Mein liebstes Nähprojekt 2014

möchte Nell von Bienvenido Colorido sehen. Da musste ich nicht lange überlegen, das war ganz klar die Decke aus zu klein gewordenen Lieblingsjerseyshirts, die der Haushaltsvorstand zu Weihnachten bekam.
Geplant hatte ich die Decke schon länger und die zu klein gewordenen Shirts dafür gesammelt. Aber so richtig rangetraut habe ich mich nicht. Jersey- und Sweatquadrate in verschiedenen Qualitäten zusammennähen, das konnte ja nur schiefgehen.

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Hat geklappt!Noch ein paar Quadrate aus Stoffresten dazu und als Rückseite kuscheliger Sternenfleece aus meinem Lieblingsstoffladen- so schön und so weich!
Junior (der Haushaltsvorstand, klar, oder?) hat sich sehr gefreut und die Decke gleich ins Bett geschleppt.
Das war aber auch wirklich ein Projekt! Ich weiß ehrlich nicht, wie man die Geduld aufbringen kann, einen Quilt zu nähen. Am Ende noch per Hand *umfall*.
Da bin ich doch eher für die schnelleren Näherfolge. Mamacita zum Beispiel 🙂

Und damit habe ich auch mal wieder was für Made4Boys!

Mein Weihnachtskleid

Ein Original authentisches Foto von meinem Weihnachtskleid, kurz nach zwei Schnitzeln und einem Berg Kartoffelsalat. Okay, Mousse au chocolat und Rotwein waren auch noch dabei. Eine verlängerte Mamacita hilft, die nötige Eleganz zu bewahren.
*Hmpfmuuuhahaha.* Eleganz. Brüller!
Aber ehrlich? Der Stoff ist klasse, bitte mehr davon!
„Free“ von Enemenemeins und „Mamacita“ von Bienvenido colorido.

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Ich schiebe das Kleid jetzt mal heimlich rüber zu Rums. Eigentlich habe ich es ein bißchen zu früh veröffentlicht, hat aber keiner gesehn, oder? *bibber* Daran war ehrlich nur der blöde Schnaps schuld. Ich hoffe das geht durch, denn die Gelegenheit ist günstig- um 13:40 unter den ersten fünfzig zu sein, ist ansonsten schlicht unmöglich.
Und jetzt leg ich mich wieder hin. Schnaps, blöder, verflucht. Ich will keine blöden Sprüche hören!
Ho Ho Ho.

Weihnachten

Alle Weihnachtskarten sind geschrieben (und verschickt. Wer heute keine hatte, den hab ich vergessen *ups*)
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Alle Geschenke genäht
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und inzwischen auch verpackt.
Das Lebkuchenhäuschen gebaut
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und vernichtet.
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Alle Karten aufgehängt,
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Engel und Wichtel gebastelt.
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Alle Einkäufe erledigt (muuuharharhar- wie ich mich kenne, fällt mir in letzter Sekunde IMMER noch was wichtiges ein. Hilfäää, wie lange hat der Rewe auf *kreisch*???)
Aber irgendwas fehlt noch.
Hm.
Was wars noch gleich?
Ach ja!

FRÖHLICHE WEIHNACHTEN EUCH ALLEN!!!

 

