich sei fettleibig. FETTLEIBIG. Hallo? Ja klar, gegen so japanische Püppchen nehme ich schon ein wenig mehr Platz ein, aber fettleibig? Pff. Die Marketingabteilung von Nintendo sollte sich mal ein bißchen Höflichkeit hinter ihre dürren Ohrläppchen schreiben (falls die Ohrläppchen nicht schon weggehungert sind). Blödes Volk. Nur weil ich nicht aussehe wie ein Mangapüppchen bin ich noch lange nicht f… . Ich wollte mich nicht aufregen. Nur soviel: Ich habe schwere Knochen!!
Na gut, obwohl die Leute von Nintendo offensichtlich nicht nett sind, steige ich trotzdem (fast) täglich auf das Balance Board und mache ein paar Übungen. Unbeweglich und vollschlapp bin ich nämlich auf jeden Fall und Bewegung hat noch niemandem geschadet (nein, ich gehe NICHT raus bei diesem Wetter *Vogelzeig*). Aber mein Vorsatz für 2016 ist das trotzdem nicht.
Der lautet: alle sechs Harry Potter Bände noch mal lesen. Juhu!
Es ist nämlich so: Juniors Freundin liest sich gerade durch die ersten Bände von Harry Potter und seitdem löchert mich mein Sohn mit Fragen dazu. Wie heißen die Bände? (Krieg ich zusammen) Wie geht der Todesfluch? (Avada Kedavra) Wie heisst der Schwebezauber? (Win.. Wingardium Leviooosa, nicht Wingardium Leviosaaaa) Wieso ist Lord Voldemort eigentlich so böse (längere Geschichte) und wie gehen die Quidditchregeln (ähh) und wo kann man die Zauberbücher kaufen (Flourish & Blotts) und und und.
Zu viele Fragen konnte ich aber auch nach längerem Nachdenken nicht beantworten, das war mir entsetzlich. Ich! Die ich mir jeden Band am Erscheinungstag kaufte (und den fünften Band um Mitternacht an die Haustür liefern ließ) und fast alles aus der Welt der Zauberer, Squibs, Riesen und Hauselfen auswendig wußte!
Schande über mich. Da muss was gegen getan werden und mit der richtigen Deko steigt doch schon gleich die Stimmung:
Harry Potter Potion Collage
Meine Essig-und-Öl-Sammlung hat neue Etiketten bekommen und den Salat würze ich von nun an mit Skele-gro (läßt verschwundene Knochen über Nacht nachwachsen), Veritaserum (hehehe) und dem Trank der lebenden Toten?. Hui, das schmeckt.
Vielleicht noch ein kleines Schlückchen Wolfsbanntrank und Warzhautpuder dazu? Und zum Nachtisch einen Bezoar, dann passiert auch nix…
Eingeweihte wissen schon im Eingang wo sie hier landen: Hogwarts Eingang Collage
(Weasleys Zauberhafte Zauberscherze – Komm rein und gönn dir nen Fluch) Oder so ähnlich.
Dann werde ich mir mal „Harry Potter und der Stein der Weisen“ aus dem Regal ziehen und den Staub wegpusten…

Die Vorlagen habe ich allesamt aus dem großen weiten Web, gesondert zu erwähnen sei hier „Over the big moon„, gefunden via Mamas Kram.
Schade, dass hier keiner „Bertie Botts Bohnen in allen Geschmacksrichtungen“ isst…

