Für Elise…

…, Hannah und Annelie.
Gut, ich hätte als Blogtitel auch irgendwas anderes nehmen können „Kuscheltücher“ oder „Wieder was genäht“ oder so was originelles, aber ich wollte alle herzlich gerne an meinem neuen Ohrwurm teilhaben lassen, den ich seit der Geburtsanzeige unserer Nachbarn habe. *grrr*
Elise- echt jetzt, das kann doch nur Absicht sein. Ständig hab ich jetzt dieses Klaviergedudel dimdidimdidimdidididim… im Ohr, aber ihr jetzt auch, hähä.
Trotz dieser unzulässigen Gehirnwäsche habe ich dem Kind ein Kuscheltuch genäht, es kann ja nix dafür. Und wo ich schon dabei war, auch für Hannah und Annelie: 
Elise Hannah Collage

Annelie Collage
Die Kuscheltücher der Damen bekamen Stickis aus der herrlich kitschigen Stickdatei „Soulmates“ von den Selbermachern. Is die nicht quietschsüüüß? (Und alle so: Jaaaa!!)
Außerdem habe ich noch ein paar Spucktücher nach dem Design von Farbenmix genäht, einige davon (zum Verschenken an unsere Familien mit Neugeborenen) mit einer Stickdatei mit unserem Arbeitstier, Verzeihung, unserem Logovogel meine ich:
Spucktuecher Collage
Die Spucktücher nähe ich inzwischen aus Baumwollstoff (diesmal die Bepposerie, ich hatte ja genug davon…) mit einer Rückseite aus Molton (der dickeren Qualität). Der (das?) Molton läßt sich auch ohne Stickvlies prima in die Stickmaschine einspannen (geht schneller…)
Für die Kiwi-Stickdatei möchte ich mich auch auf diesem Weg noch einmal herzlich bei Dagmar von „Der Nadelflüsterer“ bedanken. Nach einem Tipp von Nette Regenbogenbuntes hatte ich mich an Dagmar gewandt mit der Frage ob sie mir vielleicht den Kiwi als Stickdatei digitaliseren könnte und was das kosten würde. Ohne viel Federlesen hatte ich die Stickdatei am nächsten Tag nach einem sehr netten Mailkontakt schon in der Mailbox und das völlig umsonst!! Ich war geplättet.
In eine Plotterdatei hatte mir einige Zeit zuvor ja schon die liebe Agnes von Alis Werk den kleinen Kiwi umgewandelt, auch darüber habe ich mir ein Plätzchen an die Backe gefreut und gleich ein paar Tücher mit Kiwi versehen. Dummerweise habe ich festgestellt, dass das Geplottete nicht wirklich gut auf dem Molton hält. Insbesondere nicht, wenn ein sechsmonatiges, einzähniges Kind das Tuch energisch bearbeitet…huuuah!
Ich sah mich schon mit einem Bein im Knast, weil das Kuscheltuch nicht genügend kindersicher usw, jaja ich weiß, leicht überzogen, aber für die Arbeit muss alles immer hundertprozentig sein.
Umso dankbarer bin ich Dagmar, dass sie mir so flott den Kiwi digitalisiert hat, so konnte ich dem kleinen Knabberkind schnell ein neues Kuscheltuch nähen (bevor es den Kiwi ganz aufgefuttert hatte) und den Plotterkiwi kann ich für alles mögliche verwenden. Nur halt nicht für die Kuscheltücher aus Molton *hust*.
Also, liebe Dagmar, liebe Agnes: Die Kinder lieben ihre Kuscheltücher, die Eltern bekommen eine Erinnerung an uns, meine Kolleginnen haben sich sehr gefreut über ihre identitätsstiftenden Kramtäschchen mit Geplottetem Kiwi (ich habe leider kein Foto für euch *schäm*) und ich bin sehr gerührt und fröhlich, das es Menschen wie euch beide gibt.
Danke.