Rums, der letzte

Für mich vermutlich der letzte Rums für dieses Jahr, aber weiss, wozu ich plötzlich noch komme wenn ich endlich Urlaub habe. Da liegen noch ein Kleid (Schnittmuster keine Ahnung. Ich würde es gerne so nähen wie eins meiner Kaufkleider, aber ich trau mich nicht. Einfach drauflegen, nachmalen und fertig ist der Schnitt?) aus enemenemeinsigem „Free„, ein Pullover und eine Wohlfühlhose in der Pipeline. Pulli nach Kaschi von den Selbermachern (und der dazugehörige Stoff liegt noch in Hamburg bei AfS- müßt ihr immer soviel bestellen, dass die Armen dann mit dem Packen nicht mehr hinterherkommen? Ts.) und die Wohlfühlhose Ras vom Nähfrosch in noch nicht näher definiertem Stoff- man sieht, Urlaub ist dringend vonnöten. Ist er aber sowieso, ich krieg schon Schwierigkeiten mir die Namen der Kinder auf den Arbeit zu merken, weia. Wie heisst du nochmal? *doofguck*
Wo war ich? Ach ja, Rums mit Bildern vom Meisterknipser:
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Die lange geplante Mamacita in geringelt. Das ist einfach ein schöner bequemer Schnitt, leider auch diesen in 46, aber nur mit winziger Nahtzugabe, echt wahr!
Und dazu mogelt sich noch ein kleiner Rums, nämlich das Knochenkissen von diesem Bild:
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Ich hatte es eigentlich zum Weihnachtsmarkt mit, habe es aber so überteuert angesetzt, damit es keiner kauft, weil ich dachte, Och das würde mir doch auch gefallen. Hat geklappt und jetzt ist es MEINS.
Sonst habe ich solche Mädchenstoffe ja überhaupt nicht hier, da ist das eine sehr schöne Abwechslung. Und gestern war wieder so ein schnuckliger Stoff im Kalender, super!
Der letzte Arbeitstag ruft, danach frei bis zum 13. Januar.
Das Leben ist schön.

Bunt statt braun

Eigentlich wollte ich diese Pegida-Vollpfosten lieber ignorieren. Ich frage mich auch wirklich noch, wieso man denen ständig ein Forum bietet. Würden sie nicht irgendwann in der Versenkung verschwinden wenn man sie lange genug links (haha!) liegen läßt?
Aber die Dummheit der Menschen ist unbegrenzt, sagt Albert, und der muss es wissen.
Ganz im Ernst laufen da Leute aus der Mitte der Gesellschaft hinter rechtsradikalen Kriminellen her?
Meine Fresse, SO dämlich kann man doch nicht sein, ihr paranoiden Schisser! (Guckuck, da ist ein schwarzbärtiger Ausländer! *kreischendraufaufnBaumflücht* Merkt ihr nicht, wie albern ihr seid?) Besonders lustig finde ich ja, dass die Leute in Dresden auf die Straße gehen. (In DRESDEN! Die wissen doch noch nicht mal wie ein Ausländer AUSSIEHT, bei der geringen Quote dort. Aber Hauptsache mal die Klappe ganz weit aufgerissen.)
Die sollen nicht gegen die „Ausländer“ auf die Straße gehen, sondern gegen die Politik, die unsägliche Zustände in den Heimen schafft. Würden die Asylbewerber alle gleich in Wohnungen verfrachtet statt in Ghettos, wären sie wesentlich schneller integriert, aber genau DA liegt der Hase im Pfeffer: Das ist für meine Begriffe vermutlich nicht gewollt, dass die Leute sich integrieren in die Gesellschaft. Gibt Probleme bei der Abschiebung. Eine kühne Vermutung meinerseits natürlich nur.
Egal. Da laufen sie also hinter einem Kriminellen her der grad mit Glück auf Bewährung draußen ist. Brave Bürger, allesamt.
Ich sach ma so: Auf den Stuhl fesseln und hundert mal den Flyer von Pro Asyl „Pro Menschenrechte Contra Vorurteile“ kopieren. Per Hand! Und die Fakten auswendig lernen. Vorher gibts nix zu Essen.
Und anschliessend gibts dieses Bild auf die Stirn tätowiert:

Mit bestem Dank bei enemenemeins stibitzt, die dieses tolle Bild entworfen und sich die entsprechenden Gedanken gemacht hat.

