Kehrtwendung, zackzack!

Nö, mit dem Sommer kommt man ja garnisch mehr mit *schmoll*
Also gut, Stiefel wieder weg gepackt, Sommerschühchen rausgezerrt und wieder zufrieden in die Sonne geblinzelt. 24 Grad ist absolut eine aushaltbare, nein, zufriedenstellende Temperatur, danke schön.
Apropos zufrieden:

Martha und Frieda sind eingezogen *freu*. Sooo schöne Stöffchen und passen SO schön zusammen, juhu! Dazu gibt es noch türkis mit weissen Punkten und pink mit weissen Punkten, ick freu mir!
Heute abend habe ich FEIERLICH zumindest schon mal den türkisen Stoff angeschnitten (Seitenteil und Seitentaschen) und ich muss sagen: so langsam kapiere ich, warum das mit dem Nähzimmer Sinn macht. Nur leider: wo kein Zimmer ist, da ist auch kein Weg (Kalauer!).
Letztes ärztliches Bulletin in Sachen Thronfolger:
Leider noch kein Ergebnis des Bluttests da, ist mir aber auch wurscht, Antidings wird genommen bis zum Schluss, sicher ist sicher. Der Kleine ist wieder absolut fit und geht morgen wieder in den Kiga (maximale Auslastung kann zu Hause nicht mehr garantiert werden).
So, leider muss ich Schluss machen, mein Mann der alte Verräter schaut sich genüßlich aufm Pad den neuen Ikea-Katalog an, das muss ich ihm sofort mal wegnehmen, wahhhh!

Ohne Worte

Unser heutiger Sommer Spätsommer Herbstspaziergang bei tatsächlichen 14 Grad (gefühlt 11), den Regenarten: Sprüh, Trommel und Faden von oben und rechts und Windböen (Achtung, fliegende Pavillons und umklappende Regenschirme).
ICH. HATTE. STIEFEL. AN.
Herbststiefel. Nicht so gelochte Sommerscheisserchen, wie sie vor zwanzig Jahren in waren jetzt wieder in sind. Hätte ich Idiot die Robin Hood Schickelchen von damals doch nur behalten. Meine Fresse, was wäre ich jetzt wieder UP TO DATE. Egal, ich schweife ab.
Also: wo waren wir? Ach, ja. Stiefel. Und die Softshelljacke. Und einen SCHAL. Okay, es war ein Tuch, aber immerhin: was ummen Hals.
Das was auf den Bildern so nach Nebel und Wolken aussieht, SIND Nebel und Wolken. Die hatte ich erst wieder für Ende OKTOBER bestellt.
Und das seid alles IHR schuld! Ihr alle, die ihr immer gestöhnt habt, was das doch so heiss ist.
Danke. Wieso kriegt ihr immer so schnell eure Wünsche erfüllt und ich nicht?
Bis das wieder warm wird muss ich jetzt bestimmt wieder ein DREIVIERTELJAHR warten.

Nein. Wir sind auf dem Barfußpfad natürlich NICHT barfuß gelaufen.
Wir Memmen.

Rabenmutter-Contest

And the winner is…..
Tja, wäre mal meine Oma nicht gestorben, und hätte nicht mein Sohn zur gleichen Zeit Geburtstag gehabt und hätte ich nicht den Kopf voll mit anderen Dingen gehabt, dann, ja DANN, und NUR dann:
-wäre mir aufgefallen, dass die seltsame Rötung hinter dem linken Ohr von Sohn Nr. Eins ziemlich genau neun Tage nach dem Zeckenbiß an der gleichen Stelle aufgetreten ist,
-hätte ich nicht gedacht das sei nur eine allergische Reaktion auf irgendeinen Mückenstich (er reagiert NIE allergisch auf Mückenstiche)
-wären wir SOFORT zum Kinderarzt gegangen und hätten Antibiotika gekriegt
-hätte er nicht fast zwei Wochen später ein geschwollenes linkes Auge gekriegt und am Tag danach andere rote Flecken im Gesicht und dazu noch Kopfschmerzen, alles im linken Gesichts- und Kopfbereich und dazu immer noch rote Stellen hinterm Ohr
-hätte er vielleicht nicht weinen müssen vor lauter Kopfschmerzen, die aber glücklicherweise nach Ibuprofen besser werden (wer hats erfunden? Nobelpreis bitte!)
-hätten die Kinderärzte trotzdem gesagt dass er wahrscheinlich eine Borrelioseinfektion hat
-hätte er auf jeden Fall den Antibiotikum-Saft total eklig gefunden und wäre ziemlich verzweifelt bei der Aussicht darauf, das Zeug nun noch 13 Tage lang dreimal am Tag schlucken zu müssen.
Aber: ICH hätte mich auf jeden Fall besser gefühlt und nicht wie eine verdammte Rabenmutter.