Nerv des Monats

Über den Frühling freuen wir uns ja schon ein paar Tage. Es wird früher hell und später dunkel, die Blumen blühen, die Bäume auch *hatschi* und endlich kann man mal wieder ohne Jacke mit dünner Jacke Fleeceweste Tuch Schal Kurzarmshirt Pullover…verdammt, kann das mal fünf Minuten stabil bleiben? Kennt jeder, oder?
Keine andere verdammte Jahreszeit zickt derart mit den Temperaturen rum wie der Frühling. Morgens drei Grad, zwei Stunden später 16, allerdings nicht im 12 Kilometer entfernten Arbeitsort- der Weg von Wohnung zum Kinderspielplatz liegt komplett im sechs Grad kalten Schatten, die verdammte Jacke habe ich natürlich im sonnendurchfluteten Büro (21 Grad) gelassen und das in einen Schneeanzug gepackte Kind fragt erstaunt warum meine Zähne so klappern. Auf dem Spielplatz kämpft sich die Sonne schlußendlich doch noch durch und während ich das krebsrote und schwitzende Kind aus der Fleecehülle pelle, frage ich mich warum zum Teufel ich eigentlich ein verdammtes Unterhemd anhabe?
Ich! Hasse! Es!
Gut, mein Mann behauptet steif und fest, ich hätte in dieser Hinsicht ohnehin ein leicht überempfindliches Temperatursystem. Schatz, es ist ein dreiviertel Grad kälter als vorhin, möchtest du nicht zuhause deine Winterjacke holen? Haha.
Früher (also: Damals, als er mich noch nicht kannte und alles noch schwarzweiß und so), da besaß er wahrscheinlich nur zwei Jacken. Eine Winterjacke und keine Frühlingsjacke. Im Sommer eh keine, und im Herbst geht auch die Winterjacke. Unmöglich! Da musste erst ich kommen, um ihm nahezubringen, dass man auf jeden Fall alleine im Frühling für verschiedene Temperaturen verschiedene Jacken braucht. Ein dicker kuscheliger Wintermantel für die wirklich kalten Eisheiligen, eine normale Winterjacke für morgens, eine dicke Fleecejacke für alle Fälle, eine etwas dünnere für laue Frühlingsabende, eine Jeansjacke für die sonnigen warmen Tage, eine leichte Regenjacke für warme Regentage (mein Alptraum: Regen bei zwanzig Grad mit zu dicker Regenjacke. Nass von beiden Seiten *waaah*), eine gefütterte für kühlere Regentage und natürlich noch die wasserabweisende Leichtjacke (der letzte Schrei, aber über 14 Grad schon wieder zu warm.) Für trockenes, leicht kühles Wetter eine Softshelljacke, gerne auch noch bei leichtem Sprühregen, bei stärkerem Regen auf jeden Fall zu kombinieren mit der dünnen Regenjacke und bei kälterem Wetter mit der dünnen Fleecejacke für untendrunter. Wenn man dann auch noch die verschiedenen Jacken für festliche Anlässe (bei verschiedenen Wetterbedingungen! Eine Einladung zu einer Hochzeit im Mai erfordert im Prinzip ja aus den bekannten Gründen schon mal festliche Jacken in mindestens drei verschiedenen Wärmegraden und Wassersäulen.) dazuzählt, sollte man leicht auf zweiundzwanzig Jacken kommen. Grundausstattung!
Ich besitze aber nur drei. Oder acht. Irgendsowas. Und das zieht eben nach sich, das der Auswahlprozeß manchmal etwas, sagen wir- schwierig ist und ein Fünkchen Geduld von seiten der restlichen Familienmitglieder erfordert. Ein Sonntagsspaziergang im Mai ist da unter Umständen schonmal mit einer genaueren Planung als eine alpine Hochgebirgswanderung verbunden, ehrlich.
Heute: 16 Grad, leicht bedeckt, ein Viertel des Himmels sieht, hm, vielleicht nach Regen aus, da nehme ich zum Kurzarmshirt lieber mal die schwarze Softshell und ein etwas voluminöseres Tuch. Kann losgehen, Schätze! Nach drei Schritten taucht die Sonne auf und läßt ihre Muskeln spielen, puh, ist das warm. Sorry, Jungs, ich muss nochmal kurz rein. Softshell aus, Jeansjacke an, dickes gegen dünnes Halstuch getauscht und raus an die frische Luft wo in diesem Moment ein feiner Sprühregen beginnt, der deutlich kühlere Temperaturen verspricht, also schnell wieder die Jeansjacke gegen die dünne Fleecejacke plus Regenjacke getauscht um dann während des Spaziergangs sämtliche Jacken unterm Arm rumzuschleppen. *umfall*
Wieso erzähl ich das eigentlich? Ach so, die Wanderung auf dem Traumpfad „Hatzenporter Laystieg“ (nein, ich hab nicht geniest, das heißt wirklich so) hätte mich ums Haar ins Grab gebracht, weil ich nur EINE Jacke und KEIN Tuch dabeihatte. Schlimm.
Hatzenport Collage
Wnn man nicht unentwegt mit Jacke aus, Jacke an beschäftigt war, konnte man auch echte Fossilien finden. (Wenn zufällig jemand nochmal da lang geht und den Stein wiedererkennt: bitte bei uns vorbeibringen. Mein Mann hat ihn gefunden und liegengelassen, der Deibel!)
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Bei drei zwei einem leckeren Riesling im Winzerhof Gietzen war mir dann nachher auch fast gar nicht mehr kalt warm wasweißich.
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Fast wie Urlaub, das.