Keine Geschenke unterm Weihnachtsbaum

für mich. Ich krieg schon alles vorher *harharhar*
Nein, echt jetzt, scheinbar hat jemand im Universum mein Gejammer erhört, weil im Ernst wollen mein Mann und ich uns dieses Jahr nix schenken. Wie überaus langweilig. Trist. Traurighuhbuuhuuuu! Verzeihung *schnief* Wo war ich?
Ach so, also keine Geschenke dieses Jahr.
Ja gut, sorg ich halt selbst für Geschenke und gewinne im Handmade Kultur Adventskalender ein Riesen XL Nähpaket von Swafing *kreisch*, ich kanns immer noch nicht fassen!
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Das Paket wird erst im Januar versendet, weil dann die Stoffe erst verfügbar sind, auweia, dann sind, glaube ich noch ein paar Tränchen beim Auspacken fällig. Und ne Flasche Sekt!
Was für ein Gewinn- langsam wirds mir unheimlich.
Werde sowieso reich beschenkt zur Zeit und das jeden Tag. Das Kind schreibt grad ständig irgendwelche Lernkontrollen die ich natürlich immer vergesse, um dann von einer Mitmutter entsetzt gefragt zu werden „Was?? Du paukst nicht mit ihm für die Lernkontrollen????“ Ööhmmm. Um ehrlich zu sein: Der Gedanke kam mir garnicht erst. Das ist wie mit dem Nähen: Ich brauch für alles eine Anleitung. Und wenn die Lehrerin will, das ich mit meinem Kind für die Lernkontrollen pauke, dann mach ich das auch. Vermutlich. Aber im Hausaufgabenplan steht da nix von, also fühl ich mich frei und näh weiter, während er Hausaufgaben macht. Muss das nicht so?
Naja, jedenfalls hat mein nichtmitRabenmuttergelernthabendes Kind Einsen mit nach Hause gebracht. Das mitMamapaukenmüssendeKind Zwei minus. Nönönö, ICH lach da nicht! Ich grinse höchstens ein winziges bißchen. Aber so dass es keiner sieht… Und freue mich über mein Kind.
Über meinen „Alles für Selbermacher“ Adventskalender freue ich mich auch. Der ist derart toll! Von der ersten Woche habe ich sogar ein Bild gemacht:
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(Natürlich war kein Knochenkissen drin- aber der Stoff dazu *umfall*)
Und seitdem gab es noch weitere tolle Sachen (Kommentar Junior: Du musst deinen Kalender als erstes aufmachen, ich möchte sehen, wie du dich freust *schmelz*), von Zackenlitze über Bäckergarn, eine große Schaukelpferd- Applikation, Nähgummi (was, der Deibel, macht man damit?), Pailletten, winzige Häkelschmetterlinge, bunte Knöpfe und noch vieles mehr (ich kanns mir schon gar nicht mehr merken- deshalb lasse ich lieber alles in den Tütchen drin, damit ich weiß wo ichs her habe.) Den möchte ich nächstes Jahr wieder, so schön und mit soviel Liebe zusammengestellt- einfach wow! Ein herzliches Dankeschön an die Selbermacher!
Das Gen für diese herzliche und ansteckend-fröhliche Art, ein Geschäft zu führen (die haben da Spass dran, scheint mir. SPASS! Und tolle Sachen. Mein Stempel ist von da.) scheint tatsächlich in der Familie zu liegen, die Schwester ist genauso verrückt unglaublich und ich freue mich sehr darüber, ein Überraschungspäckchen bei „Packendes“ ergattert zu haben und meintwegen könnte Weihnachten schon vorbei sein, damit endlich mein Päckchen kommt.
Das Monats-Abo für 2015 versuche ich selbstverständlich auch zu bekommen, obwohl ich Überraschungspakete eigentlich überhaupt nicht mag. Mal ehrlich: ist doch meistens nur Müll drin, kennen wir doch von Yves Rocher und wer will schon so einen überteuerten Krempel daheim haben? Aber das hier ist anders. Anderst. Anderster. Whatever. Wtf? Glaubt mir. Muss man nur den Adventskalender angucken. Aber was red ich Depp? Gehen sie weiter, hier gibts nix zu sehen, alles ganz doof (nicht das mir einer mein Abo vor der Nase wegschnappt- ist schliesslich begrenzt *puhbinichdämlich*).
Der zweite (und letzte) Weihnachtsmarkt war auch schön und recht erfolgreich:
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Ein winziges Ständchen im Gewölbekeller des Schlosses- sehr gemütlich und weihnachtlich, das hat richtig Spaß gemacht.
Eine Serie „Toffee Nosed Friends“ habe ich als Auftragsarbeit anschliessend noch genäht.
Die zukünftige Besitzerin wollte gerne alle Akzente in roten Stoffen:
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Juniors Kommentar mit strafendem Blick: Meinst du nicht, da hättest du ein bißchen arg übertrieben mit dem Rot?
Es ist doch echt egal was man macht, irgendeiner meckert immer. Hmpf.
Da probiere ichs auf Anraten einer lieben (und zeitweise sehr vorlauten) Bloggerfreundin doch lieber mal mit Feuerzangenbowle:

Eine Feuerzangenbowle
swei Feuersangenbowlen
Rei Feusangohle
Hie Heusano
Füsahoho
Frsnlwn

T wie Toleranz

Ich stelle fest, ich bin ein bißchen hintendran. Vorweihnachtszeit, Familie, Kinder, Krankheiten. Verstehste. Und dann auch noch Geburtstag. (Ich meine, hallo? Geburtstag Anfang Dezember? Das bringt einem ja echt alles durcheinander! Schwiegermutti, da hättste dir aber wirklich mal mehr Mühe geben können. Wenigstens Februar oder so!)
Wo war ich?
Ach ja, die Toleranz. Wo wir grad beim Thema sind…
Nein, mal ganz ernst. Da war ja letzte vorletzte fast schon vorvorletzte (ich sag ja, ich bin hintendran) Woche grad die Themenwoche „Toleranz“ in der ARD. Oder so. „Anders als du denkst“. Ich finde es ja immer so schön, wenn die Medien für uns das Vordenken übernehmen um uns mal zu zeigen, wie das Leben eigentlich geht. Leider komm ich überhaupt nicht zum fernsehgucken, deshalb weiß ich auch nicht wie das Leben geht kann ich zur Ausgestaltung der Themenwoche leider keine Aussage treffen. (Ich hoffe nur schwer, dass kein Spielfilm mit der Frau Maschmeyer, nein, wie hiess sie doch gleich? Ferres! Ja, Ferres wars!- also kein Film mit Frau *ichbintotalbetroffen* Ferres in der Hauptrolle am Start war, um uns Normaldoofen jetzt aber mal eine ordentliche Portion Toleranz beizubiegen, das täte nämlich schwer in die Hose gehen. Also bei mir, meine ich jetzt. Der Frau Ferres ist in der Hinsicht ja nix vorzuwerfen. Schliesslich hat sie vor lauter Toleranz sogar noch den Maschmeyer geheiratet, den alten Drückerkönig. So eine uneigennützige Person. Die Ferres, nicht der Maschmeyer. Ich muss zugeben, soweit ginge bei mir die Toleranz jetzt nicht. So eine komplett verirrte Seele gleich zu heiraten, nur um sie auf den rechten Weg zu bringen. Das wäre ja, als würde jemand Charles Manson… ach, vergesst es.)
Toleranz also. Laut Duden: Duldsamkeit. Das heisst doch im Prinzip, da muss ich was erdulden, ertragen. Ungefähr so: „Boahh, was gehen mir die zwei knutschenden Männer auf den Sack, Verzeihung, auf die Nerven, und diese kreischenden Kinder erst und immer diese verdammten Behindertenparkplätze, meine Fresse, können die nicht woanders einkaufen? Müssen die mir immer die besten Parkplätze wegnehmen? Aber halt, ich bin ja tolerant, also ertrage ich diese Leute jetzt mal, auch wenn ich die alle eigentlich voll Scheisse finde.“
So, oder so ähnlich, kam mir die Plakataktion für die Themenwoche (in diesem Link sieht man die Plakate nochmal gut und auch die schönen Tweets dazu *muuharharhar*) vor.
Haben die Werbeagenturen denn aus vierzig Jahren quälend schlechter Waschmittel- und Ferrerowerbung nix gelernt, um Himmels willen?
ARD-Plakataktion zur Themenwoche Toleranz stößt auf Kritik. Viel Aufregung um Plakate der ARD-Themenwoche "Toleranz". (Quelle: Bayerischer Rundfunk)
Äh, blöde Frage. Ham sie nicht.