In den Tagen davor ist allerlei entstanden. Ich habe es endlich geschafft, die zweite Army Cap zu nähen. Mit ein paar weniger Falten, allerdings demselben Fehler: Schabrackenvlies ist doof und läßt sich nicht gut vernähen. Das nächste Mal versuche ich dran zu denken: OHNE das Vlies, der Schild ist sicher auch mit normalem Vlies stabil.

Meine Tasche für die Geschenke war so leer, da musste Abhilfe her:

Und dann kam auch noch Söhnchen, einen langen Faden hinter sich her ziehend „Mama, mein Shirt löst sich auf!“ Nein, mein Sohn, nicht „dein Shirt“, sondern „deine Shirts“. Beide von Hasi und Mausi im Doppelpack für 7,80 gekauft, beide gleichzeitig den Faden verloren. Beide richtig professionell von Mama genäht *örks*.

Ich sag ja: Jersey!

Da lob ich mir (noch) MEINE Fotobella. Noch bin ich ganz begeistert. Die Anleitung ausgedruckt, Schnittteile ausgedruckt und ausgeschnitten und zwei Stunden Anleitung studiert. Das is schwierig für so Nählegasniker wie mich. Ein bißchen kreatives Mitdenken ist hier gefragt und davon hab ich nicht so viel mitgekriegt. Ich habe original 20 Minuten damit zugebracht, die Anleitung für den Kameraeinsatz zu studieren weil ich ums verplatzen nicht kapieren wollte, wie man ein viereckiges Kästchen mit Bodenplatte aus nur drei Teilen hinkriegt. Ich wollte schon auf der Anleitung rumhüpfen wie Rumpelstilzchen.
Nachdem ich dann mit den ausgeschnittenen Papierteilen lange genug rumhantiert habe, ist aber auch bei mir der Groschen gefallen. Da waren noch so ein paar Fallstricke verborgen und ich bin sicher ich werde noch mehr als einmal blöd aus der Wäsche glotzen bis die Fotobella fertig ist (hats einer gemerkt? Ich hab gesagt, BIS sie fertig ist, nicht FALLS*gnihihi*).Allerdings würde ich jederzeit unterschreiben dass das an MIR liegt und nicht an der Autorin der Anleitung, Jolijou.
Aaaaber: Die Schnitteile sind OHNE Nahtzugabe gezeichnet. Das führt dazu, dass ich letzte Nacht träumte, ich hätte die komplette Fotobella zu klein zugeschnitten, nix hat gepasst, die Kamera ging nicht rein, ich bin dem Wahnsinn anheimgefallen usw. Wer weiss, was ich noch mache bevor ich anfange Stoff zu zerschneiden? Rischtisch! Ich drucke nochmal alles aus und schneide es MIT Nahtzugabe zu. Sicher ist sicher.
Stoffe, Gurtband, Klett etc sind bestellt. Ich habe mir den My Aunties „Martha“ und „Frieda“ von der Hamburger Liebe bestellt und kanns eigentlich kaum erwarten. *Freu*
Das man sich so über ein einfaches Stück Stoff freuen kann…. Aber wem erzähl ich das eigentlich?