Schneller Rums

Schnell gezeigt, nicht schnell gemacht.
Schon vor ein paar Wochen habe ich mir dieses Patchshirt genäht. Ich war kurz davor, all die unnützen kleinen Stoffreste wegzuwerfen, da die Stoffkiste langsam überquillt, da sah ich Nettes tolles Patchshirt– zum Glück. Alle schwarzbunten und grauen Stoffreste aus der Kiste sind zusammengestückelt dann doch ganz tragbar geworden:
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Das Schnittmuster war (glaube ich) Kaschi von den Selbermachern.
Mein absoluter Lieblingsschnitt ist aber immer noch Kanga von Jolijou via Farbenmix. Alleine deswegen, weil mir da immer noch L passt *gnihihi* Seitlich mit mehr Nahtzugabe, aber immerhin:
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Die Ankerappli mit dem „Seil“ habe ich mir von einer anderen Doro abgeguckt, die ein Täschchen damit verziert und bei ihrer Linkparty „Maritimes und Meer“ vorgestellt hat.
Alleine dafür sind die ganzen Linkpartys echt klasse. Ich hatte null Idee was ich auf das schwarzweißgestreifte Shirt draufmachen sollte damit es nicht zu sehr nach Panzerknacker aussieht (Ok. Zur Not hätte ich 176-761 genommen. Zur Not!), aber durchs Stöbern bei Rums bin ich auf diese Idee gekommen. Vielen Dank also allen Beitragenden, den Linkparty-Veranstaltern und allen. Der Sonne, dem Wetter und überhaupt.
Dankeschön und schönen Tach.

Klassenfahrt

Das Kind kommt von der Klassenfahrt zurück. Zwei Übernachtungen aushäusig, im Vorhinein mit den schlimmsten Befürchtungen kinderseits bedacht (die wir offensichtlich mit einem Vorab-Besuch der Jugendherberge ausräumen konnten- es war dann kein unbekannter Feind mehr, sondern nur eine normale Jugendherberge).
Nur gut, dass es nur zwei Übernachtungen waren. Dass das Kind ausserhalb schläft, ist ja normal, aber dass man dann so überhaupt gar nichts hört ist irgendwie doof. Denkt da auch mal jemand an die Eltern?
(Wenigstens konnten wir endlich mal den Hobbit (Teil eins) gucken. Naja. Da hat sich einer aber mächtig Mühe gegeben, die Story wie seeeehr zähen Kaugummi zu ziehen. Und wenn einem so gar nix mehr zu erzählen einfällt, dreht man halt noch eine Kampfszene und noch eine und noch eine…gääähn…) Wo war ich?
Heute morgen durfte ich Junior wieder in Empfang nehmen. War ne halbe Stunde zu früh an der Bushaltestelle und dann kamen sie auch noch zehn MInuten zu spät. Grrr.
Junior kam glücklich und zerzaust rausgehüpft aus dem Bus: Mama, das war sooo toll! Leider hab ich euch gar nicht vermisst.
Zuhause einen erstaunlich gut gepackten Koffer ausgepackt (und alles ist wieder mit zurück gekommen!!), entgegen der Vermutungen waren auch alle Hosen und TShirts getragen (und sehr schmutzig), bis auf die Socken. Beide Paare sehen noch frisch aus und während ich noch überlege ob ich den Geruchstest wagen soll, blickt er mit erstaunten Augen auf die Socken: Ach, da sind sie ja! Leider musste ich die ganze Zeit die selben Socken tragen, weil ich die andern nicht gefunden hatte.
Die Zahnbürste ist eindeutig mehrfach benutzt, allerdings sind beide Handtücher (ein normales und ein Gästetuch) und einer der beiden Waschlappen noch erstaunlich ordentlich gefaltet. Auf meine rhetorisch gemurmelte Frage ob er sich denn garnicht abgetrocknet habe, kommt ein erstauntes: Wieso? Ich hab mich doch auch nicht gewaschen.
Mit anderen Worten: Eine Klassenfahrt genau wie sie sein soll.
Wir sind sehr stolz auf unsern Sohn!
Aber jetzt geht er erstmal duschen.