Wenn ich mir die Mühe machte, weiter nachzudenken, fielen mir noch sehr viel mehr Plakatmotive ein mit Vorurteilen, die man optisch nochmal richtig schön aufbereiten könnte. Aber die Mühe mache ich mir nicht. Vorurteile sind zum Überwinden da und das schafft man nicht, wenn man sie immer und immer wieder aufwärmt und dadurch weiter verfestigt.

Es interessiert mich nicht, ob Person XY im Rollstuhl sitzt oder nicht. (Das wird höchstens interessant, wenn man sie mal nachhause einladen will und dann feststellt, verdammte Scheiße, seit wann ist hier eigentlich eine Treppe mit dreizehn Stufen und kein Aufzug?) Person XY ist entweder eine Person, mit der ich was anfangen kann und die ich gerne mag, oder es ist jemand mit dem ich nicht so gerne Zeit verbringen möchte. Und wenn ich die Person doof finde, dann will ich nicht wegen der Toleranz Zeit mit ihr verbringen, klar. (Man stelle sich vor, der Maschmeyer würde im Rollstuhl sitzen und dann müßte ich wegen der Toleranz jetzt total nett zu ihm sein, dabei find ich eigentlich dass er ein Arschloch ist. Ein sehr großes. Was für ein Dilemma! Obwohl, dann trifft es das ja mit dem Erdulden…)
Möchte ich denn, dass Leute freundlich zu mir sind NUR weil man ihnen beigebracht hat, dass man tolerant zu übergewichtigen, pickligen und mit einem nervig-infantilen Humor versehenen Mittvierzigerinnen sein soll? Danke, dass ihr mich leben lasst und übrigens, Entschuldigung, dass ich geboren bin, oder wie?
Was ich eigentlich sagen will, ist doch das: es geht gar nicht um Toleranz. Toleranz ist Scheiße, weil Toleranz immer bedeutet, dass man den eigenen Weg als den einzig richtigen ansieht, es aber grad so schafft, alle, die einen anderen Weg toll finden, nicht gleich von der Erdkugel runterzuschubsen. Man toleriert „die“, aber hält sich trotzdem noch für was Besseres, für was NORMALERES.
Und das ist der Punkt. Wer zum Teufel, definiert normal? Die Zeiten, in denen uns die Kirchen vorschrieben, wer oder was normal zu sein hat, sind zum großen Glück vorbei.
Inzwischen haben wir selbst die Freiheit, Normalität zu definieren UND diese Definition, unser Wertesystem, an unsere Kinder weiterzugeben.
Wenn das klappt und alle brav sind, könnte es passieren, dass es in der Zukunft vollkommen egal ist, ob jemand einen Partner oder eine Partnerin hat, welche Hautfarbe oder welche Religion oder gar keine oder wieviel Geld (man stelle sich vor: gleiche Bildung für alle ohne Einkommensnachweis. WoW!) oder zwei Mütter oder 21 Chromosomen oder nur ein Arm oder Räder statt Beine oder wasweißich. Hach.
Es wundert niemanden, das Star Trek meine Lieblingsserie ist, oder? Da funktioniert das schon:
Star Trek beschreibt eine utopische Zukunft, in der die Menschheit enorme soziale und technische Fortschritte erzielt hat. Erzählt werden die Geschichten von Schiffsmannschaften und Mitreisenden auf Raumschiffen und -stationen der wissenschaftlichen und militärischen Sternenflotte. Die Menschheit hat die meisten der heutigen Probleme, wie etwa soziale Ungleichheit, Rassismus, Intoleranz, Armut und Krieg, überwunden. Auch Kapitalismus und Geldfunktion existieren nicht mehr. Die Menschheit ist zu einer globalen Einheit herangewachsen und besiedelt über die Erde hinaus weitere Planeten. Dabei verfolgt sie das Prinzip der friedlichen Koexistenz mit anderen Lebensformen. Die intelligenten Lebewesen im Star-Trek-Universum unterscheiden sich in Bezug auf ihre Ethik und Gesellschaftsform. (Quelle: Wikipedia)
Man wird ja noch träumen dürfen.