 

Buga

Wer braucht schon eine Bundesgartenschau, wenn man einen völlig gartenverrückten Onkel hat?
Zum Dorfjubiläum in der „alten Heimat“ am letzten Wochenende war auch der Paradiesgarten für Publikum geöffnet und wurde ausgiebig bestaunt. 163 Dahlienbüsche, umrahmt von anderen Blumen, Büschen und „normalem“ Gartengemüse warteten in voller Pracht auf Betrachter. Bei dem sensationellen Wetter war das natürlich ein Selbstläufer…

Eine sehr schöne Geschenkefinderparty hatten wir letzte Woche hier. Die liebe Patti war bei mir und hatte ihren kompletten Markstand mit 🙂 Neben mir auf dem Sofa sitzt jetzt eins von Pattis wunderschönen Knuffelpferden (Juhu, ich habe einen Deal mit meinem Sohn! Ich darf das Pferd auf dem Sofa behalten und er darf immer damit kuscheln *hihi*)
Dafür hat er aber auch noch eine tolle Fahrradlenkertasche bekommen und ist seeehr zufrieden 🙂
Danke, Patti, es war ein sehr schöner Abend!
Und vor allem DANKE für den Tip mit dem Freebook Kröfer!
Es ist eine elende fingerverknotende, buckelmachende und augenbelastende Arbeit, aber *KREISCH* sind die nicht soooo süß???

Aaaaah! Sind die süß? Äh, ich wiederhole mich *hust*. Inzwischen wohnt nur noch der mittlere bei mir. Der Bunte ist flugs ins Nachwuchszimmer umgezogen und den blauen habe ich heute als Glückskröfer zur Einschulung verschenkt. Der kleine Kerl wurde begeistert aufgenommen und ist gleich in den Ranzen verschwunden.
Jetzt habe ich immer zwei Häkelarbeiten gleichzeitig am Start und wechsele zwischen kniffligem Fingerverknoten zu großzügigem Immer-rundherum. 🙂 Natürlich ist wieder ein Glücksträumerle dabei, mal sehen was ich damit mache. Aufs Sofa passt keines mehr 🙂 Aber es hat ja noch die ein oder andere Geburtstag…
Und zwischendurch blättere ich immer wieder in der Anleitung für die Fotobella, sinniere nach welche Stoffe ich nehmen will, welche Verschlüsse und welches Gurtband und suche in den Shops nach günstigen Bezugsmöglichkeiten. Da ich nicht in die Großproduktion gehen will (sondern nur eine einzige, NUR FÜR MICH machen will) muss ich ja möglichst günstig in kleinen Mengen kaufen, das gestaltet sich etwas schwierig, aber ich habe ja ZEIT. 🙂
Vor dem Stoffmarkt in Frankfurt am 30.9. kriege ich wahrscheinlich eh nix gebacken.
Kriegt man eigentlich Gurtband undsoweiter auch auf dem Stoffmarkt? Ich war erst einmal dort und da habe ich nicht auf solche Sachen geachtet 🙁
Wir hören übrigens gerade „Metric“ eine kanadische Rockband die wir auf „GoTV entdeckt haben. GoTV ist ein österreichischer Musiksender den wir per Satellit empfangen und seit wir den kennen haben wir auch in musikalischer Hinsicht einen Heidenrespekt vor den Ösis. Einen vergleichbaren Musiksender findet man in Deutschland nicht. Sensationell gut. 
Apropos gut: Mein Gatterich hat Karten für Hubert von Goisern in Marburg ergattert (Kalauer!), irgendwann im Oktober. Juhu! Gut, ich muss das mit den Untertiteln bis dahin noch irgendwie organisieren, ohne verstehe ich den Kerl einfach nicht. Aber da muss man sich garnicht für schämen, wenn der das Platt aus meiner Heimat hören würde, würde er auch nix kapieren, hähä. Und die Hauptsache ist ja die Musik, nichwohr?


Und jetzt… Party on!

Ich Glückliche! Ich bin jetzt eine Vorschulkindmami, juhu!!!
Um das ganze jetzt mal ein bißchen aufzuheitern wenigstens ein paar Bilder von unserer Party zum 6. Geburtstag. Bei strahlendem Sonnenschein ein rundum strahlendes Geburtstagskind erleben zu dürfen ist ein besonderes Geschenk. Trotz der Begleitumstände fand ich diesen Geburtstag relativ entspannt und das ging so: Jeden Schnickschnack weggelassen und keine Gedanken um Deko etc gemacht. Die Kuchen- und Salatherstellung so weit es ging an andere abgetreten, ein paar Blumen auf den Tisch gestellt, Wimpelkette, Luftballons, Grill, fertig. Meine liebe Nachbarin (Kindergärtnerin a.D.) hat Stockbrot mit den Kids gemacht, das war DER Knaller.