Mein Muttertag

begann mit dem Zusammenlegen einer Wanne Wäsche und anschliessendem Frühstückstischdecken, während Mann und Sohn auf der Couch rumlungerten und in ihre technischen Devices starrten. Waaahhh!
Nun, man muss fairerweise dazu sagen, dass an den restlichen Sonntagen im Jahr mein Mann den Frühstückstisch deckt, weil seine Frau so früh morgens üblicherweise unmöglich die nötige Hand-Auge-Koordination aufbringt, um die Marmelade unfallfrei zu Tisch zu bringen. Das geht erst nach der ersten Tasse Kaffee (den natürlich auch mein Mann kocht). Wieso ich das Tischdecken ausgerechnet am Muttertag geschafft habe- keine Ahnung.
Was will ich damit sagen?
Ach, geht mir doch fort mit eurem Muttertagskram. Bei uns ist das ganze Jahr Muttertag! Und Vatertag und Kindertag sowieso. Wir tun uns ständig gegenseitig und selbst etwas Gutes, behandeln uns respektvoll, kuscheln andauernd und haben uns lieb, was soll man denn da noch am Muttertag draufsetzen?
Das arme Kind hat schon Tage vorher voll den Stress, weils nicht weiß, was es zum Muttertag schenken soll, eigentlich ständig besseres zu tun hat (spielen!) und diese verdammte Schule nicht im Kunstunterricht für ein Muttertagsgeschenk sorgt (ich hatte mich schon auf einen liebevoll gestalteten Tontopf mit eingepflanzter Feuerbohne gefreut. Pustekuchen. Den wollten sie für ihre Klassendeko. Dabei habe ich einen extra schönen rausgesucht, hmpf.)
Aber da sich ausgerechnet am Tag vorher meine vorletzte Lieblingsgarnele plötzlich in Fischfutter verwandelte (ohne besonderen Grund, möchte ich betonen. Die Biester sind vielleicht empfindlich! Von fünf putzigen rotweiß gestreiften Garnelen die ich zum Geburtstag bekam, haben sich schon Anfang des Jahres drei entleibt (oder entmaterialisiert, gefunden haben wir jedenfalls kein Krümelchen mehr von ihnen), die beiden anderen waren eigentlich ganz fidel, bis Samstag halt. Sollndas? Die waren teuer!
Da war ich echt traurig, denn a) war die wirklich hübsch und b) ist die letzte Garnele jetzt sozusagen der „Last Man Standing“ (bis auf die fünf vier Amanos), das kann ja nun auch keinen Spaß machen so ganz ohne Kumpels und c) sollen die Tiere sich gefälligst bei uns wohlfühlen und nicht ständig wegsterben. Undankbares Volk.) hatte das Kind dann zum Glück noch eine Geschenkidee und malte eilig eine Karte mit einer Garnele drauf. Ich darf mir also von seinem Taschengeld eine kaufen, welche sind noch gleich die teuersten? *muuhaha*
Gut, möglicherweise hat sich das arme Tier nur entleibt um dem Kind einen Fingerzeig zu geben. Dann hätte sie es gut gemeint, aber mächtig übertrieben. Wie dem auch sei, man merkt was ich sagen will?
Muttertag ist voll fürn Arsch, vor allem für Garnelen.
Jetzt darf hier niemand erwähnen, dass am Donnerstag Vatertag ist, sonst kriegt das Kind wieder die Krise. Wie um Himmels willen soll der aber auch verstehen, das man am Muttertag gefälligst dem Mütterlein was zu schenken hat weil man sonst stante pede in die Hölle kommt (in der man ständig und immerzu Muttertagsgeschenke basteln muss ohne Schere und ohne Tesafilm und vor allem ohne eine gute Idee! Oh, was für Schmerzen das sind *aarrghh*), man aber zum Vatertag wiederum nix schenkt weil eben. Nix weil. Weils halt so ist.
Kapiert kein Mensch.
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Doro Wot