Ach, übrigens.
Einmal im Jahr werden Schuhe geputzt. Sicher ist sicher.
Wir wünschen allen einen schönen und entspannten Nikolaustag.
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Meine Lieblingsjahreszeit ist der Advent

Mal abgesehen von Kerzenschimmer, Plätzchenduft und Glühwein, gemütlichem Daheim-einkuscheln undsoweiter ist das allerschönste am Advent der ADVENTSKALENDER.
Vierundzwanzig Tage lang keinerlei Stress beim morgendlichen Wecken, kein Gemecker, keine Diskussionen, kein „Ich WILL aber nicht aufstehen“, kein aggressives Anzischen, hach.
Nein, im Gegenteil, ganz freiwillig stehe ich dieses Jahr jeden Morgen auf um mein Adventskalendersäckchen zu öffnen und dabei muss ich mich beeilen, damit mein Sohn mich nicht rechts überholt. *renn*
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Heute ein Droidenfahrzeug oder so und ein groooßes Stück Stoff „Winterkitz“ für mich, aus dem Junior sofort eine Tasche oder so was will, weil: Guck mal Mama, Rehkitze mit Mütze und Schal, wie süüüüüüß!!!
Das war schon mal ein sehr guter Anfang, ihr Selbermacher, vielen Dank!!
(Junior steht übrigens die nächsten dreiundzwanzig Tage auch freiwillig auf- was für eine Erholung!)