Gut, der Kindergeburtstag war ein BISSCHEN aufwendiger, aber da hatte ich das meiste ja schon drei Wochen vorher fertig, als hätte ichs geahnt. Und eine Party mit elf Kindern ist jetzt nicht wirklich entspannend, ich gebs ja zu. Aber es hat Spass gemacht und dank meines Mannes (Knuuuutsch!!!) hat auch alles geklappt. Wir haben gepicknickt, sind gemeinsam durch den Wald gestromert auf der Suche nach Dinoknochen (und haben welche gefunden, oh Wunder!), haben dann Dinos selbst ausgeschnitten, bemalt und zusammengetackert und mit etwas Klopapier ausgestopft. Zum Abendessen gab es Grillwürstchen und Backofenpommes, Gurken und Paprika, fertig. Alles perfekt angerichtet vom Maitre de Cuisine aka Göttergatte.
Die Kinder waren happy, haben ihre Dinoforscherausweise, Dinos und das restliche Gelersch mit heimgenommen und wir haben abends noch Reste gegrillt mit ein paar Freunden. Schööön wars.

Zum Ausgleich habe ich gestern abend mal wieder ein Schnuffeltuch gemacht:

Das Restegrillen könnte sich noch zu einer Seuche auswachsen. Wir hatten dem Metzger gesagt, so ungefähr dreissig Leute kommen, wegen der Anzahl der Steaks und so. Dann waren aber zwar nur so fünfundzwanzig da, aber ich glaube, der Metzger dachte, wir hätten die Leute noch zum Frühstück da und hat mal genug für alle Fälle mitgegeben. Gulp.
Jetzt hoffen wir, das es lange genug schönes Wetter gibt, denn wir müssen noch ungefähr zehnmal grillen, um all die Steaks loszuwerden, die jetzt unsere Tiefkühltruhe blockieren.
Und ich hasse durchwachsene Steaks.

Danke

Ein Danke von Herzen an alle, die die letzten beiden Posts gelesen haben und in Gedanken bei mir waren.
Danke auch allen, die so berührende Kommentare geschrieben haben. Das hat mir sehr gut getan und ist mir viel wert.

Geteiltes Leid ist halbes Leid- den Satz fand ich immer etwas sehr optimistisch, aber letzten Endes ist es doch tatsächlich so, das geteiltes Leid erheblich leichter zu tragen ist.
Ich hatte das große Glück, das Sterben meiner Oma innerhalb der ganzen Familie mitzuerleben. So musste niemand diese Last alleine tragen. Und als wäre das nicht schon genug, war auch noch meine wertvolle Freundin aus Kindertagen zufälligerweise auch dort. Sie lebt im Ausland und war nur zu Besuch in „der alten Heimat“ und hat genau wie wir auch Zeit am Sterbebett verbracht und meiner Oma die Hand gehalten. Sie hat in diesem Haus auch einen Teil ihrer Kindheit verbracht und meine Mamme war ein bißchen auch die ihre.
Als kleine Mädchen waren wir unzertrennlich. Heute ist die Freundschaft gereift, wir sehen uns selten, dafür sind die Gespräche dann aber umso intensiver und hilfreicher, weil tiefgehender. 
Nun ist auch die Beerdigung vollbracht. Es war eine schöne, eine würdige Beerdigung und unglaublich viele Leute haben Omaria verabschiedet. Auch ich kehre jetzt wieder in den Alltag zurück, zünde noch eine Kerze vor ihrem Bild an und bin dankbar, dass ich so lange Zeit mit ihr verbringen durfte.
Et ess halt su.