Konfetti: Pechkeks, Taschen und Kind im Glück

Das Nähen und Befüllen der Glückskekse  macht zwar Spaß aber ich grübele immer lange über den Inhalt. Hätte ich den hier nur schon mal vorher gekannt, das erweitert die Möglichkeiten ja schlagartig:
Pechkeks Collage
Der Pechkeks war in meinem Januar-Packendes, zusammen mit einem sehr kuschligen Schal, einem Glücksarmband, einem Wochen-to-do-Block und einer lustigen Packung Morgen-Detox-Tee. (Das heisst, ich kann jetzt jeden Abend lumpen bis in die Puppen und brauche morgens nur eine Tasse von dem Teufelszeug: Zack! bin ich gedetoxt und komplett fit. Uhlala! Wieso kannte ich das Zeug nicht früher? Dann hätte ich einen besseren Abschluß als „befriedigend“ gekriegt *muuuharharhar*)
(Für die Unwissenden unter der Sonne: „Packendes für mich“ ist ein monatliches Überraschungspäckchen. Das heisst, ich krieg jeden Monat ein Geschenk! Was zum Auspacken! Hurra! *schreivorGlück*.
Nein, richtig geschenkt ist es natürlich nicht, Hallo? Schliesslich muss Ricarda auch was im Kühlschrank haben, da wollen wir mal nicht so sein. Aber das Preis- Leistungsverhältnis ist insgesamt ziemlich gut, finde ich und ich würde sagen, von den bisherigen Päckchen (ALLE im letzten Jahr *hehe*) konnte ich 70% sehr gut für mich selbst brauchen, 25% passten sehr gut für Andere und 5% dümpeln noch in meiner Geschenkekiste rum und ich frage mich immer wtf? wenn ich sie sehe. Guter Schnitt, oder? Und jahaa, dat kost Geld (17,90 incl Porto) und neihein ich weiß nie vorher was drin ist. Und neeneenee, ich hab nicht vor mein Abo zu kündigen. Geschenkääää!)
Wo war ich?
Ach ja, Schnipsel. Vor Weihnachten habe ich wieder einige dieser geräumigen und praktischen Einkaufstaschen nach dem Farbenmix-Freebook „Omas Liebling“ genäht und sie waren jedesmal ruckzuck weg. Eine kleine Auswahl konnte ich vor dem Auswandern aber knipsen:
Einkaufstaschen Collage
Der Ikea-Stoff eignet sich sehr gut dafür, da er schön fest und stabil ist, so muss man die Taschen nicht doppeln und kann trotzdem schwere Sachen drin tragen UND es sieht auch noch cool aus. Jute statt Plastik eben.

Das zweithäufigste was ich nähe (nach Shirts für Junior und mich) sind ja Kuscheltücher für neue Erdenbürger. (Mit etwas Zeit mache ich mal eine Kuscheltuchparade…)
Vor ein paar Wochen zeigte mir die Nachbarin das Kuscheltuch, welches ich ihrem Enkel zur Geburt geschenkt hatte. ? Ich war platt:
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So sah das Tuch im März 2013 aus:
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Unfassbar, oder? Er wird drei und gab das Tuch vom ersten Tag an nicht mehr her, so heiß und innig liebt er es. Inzwischen geht er in die Kita und auch da muss das Tuch jeden Tag mit.
Während die Nachbarin es mir zum Knipsen hinhielt, guckte der junge Mann äußerst grimmig und ich schwöre: wenn ich es auch nur ANGEFASST hätte, er hätte mir sofort gegens Schienbein getreten!
Das ist doch mal ein schönes Feedback. ?

Made 4 Boys

Wo ich grad dabei bin, kommen hier auch noch die alljährlichen Weihnachtspullis für die Herren (unter einszwanzig hätte ich früher gesagt, aber ich korrigiere mich: die Herren unter einsfünfundfünfzig. Puh- noch ein Zentimeter und dann ist Schwiegervater mit dabei *ups*) für die Herren der coolen Gang also. Auch als Sohn und Neffen bekannt.
Es wird echt immer schwieriger was für die Jungs zu nähen, denn für die einen muss es cooool sein und bloß keine Tiere mehr und für den andern bloß nicht cooool, dafür am liebsten Tiere aber nicht so kitschig. Na, danke.
Nach längerem Nachdenken und Stoffaussuchen kam das dabei raus:
Weihnachtsshirts LouisPhilippCollageLinker Hand ein Hoodie nach dem Schnittmuster Louis von Kibadoo in 134/140 mit ordentlich Nahtzugabe, aufgehübscht mit einer coolen Eulen-Gang (im Internet gefunden, Plotterdatei selbst erstellt. Jaa, ich kann!)  weil der junge Mann grad in der Eulenklasse ist (falls einer fragt: in der ersten Klasse. Ja, er ist groß für sein Alter!).
Rechter Hand derselbe Hoodie in Größe 146/152, ebenfalls ordentlich Nahtzugabe und aufgehübscht mit selbst erstellter Plotterdatei von „Gregs Tagebuch. Von Idioten umzingelt.“ Auf dem Armpatch sitzt übrigens auch ein Greg. Ich habe ungefähr zehn Stunden meines Lebens für diese vermaledeiten Plotterdateien versemmelt, soviel zum Thema „Ja, ich kann.“ Ich warte immer noch auf das wirklich gut erklärte Plottersoftwarehandbuch…