Ein Rentierrudel

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haben wir im Klassenzimmer der 2b letzte Woche gebastelt. Die Kinder basteln jedes Jahr mit Elternhilfe Weihnachtskarten, die dann an eine ortsansässige Firma verkauft werden. Das Geld kommt natürlich den Kindern zugute.
Ich liebe diese anarchischen Rentiere, eins schöner als das andre. Bei einem kleben die Hufe wie Ohrringe an den Ohren, eins sieht aus als hätte es eine Brille auf und bei einem sind die Ohren falschrum wie riesige DrDre-Kopfhörer- Yo Man! Saugeil.
Schade, die Karten hätte ich selber gern zum Verschicken, aber daheim will Junior nicht mehr basteln… hmpf.
Und hier der Beweis, dass auch bei uns die Vorweihnachtszeit losgegangen ist:
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War ein sehr schöner Weihnachtsmarkt mit genau dem richtigen Wetter, den richtigen Besuchern und Mitverkäuferinnen und genau der richtigen Glühweinmenge *hick*
Man fragt sich ja wirklich manchmal ob sich das so richtig lohnt- zwei Tage Arbeit für viereinhalb Stunden Weihnachtsmarkt? Und ob!
Aber bitte, nicht das einer denkt, diese märchenhafte Dekoration wäre auf meinem Mist gewachsen- Nein! Dazu bin ich leider gar nicht fähig.
Aus einer kahlen Garage hat meine Freundin innerhalb kurzer Zeit unter Zuhilfenahme ihres halben Wohnzimmers, ach was,- der halben Hauseinrichtung diesen wunderbaren Stand gezaubert, ich wäre am liebsten drin wohnen geblieben, so schön!
Jetzt tauche ich wieder ab in den Vorweihnachtstrubel und freue mich auf mein erstes Adventstürchen morgen in meinem „Alles-für-Selbermacher“ Adventskalender!
(Vier Adventskalender hängen hier! Einer für die Familie, (in dem natürlich fast nur Sachen für den Kleinen drin sind- ich habe ein Buch auseinandergenommen, bzw kopiert und die einzelnen Seiten mit Rätseln, Spielen und unnützem Wissen in die Säckchen gesteckt, aber ab und zu ist auch was für den Papa drin *hähä*), ein Lego Star Wars Kalender, den Junior sich heiss und innig gewünscht hat, ein Türchenkalender für Papa (von Junior ganz alleine bemalt- aber ich musste die mörderische Aufgabe des Türcheneinritzens bzw schneidens übernehmen. Ich wundere mich bis eben, dass meine Finger noch dran sind wegen des blöden Cutters. Gibt es denn zum Deibel keine Plotterdatei mit der man 24 Türchen ausschneiden bzw perforieren kann? Das ist doch so naheliegend, wieso macht das denn keiner? Muss doch gehen!) und natürlich der schönste von allen, mein Selbermacher- Kalender!!
Auweia, nur noch drei Wochen oder so und meine ToDoListe nur mit Nähaufträgen ist so lang wie Abrahams Bart. Tja, Staubsauger- wir sehen uns wohl länger nicht *harhar* Ich hab wichtigeres zu tun.

Lazy rainy Sunday…

Endlich mal wieder Dauerregen. Dadurch fiel das Schulevent „Drachensteigen“ heute mittag zum Glück aus (Zum Glück deshalb, weil hier grad ein Termin den nächsten jagt- Freitag Schlachtessen (die semi-vegetarische Variante für mich: Kartoffeln, Sauerkraut, Wirsing, Rote Bete und eine Winzigkeit mageres Kassler. Der Rest vom Schlachtessen geht nicht an mich *blärch*), Samstag Kuchen backen, vier Stunden Kassendienst beim Kinderkleiderbasar (Zahlen, Zahlen, Zahlen- bin ich eigentlich bekloppt?), anschliessend Martinsumzug und Sonntag dann auch noch Drachensteigenlassen? Ey, nee, ich hab genug, ich brauch auch mal Pause!) Gut, das die Wolken mein Gejammer erhört haben.
Zur Belohnung haben wir den Tag schon mal gleich mit einer absoluten Ausnahme begonnen und uns zum Frühstück durch einen Berg „Fluffy Buttermilk Pancakes“ gefuttert *bauchreib*
Die mache ich allerhöchstens einmal im Jahr und dann spule ich immer die gleiche Kassette ab „Wie ich einmal ganz alleine in USA unterwegs war und dort in einem Hotel auf dem Weg zu den Niagara-Fällen zum Frühstück einen Berg Pancakes mit Himbeersirup in mich reinschob, hach, waren das Zeiten usw blabla“. Das Kind hat sechs Pancakes geschafft, mein Mann acht und ich sieben, macht nach Adam Riese *grübel* ähm, zusammen 21 Pancakes, die man aus diesem Rezept kriegt (ich hab übrigens keine Ahnung wo ich es herhabe, aber es ist eindeutig nicht auf meinem Mist gewachsen):
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Die Buttermilch habe ich einfach mit Joghurt und Milch ersetzt- klappt genauso gut. Wer mag, darf das Sudoku natürlich gerne lösen. Wie man an den unbekritzelten Kästchen sieht, bin ich zu dämlich dazu.
Wenn man sich genug Mühe gibt, sehn die dann so aus:
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Pancakes 2 Fotor
Pancakes 3 Fotor
Pancakes 4 Fotor
In Ermangelung von Himbeersirup habe ich einfach unsere Standard-Himbeermarmelade genommen, schmeckt auch leeeecker. Oder Honig oder Ahornsirup oder Schokocreme…
Erdnußbutter habe ich mich nicht getraut, ich befürchtete dann schlagartig eine Kleidergröße zuzulegen *platz*.
Mit diesen perfekt arrangierten Fotos ist das doch ganz klar ein Fall für Kerstins Sweat Treat Sunday oder nicht? (Ich stelle hier so lange schlechte Bilder ein, bis irgendeiner es nicht mehr erträgt und mir einen Fotokurs schenkt. Istn Trick. Ich kann warten…*harharhar*)
Aber das war ja nicht alles an diesem tollen verregneten Tag, haha!
Für den Weihnachtsmarkt sind noch vier Pixibuchhüllen, drei Windeltaschen, zwei Tatütas, zwei Nadelkissen und zwei Happy Clouds fertig geworden. (Zugeschnitten sind die schon länger. Soooo schnell bin ich nun auch nicht!)