Leben

Ist schon so ein bißchen skurril, das Leben.
Eben noch meine tote Großmutter aus dem Haus begleitet und nun schon den Geburtstagstisch für den Königssohn vorbereitet und mit viel Freude die Geschenke eingepackt.
Die Oma stirbt.
Sohn freut sich auf seinen Geburtstag.
Immer umschalten, klick, klick, klick.
Aber was ist das Schöne am Tod?
Die ganze Familie rund ums Sterbebett versammelt.
Die letzten drei Tage hat Omaria (eine schöne Abkürzung der Kleinsten für Oma Maria, nicht?) keine Sekunde alleine gehabt, um mal zu überlegen welchen Weg sie nun gehen will. Immer saß jemand an ihrem Bett und hielt ihre Hände. Einer links, der andere auf der rechten Seite- dort, wo vor vielen Jahren der Opa (Bappe) schlief. Eine ganze Zeit durfte ich diesen Platz einnehmen.
Seltsam, wieviel Schönheit in einem verrunzelten Antlitz liegt. Ohne Zahnersatz, mit eingefallenen Wangen und Mundwinkeln. Mit Liebe betrachtet erscheint jedes Antlitz wunderschön. Hört sich nach Kalenderspruch an, ist aber so. Dabei entstand auch das Mantra.
Gieh, Mamme, gieh. Alle Orwet ess gedohn, dou kanns dich henlehe un ruhe. Ruh dich aus, Mamme.
Ab und zu zuckte sie nochmal unruhig hoch und murmelte wirre Worte. Kend, Erbel ausdohn. Die Stecker noch schmeere. Sinn alle Kinner em Bett? Resi, hos dou dot Dorti end Bett gebrocht?
Mit ihr ist eine Ära zu Ende gegangen.
Ihr Leben lang war sie zutiefst gläubig. Ich weiss nicht, wieviele Rosenkränze sie vorgebetet hat, wieviele religiöse Zeitschriften sie ausgetragen hat, wie oft sie das Vaterunser, das GegrüßetseistduMaria und das Glaubensbekenntnis gebetet hat. Sie hat am Bett ihrer jüngeren Schwester gesessen nach deren schwerem Verkehrsunfall und sie hat ihr gesagt das deren Tochter dabei umgekommen war und mit ihr durchgehalten in den schlimmen Wochen danach. Viele vergleichbare Situationen hat sie durchgestanden.
Sämtliche Schicksalsschläge in der Familie hat sie stets mit einer Mischung aus Pragmatismus, Optimismus und Gottergebenheit gemeistert. Für jeden war sie immer ein beruhigender Hort.
Ihre zutiefst eingeprägte Einstellung war:
Gott walts. Jo.
Gott wird es richten. Ja.

Ich bin sehr traurig.
Ich kann ihren unbedingten Glauben an den lieben, den sanftmütigen Gott, nicht teilen.
Ich wünschte, ich könnte.

Alles gedohn

 

Alle Erbel sin ausgemacht, die Sahne ess geschloon, gieh nur, dou kanns giehn.
Alle Stecker sin geschmeert, die Kinner all em Bett,
alle Stremp hos de gestreckt, alle Kuche gebacke.
All die Orwet ess gedohn.
Schloof, Mamme, schloof.
De Bappe wärt of dich, un guck, all die annere och, die schun fiergange sin.
Leh dich schloofe, Mamme, leh dich hen un schloof en Ruh en.
Mir sin all hei bei der, dou kanns giehn.
All dei Kinner sin gekumme un mir haale dir die Hänn.
Schloof, Mamme, schloof.

Alle Kartoffeln sind geerntet, die Sahne geschlagen, geh nur, du kannst gehen.
Alle Brote sind geschmiert, die Kinder alle im Bett,
alle Strümpfe hast du gestrickt, alle Kuchen gebacken.
Alle Arbeit ist getan.
Schlaf, Mama, schlaf.
Der Papa wartet auf dich, und schau, all die anderen auch, die schon vorgegangen sind.
Wir sind alle hier bei dir, du kannst gehen.
Alle deine Kinder sind gekommen und wir halten dir die Hände.
Schlaf, Mama, schlaf.
Oma Maria (Mamme)
03.10.1921 – 08.08.2012
Neun Kinder, Zweiundzwanzig Enkelkinder, Acht Urenkel
Gott walt´s. Jo.