Doro wat?
Jahaa, hier ist ja nicht nur Spässle angesagt, hier soll man ja auch was lernen, also Öhrchen gespitzt und hergehört, heute gibt es eine neue Folge von „Wieso klappt das mit der verdammten Kocherei daheim nie so wie man will“ „Kulinarisch um die Welt mit dem Eichhörnchen“.
Heute: Äthiopische Küche. Bääm!
Zuerst ein kurzer Schwank aus meinem Leben: Ich wunderte mich immer, warum die äthiopischen Jugendlichen der Wohngruppe es stets vermieden, mich mit Namen anzusprechen und immer so fein lächelten, wenn andere mich riefen. Bis sie einmal das äthiopische Nationalgericht „Doro Wot“ für uns alle kochten, da mussten sie ja raus mit der Sprache wieso das so heisst wie ich. Doro heisst nämlich Huhn in Äthiopien und sie waren zu gut erzogen um mich Huhn zu nennen. Ist das nicht nett? *muuharharhar* Also hiess ich die ersten paar Jahre „Hallo“, bis sie sich dran gewöhnt hatten. Ist ja auch ein netter Name. Hallo.
Wo war ich?
Ach ja. Doro Wot ist sehr lecker und höllisch scharf (für scheue Pfarrerstöchter wie mich), aber den wichtigsten Bestandteil, nämlich die Gewürzmischung Berbere, kriegt man hier so gut wie gar nicht, es sei denn man besitzt einen Afroshop in Frankfurt (ich nicht) oder kennt nette Menschen, die einem das direkt aus Äthiopien mitbringen. Tadaa! So kam ich also unlängst (gestern mittag) in den Besitz einer nicht unerheblichen Menge Berbere und diesen Umstand wollte ich gleich nutzen.
Blöderweise gehört zu einem richtigen äthiopischen Essen auch Injera und ich hatte mir natürlich in den Kopf gesetzt, welche zu machen. Nun gut. Der Versuch an sich ist ja schon mal löblich, aber leider völlig danebengegangen.
Ich erspare euch und mir die Beschreibung der Herstellung, aber es war aufwendig, langwierig und fürn Arsch. Gut, man könnte meinen eierpfannkuchenähnlichen Fladen eine entfernte Ähnlichkeit mit Injera attestieren, aber wirklich nur sehr entfernt. Egal, ich zeig sie trotzdem, wenn auch nur als abschreckendes Beispiel. Alle die wissen wie richtige Injera aussehen gucken jetzt gefälligst wo anders hin, für die anderen gilt: SO sollen sie nicht aussehen:
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Geschmacklich sind sie auch irgendwie anders. Wie Pfannkuchen mit Hefe halt. Egal, wir können auch Reis dazu essen.
Dafür hab ich ein echt schönes Zutatenbild hingekriegt:
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Es gibt natürlich kein Original Doro Wot Rezept, meins habe ich aus verschiedenen Rezepten (und dem was ich da hatte) zusammengestellt, und zwar aus Hühnchen (mit Zitronensaft mariniert), Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Möhre, gehackten Tomaten (dass ich noch frische Tomaten da hatte, hab ich erst nach dem Foto entdeckt und sie dann halt noch hinterhergeworfen. In den Topf, meine ich) und natürlich Berbere. Das attraktiv aufgeschichtete Häuflein Berbere habe ich todesmutig komplett eingerührt, bis jetzt überlebt und nochmal so viel hinterhergekippt. Sind vielleicht so zehn Gramm insgesamt gewesen.
Nach dem Anbraten und stundenlangen Köcheln sah das ganze dann so aus:
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bzw so:
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Sehr lecker, wird auf jeden Fall wieder gekocht. Ohne Injera, lieber gleich mit Reis. Oder Kartoffeln. Was weiß ich. Aber jedenfalls nochmal mit genau der gleichen Schärfe. Mjam.