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Was wollte ich noch? Ach ja.
„Wie das Kind einmal nur ganz knapp einer Adoption entging“
Vor ca sechs Wochen in irgendeinem Klamottenladen: Mamaaaa, kauf mir den Kapuzenpulli, der ist so toll, den möcht ich haben, Mama, Mamaaa, Mamaaaaaa, kaufst du mir bitte den Kapuzenpulli, jajaja? *hüpf* Hö? Ich denke, du magst keine Kapuzenpullis? Neiiin, Mama, den hier mag ich der ist sooo toll, den will ich unbedingt haben, bittebittebitte uswusf.
In den Wochen danach brach hier der Sommer ja noch mal aus, also blieb das gute Stück im Schrank bis es letzte Woche endlich kälter wurde, und eines schönen Schulmorgens hiess es: Heute zieh ich den tollen Pulli an. Gesagt, getan.
Örks.
Dramatische Pause.
Gebrüll.
Mamaa Mamaaa den kann ich nicht anziehen den will ich nicht der kratzt am Hals die Kapuze mag ich nicht ich zieh den sofort wieder aus ich mochte noch nie Kapuzen wieso hast du den doofen Pulli überhaupt gekauft wieso guckst du so komisch warum wirst du so rot Mama Mamaa lass meinen Hals los *röchel*
*Ommmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm*
Ehrlich *orrr* Manchmal verstehe ich Leute, die angesichts solcher Dramen kinderlos bleiben wollen. Ganz ehrlich.
Zum Glück habe ich die Nähmaschine, sonst wären wir jetzt auch kinderlos.
Kapuzenpulli Collage
(Sieht einfacher aus als es war. Das erste Bündchen hatte ich viel zu fest angenäht, das zweite links fest und rechts schlapp und erst das dritte war dann gut. Wie in alten Zeiten *grrr*)
Jetzt zieht er den Pullover wieder gerne an, uff.
Allerdings kann das mit der Adoption doch noch was werden. Seit Wochen (seit den Sommerferien!) nämlich schläft dieses Kind abends erst NACH uns ein (also so um halb elf) nur um sich dann morgens zu beschweren, dass er für die Schule geweckt wird. *Grrmbl*
Und nein, ins Bett geht er immer um halb neun, daran liegts nicht. Ich könnte irre werden, alle naselang ertönt „Mamaa, ich hab Durst, ich brauch eine neue CD, ich hab an was Böses gedacht, mir fehlt sonst irgendein Scheißndreckchen und Hundsbümbesjen“
Waaaaahhhhh!!!
Da hilft nur:
Ein Glühwein.
Swei Glühweih.
Rei Lühwei.
Hie Hühei.
Flünei.
Snlwln.