Das Thema „Tiere, aber für die Außenwirkung nicht zu süß“ konnte ich zum Glück mit dieser Stoffwahl bedienen:
Weihnachtspulli HenriFotorDie Wölfe fand ich auch ziemlich cool, wo hab ich sie nur her? Ahja, grad nachgeguckt, es war ein DaWandaShop. Es war der absolut einzige Shop, in dem ich zu der Zeit zwei zueinander passende hell- und dunkelgraue dünne Sweatstoffe bekommen konnte in der Hoffnung, sie würden zueinander passen. Sicherheitshalber Stoffe mit dem gleichen Vor- und Nachnamen gekauft „Swafing Sommersweat Maike“ in grau-meliert und anthrazit, da kann doch nix schiefgehen? Hmpf. Komischerweise sind die beiden Stoffe so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Anthrazit ist wesentlich schwerer und sweat-artiger als grau-meliert, das scheint mir eher Jersey zu sein, also scheinbar gehören die doch nicht zur gleichen Familie oder wenn, dann war es eine Patchworkfamilie und es sind Stiefgeschwister oder so. Oder im Paket ist was falsches gelandet. Whatever. Es war kurz vor Weihnachten, die Pullis mussten genäht werden, die Stimmung war friedlich, für Gemeckere und Hin- und Herschickerei hatte ich keine Zeit, also haben die Kids jetzt Stoffmixpullis.
Das Schnittmuster für den Wolfspulli ist wie immer übrigens Henric, diesmal in 146/152. Musste allerdings noch von Rocklänge auf tragbare Länge gekürzt werden ?, Bündchen ab und umgenäht.
Mit den drei Pullis gehe ich dann mal rüber zu Made4Boys, da war ich schon lange nicht mehr, weil ich ja eigentlich immer denselben Pulli in verschiedenen Mustern nähe- laaaangweilig. Aber die Hoodies sind ja mal was neues.

Love is all you need

heißt ja eigentlich „All you need is Love, ramdadadadam, all you…“ oh Mann, auf DEN Ohrwurm hätte ich gut und gerne verzichten können. Hilft aber nix, is drin seit ich den Hamburger Liebe- Spendenstoff bei den Selbermachern gekauft habe.
Danke Susanne, fein gemacht. Grrr.
Love is all Collage
Aber gut, hat ein hübsches Oberteil ergeben, finde ich. Trotz der ungewohnt hellen Stoffe fühle ich mich auch sehr wohl drin, was möglicherweise an der schnittseitig nicht vorhandenen und nachträglich eingebauten Kellerfalte liegen mag, die für die nötige Bauchfreiheit sorgt. Ha! Hierfür habe ich mal wieder das „Allerlieblichste Shirt oder Kleid“ aus dem Regal gezerrt. Blöderweise ist das Schnittmuster (in der größten Größe 46, ha! Das war nie und nimmer mehr als 42dreiviertel!) durch die lange Liegezeit im Regal geschrumpft und mir nun zu klein, aber Gottchen, dafür hab ich ja nun schon das ein oder andere Shirt versaut genäht, das ist ja kein Hexenwerk. Hier zwei Zentimeter mehr und da einen halben und schwupp, passt es wieder.
Mit dieser Methode konnte ich auch das Weihnachtsnachthemdkleid retten. Nach dem Schnittmuster Mamacita in der (immer noch, haha!) passenden Größe 46 genäht, hing es an mir herunter wie ein nasser Iltis, nein, es gibt keine Tragefotos, ich zeige doch nicht meine Nachthemden hier!
Da es ja nun aber keins sein sollte weil der Stoff viel zu gut für ein Nachthemd ist, musste ich nochmal ran und der Erfolg des obigen Shirts (oder Kleids) ermutigte mich zu kühnen Schnitten. Hopp oder Top, das Kleid entschied sich für Top. In der Mitte zweimal durchgeschnitten, das Unterteil angepasst, Kellerfalte rein, Oberteil ebenfalls seitlich angepasst (enger! Haahaa!), zusammengenäht, das in der Mitte herausgeschnittene Stück an den (viel zu weiten *örgs*) Halsausschnitt rangenäht, Gummi eingezogen (danke Michi für den Tip! Da wär ich nie drauf gekommen) und dasiehsteguck:
Allerlieblichst Feen Collage
Geht doch.
Also gut, Interlock und ich werden keine Freunde mehr und das andere Teil ist schöner, aber ich mag es trotzdem.
Und der Halsausschnitt ist der Knaller, wollte ich nochmal drauf hinweisen. Die Rettung für zu weit ausgeschnittene Schnakenhälse…?
An der Haltung üben wir noch, ich und die Dame aus der Wii.