Muss eigentlich ausser mir noch jemand an dieses schreckliche Lied aus den 80ern denken „She said Captain, i said Wot, she said Captain, i said wot“?
Oh, Mist, Ohrwurm.
Zu spät.
Captaiiiiin…. wot.
*umkipp*

Hanny

So. In voller Pracht:
Hanny Fotor
Wirklich groß, die Hanny, aber bequem. Außen habe ich eine zusätzliche Tasche angefügt, innen auch, aber leider habe ich einen Schlüsselfinder vergessen, nach den Schlüsseln muss ich immer wühlen, hmpf.
Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Luisa von Lieblingsfaden, die die Feder-Stickdatei kostenlos zur Verfügung gestellt hat, die Datei ist sehr schön digitalisiert und flott gestickt (und hat sich bestens mit dem Kunstleder vertragen).
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Beim nächsten Mal nehme ich einfarbigen Canvas oder so, damit die Falten an den Seiten besser zur Geltung kommen. Ich brauche ja schliesslich noch eine kleinere Tasche…:-)

Tapferes Schneiderlein/Monatsrückblick

Soll ja keiner sagen, ich würde nix nähen. Nur Zeit zum posten habe ich nicht, deshalb gibts jetzt mal alles aufeinmal auf die Mütze. Sogar zwei Rumse sind versteckt!
Aber der Reihe nach:
Eine sehr liebe Freundin, die selbstgenähte Sachen sehr mag und zu schätzen weiß (!), freute sich über diese „Griselda“ zu ihrem 40. Geburtstag:
Griselda Miriam Collage
Griselda reist jetzt mit ihrer Besitzerin im Flugzeugcockpit in der Weltgeschichte rum und ich bekomme Fotos, wie mit dem Gartenzwerg aus „Amelie“. Hach. Toll, oder?
Griselda Shanghai

Juniors Kleiderschrank ist zwar natürlich noch prall gefüllt, das liegt aber nicht daran, dass er genug Klamotten hätte, sondern im Unvermögen seiner Mutter endlich mal den Schrank zu sortieren und die zu kleinen Sachen rauszuräumen. Schlampe, das.
Stoff bestellt und Shirts zugeschnitten sind zum Glück schonmal, eins davon ist sogar schon fertig. Das Stoffdesign „Rudes“ mit den beiden Monstern mag ich sehr, ich finde sie stehen da ziemlich lässig auf dem Shirt rum. Die Lösung mit den beiden verschiedenen Ärmeln hat Junior sich ausdrücklich gewünscht und ein weiteres Shirt mit grünen Rudes folgt noch. Ufo-Kiste, weisse Bescheid. Den Stoff habe ich im „Kleewald“ bestellt, ein sehr schöner Onlineshop mit vielen Designerstoffen die man nicht unbedngt überall kriegt.

Rudes blau Collage
Aus demselben Onlineshop stammt auch „Linnea“ für den ersten Rums heute. Pünktlich zu Ostern eine Osterhasen-„Malotty“ von Kibadoo. Nee, ist natürlich kein Osterhase sondern ein finnisches Designhäschen, sieht man doch sofort! Leider hat die Größe mal wieder nicht hingehauen und das Untershirt musste ich mit seitlichen Einsätzen verunstalten, aber besser so als gar nicht anziehen.

Linnea Malotty Collage
Zur Abwechslung dann mal was ganz uneigennütziges für andere genäht:Duftmemory Collage
Für unsere Garten- und Pflanzenqueen habe ich zusammen mit einer Freundin Duftmemorys zum Selberbefüllen genäht. 56 Stück, puh. Ein Memory haben wir fertig befüllt, der Rest war zum Verkaufen auf dem Pflanzenmarkt und der Erlös geht natürlich in Pflanzen für die einzelnen Stationen des „Pfad der Sinne“. Stoff hatte ich ja genug…:-))