Und ab damit zum ersten Rums des Jahres… huschhusch.

Na gut.

Es hat mich ja heute schon fast ein winziges bißchen genervt, das ständige DingDing von WhatsApp, das Tüdelüt der SMS, das Telefonklingeln und die Türglocke.
Ich war fast versucht diese Türmatte auszulegen:

Ich meine, kann man nicht mal in Ruhe an Neujahr seine leichten Kopfschmerzen pflegen und frieren wie ein Schneider ohne ständig im Selbstmitleid unterbrochen zu werden?

Ich fasse mal kurz zusammen: Gestern 47 WhatsApp mit „Guten Rutsch“ Wünschen. Mitten in der Nacht 26 x „Prost Neujahr!!“, morgens beim Aufwachen 16 „Frohes neues Jahr“ die in der Nacht nicht durchkamen und heute im Laufe des Tages… was soll ich sagen? DingDingtüdelüüütringringtiriliiiundsoweiter…*aaargghh*

Nee, aber ganz ehrlich, ich hab mich über jeden einzelnen Wunsch gefreut und falls irgendjemand sich noch nicht genügend angesprochen fühlte:
SELBSTVERSTÄNDLICH wünsche ich jedem einzelnen von euch ein frohes neues Jahr und mehr:
Nach den Erfahrungen des letzten Jahrs ganz weit oben auf der Wunschliste:
Gesundheit. Keine seltsamen Krankheiten, keine Herzinfarkte, Beinbrüche, seltene Lungenentzündungen, keine Depressionen bitte, nichts was mehr wiegt als eine harmlose Erkältung und alles nicht, was mir sonst noch grad nicht einfällt.
Glück ist das zweitwichtigste, finde ich. Glück, das der entgegenkommende LKW-Fahrer nicht gerade von seinem Handy abgelenkt wird, Glück, dass der Urlaubsflieger nicht von einer verirrten (oder auch nicht verirrten) Rakete getroffen wird, Glück, dass der Selbstmordattentäter es gar nicht erst in unsere Nähe schafft, vielleicht sogar Glück, dass es gar keiner mehr irgendwohin schafft- das wäre schön.
Erfolg wünsche ich uns auch. Erfolg bei dem was uns wichtig ist, wofür wir uns überwinden und vielleicht auch ein bißchen was tun müssen. Beruflicher Erfolg, privater Erfolg, sportlicher Erfolg, was auch immer. (In meinem Fall wäre das der Erfolg, endlich den Kampf gegen die Trägheit zu gewinnen, von Sport kann man da nicht wirklich reden, eher von „langsam in Bewegung setzen“. Drei-viermal die Woche Gymnastikübungen für die Schultern wäre ein echt guter Erfolg.)
Nicht zuletzt Unbeschwertheit, Sorgenfreiheit, Fröhlichkeit und Entspannung.
Das wäre alles.
Na gut, ich sags mit einer Ladung Glückskeksen:
GlueckskekseCollage

Allen ein
frohes,
glückliches,
erfolgreiches,
unbeschwertes,
sorgenfreies
und entspanntes
2016!