Dann brauchten wir ein Geburtstagsgeschenk für einen Mann:50. Geburtstag Collage
Und zwischendurch noch eine Flottilotty: Ich wollte doch wissen, ob ich die auch ohne Extrafalte nähen kann. Jo, hat geklappt. Danke nochmal, Patti. Das Ebook ist toll!
Flotti Kamehameha Collage
Die Stoffe sind aus der neuen Serie „Kamehameha“ von Hamburger Liebe (Hawaiifeeling! Ich! Haha, brauch ich nicht. Öhmja.) und waren eigentlich Reste von diesem Projekt:
Kamehameha Collage
Endlich mal die Kugeltasche von der Taschenspieler genäht und gleich richtig versemmelt, ich Vollpfosten. Ich dachte, die Tasche würde zu groß und habe sie auf 80% verkleinert. Blöder Fehler. Jetzt ist sie mir viel zu klein! *schrei*
Aber gut, ich kann ja auch anders und habe mir aus lauter Trotz aus den restlichen Resten der Reste eine Hanny von Kibadoo genäht- zur Sicherheit in Medium, Small schien mir doch ein bißchen klein, und nun. Was soll ich sagen? Sie ist- also seht selbst:
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Sie ist zu groß! *umfall*
Jeans Hanny Collage
Aber schön!
Das genaue Mittelding zwischen den beiden Taschen wäre ideal, aber nein. Ich kann ja nur Hü oder Hott, dazwischen geht gar nicht, hmpf.
Egal, die wird jetzt getragen, da geht wenigstens alles rein und das ist somit auch mein zweiter Rums! Eigentlich ist das auch noch ein echtes Upcycling-Projekt, denn für den Taschenkörper habe ich eine Jeans meines Mannes zerschnitten (den hab ich aber vorm Zerschneiden rausgemacht *g*) und wieder zusammengenäht, bis ich genug Stoff hatte um die Hanny zuschneiden zu können.
Wer die kleine Kugeltasche haben möchte, kann sich melden und ein Angebot abgeben, ansonsten bleibt sie als Zimmerdeko hier hängen. Pff.
War noch was? Ach nee, ich hab alles.
Schöntachnoch!

Gut, das mit dem Rumsen hat sich erledigt- heute ist ja erst Mittwoch *staun*. Sonst geht das schneller mit der Zeit, ich schwöre. *hintenüberkipp*

Immer noch so.

Hochzeit Michel 2 Kirche 31
Das Bild illustriert unsere Beziehung ganz gut, finde ich.
Ich mit dem großen Maul lehne mich vor und du hältst mich fest (und auf dem Boden). Funktioniert heute noch genauso wie am ersten Tag. ?
Heute vor zehn Jahren war die (standesamtliche) Hochzeit mit Polterabend- zwei Tage später eine tolle Hochzeitsparty bis tief in die Nacht. Obwohl uns die Hochzeit ja eigentlich gar nicht so wichtig war, weil wir auch ohne den amtlichen Stempel wussten dass wir zusammenbleiben werden, haben wir die „Festlichkeiten“ doch sehr genossen. So ganz ohne das zeremonielle Tamtam, mit einem knallbunt dekorierten Sportheim:
Hochzeit Deko Collage
Mit der ganzen Familie und allen Freunden (gell- Luni? Familie ist was tolles *g*) waren wir um die 100 Personen (wahrscheinlich die doppelte Anzahl beim Polterabend) und es war toll. Ich wiederhole mich.
Heute lassen wir es ganz ruhig angehen, gehen genau dort essen, wo wir vor zehn Jahren nach dem Standesamt waren: die Dorfkneipe ohne jeden Schnickschnack, mit vollkommen bodenständigen Essen (Tafelspitz, Meerrettichsoße und Kartoffeln, Schweinebraten mit Kloß und Soß, mjam, ich könnt mich auf der Stelle reinsetzen). Heute gibts aber Schnitzel, Pommes und Salat auf (Achtung!) Portionstellern! (Das ist so retro, das MUSS authentisch sein. Ist es auch.) *freu*
Herzlichen Glückwunsch, auf die nächsten zehn zwanzig achwas: fünfzig Jahre!

Elfchen

Erstaunlich, was die Kinder heutzutage alles schon so früh in der Schule lernen.
Toll ist das! Ich habe mich damals in der zweiten Klasse vermutlich noch mit der über einen s-pitzen S-tein s-tolpernden Susi (so eine dämliche Kuh aber auch) rumgeärgert und heute schreiben sie schon Gedichte.
Nicht, dass ich gewusst hätte, was ein Elfchen ist- das musste ich erstmal googeln.
Zum Ausgleich habe ich Juniors selbstgedichtetem Frühlings-Elfchen den passenden Rahmen gegeben. *find*
Elfchen Collage
Seitdem freu ich mich dran.
Frauen, die auf Fenster starren…. *muuuharharhar*